AT136485B - Einrichtung zur selbsttätigen Lautstärkeregulierung bei Radioempfangsapparaten. - Google Patents

Einrichtung zur selbsttätigen Lautstärkeregulierung bei Radioempfangsapparaten.

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AT136485B
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Inventor
Guido Ing Andrieu
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Radiohaus Horny
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    Einrichtung   zur selbsttätigen Lautstärkeregulierung bei Radioempfangsapparaten. 



   Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur selbsttätigen Lautstärkeregulierung bei Radioempfangsapparaten, gemäss welcher die Gittervorspannung einer oder mehrerer Hochfrequenzstufen durch die Trägerwellenamplitude beeinflusst wird, und besteht darin, dass die Variation der   Schutzgitterspannung   des   Gleiehriehterrohres (Richtverstärker)   unmittelbar zur Beeinflussung der Gittervorspannung der Hochfrequenzstufen herangezogen wird. Wenn zur Einleitung des Regelvorganges bei selbsttätiger Laut-   stärkeregulierung   der Spannungsabfall des   Richtstromes   im Vorspannwiderstand herangezogen wird, so ist, um eine genügende Empfindlichkeit der Regelvorrichtung zu erhalten, die Zwischenschaltung einer Regulierröhre erforderlich.

   Die Gittervorspannung dieser Regulierröhre wird in diesem Falle durch den Spannungsabfall des Richtstromes im Kathodenwiderstand des   Riehtverstärkers   beeinflusst, so dass sich der Anodenstrom der   Regelröhre   entsprechend der Grösse der Trägerwellenamplitude ändert. 



  Der Spannungsabfall dieses Anodenstromes in einem Anodenwiderstand der   Regelröhre   ergibt dann eine genügende Variation, um damit entweder die Gittervorspannung oder die   Schirmgitterspannung   bzw. Anodenspannung des   Hochfrequenzverstärkers   entsprechend zu beeinflussen. Gemäss der Erfindung ist es jedoch möglich, ohne diese Regulierröhre, die naturgemäss eine Verteuerung und eine   Komplikation   darstellt, eine gleiche Wirkung hervorzurufen. 



   Hiebei ist als Gleichrichteorgan ein   Richtverstärker   in Widerstandskopplung mit Konstanthaltung des Anodenruhestromes verwendet. Diese Schaltung, welche die Voraussetzung bildet, besteht darin, dass die Schutzgitterspannung vom Anodengleichstrom des Rohres so beeinflusst wird, dass ein Steigen des Anodengleiehstromes ein Fallen der Sehutzgitterspannung hervorruft und   umgekehrt.   Wird also ein solcher Richtverstärker von einer Hochfrequenzwelle beaufschlagt, so steigt der Anodenstrom um den Betrag des Richtstromes. Infolge dieses Ansteigens sinkt jedoch die   Sehutzgitterspannung,   und diese Variation der Schutzgitterspannung wird unmittelbar zur Einstellung der Gittervorspannung der Hochfrequenzstufen benutzt. 



   Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 das Schaltschema einer beispielsweisen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 2 und 3 zeigen   Schaltungssehemata   für die Abstimmungsanzeigevorriehtung. 



   Die Antenne 1 ist an eine aperiodische   Kupplungswicklung   2 angeschlossen, die induktiv mit dem 
 EMI1.1 
 spannung des Rohres 7 werden durch den Spannungsteiler 12,   13,   14 in ihrer Grösse bestimmt. Der Richtverstärker enthält wieder den Schwingungskreis 15, 16. der zwischen Steuergitter 17 und Kathode 18 der Richtverstärkerröhre 19 geschaltet ist. Dieses Rohr erhält seine Vorspannung durch den Kathodenwiderstand   20,   der durch den Blockkondensator 21 überbrückt ist. Der Anodenkreis enthält eine Hochfrequenzdrossel   22,   den Kopplungswiderstand 23, den Kompensationswiderstand 24 und den Schutzgitterwiderstand 25. An das Schutzgitter 26 des Richtverstärkers ist nun über einen Entkopplungswiderstand 27 der Fusspunkt des Schwingungskreises 3,4, 5 angeschlossen.

   Das Schutzgitter 26 ist ausserdem noch durch den Kondensator 29 gegen den gemeinsamen Minuspol A überbrückt. 

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   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist nun folgende :
Trifft auf die Einrichtung keine   Hochlrequenzträgerwelle   auf, so stellt sich je nach der Grösse der Widerstände und den Daten der Richtverstärkerröhre eine bestimmte Sehutzgitterspannung, Anodenspannung und Gittervorspannung ein. Im vorliegenden Beispiel werden als Ausgangswerte für den Regelvorgang eine Anodenspannung von 90 Volt, eine Sehutzgitterspannung von 30 Volt und eine Gitter- 
 EMI2.1 
 mit dem Schutzgitter 26 des   Richtverstärkers   19 verbunden ist, muss die Kathode 9 der Hochfrequenzröhre 7 auf ein solches Potential eingestellt werden, dass das Rohr noch mit negativer Gittervorspannung arbeitet.

   Im dargestellten Beispiel wird somit die Kathode auf   +32   Volt eingestellt ; damit erhält das Steuergitter 6 eine negative Vorspannung von-2 Volt, welcher Wert dem für   Hochfrequenzverstärker-   röhren üblichen Arbeitspunkt entspricht. 



   Trifft nun auf den Empfänger eine   Hochfrequenzträgerwelle, so   steigt der Anodengleichstrom des   Richtverstärkers   19 um den Betrag des Richtstromes. Seine   Schutzgitterspannung   sinkt daher beispielsweise um 10 Volt, so dass das Schutzgitterpotential nicht mehr 30, sondern nur mehr 20 Volt   beträgt.   Damit arbeitet aber die   Hochfrequenzverstärkerröhre   7 nicht mehr mit 2 Volt, sondern mit 12 Volt negativer Gittervorspannung, also an einem Punkt viel geringerer Steilheit, so dass die Hochfrequenzverstärkung sinkt.

   Wird jedoch die Trägerwellenamplitude durch   Empfangsschwund   kleiner, so tritt der umgekehrte Vorgang ein, der Anodengleichstrom des Richtverstärkers sinkt, seine Schutzgitterspannung steigt und der Arbeitspunkt des   Hoehfrequenzverstärkerrohres   verschiebt sich an eine Stelle grösserer Steilheit, so dass automatisch der   Hochfrequenzverstärkungsgrad   wieder erhöht wird. 
 EMI2.2 
 Trägerwellenamplitude die Schwankung der Schirmgitterspannung wird. Die Grösse dieser Variation kann innerhalb brauchbarer Grenzen durch Änderung des   Kompensationswiderstandes   24 geregelt werden. In manchen Fällen wird es sich sogar als zweckmässig erweisen, den Kompensationswiderstand 24 variabel auszuführen, um damit eine Einstellung der   Regelempfindlichkeit   zu bewirken. 



   Infolge der automatischen Regulierung ist es nicht ohne weiteres möglich, den Empfänger lediglich durch Gehör auf die genaue Abstimmung einzustellen. Eine Abstimmungsanzeigevorrichtung für diesen Zweck kann in einfacher Weise dadurch geschaffen werden, dass man, wie Fig. 2 zeigt, die Schutzgitterspannung oder (Fig. 3), die Anodenspannung der   Hochfrequenzröhre   7 nicht von einem Spannungsteiler, sondern durch einen getrennten Belastungswiderstand 30 abnimmt. Wird nun der Arbeitspunkt durch den Regelvorgang selbsttätig in ein Gebiet kleinerer Steilheit verschoben, so sinkt die gesamte Emission der   Hochfrequenzröhre   und damit auch ihr Schutzgitterstrom. Der Spannungsabfall im Belastungwiderstand 30 für das Schutzgitter 31 bzw. die Anode 32 wird kleiner und die Schutzgitter-bzw. Anodenspannung steigt.

   Das Steigen dieser Spannung kann nun zum Betrieb einer Glimmröhre 33 herangezogen werden, bei der bei entsprechender Ausführung die Höhe des   Glimmlichtes   eine Funktion der Schutzgitterspannung bzw. der Anodenspannung wird. Beim Einstellen der Apparatur hat man also einfach auf die grösste Höhe des   Glimmlichtes   einzustellen. An Stelle des   Glimmlichtes   kann natürlich auch ein Spannungsmesser mit geringem Stromverbrauch Verwendung finden. 



   Die erfindungsgemässe Einrichtung ist selbstverständlich auch auf mehrstufige Hochfrequenzverstärker anwendbar. 



   Die Erfindung eignet sich zur Verwendung in Radioempfangsapparaten und für Einrichtungen beim Fernsehen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur selbsttätigen Lautstärkeregulierung bei Radioempfangsapparaten, gemäss welcher die Gittervorspannung einer oder mehrerer Hoehfrequenzstufen durch die Trägerwellenamplitude beeinflusst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Variation der Schutzgitterspannung des Gleichrichterrohres (Richtverstärker) unmittelbar zur Beeinflussung der Gittervorspannung der Hochfrequenzstufen herangezogen wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfindlichkeit des Reguliervorganges von Hand aus durch Veränderung der Grösse des Kompensationswiderstandes geregelt wird.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzgitterspannung bzw. Anodenspannung des Hochfrequenzverstärkers durch einen Belastungswiderstand (30) gewonnen wird, so dass bei Änderung der Trägerwellenamplitude im Gitterkreis die Schutzgitterspannung schwankt und diese Variation zum Betriebe einer Anzeigevorrichtung, z. B. einer Glimmröhre (33), oder eines Spannungsmessers verwendet wird.
AT136485D 1932-06-25 1932-06-25 Einrichtung zur selbsttätigen Lautstärkeregulierung bei Radioempfangsapparaten. AT136485B (de)

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