AT145341B - Radioempfangsgerät mit selbsttätiger Selektivitätsregelung. - Google Patents

Radioempfangsgerät mit selbsttätiger Selektivitätsregelung.

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AT145341B
AT145341B AT145341DA AT145341B AT 145341 B AT145341 B AT 145341B AT 145341D A AT145341D A AT 145341DA AT 145341 B AT145341 B AT 145341B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Es ist bekannt, ein Radioempfangsgerät mit einer Einrichtung zu versehen, die selbsttätig die Selektivität in Abhängigkeit von der Amplitude der empfangenen Schwingungen regelt. Eine derartige   Selektivitätsregelung   wird z. B. dadurch erhalten, dass parallel zu einem oder mehreren abgestimmten Kreisen des   Hoch-oder Zwischenfrequenzverstärkers eine Entladungsröhre geschaltet   und der innere Widerstand dieser Röhre entsprechend der Amplitude der empfangenen Schwingungen geregelt wird, z. B. in der Weise, dass dem Gitter der Entladungsröhre eine von dieser Amplitude abhängige Gleichspannung zugeführt wird.

   Die Röhre bewirkt in diesem Fall eine von der Amplitude abhängige Dämpfung des abgestimmten Kreises, derart, dass bei grosser   Signalstärke   die Dämpfung gross und daher die Selektivtät gering ist, während bei geringer Signalstärke die   Dämpfung   klein und die Selektivität gross ist. 



   Den bekannten selbsttätigen Selektivitätsregelungen haftet jedoch der Nachteil an, dass bei geringer Signalstärke und damit einhergehender grosser Selektivität der vom Empfangsgerät wiedergegebene Schall einen dumpfen Charakter annimmt infolge des Umstandes, dass die den hohen Tonfrequenzen entsprechenden Seitenbandfrequenzen im   Hoch-oder Zwischenfrequenzverstärker unterdrückt   sind, so dass bei der Wiedergabe die niedrigen Tonfrequenzen im Verhältnis zu den mittleren Tonfrequenzen stark hervortreten. 



   Der Charakter des wiedergegebenen Schalles wird nun erfindungsgemäss dadurch verbessert, dass die selbsttätige Selektivitätsregelung gleichzeitig den   Niederfrequenzverstärker   derart steuert, dass bei kleiner Amplitude der empfangenen Signale (grosser Selektivität des Empfangsgerätes) die niedrigen Tonfrequenzen im Verhältnis zu den mittleren Tonfrequenzen unterdrückt werden. 



   In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand durch ein Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulich. 



   Die   Hoch-oder Zwischenfrequenzschwingungen   werden der Primärwicklung 1 eines Transformators 2 zugeführt, dessen mittels eines Kondensators   4   abgestimmte   Sekundärwicklung   3 über einen Kondensator 5 mit dem Gitter einer Verstärkerröhre 6 verbunden ist. Die im Anodenkreis auftretenden verstärkten Schwingungen werden mittels eines Transformators 7, dessen   Sekundärwicklung   8 mittels eines Kondensators 9 abgestimmt ist, einen Diodengleichrichter 10 einer Duodioden-Triode 11 zugeführt. Nach   Gleichrichtung   tritt über einen Widerstand 12 eine von der Amplitude der Hoch-oder Zwischenfrequenzsehwingungen abhängige Gleichspannung sowie eine von der Modulation der Hoch-oder Zwischenfrequenzschwingungen abhängige Niederfrequenzwechselspannung auf.

   Beide Spannungen steuern das Gitter des Verstärkersystems der   Duodioden- Triode 11.   Die in dem Anodenkreis des Verstärkersystems auftretenden   Niederfrequenzschwingungen   werden über eine   Drosselspule-Kondensatorkopplung,   die aus den Drosselspule 13 und 14 und dem Kondensator 15 besteht, der   Primärwicklung   eines Niederfrequenztransformators 16 zugeführt. Die   Sekundärwicklung   dieses Transformators ist, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines   Niederfrequenzverstärkers,   mit dem Lautsprecher des Empfangsgerätes verbunden. 



   Die Anodenspannungen für die Verstärkerröhren werden einer gemeinsamen Spannungsquelle entnommen, die an die Klemmen 17 und 18 eines aus Widerständen 19, 20 und 21 zusammengesetzten Spannungsteilers angeschlossen ist. 



   Der Anodenstrom des Verstärkersystems der Duodioden-Triode 11 fliesst von der   Kathode 22 über   
 EMI1.2 
 

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 und daher auch der Spannungsabfall am Widerstand 23 ist also von der Amplitude der an der Sekundärwicklung S des Transformators 7 auftretenden   Hoch-oder Zwischenfrequenzschwingungen   abhängig. 



  Der Widerstand   2 : 3   liegt in Reihe mit dem Widerstand   21,   dem Widerstand 25 und einem Teil eines Spannungsteilers 26 in dem mit der Diode 27 der Duodioden-Triode verbundenen Kreis. Der die Diode 27 durchfliessende Strom ist in diesem Fall von dem Gleichspannungsverlust, der durch den Anodenstrom des Verstärkersystems über den Widerstand 2. 3 herbeigeführt wird, abhängig ; und, wie ohne weiteres klar ist, ist der Spannungsverlust über den Widerstand 25 und den Spannungsteiler 26 gleichfalls von der Amplitude der   Hoch- oder Zwischenfrequenzschwingl. lngen   abhängig. Dieser Spannungsverlust regelt über einen Widerstand 26'die Gittervorspannung der Verstärkerröhre   6, wodurch   auf bekannte Weise eine selbsttätige Lautstärkeregelung erhalten wird. 



   Zur Erzielung einer selbsttätigen Regelung der Selektivität ist parallel zu der abgestimmten Selon-   därwicklung     3   des Transformators 2 der Widerstand zwischen Anode und Kathode einer Röhre 28 geschaltet. Dieser Widerstand wird durch den Spannungsverlust über einen Widerstand 29 zwischen Gitter und Kathode gesteuert, der gleichzeitig in dem Anodenkreis einer Röhre 30 liegt. Die Gitterspannung der   Röhre 30   wird durch den Spannungsverlust über den Widerstand 25 und einen Teil des   Spannungs-   teilers 26 bestimmt. 



   Die soweit bescluiebene Schaltung arbeitet nun wie folgt :
Bei zunehmender Amplitude der   Hoch-oder Zwischenfrequenzschwingungen   wird das Gitter der   Duodioden-Triode H   mehr negativ, was die Abnahme des den Widerstand 23   durchfliessenden   Anoden- stromes des   Verstärkersystems   zur Folge hat. Die Anode der Diode 27 erhält in diesem Fall in bezug auf die Kathode 22 eine höhere positive Spannung, so dass der den Widerstand 25 und den Spannungsteiler 26 durchfliessende Strom zunimmt. Das Gitter der Verstärkerröhre 6 wird infolgedessen mehr negativ. und die selbsttätige Lautstärkeregelung tritt in Tätigkeit.

   Gleichzeitig wird auch das Gitter der Röhre   30   mehr negativ, so dass der durch den Widerstand 29 fliessende Anodenstrom sowie die negative Spannung an dem Gitter der Röhre 28 abnimmt. Der Widerstand zwischen Kathode und Anode der Röhre 28 nimmt infolgedessen ab, was eine Zunahme der Dämpfung der abgestimmten   Sekundärwicklung   3 zur Folge hat ; die Selektivität nimmt also ab. 



   Bei abnehmender Amplitude der   Hoch-oder Zwischenfrequenzschwingungen   nimmt der Wider- stand zwischen Kathode und Anode der Röhre 28 und daher die   Selektivität   der abgestimmten Sekundär-   wicklung : 3 zu.   Wie in der Einleitung bereits bemerkt wurde, geht dies mit einem Abschneiden der höheren
Seitenbandfrequenzen der   Hoch-oder Zwischenfrequenzsehwingungen   einher, wodurch bei der Wieder- gabe die niedrigen Tonfrequenzen zu stark hervortreten. Dem wird nun auf die folgende Weise entgegen- gewirkt. In Reihe mit der Drosselspule 14 liegt der Widerstand zwischen Anode und Kathode einer
Röhre 31. Dieser Widerstand ist von der Gitterspannung abhängig, die durch den Spannungsverlust über den Widerstand 25 und einen Teil des Spannungsteilers 26 bestimmt wird.

   Bei grosser Amplitude der   Hoch-oder Zwischenfrequenzschwingungen   (geringer Selektivität) ist der Widerstand zwischen Anode und Kathode der Röhre 31 gross, bei kleiner Amplitude (grosser Selektivität) jedoch klein. Im ersteren
Fall ist die Gesamtimpedanz der parallel zu   der Primärwicklung   des Transformators 16 liegenden Reihen- schaltung der Drosselspule 14 und der   Röhre   31 sehr gross, so dass diese Reihenschaltung auf den Verlauf der Frequenzcharakteristik des Niederfrequenzteiles des Empfangsgerätes keinen nennenswerten Einfluss ausübt.

   Im letzteren Fall, also bei grosser   Selektivität,   ist der Widerstand der Röhre 31 gering, so dass die Impedanz der Reihenschaltung nahezu allein durch die Impedanz der Drosselspule 14 bestimmt wird ; für niedrige Tonfrequenzen ist in diesem Fall die Impedanz der Reihenschaltung parallel zu der Primär- wicklung des Transformators 16 gering, für höhere Tonfrequenzen nimmt diese Impedanz zu. Es wird auf diese Weise also erreicht, dass bei geringer Stärke der empfangenen Signale und bei grosser Selektivität des Empfangsgerätes die niedrigen Tonfrequenzen im Verhältnis zu den mittleren Tonfrequenzen unter- drückt werden, was subjektiv eine erhebliche Verbesserung der Wiedergabe zur Folge hat. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Radioempfangsgerät mit einer selbsttätigen Selektivitätsregelung, welche die Breite des von dem   Hoch- oder Zwischenfrequenzverstärker   des Gerätes durchgelassenen Frequenzbandes in Abhängig- keit von der Amplitude der empfangenen Signale beeinflusst, dadurch gekennzeichnet, dass die selbst- tätige Selektivitätsregelung gleichzeitig den   Niederfrequenzverstärker   derart steuert, dass bei kleiner
Amplitude der empfangenen Signale und damit einhergehender grosser Selektivität des Empfangsgerätes die niedrigen Tonfrequenzen im Verhältnis zu den höheren Tonfrequenzen unterdrückt werden.

Claims (1)

  1. 2. Radioempfangsgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine im Niederfrequenzteil des Empfangsgerätes angeordnete Reihenschaltung einer frequenzabhängigen Impedanz und eines veränder- lichen, durch die selbsttätige Selektivitätsregelung derart gesteuerten Widerstandes, dass dieser bei kleiner Amplitude der empfangenen Signale und grosser Selektivität des Gerätes klein ist und die frequenz- abhängige Impedanz die niedrigen Tonfrequenzen im Verhältnis zu den mittleren Tonfrequenzen unter- drückt.
AT145341D 1934-05-31 1935-05-29 Radioempfangsgerät mit selbsttätiger Selektivitätsregelung. AT145341B (de)

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AT145341D AT145341B (de) 1934-05-31 1935-05-29 Radioempfangsgerät mit selbsttätiger Selektivitätsregelung.

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