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Man hat vielfach versucht, Wulstsehoner aus weichem Material, wie Gummi, herzustellen, indem man sie genau dem zu schützenden Profil anpasste ; so hat man beispielsweise Wulstschoner hergestellt, welche sich genau der Form der Wulst anpassten und sich an diese oben und unten anlegten. Auch hat man versucht, einfach der Länge nach aufgeschnittene Schläuche als Wulstschoner zu verwenden.
Diese Einrichtungen weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie entweder nur für ganz bestimmte Profile verwendbar sind oder nur dort angewendet werden können, wo das Profil der Wulst den hohlen Wulstsehoner vollständig ausfüllt, weil keine genügende Vorsorge getroffen ist, dem Wulstschoner die notwendige Steifheit gegen Flachdrücken oder äussere Belastungen zu verleihen. Ebenso ist bei den bekannten Einrichtungen keine Vorsorge dafür getroffen, das Eintreten von Flüssigkeit in den Raum zwischen Wulstschoner und Wulst hintanzuhalten.
Der Gegenstand der Erfindung sind schlauchartige Wulstschoner für Waschbecken u. dgl., wobei die Erfindung darin gelegen ist, dass längs des Schoners eine breite, lappenartige Verlängerungsrippe, die sich gegen die innere Wand des Beckens legt, vorgesehen ist.
Die breite, lappenartige Verlängerungsrippe hat zunächst die Aufgabe, den schlauchartigen Wulstschoner, insbesondere bei Verwendung auf einer hohlen Wulst, wie sie bei gegossenen Körpern üblich ist, vor Verschiebung zu bewahren, die jedenfalls eintreten müsste, wenn ein schweres Gefäss auf die Wulst gestellt und von ihr abgehoben wird.
Die Verwendung des Erfindungsgegenstandes kann somit auch an solchen Wulsten erfolgen, die hohl sind und die eine Rippe aufweisen, wie sie bei den Wandbrunnen und Ausgüssen üblich ist. Da somit infolge der Rippe der Wulstschoner von dem Wulst selbst etwas abstehen muss, erfolgt die Haftung des Wulstschoners an dem Gefäss tatsächlich nur vermittels des erfindungsgemässen Lappens.
Er bewirkt auch, dass der Wulstschoner insgesamt genügend steif wird, damit eine Deformation zumindest unter dem Gewicht kleinerer Gefässe vermieden wird, ohne ihn aussergewöhnlich verdicken zu müssen.
Der Lappen steht insbesondere bei halbrunden Gefässen unter einer gewissen Spannung infolge des Zusammenbiegens und legt sich daher dicht an die Wandung an. Er wird daher bei Ansteigen der Flüssigkeit im Becken verhindern, dass sie in den Raum zwischen dem Wulstschoner und dem Rand des Gefässes eintritt, was zu einer Beschädigung des Gefässes führen müsste.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den Wulstschoner im Querschnitt, Fig. 2 einen mit dem Wulstschoner versehenen Wandbrunnen in Vorderansicht und Fig. 3 einen Schnitt durch das Becken der Fig. 2 mit aufgesetztem Wulstschoner.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wird der Wulstschoner aus einem Schlauch 5 hergestellt, der bei 4 der Länge nach aufgeschnitten wird. An seinem äusseren Umfang trägt er Rippen 1, während die Unterseite 2 dünn ausgestaltet ist, um an dieser Stelle eine grössere Nachgiebigkeit zu erhalten als an den andern. Der Wulstschoner weist ferner noch eine Rippe. 3 auf, welche sich innen an das Becken 1 anlegt und neben guter Haftung auch eine Versteifung des Wulstschoners bewirkt und überdies das Eindringen von Flüssigkeit in den Hohlraum verhindert.
Durch diese eigentümliche Formgebung ist es möglich, einen Wulstschoner herzustellen, welcher sich zwar der Krümmung des Brunnenbeckens anpasst, hiebei jedoch durch die Krümmung eine solche Steifheit erhält, dass er durch Stösse oder durch Belastung sein Profil nicht verändert, obwohl zwischen den Wänden des Wulstschoners und dem eigentlichen Beckenrand ein Hohlraum verbleibt.