AT150034B - Verfahren zur Herstellung von Bootswänden. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Bootswänden.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> HERMANN SCHEFFKNECHT IN HARD (VORARLBERG). Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Bootswänden, welche aus mehreren kreuzförmig übereinandergeklebten Lagen dünner Brettchen bestehen. EMI1.1 mittels Kaltleim zusammengeleimt werden, wozu jedoch ein die Form des Bootes aufweisender Kern erforderlich ist. Hierauf wird der Kern mit einem starken Tau umwickelt, um den Zusammenhalt bis zum Erhärten des Kaltleims zu sichern. Dieses Verfahren ist umständlich und erfordert die Herstellung eines eigenen Kernes für jede Bootsform. Ausserdem erhärtet der Kaltleim nur langsam und dringt nur wenig in das Holz ein. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht aus einer Imprägnierung und nachfolgenden Leimung der die Wände bildenden Holzbrettchen und übrigen Bootsteile mit einer Zelluloid enthaltenden Lösung. Die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens soll an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert werden. Fig. 1 zeigt ein Boot im Querschnitt, Fig. 2 in einem Teillängsschnitt und Fig. 3 in der Draufsicht. Das Tragwerk des Bootes besteht, wie im Bootsbau bekannt, nur aus Längsspanten, u. zw. dem Kiel 1 in der Mitte, dem Bootsrand 2, 3 und den dazwischen verlegten Spanten 4 und 5. Zwischen Bootsrand und Kiel können naturgemäss je nach der Grösse des Bootes auch mehrere Zwisehenspanten angeordnet werden, um die Steifheit der Verkleidung zu erhöhen. Die Längsspanten können in bekannter Weise an einem Vorder-und Hintersteven befestigt werden. EMI1.2 dünner Fournierbrettchen 6 aufgeklebt. Aus Festigkeitsgründen werden die Brettchen nicht senkrecht zur Bootslängsrichtung verlegt, sondern sie schliessen mit den Längsspanten einen spitzen Winkel ein. Die so aufgebrachte erste Lage wird mit einem wasserdichten Klebemittel, z. B. Rohzelluloid EMI1.3 behandelt. Nach Trocknung und Erhärtung des Klebemittels werden die aneinanderzuklebenden Flächen mit Alkohol oder Äther befeuchtet und die Brettehen der zweiten Lage 7 quer zur Richtung der ersten Lage aufgeklebt. Die zweite Holzlage 7 wird nun mit einem Überzug aus dichtgewebtem Stoff 8 versehen, welcher EMI1.4 beispielsweise eine Lösung von Rohzelluloid und Kolophonium in Aceton und Amylacetat. Ist eine besonders steife Ausbildung der Bootswand erforderlich, so kann auf den Stoffüberzug 8 eine weitere Holzlage in der vorstehend angeführten Weise aufgeklebt werden. Durch die Diagonalverlegung der Brettchen der einzelnen Holzlagen werden die Stossfugen der ersten Lage durch die zweite Lage und umgekehrt überdeckt. Die Querverlegung im Verein mit der Imprägnierung ergibt daher eine grosse Festigkeit und Wasserdichtheit der Verkleidung. Durch den Klebevorgang wird ferner ein Dämpfen der Brettchen und eine Befestigung durch Nägel, Schrauben oder Nieten vermieden. Nach dem gleichen erfindungsgemässen Verfahren kann auch das etwa erforderliche Bootsdeck hergestellt werden. Ebenso kann dieses Verfahren beim Bau anderer Bootstypen, wie Rundspantboote, Wellenbinderboote usw. Anwendung finden. <Desc/Clms Page number 2> Gegenüber dem bekannten Klebeverfahren mit Kaltleim weist das erfindungsgemässe Verfahren den Vorteil auf, dass die Bootswände ohne Kern zusammengesetzt werden können und die Widerstandsfähigkeit der Holzteile durch eine tiefer eindringende Imprägnierung wesentlich erhöht wird. Die Verwendung eines Zelluloid enthaltenden Klebemittels ermöglicht ein sofortiges Haften der einzelnen Teile lediglich durch den Druck der Hand, ohne dass besondere Klemmvorrichtungen oder Sicherungmassnahmen notwendig sind. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von aus kreuzförmig übereinandergeklebten dünnen Holzlagen EMI2.1 der die Wände bildenden Holzbrettehen und übrigen Bootsteile mit einer Zelluloid enthaltenden Lösung.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aneinanderzuklebenden Flächen der Holzbrettchen sowie des Bootsgerippes vor dem Verleimen mit einer dünnflüssigen Lösung von EMI2.2 flüssigen Lösung von Rohzelluloid und Kolophonium im Aceton und Amylacetat bestrichen werden.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aneinanderzuklebenden Flächen der Holzteile nach Trocknung der dickflüssigen Lösung unmittelbar vor dem Verleimen mit einer Lösung von Äther und Amylacetat oder Alkohol und Amylacetat befeuchtet werden, worauf das Zusammenfügen der befeuchteten Flächen erfolgt. EMI2.3
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