AT149119B - Schaltanordnung zum Empfangen modulierter Hochfrequenzschwingungen. - Google Patents

Schaltanordnung zum Empfangen modulierter Hochfrequenzschwingungen.

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AT149119B
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  Sehaltanordnung zum Empfangen modulierter   Hochfrequenzschwingungen.   



   Gegenstand der Erfindung ist eine Radioempfangssehaltanordnung, u. zw. insbesondere eine verbesserte Schaltanordnung zum Demodulieren der empfangenen   Hochfrequenzschwingungen.   



   Die Modulationstiefe der Rundfunksender wird in letzter Zeit bis auf annähernd   100%   gesteigert. 



   Zur Sicherung einer naturgetreuen Wiedergabe der ausgesandten Sprache oder Musik auf der Empfangs- seite ist es notwendig, dass in einer Radioempfangssehaltanordnung ein Demodulator verwendet wird, der bei   100%   Modulationstiefe eine lineare Detektionskennlinie aufweist. Die üblichen Zweielektroden- detektoren erfüllen wohl diese Bedingung, haben aber den Nachteil, dass sie eine erhebliche Dämpfung des dem Detektor vorausgehenden   Hoch-oder Zwischenfrequenzkreises   herbeiführen. Detektorröhren mit drei oder mehr Elektroden führen nur eine geringe Dämpfung des vorausgehenden Kreises herbei, weisen aber nur eine lineare Detektionslinie bis höchstens   70%   Modulationstiefe auf.

   Zur Erzielung einer linearen Datektion bei   100%   Modulationstiefe bei einer Detektorröhre mit drei oder mehr Elektroden kann man eine umgekehrte Rückkopplung oder Gegenkopplung anwenden. Es ergibt sich jedoch die Schwierigkeit, dass die Empfindlichkeit des Detektors vermindert wird, so dass weit entfernte Sender nicht mit genügender Lautstärke empfangen werden können. 



   Gemäss der Erfindung wird eine naturgetreue Wiedergabe beim Empfang benachbarter Sender und auch eine grosse Empfindlichkeit beim Empfang weit entfernter Sender in der Weise erhalten, dass bei einer   Radioempfangsschaltanordnung,   bei der eine Detektorröhre mit wenigstens drei Elektroden für die Demodulation der empfangenen Schwingungen verwendet wird, beim Empfang benachbarter
Sender ein Teil der über eine im Ausgangskreis der Detektorröhre liegende Impedanz auftretenden Niederfrequenzspannung derart dem Steuergitter der   Detektorröhre   zugeführt wird, dass eine Gegenkopplung zustande kommt, wobei eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist,

   durch die beim Empfang weit entfernter Stationen der dem Steuergitter der   Dstektorröhre   zugeführte Teil der über die erwähnte Impedanz auftretenden Niederfrequenzspannung verringert wird, so dass die Gegenkopplung abnimmt. 



   In der Zeichnung ist die Erfindung durch ein Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht, wobei nur diejenigen Einzelteile dargestellt sind, die für das Verständnis der Erfindung notwendig sind. 



   In der Figur ist ein Zwischenfrequenzverstärker 1 dargestellt, dem der übliche und in der Figur nicht dargestellte Hochfrequenzverstärker und erste Detektor vorausgehen. Die Ausgangsspannung des   Zwischenfrequenzverstärkers   1 wird mittels eines aus den auf die Zwischenfrequenz abgestimmten, induktiv gekoppelten Kreisen 4 und 2 gebildeten Bandfilters dem Steuergitter einer Detektorröhre   3   zugeführt. Die Kopplung zwischen den Kreisen 4 und 2 wird zweckmässig so gross gewählt, dass die Frequenzkennlinie des Bandfilters eine nahezu rechteckige Gestalt aufweist. Als Detektorröhre ist in der Figur eine Fünfelektrodenröhre dargestellt ; es kann aber auch eine Drei-oder Vierelektrodenröhre gewählt werden.

   Die über den Widerstand 8 im Anodenkreis der Datektorröhre 3 auftretende Niederfrequenzspannung wird über einen Kondensator 5 einem in der Figur nicht dargestellten Niederfrequenzverstärker zugeführt. Die Anodenspannung der   Detektorröhre   3 wird von der Batterie B geliefert, während die Schirmgitterspannung von der Batterie S geliefert wird. Das Schirmgitter ist in üblicher Weise über einen grossen Kondensator mit der Erde verbunden.

   In der Kathodenleitung der   Dstektorrohre   liegt ein Potentiometerwiderstand 6, der von einem Kondensator 9 überbrückt wird, der für   Hoch-oder Zwischenfrequenzströme   einen Kurzschluss bildet, für Niederfrequenzströme aber eine erhebliche Impedanz hat. Über den Widerstand 6 tritt infolgedessen ein Niederfrequenzspannungsabfall auf, der über den Gleitkontakt 12 und den für Niederfrequenzströme einen Kurzschluss bildenden Kondensator 11 dem Steuergitter der   Detektorröhre   zugeführt wird, so dass eine Gegenkopplung erhalten wird. Der über den Widerstand 6 auftretende Gleichspannungsverlust wird über den Ableitwiderstand 7 dem Steuergitter der Detektorröhre zugeführt, so dass selbsttätig die erforderliche negative Vorspannung erhalten wird.

   Der Kondensator 10 bildet einen Kurzschluss für die im Anodenkreis auftretenden   Hoch-oder Zwischenfrequenzstrome.   



   Die Wirkungsweise der Schaltanordnung ist nun folgende : Infolge der negativen Vorspannung des Steuergitter wirkt die   Detektorröhre   3 als Anodendetektor. Beim Empfang benachbarter Sender wird der Gleitkontakt 12 auf einen nahe dem der Kathode abgewendeten Ende liegenden Punkt des Widerstandes 6 eingestellt. In diesem Fall wird eine ziemlich grosse Gegenkopplung erhalten, so dass lineare D3tektion bei 100% Modulationstiefe gesichert wird. Beim Empfang weit entfernter Sender wird der Gleitkontakt 12 auf einen in der Nähe der Kathode liegenden Punkt des Widerstandes 6 eingestellt, so dass keine oder nahezu keine Gegenkopplung auftritt und die   Datektorröhre sich   wie ein gewöhnlicher Anodendetektor verhält.

   Im letzteren Fall wird die Empfindlichkeit des Detektors wesentlich vergrössert, wobei lineare D3tektion bis zu einer Modulationstiefe von annähernd   70%   erhalten wird. 

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   Es ist im allgemeinen erwünscht, dass   die Detektorröhre   stets auf denselben Arbeitspunkt der Kennlinie eingestellt ist. Zu diesem Zweck ist eine in der Figur mit 13 bezeichnete selbsttätige Lautstärkeregelung vorgesehen, durch die eine gleichbleibende Mittelfrequenzspannung dem Steuergitter der   D3tektorröhre   zugeführt wird. 



   Zur Erzielung einer naturgetreuen Wiedergabe beim Empfang benachbarter Sender und einer grossen Selektivität beim Empfang weit entfernter Sender ist es üblich, die Breite des vom Hoch-   oder Zwischenfrequenzverstärker durchgelassenen   Frequenzbandes regelbar zu machen. In diesem Fall kann eine sehr einfache Bedienung durch mechanische Kupplung der Schaltvorrichtung für die Regelung der Gegenkopplung mit der Schaltvorrichtung zum Regeln der Bandbreite erhalten werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sehaltanordnung zumEmpfang modulierter Hochfrequenzschwingungen, bei der eine Detektorröhre mit wenigstens drei Elektroden für die Demodulation der empfangenen Schwingungen verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer möglichst getreuen Wiedergabe beim Empfang benachbarter Sender ein Teil der über eine im Ausgangskreis der Detektorröhre liegende Impedanz auftretenden Niederfrequenzspannung derart einem Gitter der Detektorröhre zugeführt wird, dass eine entzerrende Gegenrückkopplung zustande kommt, und dass eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist, durch die beim Empfang weit entfernter Sender zur Erzielung einer möglichst grossen Empfindlichkeit   der dem genannten Gitter der Detektorröhre zugeführte Teil der über die erwähnte Impedanz auftretenden Niederfrequenzspannung verringert wird,

   so dass die Gegenrückkopplung abnimmt.  

Claims (1)

  1. 2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem dem Anodenkreis und dem Gitterkreis gemeinsamen Teil der Kathodenleitung der Detektorröhre eine Impedanz liegt, und eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist, durch die beim Empfang weit entfernter Sender der im Gitterkreis liegende Teil dieser Impedanz verringert wird.
    3. Schaltanordnung nach Anspruch l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem dem Anodenkreis und dem Gitterkreis gemeinsamen Teil der Kathodenleitung der Detektorröhre ein Potentiometerwiderstand liegt, dessen Gleitkontakt über einen für Niederfrequenzströme einen Kurzschluss bildenden Kondensator mit dem Steuergitter verbunden ist.
    4. Schaltanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Potentiometerwiderstand durch einen für Hochfrequenzströme einen Kurzschluss bildenden, jedoch für Niederfrequenzströme eine erhebliche Impedanz aufweisenden Kondensator überbrückt ist.
    5. Schaltanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung mechanisch mit einer Schaltvorrichtung gekoppelt ist, mit der die Breite des vom Hoch- oder Zwischenfrequenzverstärker durchgelassenen Frequenzbandes eingestellt wird. EMI2.1
AT149119D 1935-02-28 1936-02-26 Schaltanordnung zum Empfangen modulierter Hochfrequenzschwingungen. AT149119B (de)

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