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Schaltung zur elektrischem Verstärkung von SchwiNgungen.
EMI1.1
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Es sind Versuche gemacht worden, das gewünschte Resultat durch Zusammenschaltung geeigneter Kreiselemente zu erzielen, so dass die Ausgangsfrequenzcharakteristik des Verstärkersystems entsprechend der Stellung einer Handsteuerung variiert. Wenn auch diese Methode eine merkliche Verbesserung gegenüber der Leistung eines nicht kompensierten Verstärkers zur Folge hat, ist sie doch nicht gänzlich befriedigend, da die wirkliche Leistung des Verstärkers auch bei einer festen Stellung der Leistungssteuerungseinriehtung über einen weiten Bereich wegen der normalen Variation der musikalischen Amplitude zwischen Pianissimo und Fortissimo oder aus andern Gründen sich ändert.
Daher ist es ein zusätzlicher Gegenstand dieser Erfindung, das Ansprechen eines Verstärkersystems auf niedrige Frequenzen im Verhältnis zu dem Ansprechen auf höhere Frequenzen zu erhöhen, auch wenn das Leistungsniveau niedrig ist, ohne Rücksicht darauf, ob das Niveau wegen eines niedrigen Eingangsniveaus oder, weil die Leistungsniveau-Steuerungseinriehtung auf einen niedrigen Wert eingestellt ist, niedrig ist.
In einer Form, welche diese Erfindung haben kann, werden die Hörfrequenzspannungen durch ein Hörfrequenzverstärkersystem, das einen zusätzlichen Niederfrequenzverstärker enthält, verstärkt. Dieser zusätzliche Verstärker enthält eine selektive Frequenzschaltung, so dass er nur diejenigen Hörfrequenzspannungen verstärkt, bei welchen die Verstärkung bei niedrigen Niveaus gewünscht wird.
Ein Teil der Leistung des Hörfrequenzverstärkers wird gleichgerichtet und gefiltert. Die Zeitkonstante des Filterkreises ist so gewählt, dass die Tätigkeit des Kreises schnell genug ist, den normalen Amplitudenvariationen der Musik zu folgen, und so langsam genug, dass sie keine wahrnehmbare Tätigkeit während der Dauer einer einzigen musikalischen Note ausübt. Die resultierende Gleichstromspannung wird dazu benutzt, die Leistung des zusätzlichen Verstärkers auf solche Weise zu steuern, dass dann, wenn die Ausgangsspannung des Verstärkers gross ist, der Verstärkungsgrad oder die Leistung des zusätzlichen Verstärkers reduziert wird und die Hörfrequenzspannungen nur in dem Hauptverstärker verstärkt werden.
Wenn die Ausgangsspannung auf ein genügend niedriges Niveau absinkt, wirkt der zusätzliche Verstärker dahin, dass die niedrigen Hörfrequenzen unproportioniert verstärkt werden.
Die Tätigkeit des zusätzlichen Verstärkers wird durch die Mittelwerte der verschiedenen Hörfrequenzspannungen, welche in dem Ausgangskreis vorhanden sind, gesteuert, obgleich es nicht nötig und oft auch nicht wünschenswert ist, über das gesamte Hörfrequenzband gleichmässig zu mitteln. Es ist gewöhnlich besser, den höheren Frequenzkomponenten ein relativ grösseres Gewicht in der Steuerung der Leistung des zusätzlichen Empfängers zu geben. Die Ausgangsleistung der Wieder- gabeeinriehtung oder des Lautsprechers kann durch die gebräuchliche Handleistungs-Steuerungsanordnung, die in dem Eingang des Spezialverstärkers, der gemäss dieser Erfindung konstruiert ist, vorgesehen ist, gesteuert werden.
In einem Radioempfänger kann die gebräuchliche automatische Radio- frequenzverstärkungssteuerung und eine Leistungssteuerung von Hand vorgesehen werden, die auf die Zeichen wirkt, ehe sie dem Verstärkersystem gemäss vorliegender Erfindung zugeleitet werden.
In einer alternativen Anordnung, die diese Erfindung enthält, wird die Verstärkungscharakteristik einer Verstärkerstufe veranlasst, selektiv für diejenigen Frequenzen zu sein, die dann, wenn die Ausgangsspannung des Verstärkers niedrig ist, mehr zu verstärken sind.
In einer andern alternativen Anordnung, die die vorliegende Erfindung enthält, wird ein Teil der Spannungen der mittel-und der hohen Hörfrequenzen nebengeschlossen und auf diese Weise daran gehindert, den Endverstärker zu erreichen, wenn die Gesamtausgangsspannung niedrig ist. In dieser Anordnung werden, wenn die Ausgangsspannung aus irgendeinem Grunde auf ein genügend niedriges Niveau abfällt, die Hörfrequenzspannungen unproportioniert verstärkt.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 ist ein Diagramm, welches den Schwellentondruck auf das menschliche Durchschnittsohr für verschiedene Hörfrequenzen darstellt. Fig. 2 und 3 sind schematische Schaltsehemen von Verstärkersystemen, die gemäss dieser Erfindung konstruiert sind. Fig. 4 ist ein Schaltschema eines Hörfrequenzverstärkersystems, das gemäss einer bevorzugten Verkörperung vorliegender Erfindung konstruiert ist. Fig. 5 ist ein Schaltschema eines Hörfrequenzverstärkers, das gemäss einer Modifikation der vorliegenden Erfindung konstruiert ist. Fig. 6 ist ein Sehaltsehema einer andern Modifikation der vorliegenden Erfindung.
In der Fig. 1 stellen die Ordinaten den Tondruck und die Abszissen die Hörfrequenzen dar.
Die Kurve, welche dem Buche "Speech and Hearing"vonFletcher entnommen wurde, gibt den hörbaren Minimumwert des Tondruekes für verschiedene Hörfrequenzen'an. Es kann aus dieser Figur ersehen werden, dass das Durehsehnittsohr am empfindlichsten auf Frequenzen ist, die zwischen 1000 und 4000 Hertz liegen, und dass der für die Hörbarkeit notwendige Tondruck für eine Frequenz zwischen 64 und 128 Hertz grösser ist als der, der für die Hörbarkeit von 1000 Hertz erforderlich ist.
Fig. 2 zeigt eine schematische Schaltung eines Verstärkersystems, das gemäss einer bevorzugten Verkörpenmg dieser Erfindung konstruiert ist. In dieser Figur wird das zu verstärkende Zeichen dem Eingangsverstärker 11 und dem zusätzlichen Verstärker 12 zugeleitet. Die Leistungen beider Ver- stärker und 12 werden dem Ausgangsverstärker 13, durch welchen die Zeichen weiter verstärkt werden, zugeführt. Ein Teil der Leistung des Ausgangsverstärkers wird dem Frequenzfilter, Gleichrichter und Zeitkonstantkreis, bezeichnet durch 14, zugeführt.
Hier werden die Spannungen der verschiedenen Frequenzen ergänzt, die höheren Frequenzen sind gewöhnlich gegenüber den niedrigeren
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begünstigt, und gleichgerichtet, um eine steuernde Vorspannung für den zusätzlichen Verstärker 12 zu erzeugen. Der Kreis 14 enthält einen Zeitkonstantkreis, damit augenblickliche Variationen des Leistungsniveaus nicht den zusätzlichen Verstärker beeinflussen. Die Wirkung dieses Systems wird später in Verbindung mit der Beschreibung der Fig. 4 geschildert.
Fig. 3 ist eine schematische Schaltung einer alternativen Anordnung eines Verstärkersystems gemäss dieser Erfindung. In dieser Figur wird das Zeichen dem Eingangsverstärker zugeleitet. Das Zeichen wird dann zur selektiven Verstärkungssteuerung 15 und dann zum Ausgangsverstärker M geleitet. Ein Teil der Leistung des Verstärkers 18 wird dem Frequenzfilter, Gleichrichter und Zeitkonstantkreis 14 zugeführt. Hier werden die Spannungen verschiedener Frequenzen ergänzt, gewöhnlich zugunsten der höheren Frequenzen gegenüber der niedrigeren, und gleichgerichtet, um eine Steuervorspannung für die selektive Verstärkungssteuerung 15 zu schaffen. Der Kreis 14 enthält einen Zeitkonstantkreis, damit augenblickliche Variationen des Ausgangsniveaus die selektive Verstärkungssteuerung nicht beeinflussen.
Die Wirkung dieses Systems wird später in Verbindung mit der Beschreibung der Fig. 6 geschildert werden.
Fig. 4 zeigt einen Verstärkerkreis, der gemäss der Erfindung konstruiert ist. In dieser Figur sind die Eingangsklemmen 1-2 über einen Spannungsteiler P1 geschaltet, dessen variable Anzapfung dazu dient, einen gewünschten Teil der Eingangsspannung auf das Gitter der Verstärkerröhre V1 zu drücken.
Das Eingangszeichen wird in der Röhre V1 verstärkt und wird durch die gebräuchlichen Leitungen, die den Kopplungskondensator Ci enthalten, zum Gitter der Röhre Vg geleitet. Das Zeichen wird weiter in der Verstärkerröhre V2 verstärkt und iiber ein geeignetes Leitungsnetz, das den Kopplungskondensator Cs enthält, dem Gitter der Verstärkerröhre V4 aufgedrüekt.
Hier wird das Zeichen weiter verstärkt und über den Transformator T1 auf die Eingänge der in Gegentakt geschalteten Vakuumröhren Vs, Vs aufgedrückt. Der Ausgang des im Gegentakt geschalteten Verstärkers wird mit dem Primärteil des Ausgangstransformators T2 verbunden. Über die eine Hälfte des Primärteils des Ausgangstransformators T2 ist ein Spannungsteiler P2 gelegt, durch dessen variablen Kontakt ein gewünsehter Teil der Ausgangsspannung über den Kopplungskondensator 03 zu den Dioden-Platten der Röhre V2 geleitet wird. Ein Diodenwiderstand R1 ist zwischen die Diodenplatten und die Kathode der Röhre V2 geschaltet.
Ein Kreis, der den Widerstand s, den Kondensator 04 und den Kondensator C*s enthält, ist zwischen die Anode der Röhre V1 und ihrer Kathode geschaltet. Eine Verbindung ausgehend von einem Punkt zwischen den Kondensatoren 04 und Os ist zum Eingangsgitter der zusätzlichen Verstärkerröhre V3 hergestellt. Durch diese Verbindung werden Niederfrequenzzeichen einer Art, die später vollständiger beschrieben wird, auf die Röhre Va aufgedrückt.
Die gleichgerichtete Spannung, die über den Widerstand R1 entwickelt wird, und die normale Spannung über den Kathodenwider- stand rua der Röhre V2 bestimmen die Vorspannungsspannung der Vakuumröhre V3 in einer Weise, welche später vollständiger beschrieben werden wird. Die Niederfrequenzspannungen werden in der Röhre V3 verstärkt und über ein geeignetes Leitungsnetz, das den Kondensator 06 enthält, dem Gitter der Verstärkerröhre V4 zugeleitet, in welcher sie zusammen mit den Zeichenspannungen, die dem Gitter der Röhre V4 über den Kondensator O2 zugeleitet werden, verstärkt werden.
Geeignete Widerstände, Kondensatoren und Spannungsquellen sind, wie gezeichnet, vorgesehen. Obgleich Batterien aus Bequemlichkeitsgründen gezeichnet sind, kann irgendwelche geeignete Spannungsquelle vorgesehen werden.
Beim Betriebe wird die verstärkte Zeichenspannung, die an der Anode der Röhre V1 auftritt, dem Gitter der Röhre V2 durch ein Leitungsnetz, welches unter den verschiedenen brauchbaren Hörfrequenzen nicht unterscheidet, zugeführt. Die verstärkte Zeiehenspannung wird auch zum Steuergitter der Röhre Vs über das Leitungsnetz B C, Cg geleitet. Der Kondensator 04 ist von hoher Kapazität und dient nur dazu, die hohe Gleichstromspannung von dem Gitter der Röhre Va abzusperren. Das Gitter der Röhre Va wird daher durch den Spannungsfall über den Kondensator C5 erregt. Es ist offensichtlich, dass bei hohen Frequenzen nur ein kleiner Prozentsatz der Spannung über diesen Kondensator auftritt, während bei sehr niedrigen Frequenzen der grösste Teil der Spannung über ihn entwickelt wird.
Der Widerstand Bs wird genügend hoch gewählt, so dass der Kondensator 05 den Eingang der Röhre V2 bei hohen Frequenzen nicht merklich beeinflusst. Die Röhre Va ist eine Hochleistungsverstärkerröhre, und die Kreiskonstanten sind so gewählt, dass mit normaler Vorspannung an dem Gitter der Röhre Va die niedrigen Frequenzen, durch die Röhre Va ungefähr ebenso hoch verstärkt werden wie die Zeichen durch die Röhre V2. Die Zeichen, welche durch die Röhren V2 und V3 ver- stärkt worden sind, werden kombiniert und dem Gitter der Röhre V4, welche die Gegentaktausgangsröhren V5 in der gebräuchlichen Weise speist, zugeleitet. Ein Lautsprecher ist gewöhnlich an die Ausgangsklemmen3-4angeechlosen.
Die Zeichenspannung, die vom Spannungsteiler P2 abgenommen wird, wird über den Konden- sator Cg dem Diodendetektor, der in der Röhre V2 liegt, zugeführt. Der Diodennebenwiderstand R1 muss hoch genug sein, so dass er eine vernachlässigbare Ladungswirkung auf den Ausgangskreis ausübt.
Der Wert des Kondensators C3 muss sorgfältig in bezug auf den Widerstand von R1 ausgewählt werden.
Wenn dieser Kondensator zu klein ist, werden die Bassnoten zu stark betont werden, wenn das Aus-
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gangsniveau hoch ist, vorausgesetzt, dass die wiedergegebene Musik wenig Diskantnoten enthält. Wenn dieser Kondensator anderseits zu gross ist, kann die gewünschte Betonung des Basses bei niedrigen Ausgangsniveaus nicht erreicht werden, weil die Bassnoten selbst den Diodenkreis wegen der relativ grösseren Amplitude der niedrigen Frequenzen zu stark erregen werden.
Bei hohen Ausgangsniveaus wird eine grosse negative Vorspannung an den Diodenplatten der Röhre V2 gebildet, und diese Spannung wird durch'das Filterleitungsnetz -C*,- zum Gitter der Röhre Va übertragen. Sie genügt, um die Röhre Va unwirksam zu machen. Unter diesen Bedingungen hat der Verstärker eine normale, flache Frequenzcharakteristik.
Wenn die Ausgangsspannung aus irgendeinem Grunde sinkt, sinkt die negative Spannung an den Diodenplatten, bis die Röhre Va bei einem gewissen Ausgangsniveau wirksam zu werden anfängt.
Wie bereits bemerkt, begünstigt der Eingangskreis der Röhre Tg die niedrigeren Frequenzen in bezug auf die höheren. Der Ausgangskreis der Röhre Vg benachteiligt auch hohe Frequenzen bis zu einem gewissen Grade ; Vg ist eine Röhre mit sehr hohem innerem Widerstande, was bedeutet, dass die erzielte Spannungsverstärkung annähernd proportional dem Widerstande des Anodenkreises ist ; für sehr niedrige Frequenzen ist der Anodenkreiswiderstand praktisch nur gebildet durch den Anodenwiderstand R5 und den parallel dazu liegenden Gitterableitungswiderstand RG der Röhre V4 ;
für sehr hohe Frequenzen ist der Anodenwiderstand R4 der Röhre V2 auch tatsächlich parallel mit den Widerständen R5 und Round da R4 einen viel kleineren Widerstand besitzt als R5 und , ist die Leistung der Röhre V3 für hohe Frequenzen beträchtlich niedriger als für niedrige Frequenzen. Wenn Pg daher wirksam ist, dient sie dazu, die Bassnoten im Verhältnis zu denjenigen der mittleren und Diskantregister zu betonen.
Wenn die Ausgangsspannung weiter sinkt, nähert sich das Potential an den Diodenplatten der Röhre V2 demjenigen der Kathode von V2, und die Röhre Fg gibt unter dieser Bedingung ihre maximale Leistung ab.
Daher erhält der Bass für alle Leistungen unter einem gewissen Niveau die volle Betonung, zu welcher das System fähig ist. Die Wahl des Niveaus, bei welchem sich die Leistungskurve abflacht, und die Wahl des besonders zu betonenden Frequenzbereiches kann von vornherein willkürlich festgelegt werden durch eine Variation der vorhandenen Kreiselemente.
Obgleich irgendwelche geeigneten Verstärkerröhren gebraucht werden können, sind die folgenden amerikanischen Röhrentypen geeignet :
EMI4.1
<tb>
<tb> Vi......................................... <SEP> der <SEP> Triodenteil <SEP> einer <SEP> Röhre <SEP> der <SEP> Type <SEP> 85 <SEP> ;
<tb> V......................................... <SEP> Type <SEP> 85 <SEP> ;
<tb> V3 <SEP> ......................................... <SEP> Type <SEP> 77 <SEP> ;
<tb> V4 <SEP> und <SEP> V5 <SEP> ................................. <SEP> Röhren <SEP> der <SEP> Type <SEP> 42, <SEP> geschaltet <SEP> als <SEP> Trioden.
<tb>
Obgleich die gezeigten Widerstände und Kondensatoren irgendwelche geeignete Charakteristiken haben können, werden die folgenden Werte beispielsweise angegeben :
EMI4.2
<tb>
<tb> C1........................................ <SEP> 0#01 <SEP> F
<tb> C2........................................ <SEP> 0#02 <SEP> F
<tb> C3........................................ <SEP> 0#003 <SEP> F
<tb> C4........................................ <SEP> 0#1 <SEP> F
<tb> C5........................................ <SEP> 0#005 <SEP> F
<tb> C6........................................ <SEP> 0#05 <SEP> F
<tb> ........................................ <SEP> 500.000 <SEP> Ohm
<tb> R, <SEP> 100. <SEP> 000 <SEP> Ohm
<tb> Ruz <SEP> 4. <SEP> 000 <SEP> Ohm
<tb> R4 <SEP> 50-000 <SEP> Ohm
<tb> R5 <SEP> ........................................ <SEP> 160.000 <SEP> Ohm
<tb> R, <SEP> 500.
<SEP> 000 <SEP> Ohm
<tb> R....................................... <SEP> 0-5 <SEP> Megohm
<tb> R8........................................ <SEP> 0#5 <SEP> Megohm
<tb> C7........................................ <SEP> 0#25 <SEP> F
<tb>
Fig. 5 stellt einen Verstärker dar, um die hohen und niedrigen Frequenzzeichen um einen höheren Grad als die mittleren Registerzeiehen zu verstärken, wenn die Leistungshöhe reduziert wird. In diesem Verstärker, in welchem Kreiselemente, welche Funktionen haben, die denjenigen ähnlicher Elemente in Fig. 4 entsprechen, gleich bezeichnet sind, sind die Eingangsklemmen 1-2 über den Spannungsteiler Pi geschaltet, dessen variabler Kontakt dazu dient, irgendeinen gewünschten Teil der Eingangsspannung auf den Eingang der Röhre aufzudrucken.
Der Ausgang der Röhre T ist durch ein geeignetes Leitungsnetz, das den Kondensator Ci enthält, an das Steuergitter der Verstärkerröhre V4 geschaltet. Der Ausgang der Röhre V4 ist über den Transformator Ti an die Eingänge der in Gegentakt geschalteten Verstärkerröhren Vs, Vs angeschlossen. Der Ausgang des Gegentaktverstärkers ist mit dem Primärteil des Transformators T2 verbunden, dessen Sekundärteil mit den Ausgangsklemmen 3-4 verbunden ist, an welche ein Lautsprecher angeschaltet werden kann.
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Ein Spannungsteiler P2 ist über die eine Hälfte des Primärteils des Ausgangstransformators 1'2 gelegt. Der variable Kontakt des Spannungsteilers P2 ist über den Kondensator C3 mit den Dioden- platten der Röhre V3 verbunden. Ein Widerstand R1 ist zwischen die Kathode der Röhre V3 und die
Diodenplatten geschaltet. Das Schirmgitter der Röhre V1 ist durch ein Leitungsnetz, das die einander parallelen Impedanzen L, R und C enthält, mit der Kathode der Röhre V3 verbunden. Geeignete vorspannende Widerstände, Kopplungswiderstände und Spannungsquellen sind, wie gezeichnet, vor- gesehen. Einzelheiten dieser Elemente sind für die Wirkung dieser Erfindung nicht wesentlich. Z.
B. können irgendwelche geeigneten Spannungsquellen vorgesehen werden.
Wenn die Spannung des Ausgangs an den Klemmen'1-4 hoch ist, wird eine hohe Spannung auf die Diodenplatten der Röhre V3 aufgedrückt, was eine beträchtliche Gleichstromspannung, die über den Widerstand R1 gebildet wird, zur Folge hat. Dies ergibt für das Gitter der Röhre V3 eine hohe negative Vorspannung, so dass diese Röhre wie ein hoher Widerstand in dem Schirmgitterkreis der Röhre V1 wirkt. Wenn der Widerstand der Röhre V3, vergliehen mit der gegenresonanten Impedanz des Kreises L-R-C, gross ist, wird der Verstärker eine flache Charakteristik haben.
Für Zeichen niedrigen Niveaus ist der Widerstand der Röhre V3 relativ klein, und daher wird die Leistungsfrequenz-
Charakteristikkurve der Röhre V1 eine Neigung in der resonanten Frequenz von L--C haben. Die
Charakteristiken von L-R-C werden so gewählt, dass die Kombination, mittels welcher die Ver- stärkung des Verstärkers bei Mittelregisterfrequenzen in niedrigen Leistungsvolumen stark reduziert werden kann, im mittleren Register breit resonant ist. Der Kreis L- R-C kann, um irgendeine ge- wünschte Form der Anspreehkurve zu erzeugen, durch ein komplizierteres Leitungsnetz ersetzt werden.
In Fig. 6 ist eine Kreisschaltung einer Anordnung, die mit dem Schema der Fig. 3 verwandt ist, gezeigt. Die Zeichenspannung wird zu den Eingangsklemmen 1 und 2, über welche ein Spannungs- teiler P1 geschaltet ist, geleitet. Der Teil der Eingangsspannung, der zwischen der Klemme 2 und der variablen Anzapfung an den Spannungsteiler auftritt, wird dem Steuergitter der Hochleistungs- verstärkerröhre V1 zugeführt. Wenn man im Augenblick von der Betrachtung der Wirkung des Filterkreises L-Os-Os absieht, zeigt es sich, dass verstärkte Zeichenspannungen über den Kopplungs- widerstand auftreten und durch den Kopplungskondensator Ci zum Gitter der Verstärkerröhre V4 übertragen werden.
Nachdem sie durch die Röhre V4 weiter verstärkt sind, werden die Zeichen- spannungen durch den Transformator T zu den Gittern der im Gegentakt geschalteten Ausgangs- verstärkerröhren V5 geleitet. Nachdem sie durch die Röhren V5 weiter verstärkt sind, werden die
Zeichenspannungen zum Ausgangstransformator T2 und sodann zu den Ausgangsklemmen 3 und 4 geleitet.
Über die eine Hälfte des Primärteils des Transformators 1'2 ist ein Spannungsteiler P2 nebengeschlossen. Der Teil der verstärkten Zeichenspannung, welche zwischen der variablen Anzapfung von P2 und der Erde Auftritt, wird über den Kopplungskondensator C, zu den Diodenplatten der Röhre V3 geleitet. Der gleichgerichtete Strom fliesst Über R1 und gibt eine pulsierende Gleichstrom- spannung, die über R2 auftritt. Die Weehselstromkomponenten werden im wesentlichen durch den Filterkreis R7-C7-R8 entfernt, und die resultierende Gleichstromspannungwird als eine Vorspannungsspannung dem Gitter der Röhre V3 zugeleitet.
Die Röhre V3 wirkt wie ein variabler Widerstand, der in der gemeinsamen Erdleitung des Durchlassfilter-Leitungsnetzes Cg-Z-C eingeschaltet ist. Ein Gleichstromanodenpotential wird der Röhre V3 über die Impedanz Z zugeführt, welche eine hohe Impedanz für alle Frequenzen in dem brauchbaren Bereich hat und keine Rolle in der Wirkung der Einrichtung spielt, ausgenommen die, die Zeichenströme daran zu hindern, direkt von der Anode der Röhre V, über die Anodenspannungsquelle, in diesem Falle aus Einfachheitsgründen als Batterie dargestellt, zur Erde zu gehen.
Die Wirkung des Steuerkreises ist wie folgt :
Wenn das Zeiehenniveau über den Primärteil von 1'2 hoch ist, wird eine relativ hohe negative Vorspannungsspannung zum Gitter von V3 geleitet, welche V3 veranlasst, den Zeiehenströmen einen sehr hohen Widerstand zu bieten. Folglich hat der Filterkreis Os-L-Os einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Übertragungseigenschaften des Verstärkers, weil die Eingangsimpedanz der Röhre V4 für alle Hörfrequenzen hoch ist.
Wenn das Zeichenniveau bei 1'2 reduziert wird, wird indessen weniger Vorspannungsspannung zum Gitter von V3 zugeleitet, und wenn die Vorspannungsspannung auf einen niedrigen Wert fällt, bietet die Röhre V3 den Strömen der Zeiehenfrequenz einen relativ niedrigen Widerstand. Diese Bedingung erlaubt dem Durchgangsfilter C8-L-C9, wirksam zu werden, und die Übertragungscharakteristik des Verstärkers wird daher so geändert, dass niedrige Frequenzen in einem höheren Masse als hohe Frequenzen verstärkt werden.
In jedem der gezeichneten Kreise bilden die Widerstände R7 und Bg und der Kondensator C7 einen Filter, um die Wechselstromkomponenten daran zu hindern, das Gitter der Steuerröhre zu erreichen, und um eine Zeitkonstante einzuführen, um die steuernde Spannung über ein gewünschtes Zeitintervall abzudrosseln. In dem angegebenen Beispiel ist die Zeitkonstante V, Sekunde. Diese Zeitkonstante ist nicht kritisch, jedoch sollte sie klein genug sein, um die Vorspannung zu befähigen, den normalen Schwankungen in der Lautstärke einer musika1ischen Passage zu folgen, und gross genug, dass keine bemerkenswerte Steuerwirkung während der Dauer einer einzigen normalen musika1ischen Note auftritt.
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Obgleich diese Erfindung für den Zweck der Darstellung nur in bezug auf die drei oben ange- gebenen besonderen Beispiele beschrieben worden ist, ist es klar, dass irgendein geeigneter Kreis, in welchem die Form der Ausgangsfrequenz-Charakteristikkurve durch eine Spannung gesteuert wird, die von der Gleichrichtung aller oder von Teilen der Hörfrequenzkomponenten des verstärkten Zeichens herrührt, verwendet werden kann, um die Gegenstände dieser Erfindung zu verwirklichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltung zur elektrischen Verstärkung von Schwingungen, insbesondere Niederfrequenzverstärker für Sehallplattenwiedergabegeräte und Rundfunkempfänger, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkersehaltung zwei Teile mit voneinander abweichender Frequenzeharakteristik umfasst, u. zw. einen Teil mit verhältnismässig breitem Frequenzbereich, welcher das gesamte zu übertragende Frequenzband verstärkt, und einen Teil mit verhältnismässig schmalem Frequenzbereich, welcher nur einen Teil des zu übertragenden Frequenzbandes verstärkt, und dass die Verstärkung zum mindesten eines Verstärkerteiles selbsttätig verändert wird.