AT150494B - Wachstuchersatz. - Google Patents

Wachstuchersatz.

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    Wachstuchersatz.   



   Aus Kautschuk mit Zuhilfenahme von gummierten Geweben hergestellte Waren sind bekannt. 



  So werden z. B. auf dem Kalander gezogene Platten auf einer Seite mit einem einseitig gummierten Stoff belegt bzw. auf diesen die Platte auf dem Kalander aufgelegt und dann vulkanisiert. In dieser Weise werden Teppiche für Automobile und Wohnräume hergestellt. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wachstuchersatz. Die Herstellung der   wachstueh-   artigen Belagstoffe gemäss der Erfindung aus einer Stoffunterlage mit einer Gummideckschichte ist einfacher als die Herstellung von Wachstuch auf der Grundlage von Linoleum. Auch zeigen diese Erzeugnisse im Gebrauch besonders vorteilhafte Eigenschaften. Die Gummischicht ist sehr stabil, so dass sie auch dann nicht zerreisst, wenn man sie so weit dehnt, dass die untere Stoffschicht, welche gewöhnlich eine kleinere Dehnbarkeit besitzt, bereits zerreisst. Die   Gummischicht   bricht nicht, bewahrt ihre Elastizität lange Zeit und springt vom Stoff nicht ab. Damit aber ein solcher gummierter Stoff die Rolle eines Wachstuchersatzes richtig erfüllt, ist es notwendig, dass derselbe auf der Schauseite einen haltbaren Glanz aufweist.

   Eine Lackierung der Oberfläche der   Gummischicht   entspräche nicht den Anforderungen, da ein Lacküberzug leicht beschädigt wird und verhältnismässig brüchig ist, weshalb er schnell rissig wird. Eine glänzende   Gummioberfläche   kann man bekanntlich auch dadurch erzeugen, dass der Gummi mit einer polierten   Metallfläche   in Berührung gebracht und unter Druck vulkanisiert wird. Diese Methode ist aber im vorliegenden Fall, abgesehen von ihrer Kostspieligkeit, nicht anwendbar, wenn die Gewebeunterlage aus den üblichen gerauhten Stoffen besteht, weil der zur Vulkanisation benötigte grössere Druck die gerauhte Fläche des Stoffes aufheben würde. 



   Erfindungsgemäss erhält die farbig gemusterte Oberfläche der   Gummischichte   auf der Schauseite einen durch Schmelzen der obersten dünnen Gummischicht hervorgerufenen matten Glanz. 



  Ein solcher Schmelzglanz entsteht, wenn der Gummi nicht in der Presse oder im Dampf, sondern in heisser Luft vulkanisiert wird. 



   Als Stoffunterlage kann man die üblichen einseitig aufgerauhten Gewebe oder auch jedes beliebige andere Gewebe zur Anwendung bringen. 



   Die Erzeugung des wachstuchartigen Belagstoffes gemäss der Erfindung geschieht beispielsweise auf folgende Weise :
Auf die glatte Seite eines einseitig gerauhten Stoffes wird auf bekannte Weise eine Gummiplatte beliebiger Stärke, zweckmässig von etwa   0'6   mm Stärke, angepresst. Diese Gummiplatte wird aus einer Gummimischung hergestellt, welche zweckmässig mindestens   40%   Gummi enthält und welcher eine das normale Mass übersteigende Menge eines Vulkanisationsbeschleunigers, eines sogenannten   Mtra-Akzelerators,   wie Tetramethylthiuramdisulfid oder dessen Mischung mit Mercaptobenzothiazolen, zugesetzt wird. Auf die Oberfläche der rohen Gummiplatte wird nach ihrer Anpressung auf den Stoff, z. B. mit Hilfe von Gummifarben ein ein-oder mehrfarbiges Muster aufgedruckt.

   Der gummierte Stoff wird in einen Luftkessel gelegt und in heisser Luft vulkanisiert. Die Temperatur der Vulkanisation wird so eingestellt, dass vor vollständiger Vulkanisation die Oberfläche des Gummis schwach abschmilzt, was in der Regel bei einer Temperatur von etwas über   1200 eintritt.   Die aufgetragene Musterung wird durch das während der Vulkanisation vor sieh gehende Abschmelzen der Oberfläche vollkommen fixiert, so dass eine solche Musterung auf keine Weise abgewaschen werden kann. Wenn die Vulkanisation entsprechend eingestellt wurde, so erscheint die Oberfläche des vulkani- 

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 sierten Gummis mit einem matten   Sehmelzglanz   überzogen und ist dabei nicht klebrig. Die auf diese Weise hergestellte mattglänzende Fläche ist besser und haltbarer als jede Lackierung.

   Bei Dehnung verhält sie sich wie der untere Teil der Gummiplatte, d. h. sie zeigt keine Risse. Beim Beschmutzen kann sie ganz einfach mit Wasser abgewaschen werden, ohne eine Beschädigung des Schmelzglanzes befürchten zu müssen. 



   Zur Herstellung der farbig gemusterten Oberfläche kann man auch unmittelbar von einer mehrfarbigen Gummiplatte beliebiger Farbenkombination bzw. einer marmorierten Platte ausgehen und durch Abschmelzen der Gummimischung an der Oberfläche bei farbiger Musterung einen Mattglanz erzeugen. Die oberflächlich   abgeschmolzene   Gummischicht kann in jedem Falle auch, um den Schmelzglanz zu erhöhen, z. B. mit Schellack schwach lackiert oder in sonstiger bekannter Weise verziert werden. 



   Die Erzeugnisse gemäss der Erfindung besitzen ein gefälliges Aussehen, sind im praktischen Gebrauch gegen heisses Geschirr unempfindlich, behalten ihren Glanz und geben die Muster in voller Schärfe und ohne Verzeichnung wieder. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Waehstuchersatz, bestehend aus einem einseitig aufgerauhten Gewebe, das mit einer Deckschichte aus einer vulkanisierten Gummimischung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die farbig gemusterte Oberfläche der   Gummimisehung   auf der Schauseite einen durch Schmelzen hergestellten matten Glanz zeigt.

Claims (1)

  1. 2. Waehstuchersatz gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle eines einseitig aufgerauhten Gewebes ein beliebiges anderes Gewebe die Unterlage für die Deckschicht aus der Gummimischung bildet.
    3. Verfahren zur Herstellung von Wachstuchersatz nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgebrachten Derkfarben auf der Gummimischung mittels Einschmelzens bei Temperaturen etwas über 120 C fixiert und mattglänzend gemacht werden.
AT150494D 1930-12-09 1931-12-09 Wachstuchersatz. AT150494B (de)

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