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Mop- Ausschüttelvorrichtung.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, durch die ein Mop und andere Reinigungsbesen nach der Benutzung entstaubt werden können.
Es sind Ausschüttelvorrichtungen in Form eines Eimers bekannt, bei welchen der abnehmbare Deckel ein zylindrisches Gehäuse mit darin angeordnetem Laufkolben und einer Schraubenfeder trägt.
Der Mopstiel wird in den vom Eimer abzuhebenden Deckel und in das auf ihm angebrachte Gehäuse von unten her eingeführt, durch die Schraubenfeder und die Bohrung des Laufkolbens hindurchgeführt und mit dem Laufkolben verbolzt. Alsdann wird der Deckel mit dem Mop auf den Reinigungseimer aufgesetzt und durch Auf-und Abwärtsbewegungen des Stieles, das durch das Zusammen- drücken und Entspannen der Schraubenfeder erleichtert wird, eine Schüttelbewegung hervorgebracht.
Dieses Gerät hat den grossen Nachteil, dass bei dem jedesmaligen Ausschütteln des Mops ausserdem 9-10 Einzelbetätigungen notwendig sind.
Die Vorrichtung gemäss vorliegender Erfindung unterscheidet sich von den bekannten Einrichtungen dadurch, dass der Mopstiel auf einen Teller auflagert, der bei seiner Hin-und Herbewegung durch eine in die Verlängerung der Mopstielachse fallende Stange unterstützt wird, die sich in einer mit dem Behälter verbundenen Geradführung führt. Dadurch ist es möglich, sämtliche das Ausschütteln vorbereitende und abschliessende Bewegungen mit einer Hand auszuführen, so dass der mit der andern Hand gehaltene Mopstiel überhaupt nicht aus der Hand gelegt zu werden braucht, ein Umstand, der deshalb von besonderer Wichtigkeit ist, weil zur Reinigung auch nur eines einzelnen Zimmers das Ausschütteln des Mops im allgemeinen mehrmals geschehen muss.
Das Gerät kann auf verschiedene Weise ausgeführt werden. In der Fig. 1, welche eine beispielsweise Ausführungsart zeigt, bezeichnet 1 ein Gefäss, welches mit einer flachen Schicht Wasser gefüllt werden kann, 2 eine Schraubenfeder, welche auf dem Behälterboden angeordnet ist und an ihrem oberen Ende einen geraden Teil mit dem Teller 3 trägt, 4 eine an den Seitenwänden des Gefässes gehaltene Führung, 5 den mit einem Loch für den Stiel des Mops versehenen diagonal geteilten Gefässdeckel, 6 den Mop und 7 den Stiel des Mops.
Die Wirkungsweise ist folgende : Nach Aufklappen der beiden Deckelhälften und Aufgiessen einer flachen Schicht Wasser auf den Boden des Gefässes wird der Mop mit dem Stiel nach oben auf den Teller 3 aufgesetzt. Die Vorrichtung wird mit den Deckelhälften so verschlossen, dass nur der Stiel herausragt. Dann wird der Stiel mit der Hand senkrecht nach unten gedrückt, wobei sich die Feder zusammenpresst. Hernach wird der Stiel aufwärtsbewegt, wobei die Federspannung dem Gewicht des Mops und des Armes der Bedienungsperson entgegenwirkt, also die Arbeit der Hand übernimmt oder wenigstens stark erleichtert. Durch die in schneller Folge geschehenden Auf-und Abwärtsbewegungen des Stieles wird der Mop kräftig ausgeschüttelt. Seine Staubteile fallen in das Wasser des Gefässbodens und werden dort festgehalten.
Nach Öffnung der Vorrichtung durch Aufklappen der Deckelhälften wird der Mop herausgehoben und das Gefäss wieder schnell geschlossen.
Statt dass die Feder oben in einen geraden Teil übergeht, kann man Teller und geraden Teil oder jeden für sich auch gesondert herstellen und auf irgendeine bekannte Weise mit der Feder verbinden.
Auch kann der gerade Teil nach unten verlängert werden und an seinem untersten Teil einen Puffer erhalten, der etwaige Schläge auf den Gefässboden mildert. Das elastische Puffermaterial kann auch im Gefässboden angeordnet werden. Der Teller 3 kann auch in Form eines kleinen Siebes hergestellt
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werden, damit die darüber liegende Fläche des Mops an der Reinigung teilnimmt. Auch kann statt des Tellers 3 eine Gabel angeordnet werden, in welche der Mop oder sein Stiel eingesetzt wird. Auch kann die Schraubenfeder schräg angeordnet werden, so dass der Mop mit seinem Stiel in schräg nach unten gehender Richtung geschüttelt wird. Die Feder kann aus beliebigem Material bestehen und aus kreisrundem Draht, quadratischem oder länglich rechteckigem Querschnitt gedreht sein.
In verschiedenster Weise kann der Deckel ausgeführt werden. Ein einteiliger, nur mit einem runden Loch versehener Deckel hätte zur Bedingung, dass er nach der Einbringung des Mops über den Stiel übergeschpben werden müsste. Statt dessen kann der Deckel zweiteilig mit je einem halbkreisförmigen Loch hergestellt werden. Auch kann die eine Hälfte des Gefässdeckels mit ihrem halbkreisförmigen Loch fest mit dem Gefäss verbunden sein, während die andere Deckelhälfte mit ihrem halbkreisförmigen Loch, mit einem Federscharnier an der Gefässwand befestigt, nach oben aufklappbar ist und sich selbsttätig schliesst, so dass bei der Herausnahme des Mops die Zeit, während welcher Staubluft aus dem Gefäss austreten könnte, abgekürzt wird. Die Gefässwandungen können zum besseren Auffangen der Schmutzteile aus gewelltem Blech hergestellt werden.
Das Auflager 3 für den Mopstiel kann auch von einem Rohr getragen werden, welches den gradlinigen Teil der Feder eng umschliesst und in der Gradführung 4 läuft.
Die Fig. 2 und 3, letztere ist ein Schnitt nach der Linie a-f der Fig. 2, zeigen eine Ausführung, bei der das Auflager 3 fest mit einem in der Gradführung 4 laufenden Rundstab und mit drei Flügeln verbunden ist, deren jeder an einer seitlich angebrachten Schraubenfeder 2 aufgehangen ist. Diese Ausführung, deren Einzelteile im übrigen die gleichen sind wie bei Fig. 1, hat den Vorteil, dass die Federn, wenn der untere Teil des Behälters mit Wasser gefüllt wird, nicht im Wasser liegen.