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Nähmaschine.
Die Erfindung bezieht sich auf Nähmaschinen und bezweckt die Schaffung einer verbesserten
Form einer ausbalancierten Aufnehmervorrichtung für den Nadelfaden, welche bei hohen Geschwindig- keiten mit einem Mindestmass von Erschütterung arbeitet.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer neuen Anordnung zum Schmieren der Antriebsvorrichtung für den Fadenaufnehmer.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der Nähmaschine gemäss der Erfindung und Fig. 2 ist eine Endansicht hiezu mit abgenommener Stirnplatte. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 1 und Fig. 4 ist eine Endansicht des Masehinenkopfes.
2 bezeichnet den Ständer, der mittels Schrauben 2'auf dem Sockel befestigt ist und den überhängenden Maschinenarm 3 trägt, welcher in dem hohlen Kopf 4 endet. In Lagern des Maschinenarmes 3 ist die umlaufende Nadelstangenantriebswelle 7 gelagert.
Auf der einen Seite der Welle 7 ist eine Schwingwelle 46 (Fig. 3) angeordnet, die in Lagern 45 gelagert ist, welche von der Wand des Maschinenarmes 3 getragen werden ; diese Sehwingwelle 46 ist mit einer Nabe an dem in den hohlen Kopf 4 hineinragenden Ende versehen. Auf der Nabe ist mittels der Schraube 47'ein Fadenaufnehmerhebel 47 aus leichtem Material, beispielsweise Aluminium, befestigt. Auf dem in den Maschinenarm hineinragenden Ende ist ein Arm 48 befestigt, der wirksam mittels eines Lenkers 49 mit der Kurbel 50 verbunden ist, die auf der Welle 7 sitzt. Auf der andern Seite der Welle 7 und im wesentlichen in der Achsrichtung der beiden Wellen 7 und 46 ist eine zweite Welle 52 in den Lagern 53 gelagert.
Die Welle 52 ist mit einer Nabe versehen, und auf ihrem in den hohlen Kopf 4 hineinragenden Ende ist auf der Nabe mittels der Schraube 54'ein Fadenaufnehmerhebel 54 befestigt. Auf dem andern Ende der Welle 52, das sich in den überhängenden Maschinenarm 3 hinein erstreckt, ist ein Hebel 55 befestigt, welcher durch einen Lenker 56 wirksam mit der Kurbel 57 auf der Welle 7 verbunden ist.
Aus der obigen Beschreibung geht hervor, dass die Fadenaufnehmerhebel zu beiden Seiten ihrer Antriebswelle und im wesentlichen um 1800 voneinander angeordnet und mit kurzen Wellen starr verbunden sind, welche sich durch eine Scheidewand hindurch erstrecken, die den hohlen Kopf von dem überhängenden Maschinenarm trennt ; diese kurzen Wellen werden durch eine Einrichtung angetrieben, die innerhalb des Maschinenarmes untergebracht ist, wobei diese Einrichtungen für beide Fadenaufnehmerhebel dieselben und mit Bezug aufeinander ergänzend angeordnet sind. Diese Bauart ermöglicht die Schaffung einer Fadenaufnehmervorrichtung, die sowohl statisch als auch dynamisch ausbalanciert ist, da einer jeden Wirkung auf der einen Seite der Welle 7 eine gleiche und entgegengesetzte Rückwirkung auf der andern Seite der Welle entgegenwirkt.
Es ist ferner zu beachten, dass die Enden der Fadenaufnehmerhebel sich überlappen. Diese Bauart ermöglicht, dass die Lagerachsen der Hebel nahe an die Welle 7 herangerückt werden können, wodurch eine gedrängtere Anordnung der Teile ermöglicht wird.
Eine Stirnplatte 59 (Fig. 4), die mit Schlitzen versehen ist, ist auf dem hohlen Kopf 4 durch die Schrauben 60 befestigt, und die freien Enden der Aufnehmerhebel 47 und 54 sind mit seitlich gerichteten, abgebogenen Teilen 61, 62 versehen, die Fadenöhre haben und sich durch bogenförmige Schlitze der Stirnplatte 59 hindurch erstrecken. Die Stirnplatte trägt eine Spannungsvorrichtung 63, eine Fadenführung 64 und eine flache Blattfeder 63, welche als Fadenführung wirkt und verhindert, dass die Fadenaufnehmerhebel eine Fadenschlinge vor der Nadel auswerfen.
Der Faden wird von der Führung 66
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zu der Spannungsvorriehtung 63, alsdann zu der Führung 64, dem Öhr in dem abgebogenen Ende des Aufnehmerhebels 47, darauf zu dem Fadenöhr in dem Ende des Aufnehmerhebels 54 und schliesslich zu der Führung 65 und darauf zu der Nadel geführt.
Wie dargestellt, ist auf dem Ende der Welle 7 mittels der Stellschraube 67 eine das Gleichgewicht haltende Scheibe 68 befestigt, die eine starr daran sitzende Kurbel 69 hat, deren Achse mit Bezug auf die Achse der Welle 7 versetzt liegt. Eine eine Nadel 71 tragende Nadelstange 70 erstreckt sieh durch
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eines Ende an dem Kurbelzapfen 69 angelenkt ist, während sein anderes Ende gelenkig an der Nadelstange 70 angreift.
Um die innerhalb des Maschinenkopfes 4 untergebrachte Vorrichtung zu schmieren, ist der Kopf mit einer Vertiefung 100 versehen, in der sich das überschüssige Schmiermittel ansammelt. Das eine Ende eines jeden der vorgesehenen Dochte 101 hängt in den Schmiermittelbehälter 100 hinein, und
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dem Maschinenkopf befestigt ist. Das Kissen 102 ist so angeordnet, dass es mit dem oberen Ende des Lenkers 73 zwecks Schmierung des Kurbelzapfens 69 in Eingriff kommt. Das eine Ende des Doctes 104 hängt in den Behälter hinein, und sein anderes Ende ist in eine Bohrung 106 eingefädelt, die in der Längsrichtung der Lager 45 verläuft und mit der Schwingwelle 46 in Verbindung steht.
Der Docht 105 leitet gleichfalls das Schmiermittel infolge von Kapillarwirkung aufwärts zu der Öffnung 108 in den
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Der Maschinenarm 3 ist mit einem inneren aufreehtstehenden Flansch 110 versehen und verläuft auf den Kopf zu schräg nach unten, um einen Ölbehälter 111 vorzusehen, in den die Enden des Hebels 48 und des Lenkers 49 eintauchen, wodurch die in dem Maschinenarm untergebrachte Fadenaufnehmer- Antriebsvorrichtung durch"Spritzschmierung"geschmiert wird.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Nähmaschine mit einer umlaufenden Nadelsta, ngenantriebswelle und mit zwei Fadenaufnehmerhebeln, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenaufnehmerhebel auf einem Paar von Schwingwellen befestigt sind, die zu beiden Seiten und parallel zu der Nadelstangenantriebswelle angeordnet und mit Kurbeln auf der Nadelstangenantriebswelle verbunden sind.