AT149634B - Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden der Enden eines Metalltuches durch Löten, Schweißen oder Verschmelzen mittels elektrischer Widerstandserwärmung. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden der Enden eines Metalltuches durch Löten, Schweißen oder Verschmelzen mittels elektrischer Widerstandserwärmung.

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AT149634B
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Description


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   Alle bisherigen Versuche, die elektrische Widerstandserwärmung, wie sie z. B. zur   Verbindung   grobmaschiger Drahtgewebe bekannt ist, zur Herstellung einer nahtlosen Verbindung der Enden eines
Metalltuches (Papiermaschinensiebes) zu verwenden, sind bisher   hauptsächlich   an folgenden Schwierig- keiten gescheitert : Einerseits war es nicht möglich, die Vorarbeit für das Zusammensetzen der beiden
Metalltuchenden, welche in der Hauptsache aus einem Verkürzen der über den letzten   Sehussdraht   vor- stehenden Kettendrahtenden besteht, mit der erforderlichen Genauigkeit und einem noch erträglichen
Zeit-bzw. Lohnaufwand durchzuführen, da diese, infolge der zarten Beschaffenheit der Drähte so schwierige Arbeit nur durch   muhevolles   Abfeilen von Hand aus bewerkstelligt werden konnte.

   Ander- seits war es unmöglich, den   Löt-bzw. Sehweissvorgang   so einzurichten, dass die Lötung bzw. Ver- schmelzung der Kettenfäden nur auf dem einen   Schussdraht   des Metalltuches erfolgte, auf welchem die
Verbindung hergestellt wird. Erfahrungsgemäss ist jedoch die nahtlose Verbindung der Enden eines   Meta. Utuehes   nur dann haltbar, wenn dieselbe nur auf einem   Schussdraht   des Gewebes erfolgt und ein
Zulaufen von Lot auf die benachbarten Schussdrähte vermieden wird. 



   Diese beiden Schwierigkeiten sind erfindungsgemäss dadurch überwunden, dass die Vorarbeit für das Zusammensetzen der Enden des Metalltuches bzw. das Verkürzen der   Eettendrahtenden   mittels einer besonderen Schleifvorrichtung   durchgeführt   wird, die diese Arbeit in genauer und wirtschaftlicher Weise ermöglicht und dass für den   anschliessenden     Lot-bzw. Versehmelzvorgang   ein eigenes Verfahren und eine elektrische   Löt- bzw. Verschmelzvorrichtung   angewendet wird. 



   In den Zeichnungen stellen dar : Fig. 1 die beiden Enden des Metalltuches in einem   Längsschnitt.   



  Fig. 2 die bis an den letzten Schussdraht durch Abschleifen verkürzten Kettendrahtenden. Fig. 3 die beiden vorbereiteten Enden des Metalltuches vor dem Zusammensetzen. Fig. 4 die fertig zusammengesetzte Verbindungsstelle vor dem Verlöten bzw. Verschweissen. Fig. 5 und 6 eine Vorderansicht und eine Draufsicht der Kontaktrolle und der beiden   Stromzuführungen.   Fig. 7 und 8 eine Vorderansicht und eine Draufsicht des Schleifapparates mit dem für das Abschleifen der Kettendrahtenden vorbereiteten Metalltuch. 



   Für das Verkürzen der Kettendrahtenden durch Abschleifen dient eine besondere   Sehleifvorrieh-   tung, die von einem oberhalb des Arbeitstisches fahrbar aufgehängten Motor angetrieben wird. Der Antrieb erfolgt mittels einer biegsamen   Welle k   über ein   Höchstganggetriebe 1 und kleine Schnur-   scheiben m auf die Schleifscheibe n. Die Lager der Schleifscheibe sind gemeinsam mit dem   Führungs-     teil r auf dem   einen Ende einer schwachen Blattfeder o befestigt, deren anderes Ende an einem Winkel der Grundplatte angenietet ist. 



   Die Schleifvorrichtung wird so auf die vordere Kante des Arbeitstisches, auf welchem das Metalltuch liegt, aufgesetzt, dass die Führungsleiste p der Grundplatte s an der   Schnittkante   i des Metalltuches anliegt und an dieser geführt wird, während die Vorrichtung von Hand aus mit einem entsprechenden Vorschub weiterbewegt wird.

   Durch den   Führungsteil ;',   dessen vorderes,   nadelförmig   geformtes Ende so eingestellt ist, dass es in eine Kerbe, wie sie in der   Gewebeoberfläche   durch die Kreuzung der Kettendrähte zwischen je zwei   Sehussdrähten   gebildet werden, eingreift und in dieser während der Fortbewegung des Apparates gleitet, wird die durch die dünne Blattfeder vollkommen nachgiebig gehaltene Schleifseheibe genau parallel zum Schussdraht geführt, auch wenn dieser, wie es häufig vorkommt, nicht in einer Geraden liegt. Auf diese Weise ist es   möglich, dite   vorstehenden 

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 Kettendrahtenden bis an den Schussdraht genau und   gleichmässig   bei geringem Zeitaufwand zu verkürzen. 



   Wenn die beiden Enden   (Selmittkanten)   des Metalltuehes in der vorstehend beschriebenen Art vorbehandelt sind, wird der letzte Schussdraht b aus dem einen Gewebeende herausgezogen und durch einen Lotmanteldraht c ersetzt. Der letzte Schussdraht des andern Gewebeendes wird ebenfalls entfernt, doch bleibt dieses Gewebeende zunächst noch offen. An Stelle des Lotmanteldrahtes kann auch ein Bronzedraht eingelegt werden, was dann der Fall sein wird, wenn die Verbindung durch   Schweissen   oder Verschmelzen erfolgen soll. 



   Nun werden die beiden, so vorbereiteten Gewebeenden einander gegenübergelegt und die freien Kettenenden des einen Siebendes über den neu eingelegten Schussdraht (Lotmanteldraht) geschoben. 



  Hierauf erfolgt nun das Verschweissen der beiden Gewebeenden. 



   Die hiezu dienende Schweissvorrichtung besteht aus einem Kontaktrad d, welches in der Kon-   taktfläche   eine Rille besitzt. Dieses Kontaktrad ist durch ein biegsames Kabel mit dem einen Pol eines niedrig gespannten Stromes, das Metalltuch durch die an der Verbindungsstelle aufgelegte Grundplatte der Vorrichtung mit dem andern Pol verbunden. Die Lötvorrichtung hat eine solche Länge, dass ungefähr   0 3 fI   Länge der Verbindungsstelle des Metalltuehes in einem Zuge gelötet bzw.   verschweisst   werden können, worauf die handliche Vorrichtung abgehoben und um die gleiche Länge seitlich verschoben, wieder auf die Verbindungsstelle aufgesetzt wird, um eine neue Lötung bzw.   Schweissung   
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 platten isoliert auf der   Metallgrundplatte   der Vorrichtung befestigt sind.

   Für die Fortbewegung des Kontaktrades mit einer einstellbaren,   gleichförmigen   Geschwindigkeit ist dessen Lagergehäuse durch eine Darmsaite mit der Aufwindetrommel eines   Federlaufwerkes   verbunden. 



   Der   Lot-oder Schweissvorgang   selbst vollzieht sich dergestalt, dass das Kontaktrad, dem über Regulierungsinstrumente Strom zugeführt wird, unter entsprechendem Druck über die   Kettendraht-   enden, die auf dem eingeschobenen Lotmantel-oder Bronzedraht liegen, automatisch mit gleichmässiger Geschwindigkeit in der Richtung des   Schussdrahtes   bewegt wird. Die genannte Rille führt das Kontaktrad hiebei auf dem Scheitel der Krümmungen, die die Kettendrähte über jedem Schussdraht und natürlich auch über dem eingeschobenen Lotmantel-oder Bronzedraht bilden, genau über dem letzteren, auch wenn dieser schwach gekrümmt liegen sollte.

   Erst durch diese genaue Führung der Kontaktrolle über der Verbindungsstelle wird gewährleistet, dass die Verlötung bzw.   Verschweissung   nur an dem einen   Schussdraht   erfolgt, mittels dessen die Verbindung hergestellt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verbinden der Enden eines Metalltuehes durch Löten, Schweissen oder Verschmelzen mittels elektrischer Widerstandserwärmung, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettendrahtenden des   Metalltuches   vor dem Löten,   Schweissen   oder Verschmelzen abgeschliffen werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindel der zum Abschleifen der Kettendrahtenden dienenden Schleifscheibe nachgiebig gelagert ist und durch einen Führungsteil, der in einer der den Kettendrahtenden benachbarten Kerben, welche in der Oberfläche des Siebes durch die Kreuzung der Kettendrähte zwischen den Schussdrähten gebildet werden, gleitet, genau parallel zum Sehussdraht geführt wird.
    3. Vorrichtung zum Verbinden der Enden eines Metalltuches, insbesondere gemäss dem Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche des der Stromzuführung dienenden Kontaktrades (Kontaktbügels) eine Rille od. dgl. besitzt, so dass es genau über der Verbindungsstelle, d. h. über dem eingeschobenen Lotmantel-oder Bronzedraht geführt werden kann.
AT149634D 1934-06-16 1934-06-16 Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden der Enden eines Metalltuches durch Löten, Schweißen oder Verschmelzen mittels elektrischer Widerstandserwärmung. AT149634B (de)

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