AT151228B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drahtseilen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drahtseilen.

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AT151228B
AT151228B AT151228DA AT151228B AT 151228 B AT151228 B AT 151228B AT 151228D A AT151228D A AT 151228DA AT 151228 B AT151228 B AT 151228B
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Felten & Guilleaume Ag Oester
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Drahtseilen mit Seelen aus
Hanf, Sisal oder andern verspinnbaren Materialien. 



   Ein Nachteil dieser Seelen ist, dass sich ihr Durchmesser bei längerer Benutzung der Seile unter dem dauernden Einfluss der dabei auftretenden Beanspruchungen verkleinert, was auch eine Ver- ringerung des   Seildurehmessers   zur Folge hat. Mit der Durchmesserverkleinerung ist eine Veränderung der Querschnittsform und eine   Gefügevprdichtung   der Seele verbunden. Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung geben ein Bild von der Veränderung der   Querschnittsform.   Fig. 1 zeigt den Querschnitt eines aus sechs Drahtlitzen 1 aufgebauten Seiles vor Inbetriebnahme. Die Seele 2 hat ungefähr kreisförmigen
Querschnitt und füllt die Zwischenräume 3 zwischen den Litzen nicht aus. Fig. 2 zeigt den Querschnitt desselben Seiles nach längerem Betrieb.

   Die Seele 2 hat sternförmigen Querschnitt angenommen und füllt die   Zwischenräume.   3 zwischen den Litzen aus. Die   Querschnittsfläche   der Seele ist infolge Ver- dichtung des Seelengefüges kleiner geworden. In diesem neuen Zustand bietet die Seele-richtige
Dimensionierung vorausgesetzt-den Drahtlitzen eine bessere Auflage als in ihrem ursprünglichen
Zustand und ändert ihre Form und Dichte nicht mehr weiter. Es erfolgen daher-wenn dieser Zustand erreicht ist-auch keine weiteren Veränderungen des Seildurchmessers mehr. 



   Um den Drahtlitzen von Anfang an eine bessere Auflage zu geben, wurde bereits vorgeschlagen, die Zwickelräume zwischen den Drahtlitzen und der Seele durch eine Anzahl von Einzelfäden oder dünnen Strängen auszufüllen. Diese Fäden und Stränge wurden gleichzeitig mit den Drahtlitzen im Verseilkaliber um die in üblicher Weise aufgebaute Zentralseele gelegt. Aber auch die so hergestellten
Seile hatten den Nachteil, dass sich ihr Durchmesser bei längerem Betrieb verkleinerte, weil die derart zusammengesetzte Seele ihre anfängliche Form und Dichte nicht beibehielt. 



   Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieses Übelstandes durch eine solche Vorbehandlung und einen solchen Aufbau der Seele, dass die nachteiligen Veränderungen in der Form und Dichte nicht eintreten können. Dementsprechend werden die Seelen gemäss der Erfindung durch Pressung soweit verdichtet und vorgeformt, dass sie im fertigen Drahtseil den von den Drahtseilelementen (z. B. Drahtlitzen) umschlossenen Hohlraum möglichst vollständig und dicht ausfüllen und bei den in Betracht kommenden Beanspruchungen während der Seilbenutzung keine wesentliche Formänderung oder Änderung ihrer Dichte mehr erfahren. 



   Die üblichen Seelen aus verspinnbaren Materialien bestehen aus einer entsprechenden Anzahl Fäden, die meist mehrfach miteinander verseilt sind. Dabei werden die Sehlaglängen   gewöhnlich   möglichst kurz gemacht, um den Seelen die gewünschte Härte zu geben. Die Struktur der so aufgebauten   Seelen, macht   sie gegen kurzzeitige Druckbeanspruchungen widerstandsfähig und es ist eine sehr bedeutende Pressung nötig, um solche Seelen zu verformen. Es ist daher nicht möglich, die gewünschte Formgebung bei den   üblichen   Seelen im Verseilkaliber bei der Verseilung der Drahtseilelemente durchzuführen, weil die Drahtseilelemente die erforderlichen Drücke auf die Seele nicht ohne Beschädigung der genannten Drahtseilelemente übertragen können.

   Wenn die Seelen aber gemäss der Erfindung schon vor der Verseilung der Drahtseilelemente durch Pressung entsprechend verdichtet und vorgeformt werden, dann kann ohne Anwendung unzulässiger Drücke im Verseilkaliber erreicht werden, dass sie im fertigen Seil die gewünschte hohe Dichte haben, den von den   Drahtqeilelementen   umschlossenen Hohlraum gut ausfüllen und bei der Benutzung des Seiles keine wesentlichen Ver- änderungen ihrer Form und Dichte mehr erfahren 

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Es ist besonders zweckmässig, die Verformung so stark zu machen, dass schon durch sie allein die Seelen vor der Verseilung der Drahtseilelemente die gewünschte Form und Dichte erhalten und im
Verseilkaliber nicht mehr weiter verformt zu werden brauchen. 



   Um dies zu ermöglichen, empfiehlt es sich, die Seelen aus mehreren, mit grosser Schlaglänge verseilten Elementen aufzubauen. Seelen mit grosser   Schlaglänge   lassen sich bereits durch einen einmaligen kurzzeitig wirkenden Pressdruck in den gewünschten Zustand bringen. Die Schlaglänge der Seelen kann auch unendlich gross gemacht werden, so dass die Seelenelemente parallel zur Seilachse liegen. 



   Die Vorformung der Seele erfolgt zweckmässig unmittelbar vor dem Verseilkaliber im gleichen Arbeitsgang mit der Herstellung des Seiles. Am einfachsten ist dies, wenn die Seelenelemente mit der gleichen Schlagrichtung und der gleichen Schlaglänge verseilt werden, wie die sie unmittelbar bedeckenden Drahtseilelemente. Durch diese Massregeln wird die Formgebung und die gute Ausfüllung der Zwickelräume zwischen den Drahtseilelementen erleichtert. 



   Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform einer Vorrichtung für diese Art der Seelenherstellung. 



   1 ist der Verseilkorb der Maschine. Die Drahtlitzen 2, aus denen das Seil aufgebaut wird, laufen von den Spulen 3 im Verseilkorb 1 ab, passieren die Legscheibe   4   und werden im Verseilkaliber 5 ver-   einigt.   Die Elemente 6, aus denen die Seele aufgebaut wird, laufen von den Spulen 7 ab, die am Verseilkorb angebracht sind und mit ihm umlaufen. Ihre Vereinigung zur Seele erfolgt vor dem Verseilkaliber 5 in einem Presskaliber   8,   das in der   Legscheibe   4 gelagert ist.

   Dieses   Presskaliber , das   der
Seele unter der erforderlichen Verdichtung ihres Gefüges den gewünschten sternförmigen Querschnitt gibt, ist zweckmässig in der Richtung der Verseilachse verstellbar oder um die Verseilachse verdrehbar angeordnet, damit die richtige Übereinstimmung zwischen dem Drall der Seele und dem Drall der darüber zu verseilenden Drahtlitzen erzielt werden kann. In der Zeichnung ist als Presskaliber 8 eine   Büchse   eingezeichnet. Selbstverständlich kann das Presskaliber statt von einer Büchse auch von Kaliberwalzen gebildet sein. 



   Die beste Ausfüllung der Zwickelräume zwischen den Drahtseilelementen, welche die Seele unmittelbar bedecken, lässt sich erreichen, wenn die Seele aus ebensoviel Elementen gebildet wird als Zwieekelräume auszufüllen sind, wobei die Elemente der Seele mit gleicher   Schlaglänge   und Schlagrichtung wie die sie bedeckenden Drahtseilelemente und gegebenenfalls um ein Kernelement verseilt werden. 



   Dieser Aufbau der Seelen ermöglicht es, mit einer geringen Anzahl verschiedener Seelenelemente für alle in Betracht kommenden Seelen auszukommen, wodurch die Lagerhaltung wesentlich vereinfach wird. Fertige Seelen brauchen überhaupt nicht mehr auf Lager gehalten zu werden, sondern neben einzelnen Garnfäden nur Elemente aus zwei bis sieben miteinander verseilten Garnfäden. Es hat sich gezeigt, dass diese Elemente mit verhältnismässig kurzen   Schlaglänge   verseilt werden dürfen, ohne die Vorformbarkeit der Seele zu beeinträchtigen. Für den Aufbau einer Seele können auch Elemente mit verschiedener Garnfädenzahl nebeneinander Verwendung finden, worunter sich auch aus nur einem einzelnen Garnfaden bestehende Elemente befinden können. 



   Bei der in Fig. 3 dargestellten Maschine erfahren die Spulen mit den Seelenelementen keine   Rückdrehung.   Selbstverständlich könnten auch diese Spulen mit einer Rückdrehvorrichtung ausgestattet werden. Die in der Zeichnung dargestellte Ausführung ist jedoch einfacher und billiger. Sie hat aber den Nachteil, dass die Seelenelemente je nach ihrer Schlagrichtung und der Umlaufrichtung der Maschine zu-oder aufgedreht werden. Dabei ändert sich die Dichte des Seelengefüges in schwer   kontrollierbarer Weise. Um diesen Übelstand zu beseitigen, werden nach der Erfindung zum Teil rechts-   und zum Teil links geschlagene Elemente zum Aufbau der Seelen verwendet, u. zw. nach Möglichkeit in solchem Verhältnis zueinander, dass die Seele annähernd zur Hälfte aus links geschlagene und zur Hälfte aus rechts geschlagene Elementen besteht.

   Wenn die Seele aus gleichartig aufgebauten, jedoch in verschiedener Richtung geschlagene Elementen hergestellt wird, ist es zweckmässig, die Elemente in nach der Schlagrichtung abwechselnder Reihenfolge anzuordnen. Der Aufbau der Seele aus zum Teil resht-und zum Teil links geschlagene Elementen schaltet den Einfluss einer Verdrehung auf die   Gefügedichte   der Seele aus. Dies gilt nicht nur für die Herstellung des Seiles, sondern auch für eventuelle Verdrehungen des Seiles während des Betriebes und stellt deshalb einen besonderen Vorteil dar. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur Herstellung von Drahtseilen mit aus verspinnbarem Material bestehender Seele, dadurch gekennzeichnet, dass die Seele vor der Verseilung der Drahtseilelemente durch Pressung soweit verdichtet und vorgeformt wird, dass sie im fertigen Drahseil den von den Drahtseilelementen umschlossenen Hohlraum möglichst vollständig und dicht ausfüllt und bei den in Betracht kommenden Beanspruchungen während der Seilbenutzung keine wesentliche Formänderung oder Änderung ihrer Dichte mehr erfährt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Drahtseilen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seele durch die Verformung allein bereits vor der Verseilung der Drahtseilelemente in jenen Zustand <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1
AT151228D 1936-07-10 1936-07-10 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drahtseilen. AT151228B (de)

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