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Elektrisches Netzwerk.
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formen der Erfindung in Übertragungsausgleichseinrichtungen. Fig. 13 und 14 zeigen Kurven für ein Verfahren zur Bestimmung geeigneter Formen von Kondensatorplatten.
In Fig. 1 bildet ein T-Netzwerk mit den Kapazitäten Ca, Cb und C ein veränderliches Dämpfungsglied für z. B. von den Klemmen 1 und. 3 nach den Klemmen. 3 und 2 hindurchgesandte Wellen. Das Netzwerk ist durch die seinen Kennimpedanzen entsprechenden Kapazitäten C"und C"ab- geschlossen dargestellt, wobei eine Spannungsquelle e in Reihe mit der Abschlusskapazität C01 dargestellt ist.
Die Kapazitäten Ca, Cb, Ce enthalten je ein Paar gegeneinander verstellbarer Platten oder Belege a1 undad, b2 und bd, c3 und cd. Der Teil des T-Netzwerdes, der das Potential der Platten αd, bd und cd besitzt, ist mit d bezeichnet. Es können Mittel, wie z. B. in Fig. 2 und 2A oder Fig. 3 und 3 A gezeigt und im folgenden beschrieben, vorgesehen werden, um die Kapazität Ce gleichzeitig mit den Kapazitäten Ca und Cb, aber in entgegengesetztem Sinne, zu ändern, wobei die Kapazität Ce erhöht wird, wenn Ca und Cb fallen, und die Kapazität Ce fällt, wenn Ca und Cl ansteigen.
Gemäss der Erfindung können die Kondensatorplatten, obwohl sie aus Gründen der Einfachheit und Klarheit als Kreissegmente dargestellt sind, so geformt sein, dass sich folgende Eigenschaften ergeben :
1. Die Kennkapazitäten an jedem Ende des Netzwerkes sind unabhängig von der Einstellung der Platten, zusammen mit einer Dämpfung, die sich mit der Stellung der Platten ändert (z. B. von der Dämpfungsänderung unabhängige Kennkapazitäten).
2. Kennkapazitäten sind unabhängig von der Plattenstellung, wie unter 1., jedoch voneinander verschieden.
3. Kennkapazitäten und Dämpfung sind beide auf jede gewünschte Art abhängig von der Stellung der Platten.
Diese Eigenschaften erhält man, wenn man ein Dämpfungsglied, wie im folgenden beschrieben, nach Formeln entwickelt, welche die Netzwerkkapazitäten Ca, Cb und Ce in Abhängigkeit von ihren Kennkapazitäten C01 und Co2 und ihrer Dämpfungskonstanten 8, welche der reelle Teil der Übertragungs- konstanten ist-der imaginäre Teil ist Null-, darstellen. Die Formeln sind :
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Hier ist 0 in Neper ausgedrückt. Die Bedeutung der Kennkapazität geht aus der Gleichung
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hervor, wobei Zl die Kennimpedanz und Ci die Kennkapazität ist. Wenn Ca = Cb, dann sind die Kennkapazitäten C'. i und Cos gleich und das T-Netzwerk ist symmetrisch.
Netzwerke, die so entworfen sind, dass sie die Eigenschaften (1) oder (2) haben, haben die wichtige Eigenschaft, nämlich :
4. Das Netzwerk zeigt an einem Ende eine konstante Kapazität unabhängig von der Plattenstellung, wenn das andere Ende durch eine der Kennkapazität entsprechende Abschlusskapazität abgeschlossen ist.
Das veränderliche Dämpfungsglied nach Fig. 1 kann z. B. so ausgeführt werden wie der Kondensator mit den Kapazitäten Ca, Cb und Ce, welcher in Fig. 2 und 2. in Front- und Seitenansicht dargestellt ist. Die Platten a1, bu und Cg sind feststehend. S ist eine Welle, welche sich, wie durch die gebogenen Pfeile in der Figur angedeutet, nach beiden Richtungen drehen lässt. Die Welle S trägt
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heraus, um die Kapazität von Ce zu verringern.
Die Form der beweglichen Platten, welche zur Erreichung eines erwünschten Verhältnisses zwischen dem Drehungswinkel # in Graden und dem Übertragungsverlust des Dämpfungsgliedes in Dezibel geeignet ist, erhält man mit Hilfe der Gleichungen I bis III, welche das Verhältnis von Kapazität und Dämpfung zeigen. Nehmen wir z. B. den einfachen Fall an, dass die gewünschte Abhängigkeit
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Kurve L, welche das Verhältnis zwischen dem Dämpfungsverlust und der Kapazität eines der Elemente oder Kondensatoren, z. B. Ca, des Dämfungsgliedes zeigt, wird berechnet, wobei die Formel
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erhalten werden, welche durch die Kurve L für diese Winkel gegeben werden. Diese Werte für ? und Ca'sind in den ersten beiden Kolonnen der untenstehenden Tafel eingetragen.
Die Unterschiede zwischen aufeinanderfolgenden Werten für C'sind mit A C bezeichnet und in der dritten Kolonne angegeben ; diese Werte von A C werden, wie unten angegeben, dazu verwendet, die Zahlen der vierten Kolonne zu errechnen.
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<tb>
<tb>
# <SEP> (in <SEP> Graden) <SEP> C'a <SEP> #C <SEP> r/k
<tb> 30 <SEP> 0.71 <SEP> 1. <SEP> 646
<tb> 45 <SEP> 1. <SEP> 20 <SEP> 0.49 <SEP> 1.934
<tb> 60 <SEP> 1.85 <SEP> 0.65 <SEP> 2.228
<tb> 75 <SEP> 3.00 <SEP> 1. <SEP> 15 <SEP> 2.964
<tb> 90 <SEP> 4.50 <SEP> 1. <SEP> 50 <SEP> 3.385
<tb> 105 <SEP> 7.00 <SEP> 2.50 <SEP> 4. <SEP> 370
<tb> 120 <SEP> 10.6 <SEP> 3.6 <SEP> 5.244
<tb> 135 <SEP> 15.6 <SEP> 5.0 <SEP> 6.18
<tb> 150 <SEP> 20.6 <SEP> 5.0 <SEP> 6.18
<tb>
Die Kapazität eines Sektors von 150 aus einem Satz kreisförmiger Scheiben mit dem Radius r ist TT /24 k2, wobei k eine Konstante ist, die vom Abstand der Platten und der Dielektrizitätskonstante - für einen Luftkondensator mit j ! anzunehmen-abhängig ist.
So können aus den Werten für aufeinanderfolgende A C die Radien aufeinanderfolgender Sektoren des Luftkondensators nach folgender Formel errechnet werden :
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Die errechneten Werte für r/k sind in der Tafel angegeben. Der erste Wert wird durch Tc r2/12 k2 = 0. 71 gegeben, wenn man die ersten 30 als einen Sektor eines Kreisplattenkondensators mit dem Radius r annimmt.
Diese Werte für r/k ergeben in Abhängigkeit von Ca aufgetragen eine Kurve M ; r/k in Abhängigkeit von tp ergibt die Kurve N.
Falls die Kurven M und N, welche durch die oben berechneten Punkte gehen, für einen Zweck nicht genau genug sind, können die Kurven genauer gezeichnet werden, wenn man mit kleineren Winkeldifferenzen rechnet.
Die der Kurve N entsprechende Polarkurve ist die Kurve 0 in Fig. 14, welche die Form der
Rotorplatte ai des Kondensators Ca zeigt, wobei die Platten al z. B. halbkreisförmig sind und ihr
Radius mindestens so gross ist wie der grösste Radius der Platte ad.
Die Formen der Rotorplatten der Kondensatoren Ob und Ce können auf die oben für die Platten ad gezeigte Art bestimmt werden, wobei für die Kondensatoren Ob und Ce die Formeln II und III statt der Formel I verwendet werden.
Die Kurven H, L, M, N und 0 zeigen das Verhältnis zwischen dem Drehungswinkel, Dämpfung,
Kapazität eines der Elemente des Dämpfungsgliedes und den Radius (genauer : dem Produkt Radius mal einer Konstanten) des Luftdrehkondensators, welcher in einem besonderen Fall als Kapazität dient. Das gleiche Verfahren kann für kompliziertere Fälle angewandt werden, z. B. wenn die Dämpfung nicht geradlinig proportional dem Drehungswinkel ist.
Ein anderes Konstruktionsbeispiel des in Fig. 1 gezeigten Dämpfungsgliedes ist in den Fig. 3 und SA dargestellt, welche einen Seitenriss und den Aufriss eines Kondensators mit den Kapazitäten Ca, Ob und Cd darstellen. Die Platten a'1, b'2 und C'3 sind fest und entsprechen den Platten a1, b2 bzw. Cg in Fig. 1, 2 und 2A. S'ist eine nach beiden Seiten drehbare Welle und entspricht der Welle S in Fig. 2 und 2 A. Die Welle S'trägt zwei Platten d'und diese drei Elemente stehen in direkter elektrischer Verbindung und haben das gleiche Potential.
Diese drei Elemente entsprechen den Teilen < t, , und ei in Fig. 1, 2 und 2A. Wenn die Welle S'die Platten d' an a'1 und b'2 herandreht, um Ca und Cb zu erhöhen, dann dreht sie die Platten d'von den Platten c'3 weg, um die Kapazität Cc zu verringern. Die Verwendung von zwei Platten d' (oder einer dicken Platte) statt einer einzigen dünnen Platte verringert die direkte Kapazität zwischen al'und b2'. Auf Wunsch kann eine der beiden Platten 3'weg- gelassen werden.
Fig. 4 zeigt einen Stromkreis, der dem in Fig. 1 gezeigten entspricht, mit der Ausnahme, dass das T-Netzwerk durch einen Netzwerk mit den Kapazitäten CA, OB und 00 ersetzt ist, das den Kapazitäten Ca, Cb und Cc entspricht und ein Dämpfungsglied bildet, ähnlich dem in Fig. 1 gezeigten.
Es können Mittel vorgesehen werden, z. B. wie in Fig. 5 oder in Fig. 6 und 6A gezeigt und im folgenden beschrieben, um die Kapazität Osa zugleich mit den Kapazitäten OB und Cc aber in entgegengesetzter Richtung zu ändern. Gemäss der Erfindung können die Kondensatorplatten so geformt sein, dass sich
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obige Eigenschaften (1), (2), (3) und (4)-ergeben. Diese Eigenschaften erhält man, wenn man das Dämpfungsglied gemäss folgender Formeln entwirft :
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Wenn CB = Cc, dann sind die Kennkapazitäten Coi und Cos gleich und das #-Netzwerk ist symmetrisch.
Das veränderliche Dämpfungsglied der Fig. 4 kann z. B. in der in Fig. 5 gezeigten Form hergestellt werden ; diese Figur zeigt einen Aufriss eines Kondensators mit den Kapazitäten CA, Ca und Cc. Die Platten BI, G2 und. Al sind fest. 81 und 82 sind elektrisch leitende Teile der Welle, die durch den isolierenden Teil S3 getrennt sind ; die Welle ist nach beiden Seiten drehbar. Der Teil 81 trägt die Platten B3 und G3, die an die Klemme 3 angeschlossen sind ; der Teil 82 trägt die Platte A2, die an die Klemme 2 angeschlossen ist. Wenn die Welle die Platte A2 an.
Al herandreht, um die Kapazität CA Zm erhöhen, dann dreht sie auch die Platte B3 von B1 weg, um die Kapazität CB zu verringern, und die Platte C3 von C2 weg, um die Kapazität Ce zu verringern.
Eine weitere beispielsweise Ausführung eines Dämpfungsgliedes nach Fig. 4 ist in Fig. 6 und 6A gezeigt, welche einen Seitenriss und den Aufriss eines Kondensators mit den Kapazitäten CA, CB und Cc darstellen. Die Platte Ai, Bi ist an die Klemme 1 angeschlossen und entspricht den Platten 1 und B1 der Fig. 4 und 5 und ist fest. Platte A2, C2 ist an die Klemme 2 angeschlossen und entspricht den Platten. A2 und G2 der Fig. 4 und 5 und ist fest. S4 ist eine in beiden Richtungen drehbare Achse, welche die Platte Bg, Cg trägt, die an die Klemme 3 angeschlossen ist und den Platten B3 und C3
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Welle dreht und auf welcher eine dicke Platte E zur Drehung mit-der Welle angebracht ist.
Auf Wunsch kann die Platte E hohl sein oder aus zwei miteinander elektrisch verbundenen dünnen Platten bestehen. Die Kapazität CB ist die Kapazität zwischen der Platte i, B und der Platte B3, C3 ; die Kapazität Ce ist die Kapazität zwischen der Platte A2, C2 und Platte B3, C3. Die Kapazität CA besteht aus drei Komponenten, CA'parallel hiezu Cjjg und C2E in Reihe. Die Komponente CA'iSt die direkte Kapazität
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Jedes der oben beschriebenen Dämpfungsglieder kann leicht so entworfen werden, dass es eine
Spannungsdämpfung von z. B. 40 bis 80 Dezibel für ein einziges T-oder 7 :-Glied ergibt und nur eine einzige Einstellung besitzt, die direkt in Dämpfungseinheiten geeicht werden kann. Diese Art von veränderlichen Dämpfungsgliedern ist billiger herzustellen, schneller einzustellen und insbesondere bei Hochfrequenz leichter zu eichen und genauer als die jetzt in Verwendung stehenden Arten von veränderlichen Dämpfungsgliedern. mit Widerständen. Das veränderliche Kondensatordämpfungsglied kann in Reihe mit einer beliebigen Anzahl von veränderlichen oder festen T-oder #-Kapazitäts- dämpfungsgliedern der gleichen Kennkapazität geschaltet werden.
Die Dämpfungen der einzelnen
Glieder dieser Dämpfungskette können direkt addiert werden.
Das heisst, die Dämpfungsglieder können hintereinandergeschaltet werden, so dass sie eine Netzwerkgruppe bilden, bei der die Kennimpedanzen aufeinanderfolgender Netzwerke an jeder Verbindungsstelle aneinander angeglichen sind. Ist die Gruppe ihren Endkennimpedanzen entsprechend abgeschlossen, so ist die Durchgangskonstante der Gruppe dann gleich der Summe der Durchgangskonstanten der einzelnen Netzwerke.
Fig. 7 zeigt ein Beispiel hiefür in der Anwendung des Dämpfungsgliedes bei der Messung der Dämpfung. Der in dieser Figur gezeigte Stromkreis ist von der allgemeinen Art des im amerikanischen Patent Nr. 1261096 gezeigten, zur Messung von Übertragungsverlusten durch das Vergleichs- oder Substitutionsverfahren. Ein Oszillator oder eine andere geeignete Spannungsquelle 6 für die Frequenz, für welche die Verlustmessung gemacht werden soll, liefert Strom über zwei Zweigstromkreise an einen
Stromkreis, welcher den Detektor 7 und ein Milliamperemeter 8 enthält und der durch den Umschalter 9 mit jedem der Zweige verbunden werden kann. Der untere Zweig enthält das unbekannte Netzwerk 10, dessen Dämpfung gemessen werden soll, und geeignete Abschlussimpedanzen 11 und 12.
Der obere Zweig enthält ein festes Dämpfungsglied 13, -ein geeignetes geeichtes Dämpfungsglied 15 und ein feinstufiges
Dämpfungsglied 14.
Das Dämpfungsglied. M ist beispielsweise als ein T-Netzwerk mit veränderlichen Kapazitäten Ca,
Cb und Ce gezeichnet, wie das in Fig. 1 dargestellte, und kann z. B. von der in Fig. 2 und 2A oder von - der in Fig. 3 und 3A gezeigten Art sein. Der Puffer 14 kann ein Dämpfungsglied ähnlicher Art sein.
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Jedes dieser Dämpfungsglieder 13 und 14 kann, wie oben angezeigt, mit Platten versehen sein, die so geformt sind, dass sie eine konstante Kennkapazität ergeben, die unabhängig von der Winkeleinstellung ist. Die Netzwerke 14 und 15 sind in ihren Kennkapazitäten an der Verbindungsstelle aneinander angeglichen ; das Netzwerk 13 ist an die Kennimpedanz des Netzwerkes 14 angepasst, und der Kondensator 16 schliesst das Netzwerk 15 mit der Kennimpedanz an den Ausgangsklemmen ab.
Auf Wunsch kann eine (nicht dargestellte) Einstellscheibe an der Welle oder des Dämpfungsgliedes j angebracht werden, um die Winkeleinstellung der Dämpferplatten anzuzeigen. Diese Scheibe kann direkt in Dämpfungseinheiten geeicht werden. Dieses Dämpfungsglied kann so entworfen werden, dass es einen weiten Dämpfungsbereich hat, z. B. 40 Dezibel oder mehr ; Einstellung mittels eines Nonius wird vorgesehen, wenn grosse Genauigkeit gewünscht wird. Wie oben angezeigt, ist ein veränderliches Dämpfungsglied wie 15 über einen weitaus grösseren Frequenzbereich genau als ein veränderliches Dämpfungsglied der Widerstandsytpe. Die Genauigkeit der Dämpfungsmessungen, die durch die Anordnung der Fig. 7 erhalten wird, ist unabhängig von der Frequenz, wenn der Gitterableitungswiderstand 17 gross ist im Vergleich zur Kapazität 16.
Jedes der oben beschriebenen veränderlichen T-oder -Dämpfungsglieder kann dazu verwendet werden, die Verstärkung in abgestimmten Stromkreisen zu steuern, z. B. die Anwendung der T-förmigen Dämpfungsglieder in den Vakuumröhrenstromkreisen nach Fig. 8 bis 10. Diese Vakuumröhrenstromkreise können z. B. abgestimmte Verstärker oder Modulatoren z. B. von Radioeinrichtungen sein.
Das Dämpfungsglied ist ein Teil 20 des Kreises, welcher die Röhren 21 und 22 koppelt, und arbeitet auf eine Kapazität 23. Die Kapazität 23 ist die Kennkapazität des Dämpfungsgliedes an seinem Aus- gangsende. Die Impedanz der Kapazität 23 kann die Kapazitätskomponente der wirksamen Eingangsimpedanz einer Belastung (z. B. Vakuumröhre 22) sein oder enthalten, wenn die restliche Komponente der wirksamen Eingangsimpedanz hoch ist im Vergleich zu der Impedanz der Kapazität 23. Die Eingangskapazität des Dämpfungsgliedes ist mit C'bezeichnet, wie auf der Zeichnung angegeben, und ist die Kennkapazität des Netzwerkes an seinem Eingangsende. Diese Kapazität ist unabhängig von der eingestellten Dämpfung.
Es kann daher diese Kapazität einen festen Teil der Abstimmkapazität bilden, deren Rest entweder fest oder veränderlich sein kann. Die Dämpfung des Dämpfungsgliedes kann ohne Veränderung der Abstimmkapazität verstellt werden ; Verstellung der Abstimmung lässt die Dämpfung unberührt.
In Fig. 8 wird z. B. der Abstimmkreis durch die Induktanz 25, die einstellbare Kapazität CT2 und die feste Kapazität C'o, alle in Parallelschaltung, gebildet. In Fig. 9 kann die Abstimmung durch die einstellbare Kapazität CT2 und die Kopplungsspule 26 gefunden werden, die Kapazität Co ist konstant. In Fig. 10 kann die Abstimmung durch die einstellbare Kapazität CT2 variiert werden, die in Parallelschaltung mit der festen Kapazität C, mit der Abstimminduktanz 27 in Reihe gelegt ist.
Abgestimmte Verstärker oder Modulatoren wie die nach Fig. 8 bis 10 können so betätigt werden, dass zuerst der veränderliche Teil CT2 der Abstimmkapazität eingestellt und dann die Verstärkung durch
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die Abstimmung nicht.
Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal kann jedes der oben beschriebenen veränderlichen T-oder-Dämpfungsglieder zur Steuerung der Rückwirkung oder Rückkopplung in Wellenübertragungsanordnungen verwendet werden. Fig. 11 und 12 zeigt die Anwendung der T-Form des Dämpfungsgliedes in einer automatischen Verstärkungsregelung zum Ausgleich von Veränderungen der Dämpfung der Übertragungsleitung. Diese Veränderungen können z. B. auf Temperaturschwankungen oder andere Witterungseinflüsse, denen die Leitung unterworfen ist, zurückgeführt werden.
In Fig. 11 empfängt ein Verstärker, welcher die Vakuumröhren 31, 32 und 33 hintereinandergeschaltet enthält, Wellen von der ankommenden Leitung oder dem Stromkreis Li, der durch den Verslärkereingangstransformator Ti abgeschlossen ist, und gibt die verstärkten Wellen über den Ausgangstransformator T2 an die abgehende Leitung oder den Stromkreis L2 weiter. Die Stromkreise Li und L2. können z. B. Abschnitte eines Vielfachträgerstromkabels oder einer Freileitung sein, und der Verstärker verstärkt gleichzeitig die Wellen einer Anzahl von Trägerstromfernsprechkanälen oder Trägerstromkanälen, welche sich über einen breiten Frequenzbereich erstrecken, z. B. den Bereich von 8 bis 56 Kilohertz.
Der Verstärker hat einen Durchgangsweg mit den Röhren 31, 32 und 33 und einen Rüekkopplungsweg P und ist von der allgemein gebräuchlichen Art negativer Rückkopplungsverstärker. In einem solchen Verstärker werden die Wellen einschliesslich derjenigen, welche im Bereiche der ausgesandten Frequenzen liegen, so durch den Raekkopplungsweg vom Ausgang zum Eingang des Durchgangsweges zurückgeführt, dass die Verstärkung unter den Wert, den sie ohne Rückkopplung haben würde, herabgesetzt wird, um unerwünschte Modulation oder nichtlineare Wirkungen zu verringern und die Verstärkungsstabilität grösser zu machen, als sie ohne Rückkopplung wäre. Diese Art von Verstärkern ist, z. B. in dem Artikel von H. S.
Black über :"Stabilisierte Rückkopplungsverstärker", veröffentlicht in der Zeitschrift Electrical Engineering vom Jänner 1934, S. 114-120, beschrieben.
Es bedeutet hiebei die Übertragungszahl des Durchgangswege des Verstärkers und ss die Übertragungszahl des Rückkopplungsweges, wobei die Grösse p, ss die Änderung angibt, welcher eine Spannung
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beim einmaligen Durchfliessen der geschlossenen Rückkopplungsschleife unterliegt. Die Grösse jj. ist viel grösser als 1, z. B. 50 oder 100, und gleichzeitig auch gross im Vergleich gegen.
Ein Entzerrungsnetzwerk N mit einem Abschlusswiderstand 35 ist in dem Rückkopplungsweg P eingeschaltet. Das Netzwerk N kann. z. B. ein Entzerrer der in Fig. 4 gezeigten Art sein-wie in dem obenerwähnten Patent Nr. 1956547 beschrieben-, dessen Frequenzeharakteristik dieselbe ist wie die des Kabels oder der Leitung, an welche der Verstärker angeschlossen ist. So wird im Verstärker die Dämpfung der Leitung ausgeglichen.
Wie in dem obenerwähnten Artikel erklärt und auch in der erwähnten Patentschrift Nr. 1956547 und im britischen Patent Nr. 371887 ausgeführt, verursacht die Änderung der Dämpfung des Entzerrers mit der Frequenz Frequenzänderungen der Gesamtverstärkung derart, dass, wenn die Frequenzeharakteristik des Entzerrers gleich gemacht wird der der Leitung oder des zu entzerrenden Stromkreises, statt die Frequenzeharakteristik ergänzend zu gestalten, wie dies bei Leitungsentzerrem üblich ist, der Entzerrer dahin wirkt, die frequenzabhängige Dämpfung der Leitung auszugleichen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung kann die Gesamtverstärkung durch ein Kondensatordämpfungsglied gesteuert werden, das z. B. das veränderliche Dämpfungsglied nach Fig. 2 und 2 A. oder nach Fig. 3 und 3. 4. mit veränderlichen Kapazitäten Ca, Cb und Ce, wie oben beschrieben, sein kann. Die Eingangsklemmen 1 und 3 liegen an dem den Entzerrer abschliessenden Widerstand 35, und die Ausgangsklemmen 2 und 3 sind in Reihe mit der Sekundärwicklung des Verstärkereingangstransformators geschaltet. Die Kennkapazität des Dämpfungsgliedes müssen nicht konstant sein.
Durch Verstellung des Dämpfungsgliedes kann die Gesamtverstärkung im verwendeten Frequenzbereich gleichmässig, d. h. für jede Frequenz um denselben Betrag verändert werden.
Die Einstellung kann von Hand aus geschehen. Auf Wunsch kann sie jedoch auch selbsttätig erfolgen, z. B. durch eine Prüfdraht-oder Prüfkanalanordnung, wie bei 36 angedeutet. Z. B. kann die Anordnung 36 eine selbsttätige Prüfdraht-Übertragungsregelungseinrichtung sein wie die, welche den Senderegelwiderstand 12 der in der oberwähnten Patentschrift Nr. 1956547 beschriebenen Anordnung oder der Einrichtung nach dem amerikanischen Patent Nr. 1960350 betätigt, oder es kann eine selbsttätige Prufkanal-Übertragungsregelungseinrichtung sein wie die, welche das Ausgleichspotentiometer 36, 37 nach dem amerikanischen Patent Nr. 1511013 betätigt. Die Steuerausrüstung 36 kann so bewirken, dass das'Dämpfungsglied Änderungen der Dämpfung auf der Leitung ausgleicht, z.
B. Änderungen, die durch Temperatur-oder Witterungsveränderungen, denen die Leitung unterliegt, verursacht werden.
Die Kapazitäten Ca und Ce bilden ein Kondensatorpotentiometer in dem Rückkopplungsweg P.
Ca und Ce sind Reihen-und Nebensehlusselemente in dem Weg P. Die Kapazität in Nebenschluss zu dem Rückkopplungsweg P, wie z. B. die Erdkapazität des Transformators T, die zwischen 2 und 3 liegt, verursacht gewöhnlich eine Phasenverschiebung, die unerwünscht ist, weil sie leicht Selbst- sehwingungen verursacht (z. B. Neigung des Verstärkers, bei einer Frequenz weit über der verwendeten Frequenz zu schwingen). Die Kapazität Cb kann so gewählt werden, dass sie a) Fehler ausgleicht, die durch die Überbrückung des Entzerrerausganges durch das aus Ca
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stehenden Fehlern entgegenwirkt.
Betreffend a) : Bei hohen Frequenzen kann die Kapazität, die zu 35 in Nebenschluss liegt und von allen aufgezeigten Kapazitäten wie auch von der Erdkapazität des Transformators abhängt, eine unerwünschte Phasenverschiebung verursachen. Diese Kapazität kann durch geeignete Wahl von Ca,
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gungen können nicht gleichzeitig, jedoch in vielen Fällen annähernd erfüllt werden.
Selbst wenn Cb weggelassen (z. B. sehr gross gemacht oder kurzgeschlossen) wird, ist das Kondensatorpotentiometer ein wünschenswertes Mittel zur Regelung der Verstärkung, vorteilhaft besonders dadurch, dass es das Aufkommen einer übermässig grossen Phasenverschiebung in dem Rückkopplungweg verhindert.
Wird Cb weggelassen (und ist die Summe der Impedanzen des Transformators und der Kapazität Cg, welche in Reihe geschaltet sind, gross im Vergleich zur Summenimpedanz der Kapazität Cc und der dazu parallel liegenden Erdkapazität des Transformators), dann wird die Phasenverschiebung in dem Rüekkopplungsweg bei Verwendung des Kondensatorpotentiometers kleiner sein als bei Verwendung eines Widerstandspotentiometers oder eines veränderlichen Widerstandes zur Verstärkungsregelung in Nebenschluss über den Entzerrerausgang,
solange als die Ca entsprechende Kapazität in Reihe mit den beiden parallelen Kapazitäten Ce und der Erdkapazität des Transformators Ti kleiner ist als die Kapazität in Nebenschluss über den Entzerrerausgang (einschliesslich der Erdkapazität des Transformators) bei der Regelung der Verstärkung durch ein Widerstandspotentiometer oder den Nebenschlusswiderstand. Ausserdem kann die Phasenverschiebung in dem Ausmasse verringert werden, als die Kapazität Ce die Erdkapazität des Transformators enthält.
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Netzwerk mit drei Anschlüssen und drei Kapazitäten, die drei getrennte Arme bilden, gekennzeichnet durch derartige Mittel zur Änderung der Teilkapazitäten, dass die Dämpfung des Netzwerkes zwischen zwei Paaren von Anschlüssen, welche die Eingangs-und Ausgangsklemmen darstellen, ge- ändert wird und gleichzeitig die Kennimpedanzen des Netzwerkes konstant erhalten oder in einer vorherbestimmten Abhängigkeit von der Dämpfung geändert werden.