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Elektrische Entladungsröhre.
Die Erfindung betrifft eine mit einer direkt geheizten Kathode versehene Entladungsröhre.
Eine solche Kathode besteht gewöhnlich aus einem ein oder mehrere Male hin und her geführten
Metallband oder aus einem Draht, der an den Enden und Umkehrstellen an Ösen oder sonstigen Drahtteilen befestigt und in der Regel mittels Federn straff gehalten wird. Es ist z. B. bekannt, eine Umkehr- schleife des Glühfadens durch eine kleine spaltförmig Öffnung einer Glimmerscheibe hindurehzusteeken und in die Umkehrstelle eine unter Federwirkung stehende Öse einzuhaken. Bekannt waren zu diesem
Zwecke auch Federn und Ösen von der Art, wie etwa die in Fig. 1 unter l.')', 14 abgebildeten.
Obgleich sich diese Bauart in manchen Fällen gut bewährte, hat es sich gezeigt, dass bei ihr die als mikro- phonische Wirkung"bekannte Erscheinung in erheblichem Masse auftritt ; ausserdem lässt sich eine gute Zentrierung des Glühdrahtes schwer erhalten, was zu Ungleiehmässigkeiten in den Charakteristiken der Röhre Veranlassung gibt und sogar Kurzschlüsse zur Folge haben kann.
Zur Beschränkung der Bewegungsfreiheit des Glühdrahtes und damit der schädlichen mikro- phonischen Erscheinungen ist es bereits vorgeschlagen worden, in der Mitte seiner Spannfeder Hilfsstützpunkte anzubringen, etwa in Form eines Glimmerplättchens, an dessen Kante der Glühdraht anlag. Dies brachte jedoch den Nachteil mit sich, dass durch Wärmeableitung die Emission gerade des ergiebigsten Teiles der Kathode wesentlich geschmälert wurde, sowie dass in der Mitte des Entladungsraumes unkontrollierbare Wandladungen auf den Isolierstützen entstehen konnten, die eine zusätzliche unerwünschte Beeinflussung der Entladung herbeiführen.
Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass der unter Federspannung stehende Glühfaden in der Nähe jener Stelle, wo die Feder beispielsweise durch eine Öse, einen Haken od. dgl. an ihm angreift, unter Druck an einem Steg anliegt. Dieser Steg erfüllt die doppelte Aufgabe, einerseits die mechanischen Schwingungen des Glühfadens zu dämpfen und anderseits seine Lage bzw. die Glühfadenebene gegenüber den sonstigen Elektroden eindeutig zu definieren. Der Steg, gegen den der Glühfaden durch die Federspannung gedrüekt wird, liegt ausserhalb des eigentlichen Entladungsraumes und besteht aus einem Material, an dem der Glühfaden bei Erhitzung nicht kleben bleibt ; besonders bewährt haben sieh feuerfeste Isolierstoffe, insbesondere Glimmer.
An Stelle eines einfachen Steges kann auch ein durehlochtes Glimmerplättchen Verwendung finden, wobei der Glühdraht an dem Rand der Öffnung anliegt. Diese Öffnung kann daher wesentlich grösser sein als die früher benutzten schmalen Spalte, die zu vielem Ausschuss Veranlassung gaben,
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise näher erläutert :
Fig. 1 und 2 zeigen einen Teil einer Entladungsröhre nach der Erfindung. Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine Befestigungsstelle der Kathode.
In der Zeichnung bezeichnet 1 die Quetsehstelle einer elektrischen Entladungsröhre, die mit einer Kathode (Glühdraht) 2, einem Steuergitter 3 und einer Anode 4 versehen ist. Die Anode ist an Haltern 5 und 6 befestigt, und das Gitter ist auf Stützstäbe 7 und 8 aufgewickelt. Die Kathode ist mittels der Stromzuführungsteile 9 und 10 nach aussen geführt.
Am oberen Teil des Elektrodensatzes sind nun zwei Glimmerscheiben 11 und 12 angebracht, die zur Befestigung und Zentrierung der verschiedenen Elektroden dienen. Die Kathode ist dort an einer Öse 13 befestigt und wird mittels einer Feder 14 straff gehalten und gleichzeitig in der rechteckigen Öffnung 15 gegen die Kante der Glimmerscheibe 11 gedrUckt, die somit als Steg wirkt. Auf diese Weise wird eine starke Befestigung, Sehwingungsdämpfung und eine gute Zentrierung des Glühdrahtes erhalten.