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Schaltung zur Erzielung einer mit der Zeit linear zunehmenden Spannung.
EMI1.1
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wenn in einer ungeraden Anzahl dieser Röhren eine Mehrgitterröhre enthalten ist, deren Elektrodenspannungen derart eingestellt sind, dass im Anodenkreise der Mehrgitterröhre eine Spannung auftritt, die mit der dem Gitter zugeführten Spannung in Phase ist.
Eine nähere Erörterung folgt an Hand der Zeichnung, in der die Fig. 2-4 einige beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung darstellen.
In Fig. 2 ist eine Schaltung zur Erzielung einer Dreieckspannung dargestellt, die einen Kondensator 2, eine Gleichspannungsquelle 1 und einen Widerstand 4 aufweist, über den der Kondensator 2 von der Gleichspannungsquelle 1 aufgeladen wird. Der Kondensator entlädt sich zeitweilig über eine Entladungsröhre 3, deren Gitter entsprechende Impulse zugeführt werden. Die über den Kondensator 2 auftretende Spannung wird über einen Kondensator 5 einer Entladungsröhre 6 zugeführt, zwischen deren Gitter und Kathode ein Ableitungswiderstand 7 liegt. Die im Anodenkreis der Röhre 6 über einen Widerstand 8 auftretende Spannung hat denselben zeitlichen Verlauf wie die Spannung am Kondensator 2 und kann statt dieser zweckmässig den Ablenkplatten einer Kathodenstrahlröhre zugeführt werden.
Dies hat u. a. den Vorteil, dass die Kippfrequenz von der Eigenkapazität der Ablenkplatten unberührt bleibt. Um zu erreichen, dass die über den Kondensator 2 auftretende Spannung linear mit der Zeit zunimmt, wird die im Anodenkreis der Röhre 6 auftretende Spannung über einen Gitterkondensator 9 und einen Ableitungswiderstand 10 an das Gitter 11 einer Röhre angelegt, in deren Anodenkreis ein Widerstand 12 liegt, von dem ein Punkt 13 mit dem von dem Kondensator 2 abliegenden Ende des Widerstandes 4 verbunden ist. Bei der beschriebenen Schaltung liegt in dem Ladestromkreis, der die Spannungsquelle 1, die gleichzeitig als Anodenspannungsquelle für die Röhren 6 und 11 dient, den Widerstand 4 und den Kondensator 2 enthält, derjenige Teil des Widerstandes 12, der zwischen dem Punkt 13 und dem positiven Pol der Spannungsquelle liegt.
Der Punkt 13 ist nun derart gewählt, dass die über den genannten Teil des Widerstandes 12 auftretende Spannung der über den Kondensator 2 auftretenden Spannung gleich ist ; das Vorzeichen der über den genannten Teil des Widerstandes 12 im Ladestromkreis auftretenden Spannung ist der Kondensatorspannung entgegengesetzt, d. h. bei höherer Spannung über den Kondensator ist die Spannung an 18 ebenfalls höher, so dass der höheren Kondensatorspannung eine höhere Ladespannung entspricht.
EMI2.1
EMI2.2
wobei E die Spannung der Gleichspannungsquelle 1, i1 den Ladestrom des Kondensators 2, den durch den Gitterableitungswiderstand 7 fliessenden Strom, i den durch den Widerstand 4 fliessenden Strom darstellt.
Aus den Gleichungen (1), (2) und (3) lässt sich ableiten :
EMI2.3
oder
EMI2.4
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EMI3.1
EMI3.2
mit der Zeit zunimmt.
Eine weitere Massnahme, die zur Ausgleichung der durch den Widerstand 7 herbeigeführten Abweichung getroffen werden kann, besteht darin, dass ein zwischen den Enden liegender Punkt des Gitterableitungswiderstandes 7 mit einem Punkt verbunden ist, der in bezug auf die Kathode der Röhre 6 eine Spannung besitzt, welche der zwischen dem Gitter und der Kathode dieser Röhre auftretenden Spannung gleich und in Phase mit dieser Spannung ist. Der den Widerstand 7 durchfliessende Strom bleibt in diesem Fall in jedem Augenblick Null und kann mithin den Ladestrom des Kondensators 2 nicht mehr beeinflussen. Dies hat ausserdem den Vorteil, dass der Kondensator 5 viel kleiner gewählt werden kann, ohne dass die Gestalt der Kurve, die den Augenblickswert der Spannung als Funktion der Zeit angibt, dadurch beeinflusst wird.
Die dem zwischen den Enden liegenden Punkt des Ableitungswiderstandes 7 zuzuführende Spannung kann dem Anodenkreis einer der Entladungsröhren in der Schaltung entnommen werden.
Eine Ausführungsform einer Anlage zur Erzeugung einer Dreieckspannung, bei der die genannte
Massnahme angewendet wird, ist in Fig. 3 dargestellt. In dieser Figur wird zwischen einem Punkt 14 des Widerstandes 7 und der Kathode der Röhre 6 eine Spannung angelegt, die der zwischen dem Gitter und der Kathode der Röhre 6 auftretenden Spannung gleich und mit dieser Spannung in Phase ist, da der Punkt 14über einen Blockkondensator 15 mit dem mit dem Anodenkreis der Röhre 11 verbundenen
Ende des Widerstandes 4 verbunden ist. Die Schaltung entspricht im übrigen vollkommen der in Fig. 2 dargestellten Schaltung.
Ein weiterer Vorteil der letztgenannten Massnahme zur Ausgleichung des Einflusses des Gitterableitungswiderstandes 7 in bezug auf die erstgenannte besteht darin, dass sie von der Grösse des Widerstandes 4 unabhängig ist, während die erstgenannte Massnahme von der
Grösse des Widerstandes 4 und mithin von der Amplitude der zu erzeugenden Schwingungen abhängt.
In Fig. 4 ist eine weitere Schaltung dargestellt, die zweckmässig zum Steuern der Abtastbewegung eines Kathodenstrahlbündels in einer Kathodenstrahlröhre mit elektrostatischer Steuerung zu Fernsehsende-und Empfangszwecken angewendet werden kann.
Auch in dieser Schaltung wird mittels einer Spannungsquelle 1, eines Kondensators 2, eines Widerstandes 4 und einer EntIadungsröhre 3, der die die Entladung des Kondensators 2 bewirkenden Synchronisierimpulse zugeführt werden, eine Dreieckspannung erzeugt. Die über den Kondensator 2 auftretende Dreieckspannung wird auf bekannte Weise den in Kaskadenschaltung verbundenen Röhren 6 und 11 zugeführt. Das Gitter der Röhre 11 ist mit einem derartigen Punkt des Ausgangskreises der Röhre 6 verbunden, dass die zwischen dem Gitter und der Kathode der Röhre 11 auftretende Dreieckspannung der Spannung, die das Gitter der Röhre 6 in bezug auf die Kathode besitzt, gleich und mit dieser Spannung in Phase ist.
Es treten infolgedesseu in dem Ausgangskreis der Röhren 6 und 11 über die Widerstände 8 und 12 Spannungen auf, die einander gleich und in Gegenphase miteinander sind. Die mit der Anode der zugehörigen Röhre verbundenen Enden der Widerstände 8 und 12 sind je mit einer der zum Steuern des Kathodenstrahlbündels dienenden Ablenkplatten 16 und 17 einer Kathodenstrahlröhre, gegebenenfalls über einen Gitterkondensator und einen Ableitungswiderstand, verbunden. Bei der beschriebenen Schaltung ist die Spannung in der Mittelebene zwischen den Ablenkplatten konstant, wie dies zur Vermeidung einer Verzerrung des empfangenen Bildes bei Kathodenstrahlröhren erwünscht ist.
Um bei der beschriebenen Schaltung zu erreichen, dass die Spannung zwischen den Platten 16 und 17 linear mit der Zeit zunimmt, wird dem Anodenkreis der Röhre 11 eine EMK entnommen, die deswegen der am Kondensator 2 herrschenden gleich und ihr entgegengesetzt gerichtet ist, weil ein Punkt 13 des Widerstandes 12 mit dem vom Kondensator 2 abliegenden Ende des Widerstandes 4 verbunden ist.
Der Einfluss des Widerstandes 7 kann bei dieser Schaltung gewünschtenfalls durch eine derartige Einstellung des Punktes 13 aufgehoben werden, dass die Spannung zwischen diesem
EMI3.3
EMI3.4
EMI3.5
Spannung gleich ist und in Phase mit dieser Spannung ist, zwischen einem Punkt des Gitterableitungswiderstandes 7 und der Kathode der Röhre 6 dadurch angelegt, dass das vom Kondensator 2 abliegende Ende des Widerstandes 4 über einen Kondensator 15 mit einem Punkt des Gitterableitungswiderstandes 7 verbunden wird. Bei den Ausführungsbeispielen entsprechend Fig. 2,3 und 4 kann die Ablenkspannung (Dreieckspannung) an den Punkten A und B entnommen werden.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltung besteht darin, dass die von der Kondensatorspannung abgeleitete elektromotorische Kraft dem Anodenkreis einer Mehrgitterröhre entnommen wird, der die über einen Kondensator auftretenden Schwingungen zugeführt werden und
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deren Elektrodenspannungen derart eingestellt sind, dass die im Anodenkreis auftretende Spannung mit der dem Gitter zugeführten Spannung in Phase ist.
Bei der beschriebenen Ausführungsform kann zum Aufladen des Kondensators 2 eine Gleichspannungsquelle benutzt werden, die nicht gleichzeitig als Anodenspannungsquelle für die hinter dem Kondensator geschalteten Röhren dient. Das vom Kondensator abliegende Ende des Widerstandes wird in diesem Fall über einen Blockkondensator mit dem Punkt 13 des Anodenkreises verbunden, dem die von der Kondensatorspannung abgeleitete EMK entnommen wird. Um dabei zu verhindern, dass die Gleichspannungsquelle, von welcher der Kondensator 2 aufgeladen wird, einen Kurzschluss für die Ausgleichsspannung bildet, ist es erforderlich, dass im Speisekreis in Reihe mit der Gleichspannungsquelle ein hoher Widerstand liegt.
PATENT-ANSPRÜCHE :'
1. Schaltung zur Erzielung einer mit der Zeit linear zunehmenden Spannung, die einen Kon- densator (2), eine Gleichspannungsquelle (1) und einen Widerstand (4) aufweist, über den der Kon- densator (2) von der Gleichspannungsquelle (1) aufgeladen wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Ladestromkreis eine von der Kondensatorspannung abgeleitete EMK wirksam ist, die der Kondensatorspannung gleich ist, aber entgegengesetztes Vorzeichen hat.