<Desc/Clms Page number 1>
Membrandichtung.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Membrandiehtung, die dazu dient, das Entweichen von Flüssigkeit oder den Zutritt von Fremdstoffen zwischen drehbaren Teilen zu hindern. Die Erfindung ist besonders anwendbar auf gewisse Gattungen umlaufender Flüssigkeitskupplungen oder-getriebe, bei welchen zeitweise ein erheblicher Flüssigkeitsdruck auftritt.
Die österreichische Patentschrift Nr. 139.349 beschreibt eine gewisse Gattung von verstellbaren Membrandichtungen für eine Flüssigkeitskupplung nach Art der Föttinger-Getriebe. Diese bekannte Dichtung besitzt den Vorteil, dass sie Relativbewegungen-im Winkel und seitlich-der Teile gestattet, an denen sie sitzt. Die Kupplung erfordert jedoch einen hohen Grad von Genauigkeit bei der Herstellung und eine geschickte Einstellung, weil sie empfindlich gegen kleine Änderungen in der Axiallage der Teile ist.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Membrandichtung zu schaffen, die auf Vorrichtungen mit kleinen Abweichungen der die Dichtung tragenden Teile im Winkel und seitlich anwendbar und dabei billig herzustellen und leicht einzusetzen ist.
Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dass man die genaue axiale Einstellung ausnützt, welche zwischen dem inneren und dem äusseren Laufring eines für Axialbelastung eingerichteten Kugel-oder Rollenlager, beispielsweise eines Kugellagers mit tiefen Rillen oder eines Kegelrollenlagers (Wälzlagers), besteht.
Erfindungsgemäss ist eine Membrandiehtung mit einem Kugel-oder Rollenlager vereinigt, dessen zwei Laufringe je an den beiden gegeneinander drehbaren Teilen befestigt sind, zwischen denen der Durchtritt von Flüssigkeit verhindert werden soll ; die Dichtung besteht aus einer ringförmigen, undurchlässigen Membran, deren eine Kante an dem einen dieser Teile dadurch befestigt ist, dass sie zusammen mit dem einen der Laufringe zwischen einer Anlagefläche des Teiles und einem axial zum Lager anziehbaren Klemmstück festgeklemmt ist ; der freie Teil der Membran steht längs einer ringförmigen Reibfläche in Berührung mit einer Seitenfläche des an dem andern umlaufenden Teil befestigten Laufringes oder mit der Seitenfläche einer Scheibe oder Muffe, die an einer Seitenfläche dieses zweiten Laufringes angeordnet ist.
Dieser Laufring ist gegenüber dem Teil, an dem er sitzt, dadurch axial festgelegt, dass er zwischen einer Anlagefläche dieses Teiles und einem axial zum Lager anzieh- baren Klemmstüek festgeklemmt ist.
Bei einer einfachen und zuverlässigen Ausführungsform der erfindungsgemässen Dichtung ist die ringförmige, undurchlässige Membran an demjenigen Teil befestigt, welcher den Aussenlaufring des Kugel-oder Rollenlagers trägt, u. zw. vorzugsweise unmittelbar an einer Seitenfläche dieses Laufringes ; an der Innenkante kann die Membran mit einem flachen, ringförmigen Vorsprung versehen sein, der vorzugsweise an einer Seitenfläche des Innenlaufringes oder an der Seitenfläche eines an dem Innenlaufring befestigten Teiles anliegt.
Die Membran ist vor dem Zusammenbau vorzugsweise annähernd eben und an ihrer Innenkante derart mit dem flachen, ringförmigen Vorsprung versehen, dass der Vorsprung an der Innenkante der Membran die benachbarte Seitenfläche des inneren Laufringes berührt, wenn die Aussenkante zwischen der einen Seitenfläche des Aussenlaufringes und einer Anlagefläche des diesen Ring tragenden Teiles festgeklemmt wird.
Der Vorsprung kann durch eine Auspressung der Membran gebildet sein, oder es kann auch ein Ring aus undurchlässigem Lagerwerkstoff sein, der an der Membran befestigt ist,
<Desc/Clms Page number 2>
Die Dicke der Membran und die Höhe des Vorsprunges werden derart gewählt, dass die Membran ohne Überschreitung der Elastizitätsgrenze ihres Werkstoffes soweit angespannt wird, dass sie ihre ursprüngliche Form verlässt, bis die Aussenkante und die Spitze des ringförmigen Vorsprungs in der gleichen Ebene liegen.
Es haben sich Schwierigkeiten in Fällen ergeben, wo die zu beherrschenden Drücke und bzw. oder Temperaturen verhältnismässig hoch sind und wo der Werkstoff, aus welchem jeder der gegeneinander drehbaren Teile oder jedes der Elemmstücke besteht, eine Wärmedehnungszahl besitzt, welche von derjenigen des Laufringbaustoffes erheblich abweicht. Dann tritt nämlich im Lauf der Zeit Undichtheit zwischen den Lagerlaufringen und den umlaufenden Teilen oder Klemmstücken auf, so dass Flüssigkeit zwar auch jetzt nicht um die Lagerfläche der Membran herumgelangen kann, dass aber die Anordnung als Ganzes dennoch nicht vollkommen flüssigkeitsdicht ist.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist es, eine Anordnung der Membrandiehtung zu schaffen, durch die auch die Schwierigkeit überwunden wird, die auf der verschiedenen Ausdehnung der einzelnen Teile bei Temperatursehwankungen beruht.
Demgemäss besitzt daher die erfindungsgemässe Membrandiehtung ferner an wenigstens einem der gegeneinander umlaufenden Teile ein federndes Glied von solcher Anordnung, dass es einer Verformung zum Ausgleich der Dehnungsabweichung zwischen dem Teil, an dem es sitzt, und dem zugehörigen Laufring fähig ist.
Das Klemmstück besitzt in diesem Fall die Form eines mit Aussengewinde versehenen Pfropfens, wobei eine Federscheibe zusammen mit dem Laufring zwischen den Pfropfen und die Anlagefläche eingesetzt ist. Es kann aber auch der Pfropfen in der Weise mit einer Ringnut ausgebildet sein, dass sein eines Ende federt.
Ist das Klemmstück durch einen Ring gebildet, der an dem zugehörigen Teil durch Schrauben oder Bolzen befestigt ist, so können die Schrauben oder Bolzen mit federnden Spreizstücken versehen sein. Sonst kann auch dieser Ring genügend federnd angeordnet sein, um den gewünschten Ausgleich zu bieten.
Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst die erfindungsgemässe Membrandichtung folgende
Teile : Eine ringförmige, undurchlässige Membran, einen Kugel- oder 1tollenlager1aufring, der in einen Ring aus Werkstoff, z. B. Stahl, von nahezu derselben Wärmedehnungszahl wie der Laufring geklemmt ist, einen aussen an dem Ring ausgebildeten Flansch, der an dem einen der gegeneinander umlaufenden Teile-zwischen denen Flüssigkeitsdurchgang verhindert werden soll-durch vorzugsweise mit Federscheiben oder-muffen versehene Schrauben oder Bolzen befestigt ist, einen Gegenlaufring, der an dem andern der gegeneinander umlaufenden Teile festgeklemmt ist,
wobei eine Kante der Membran mit dem einen der Laufringe zusammengeklemmt ist und wobei die Membran längs einer ringförmigen Reibfläche in Berührung mit einer Seitenfläche des andern Laufrings oder einer Scheibe oder Muffe steht, die mit diesem Laufring zusammengeklemmt ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht ; es sind in den Fig. 1-6 in senkrechten Schnitten verschiedene Ausführungsformen von Dichtungen dargestellt, die zum Abdichten der getriebenen Welle einer Flüssigkeitskupplung nach Art der Föttinger-Getriebe gegenüber einem zum treibenden Teil gehörenden Gehäuse dienen.
Nach Fig. 1 durchsetzt die getriebene Welle 10 der Flüssigkeitskupplung die Axialbohrung der Nabe 11 eines schalenförmigen Deckels 12, der an dem nicht dargestellten treibenden Teil der Kupplung angebracht ist. Ein Kugellager, vorzugsweise tiefrillig, für radiale und axiale Belastung stützt die getriebene Welle in der Nabe des Deckels ab. Dem Innenlaufring 13 des Lagers ist seine Stellung durch einen Absatz 14 der getriebenen Welle zugewiesen, gegen den der Ring durch eine Mutter 15 gedrückt wird ; die Mutter sitzt auf einem Gewinde 16 der Welle und liegt gegen die dem Absatz 14 abgekehrte Seitenfläche des Laufringes an. Die Höhe des Absatzes ist wesentlich kleiner als die radiale Erstreckung der Laufringseitenflächen, so dass der Ring über den Absatz hinaus nach aussen vorsteht.
Der Aussenlaufring 17, dessen Aussendurchmesser beispielsweise 63'5 mm beträgt, wird in ähnlicher Weise durch einen Absatz 18 der Nabe 11 gehalten, der auf der gleichen Seite des Kugellagers liegt, wie der Absatz 14 der Welle. Eine ringförmige Membran 19, aus Federstahl von etwa 0'4 ma Dicke mit einem Durchmesser gleich dem des Aussenlaufringes ; sitzt zwischen dem Absatz 18 und der Seitenfläche des Laufringes 17. Ein hohler Gewindepfropfen 20 sitzt in einem Innengewinde 21 der Bohrung der Nabe 11 und liegt entweder mittelbar, wie dargestellt, oder unmittelbar gegen die dem Absatz 18 abgekehrte Seitenfläche des Aussenlaufringes 17 an, so dass die Membran 19 zwischen dem Laufring und dem Absatz festgeklemmt ist.
Der Durchmesser der Membranmittelöffnung ist geringer als der Aussendurchmesser des Innen-
EMI2.1
die Mittelöffnung umgebende Membrankante besitzt eine bogenförmige, aus der Membran herausgepresste Bördelung, die ihre konvexe Seite dem Kugellager zukehrt. Die Bördelung ist ungefähr 0'4 mm tief und ihr Scheitel ist auf eine Tiefe von etwa 0'12 mm durch Schleifen und Polieren beseitigt. Da die Seitenflächen der beiden Kugellagerlaufringe höchst genau derart geschliffen sind, dass sie in der gleichen'Ebene liegen, wird die Membran zur Form eines ganz flachen Kegels leicht angespannt, wobei
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
des Membranwerkstoffes in Berührung mit der Seitenfläche des Innenlaufringes gedrückt wird.
Bei dieser Anordnung dient der Innenlaufring sowohl seinem gewöhnlichen Zweck als Bestandteil des
Kugellagers wie auch als einer der ringförmigen Anlageteile der Membrandichtung.
Eine ähnliche Membran 19 a ist vorzugsweise auch auf der entgegengesetzten Lagerseite vorgesehen ; sie ist zwischen dem eingeschraubten Pfropfen 20 und dem Aussenlaufring 17 festgeklemmt, so dass sich die Drücke der beiden Membranen ausgleichen.
Bei einem Lager von z. B. 70 mm Aussendurchmesser kann eine kräftigere Membran verwendet werden, z. B. von 0'5 mm Dicke mit einer Bördelung von etwa 0'4 mm Tiefe, deren Scheitel auf eine Tiefe von etwa 0'12 mm durch Schleifen und Polieren beseitigt ist.
Membranen der angegebenen Abmessungen besitzen genügend Biegsamkeit, um die Wirkungen von Abnutzung oder mässigen Winkelabweichungen zwischen den gegeneinander umlaufenden Teilen aufzunehmen. Beispielsweise beträgt die auf der Anspannung von Membranen der angegebenen Abmessungen beruhende Belastung ungefähr 13'5 kg auf je 0'25 mm Abweichung.
Statt durch Bördelung kann die Lagerfläche auch durch einen Ring aus Lagerwerkstoff, z. B.
Bronze, gebildet sein, der an der Membran befestigt ist. Die Membran kann auch so angeordnet sein, dass sie mit dem Innenlaufring umläuft und an dem Aussenlaufring reibt. Die erste Anordnung ergibt jedoch eine geringere Reibgeschwindigkeit.
Die Membran kann in ungespanntem Zustand ein wenig kegelförmig sein, wobei die Spitze auf der Seite des ringförmigen Vorsprungs liegt. Dann ist der Lagerdruck auf den ringförmigen Vorsprung höher, solange die Vorrichtung neu ist, aber die Membran ist besser im Stande, sich der Abnutzung der Teile anzupassen, da sie eine Axialbewegung zulässt.
Besteht das Gussstück 12 aus einem Werkstoff mit einer Wärmedehnungszahl, die wesentlich von derjenigen des Stahls abweicht, z. B. aus einer Aluminiumlegierung, so klemmt man eine Federscheibe, etwa die schalenförmige Scheibe 22, samt dem Laufring 17 und den beiden Membranen zwischen den Absatz 18 und den Gewindepfropfen 20. Nach der Figur sitzt die Scheibe zwischen der Membran 19 a und dem Pfropfen 20, doch kann sie auch an einer andern Stelle zwischen dem Absatz 18 und dem Pfropfen 20 eingelegt sein. Dey'pfropfen 20 klemmt beim Einschrauben die beiden Membranen, den Laufring und die Federscheibe zwischen dem Absatz und dem Pfropfen selbst fest.
Wird die Kupplung im Betriebe warm, so dehnt sich die Nabe 11 aus Aluminiumlegierung stärker als der Laufring 17, wie in Fig. 1 angedeutet ist, aber die Elastizität der Scheibe 22 bürgt dafür, dass mindestens auf der einen Seite des Laufringes eine flüssigkeitsdichte Verbindung aufrechterhalten wird. Der Schraubpfropfen 20 besteht aus einem Werkstoff von derselben Wärmedehnungszahl wie die Aluminiumlegierung der Nabe 11, damit nicht durch unterschiedliche Radialbewegungen, welche die Gewindepassung beeinflussen, eine Lockerung eintritt. Der Pfropfen 20 kann in verschiedener Weise gesichert werden, beispielsweise durch eine Schraube 23, die in eine Gewindebohrung der Nabe geschraubt ist und in ein Radialloch des Pfropfens eingreift, wobei die Schraube ihrerseits durch eine Sperrscheibe 25 gesichert ist.
Die Membran kann, statt die Laufringe unmittelbar zu berühren, auch mit Spreizstücken in Form von Scheiben oder Muffen vereinigt sein, die sich an ihren Flächen leicht schleifen lassen, so dass sie genau an den Seitenflächen der Laufringe und an der Membran anliegen ; sie wirken dann als Fortsetzungen der eigentlichen Laufringe.
Bei solchen Membrandichtungen verändert ein Flüssigkeitsunterschied zwischen den beiden Seiten der Membran den Lagerdruck. Liegt der Überdruck auf der der ringförmigen Lagerfläche abgekehrten Membranseite, so geht die Wirkung dahin, dass die Dichtung sicherer wird, während bei genügend hohem Druck in der entgegengesetzten Richtung die Membran undicht wird. Eine Bauweise, welche zwei Membranen in Reihe vorsieht, deren jede bei derselben Richtung des Druckunterschiedes eine erhöhte Dichtwirkung ergibt, lässt sieh gut nach Fig. 2 gestalten.
Der Innenlaufring 13 des Kugellagers wird durch eine kurze, verhältnismässig dünne Muffe 30, die fest auf die Welle passt, gegen den
EMI3.2
die auf die Welle geschraubt ist und auf ihrer dem Laufring zugekehrten Seite eine geschliffene Fläche aufweist ; eine dünne, gehärtete Stahl-oder Bronzescheibe 27 sitzt zwischen dem Laufring 13 und dem Absatz 14 und weist an ihrer Aussenkante einen kurzen ringförmigen Vorsprung 28 auf. Der Aussenlaufring 17 befindet sich zwischen dem Absatz 18 der Bohrung der Nabe 11, wobei eine ringförmige Federstahlmembran 19 b und eine geschliffene Scheibe 26 zwischen dem Laufring 17 und dem Absatz 18 liegen.
Die Spreizstücke 26 und 27, 28 sind von solcher Grösse, dass die vor dem Zusammenbau ebene Membran mit ihrer Innenkante am Vorsprung 28 anliegt und zu einer mehr oder weniger kegeligen Form gespannt wird, wenn man die Vorrichtung zusammenbaut.
An der andern Seite des Aussenlaufringes 17 befindet sich ein kurzes, rohrförmiges Spreizstuck 29 mit geschliffenen Stirnseiten ; an diesem Spreizstück liegt eine ringförmige Federmembran 19 c aus Stahl an, an deren Innenkante ein Ring 31 aus Phosphorbronze befestigt ist, der seinerseits an der
EMI3.3
<Desc/Clms Page number 4>
geklemmt. Bei dieser Anordnung liegt der Überdruck auf der linken Seite, und die Wirkung dieses Überdruckes auf die Membran 19 b sowohl als auch auf die Membran 19 c-dies, falls die Membran 19 b nicht ganz dicht schliesst-geht dahin, die Abdichtung sicher zu machen.
Zum Ausgleich unterschiedlicher Wärmedehnung zwischen der Nabe 11, wenn diese aus einer Aluminiumlegierung besteht, und dem Kugellaufring 17 samt den andern Teilen, die gegen den Absatz 18 geklemmt sind, ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Schraubpfropfen 20 b aus Bronze von verhältnis- mässig hoher Elastizitätsgrenze gefertigt.
Der Pfropfen ist im Querschnitt grob C-förmig ; der untere Teil 33 des G ist derjenige Teil, an welchem das Gewinde ausgebildet ist ; der hintere Bereich des C ist verdickt und mit äusseren Klauen 34 versehen, an denen ein Schlüssel einzugreifen vermag ; der obere Schenkel 22 b des C endlich erstreckt sieh derart, dass er in der Aehsrichtung des Pfropfens ein wenig über den unteren Schenkel des C vorsteht und eine federnde Lagerfläehe bildet, die derart zurückgezwängt ist, dass das C schmäler wird, wenn man den Pfropfen zum Festklemmen des Laufringes und der Membran an den Absatz 18 anzieht.
Die 1\'Iembrangattung nach Fig. 1 lässt sieh gleichfalls für den Diehtungsaufbau in Reihe gemäss Fig. 2 benutzen und statt des federnden Pfropfens 20 b der Fig. 2 kann ein starrer Pfropfen im Verein mit einer Federscheibe gleich der kegeligen Scheibe nach Fig. 1 oder auch eine sonstige geeignete Scheibe Verwendung finden, die einer Axialzusammenpressung fähig ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Bohrung der aus Aluminiumlegierung bestehenden Nabe 11 gewindelos und die Länge dieser Bohrung, gemessen von ihrem weiteren Ende bis zum Absatz 18, ist ein wenig geringer als die gesamte axiale Länge des Aussenlaufringes 17, der Membranen 19 und 19 er, sowie eines Spreizstückes 39, das mit diesem Laufring zusammengeklemmt ist. Ein ebener, stählerner Klemmring 20 d, dessen Innendurchmesser etwas kleiner als der Aussen durchmesser des Laufringes 17 ist, ist an dem weiteren Ende der Nabenbohrung angebracht und liegt gegen das Spreizstück 39 an. Der Ring kann durch eine Reihe von Bolzen 37 gehalten sein, die sich rund um die Nabe 11 verteilen und zur Lagerachse parallel liegen.
In diesem Falle können die Bolzen durch Löcher in der Nabe gehen, die auf der dem Klemmring abgekehrten Seite bei 36 auf einem Teil der Nabenlänge zur Aufnahme von Stahlmuffen 22 d erweitert sind, die mit einem Ende am Grund der Erweiterungen und mit dem andern Ende an Muttern 38, die auf die Bolzen geschraubt sind, oder auch an den Bolzenköpfen anliegen, je nach dem die Bolzen eingesetzt sind. Da die Gesamtlänge eines Bolzens nebst zugehöriger Muffe die Dicke der zwischen dem Grund der Erweiterung 36 und dem Klemmring 20 d befindlichen Aluminiumlegierung beträchtlich ilbersteigt, werden die Bolzen und Muffen nicht endgültig verformt, wenn sich die Aluminiumlegierung dehnt, und wirken daher als federnde Glieder, die sicherstellen, dass der Klemmring den Kugellaufring dauernd dicht angeklemmt hält.
Statt der Erweiterungen und Muffen dieser Bauweise können auch andere federnde Teile, z. B.
Federscheibe, an den Bolzen vorgesehen sein.
Bei einer Abänderung dieses Ausführungsbeispieles ist gemäss Fig. 4 der radial innenliegende Teil 22 e des Klemmringes 20 e von solchem Querschnitt, dass er genügend federt, um den Dehnungs- unterschied zwischen der Aluminiumlegierung und dem Stahl auszugleichen und den Kugellaufring 17 stets sieher eingeklemmt zu halten. In diesem Fall ist der radial äussere Teil des Klemmringes unnachgiebig an der aus Aluminiumlegierung bestehenden Nabe 11 befestigt ; dies geschieht mittels Bolzen oder Schrauben 37 e aus einem Werkstoff von nahezu der Wärmedehnungszahl dieser Legierung ; beispielsweise nimmt man eine schmiedbare Aluminiumlegierung, wie den unter dem Warenzeichen "Duralumin"bekannten Werkstoff.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist der Aussenlaufring 17 in einem stählernen Gehäusering 40 befestigt, beispielsweise dadurch, dass er zusammen mit den Membranen 19 und 19 a gegen einen inneren Absatz 18 t des Ringes geklemmt ist, und zwar durch einen in den Ring geschraubten Pfropfen 20 f. Der Gehäusering ist mit einem äusseren Umfangsflansch 41 versehen, der an einer Stirn- fläche 46 der Nabe 11 des Gussstückes 12 aus Aluminiumlegierung befestigt ist ; in der Bohrung der Nabe 11 hat der Ring 40 Gleitsitz.
Bei diesem Beispiel ist der Flansch 41 an der Nabe 11 durch Schrauben 42 befestigt, die unter ihren Köpfen flüssigkeitsdichte Scheiben 43 aufweisen, während zwischen dem Flansch 41 und den auf die Bolzen 42 geschraubten Muttern 44 Federscheibe 4J sitzen. Die Scheiben 45 werden beim Zusammenbau nicht vollständig zusammengedrückt und sind daher fähig, den Unterschied der Wärmedehnungen zwischen der Nabe 11 und den Bolzen 42 auszugleichen. Statt der Federscheibe können auch Muffen in Bohrungserweiterungen wie nach Fig. 3 angewendet werden, oder es können Schrauben aus Aluminiumlegierung wie nach Fig. 4 benutzt werden.
EMI4.1
an dem andern Ende.
Dieser Ring ist in die Bohrung der Nabe 11 des Gussstückes 1 : 2 aus Aluminiumlegierung eingepasst und der Lagerlaufring ist zusammen mit den Membranen 79 und 19 a durch einen Klemmring 20 g gegen den Absatz geklemmt ; der Ring liegt an dem Flansch 41 g an und besitzt einen Innendurchmesser, der etwas kleiner ist als der Aussendurehmesser des Kugellaufringes. Der Gehäuse- ring und der Klemmring sind durch eine Reihe von parallel zur Lageraehse angeordneten Schrauben oder Bolzen an der Nabe aus Aluminiumlegierung befestigt. Es können Schrauben aus Duralumin
<Desc/Clms Page number 5>
oder gleichartigem Werkstoff verwendet werden, doch kann man auch Stahlbolzen mit Ausgleichsvorrichtungen gemäss Fig. 3 oder Fig. 5 benutzen.
Bei den Beispielen der Fig. 1, 3,4, 5 und 6 können zwischen den Membranen und dem Laufring, mit dem sie zusammengeklemmt werden, Scheiben eingelegt sein und ebenso zwischen der gebördelten Kante der Membran und dem anliegenden inneren Laufring des Kugellagers ; gegebenenfalls kann die Bördelung an der Innenkante der Membran fehlen und die Membran ist dann so angeordnet, dass sie auf einer Bördelung reibt, die an der Aussenkante einer Seheibe ausgebildet ist, welche an dem Innenlaufring liegt, gemäss Fig. 2.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Membrandichtung für ein in axialer Richtung beanspruchbares Kugel-oder Rollenlager mit zwei Laufringen, die an zwei gegeneinander umlaufenden Teilen-zwischen denen der Flüssigkeitsdurchtritt verhindert werden soll-befestigt sind und mit einer ringförmigen undurchlässigen Membran,
EMI5.1
förmigen Reibfläche an der Seitenfläche des am andern Teil (10, 10 b) der gegeneinander umlaufenden Teile befestigten Ringes (13) oder an der Seitenfläche einer Scheibe (27) oder eines sonstigen Gliedes (15b) anliegt, das an der Seite des Ringes (13) angebracht ist, wobei zwischen der freien Kante der Membran und dem Teile (10 oder 10 b), demgegenüber sie sich dreht,
ein radiales Spiel vorgesehen ist (Fig. 1-6).