AT150634B - Verfahren und Einrichtung zum Tränken von Holzmasten und ähnlichen länglichen Holzkörpern. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Tränken von Holzmasten und ähnlichen länglichen Holzkörpern.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> Zu dem erfindungsgemässen Verfahren werden vorzugsweise Tränkungsflüssigkeiten verwendet, deren Zähigkeit schon ursprünglich, d. h. etwa bei Zimmertemperatur, entsprechend verschieden ist. Diese bereits ursprünglich vorhandene Verschiedenheit hinsichtlich Zähigkeit kann jedoch erfindunggemäss dadurch erhöht werden, dass die Flüssigkeiten während der Ausübung des Tränkungsdruckes auf je verschiedener Temperatur gehalten werden. Man kann jedoch auch in der Weise vorgehen, dass die Verschiedenheit hinsichtlich Zähigkeit während der Ausübung des Tränkungsdruckes sowohl bei Anwendung einer einzigen Tränkungsflüssigkeit wie auch im Falle von mehreren Tränkungsflüssig- keiten lediglich dadurch herbeigeführt wird, dass die einzelnen Tränkungsflüssigkeiten während der Ausübung des Tränkungsdruckes auf je verschiedener Temperatur gehalten werden. Vielfach, insbesondere wenn dem erfindungsgemässen Verfahren bereits gleichmässig vorgetränkte Holzkörper unterworfen werden, soll man in den Holzkörper von der Flüssigkeit grösserer Zähigkeit nur verhältnismässig kleinere Mengen hineinbringen. In diesem Falle, jedoch auch in andern Fällen wird erfindungsgemäss vorzugsweise derart vorgegangen, dass der Holzkörper während der Ausübung des Imprägnierungsdruckes mit zwei solchen Abarten von nicht wässerigen, vorzugsweise teer-und/oder kreosothaltigen und/oder öligen Tränkungsflüssigkeiten gleichen Charakters umgeben werden, für die die Verhältniszahl ihrer Zähigkeit bei der Temperatur der Tränkung (z. B. 9848 : 1-66 in Engler-Graden oder 88326 : 8'0 in absoluten ep-Werten) vielfach, vorzugsweise mindestens hundertfach, noch vorteilhafter mindestens tausendfach grösser ist als die Verhältniszahl ihrer spezifischen Gewichte ebenfalls bei der Temperatur der Tränkung (z. B. 1-175 : 0-981). Die Erfindung soll noch ausführlicher an Hand der Zeichnung erläutert werden, auf der ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Anlage dargestellt ist. A bedeutet einen liegenden Tränkungskessel, in welchem die Holzkörper M (z. B. unter Anwendung des bekannten Druckluftsparverfahrens) auf ihrer ganzen Länge gleichmässig vorimprägniert werden und aus welchem diese Holzkörper mittels eines bei E angedeuteten Hebezeuges in einen stehenden Tränkungskessel B gebracht werden. Dieser Kessel B wird hierauf durch einen Deckel D geschlossen, worauf aus einem Behälter F über eine Leitung F1 in den Kessel B bis zur Höhe hl + 112 die Tränkungsflüssigkeit grösseren spezifischen Gewichtes und grösserer Zähigkeit, z. B. bei einer Temperatur von 20 bis 350 C durch Austreiben von leichter siedenden Anteilen eingedicktes Steinkohlenoder Braunkohlenteer, gefüllt wird. Über diese Flüssigkeit wird dann der Säulenhöhe h3 entsprechend aus einem Behälter G über eine Leitung Gy die Tränkungsflüssigkeit kleineren spezifischen Gewichtes und kleinerer Zähigkeit, z. B. bei einer Temperatur von 70 bis 900 C Kreosotöl, gefüllt. Die Abschlussorgane in den Leitungen 6*1 und F1 werden hierauf geschlossen, und es wird dann mittels eines der Einfachheit halber auf der Zeichnung weggelassenen Luftkompressors, der einen Überdruck von 8 bis 20 Atm. ausüben kann, aus einem Druckbehälter H, der dasselbe Kreosotöl enthält wie der Behälter G, im Tränkungskessel B der erforderliche Tränkungsdruck geschaffen und aufrechterhalten. Da im Druckbehälter H sieh die gleiche Tränkungsflüssigkeit wie im Behälter G befindet, wird die von den Heizkörpern JI verschlungene Tränkungsflüssigkeit ständig durch Kreosotöl ersetzt. Da die Holzkörper 111 von der unteren Flüssigkeit grösserer Zähigkeit eine gewisse Menge ebenfalls aufnehmen, wird die Höhe der Flüssigkeitssäule, die von dieser Flüssigkeit grösserer Zähigkeit gebildet wird, allmählich abnehmen, und da die von den Holzkörpern aufgenommene Flüssigkeit aus dem Druckbehälter H lediglich durch Tränkungsöl ersetzt wird, entsteht allmählich der Säulenhöhe h2 entsprechend ein Gemisch aus den beiden Tränkungsflüssigkeiten, das jedoch ebenfalls nicht wässerig ist und den gleichen Charakter wie die beiden Tränkungsflüssigkeiten selbst besitzt. Nach beendeter Tränkung wird aus dem Kessel B über die Leitung ssi zunächst das Tränkungsöl in den Behälter G überführt, hierauf wird durch eine gesonderte Leitung K1 die oben erwähnte gemischte Flüssigkeit aus dem Bereiche der Säulenhöhe h2 entfernt und schliesslich wird über die Leitung F1 in den Behälter F der Teer überführt. Nach Entleerung des Kessels B von den Flüssigkeiten kann der Deckel D abgehoben, und es können hierauf die Holzkörper M ebenfalls entfernt werden. Am oberen Teile des Kessels B im Bereiche der Säulenhöhe h3 kann eine beliebige Beheizung Bi vorgesehen sein, wodurch die Zähigkeit der in diesem Bereiche angewendeten Tränkungsflüssigkeit im Vergleich zu der unteren Tränkungsflüssigkeit grösseren spezifischen Gewichtes, da der untere Teil des Tränkungskessels B keine Heizung besitzt, noch weiter herabgesetzt wird. Der Tränkungskessel B wird vorzugsweise in einem unter die Erdoberfläche abgeteuften Schacht C so weit versenkt untergebracht, dass auch die am Oberteile des Kessels B vorgesehene Heizung Bi zur Gänze oder mindestens zum grössten Teile innerhalb des Schachtes C zu stehen kommt. Ein derartiger Schacht bietet nämlich gegen Wärmeverluste besonders wirksamen Schutz, und er ermöglicht ausserdem, mit dem Hebezeuge E in verhältnismässig kleineren Höhen arbeiten zu können, als in dem Falle, wenn der Kessel B oberhalb der Erdoberfläche angebracht wird. Die sich im Behälter K ansammelnde gemischte Flüssigkeit kann z. B. durch Hinzufügung von Flüssigkeiten gleichen, nicht wässerigen Charakters der Zähigkeit und dem spezifischen Gewichte des im Behälter G oder H befindlichen Tränkungsöles entsprechend verdünnt oder aber der im Behälter F vorhandenen Tränkungsflüssigkeit grösseren spezifischen Gewichtes und grösserer Zähigkeit entsprechend <Desc/Clms Page number 3> verdickt und dann zur Tränkung wieder entweder in der Flüssigkeitssäule h1 oder h3 nutzbar gemacht werden, was einen weiteren Vorteil der Erfindung darstellt. Die Behälter A, H, G, K, F sind natürlich mit an sich bekannten Hilfseinrichtungen, z. B. mit Heizvorrichtungen, Pumpen, Luftkompressoren, Vorratsbehältern usw., ausgerüstet bzw. verbunden geradeso wie auch der Tränkungskessel B. Alle diese Hilfseinrichtungen, die zum Verständnis der Erfindung nicht erforderlich sind, wurden auf der Zeichnung der Einfachheit halber weggelassen. Das Druckluftsparverfahren kann auch im Tränkungskessel B angewendet werden, insbesondere in dem Falle, wenn gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren nicht wie im erläuterten Ausführungbeispiele bereits vorgetränkte Holzkörper behandelt werden. Der Tränkungskessel B bzw. die Holzkörper SI müssen nicht unbedingt genau senkrecht angeordnet sein, da die Erfindung bei mehr oder weniger schräger Anordnung dieser Teile ebenfalls verwirklich werden kann. Die Erfindung hat z. B. vorzügliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Anwendung der folgenden beiden Tränkungsflüssigkeiten ergeben : 1. Kreosotöl. Spezifisches Gewicht bei etwa 200 C : 0-996, bei etwa 50 C : 0-981. EMI3.1 <tb> <tb> Zähigkeit, <SEP> gemessen <SEP> bei <SEP> : <SEP> In <SEP> absoluten <SEP> Werten <SEP> : <SEP> In <SEP> Engler-Graden <SEP> : <tb> 30 <SEP> C <SEP> 33-2 <SEP> cp <SEP> 4-66 <tb> 40 <SEP> C <SEP> 12#6 <SEP> ep <SEP> 2#12 <tb> 500 <SEP> 8-0 <SEP> ep <SEP> 1-66 <tb> 2. Durch Austreiben von leichter siedenden Anteilen eingedicktes Steinkohlenteer : Spezifisches Gewicht bei etwa 20 C : 1-175. EMI3.2 <tb> <tb> Zähigkeit, <SEP> gemessen <SEP> bei <SEP> : <SEP> In <SEP> absoluten <SEP> Werten <SEP> : <SEP> In <SEP> Engler-Graden <SEP> : <tb> 23-50 <SEP> C <SEP> 88326 <SEP> ep <SEP> 9848 <tb> 320 <SEP> C <SEP> 19908 <SEP> ep <SEP> 2219 <tb> 400 <SEP> C <SEP> 5947 <SEP> cp <SEP> 663 <tb> '50-5 C <SEP> 1739cp <SEP> 194 <tb> Holzmasten aus Kieferholz, die im Tränkungskessel A bereits mit etwa 50 /m gleichmässig vorgetränkt wurden, sind dann in Tränkungskessel B erfindungsgemäss behandelt worden. Die Tem- EMI3.3 Die Temperaturverhältnisse können unter Berücksichtigung der jeweiligen Grössen der Zähigkeiten auch derart gewählt werden, dass bei Einbringung von nicht vorimprägnierten Holzmasten M in den Kessel B deren Teil Mi etwa 50 kgjm3 Tränkungsflüssigkeit aufnimmt, während der Mastteil M3 EMI3.4 mittlerer Intensität aufweisen wird. Man kann sogar in der Weise vorgehen, dass man den Tränkungskessel B nur mit einer einzigen Flüssigkeit füllt (z. B. mit dem oben unter 2. angegebenen, eingedickten Steinkohlenteer), worauf der Höhe h3 entsprechend auf eine ausreichend hohe Temperatur (beim erwähnten Steinkohlenteer z. B. über 90 ) erhitzt und der Höhe hl entsprechend eine wesentlich niedrigere Temperatur (im Falle des in Rede stehenden Steinkohlenteeres z. B. eine Temperatur bei oder unterhalb 25-5 C), eventuell durch Anwendung einer Kühlung, aufrechterhalten wird. Hiedurch können ebenfalls Mastteile Mi und M3 erhalten werden, die im jeweils gewünschten Ausmasse verschieden imprägniert sind. Unter ,,Tränkungsflüssigkeit" werden auch kolloidale Lösungen und stabile Suspensionen verstanden, da die hier in Betracht kommenden ,,Flüssigkeiten" vielfach feste Schwebeteilchen, z. B. in kolloidaler Form gelöste Pech-und/oder Kohlepartikelehen, enthalten können. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Tränken von Holzmasten und sonstigen länglichen Holzkörpern, wobei dieselben an mehreren Abschnitten pro Volumeneinheit mit einer verschiedenen Menge an Flüssigkeit derart getränkt werden, dass sie während der Ausübung des Tränkungsdruckes stehend mit Tränkungsflüssigkeit auf ihrer ganzen Länge umgeben werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzkörper während der Ausübung des Tränkungsdruckes entweder mit durch Schaffung von verschiedenen Temperaturen auf verschieden grosse Zähigkeit (Viskosität) gebrachten Säulenteilen ein und derselben, nicht wässerigen, vorzugsweise teer-und/oder kreosothaltigen und/oder öligen Imprägnierungsflüssig- <Desc/Clms Page number 4> keit oder aber mit mindestens zwei,nicht nur hinsichtlich spezifischen Gewichtes, sondern auch hinsichtlich Zähigkeit (Viskosität) verschiedenen Abarten von nicht wässerigen, vorzugsweise teerund/oder kreosothaMgen und/oder öligen Imprägnierungsflüssigkeiten umgeben werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiedenheit hinsichtlich Zähigkeit während der Ausübung des Tränkungsdruckes dadurch erhöht wird, dass die einzelnen Tränkungsflüssigkeiten auf je anderer Temperatur gehalten werden.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzkörper während der Ausübung des Tränkungsdruckes mit zwei solchen Abarten von nicht wässerigen, vorzugsweise teer-und/oder kreosothaltigen und/oder öligen Tränkungsflüssigkeiten gleichen Charakters umgeben werden, für die die Verhältniszahl der Zähigkeit bei der Temperatur der Tränkung (z. B. 9848 : 1#66 in Engler-Graden oder 88326 : 8 in absoluten cp-Werten) vielfach, vorzugsweise mindestens hundertfach, noch vorteilhafter mindestens tausendfach grösser ist als die Verhältniszahl ihrer spezifischen Gewichte ebenfalls bei der Temperatur der Tränkung (z. B. 1-17 & : 0-0981).4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass während der Ausübung des Tränkungsdruckes die Tränkungsflüssigkeit kleineren spezifischen Gewichtes auf höherer Temperatur gehalten wird als die Tränkungsflüssigkeit grösseren spezifischen Gewichtes.5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen zwei Tränkungsflüssigkeiten an deren Berührungsstelle während der Tränkung durch Mischung entstehende Flüssigkeitssäule gemischten Gehaltes aus dem Tränkungskessel abgesondert entfernt wird.6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die sich ansammelnde gemischte Flüssigkeit durch Hinzufügung von Flüssigkeiten gleichen, nicht wässerigen Charakters der Zähigkeit und dem spezifischen Gewichte der einen Tränkungsflüssigkeit entsprechend verdünnt oder aber eingedickt und dann zur Tränkung wieder nutzbar gemacht wird.7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzkörper während der Ausübung des Tränkungsdruckes teilweise mit vorzugsweise eingedicktem Steinkohlenund/oder Braunkohlenteer und teilweise mit vorzugsweise kreosothaltigem Tränkungsöl umgeben wird.8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Holzkörper zunächst vorzugsweise gleichmässig vorimprägniert und dann gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7 nachbehandelt wird.9. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8 unter Anwendung eines stehenden Tränkungskessels mit Heizeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der Tränkungskessel (B) mit der Heizeinrichtung B in seinem oberen Teile (im Bereiche Mg der leichtesten Tränkungsflüssigkeit) ausgerüstet ist.10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an den Tränkungskessel (B) EMI4.111. Einrichtung nach den Ansprüchen 9 und 10 mit unter teilweise unter die Erdoberfläche versenktem Tränkungskessel, dadurch gekennzeichnet, dass der Tränkungskessel (B) so weit unter die Erdoberfläche versenkt ist, dass auch die im Oberteile des Kessels vorgesehene Heizung BJ zur Gänze oder mindestens zum grössten Teile innerhalb eines abgeteuften Schachtes (C) zu stehen kommt.
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