AT149356B - Flammenschutzmittel zur Imprägnierung oder zum Anstrich von Holz, Geweben und anderen brennbaren Stoffen. - Google Patents

Flammenschutzmittel zur Imprägnierung oder zum Anstrich von Holz, Geweben und anderen brennbaren Stoffen.

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AT149356B
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  Flammenschutzmittel zur Imprägnierung oder zum Anstrich von Holz, Geweben und anderen brennbaren Stoffen. 



   Bekannt sind   Flammensehutzmittel,   die Chlorkalzium, Borsäure, Zinkchlorid, Formaldehyd und Ammoniumchlorid enthalten. Diese wurden aber nach Ansicht des Erfinders nur aus Lösungen und als Lösungen hergestellt und nicht in fester Masse oder Pulverform. Auch enthielten sie nicht gleichzeitig alle angegebenen Mittel. 



   Kennzeichen für das erfindungsgemässe Flammenschutzmittel ist die Herstellung von zwei Gemengen nachstehender Zusammensetzung, die durch gemeinsames Pulvern zu einer einheitlichen festen Masse vereinigt werden. 



   Diese Gemenge setzen sich zusammen aus : a) 40 Teilen geschmolzenem   90-95% igem   Kalzium- 
 EMI1.1 
 b) 30 Teilen geschmolzenem   90-95%igem Kalziumchloridpulver,   10 Teilen Borsäurepulver und 5 Teilen   Ammoniumchloridpulver.   



   Das Mittel kann schliesslich in   10-15%iger Lösung   verwendet werden. 



   Es ist zwar richtig, dass bei dieser Mischung Chlorwasserstoff frei wird, dies kann aber erst dann geschehen, wenn die imprägnierten Stoffe in den Wirkungsbereich einer offenen Flamme kommen. 



  Hingegen wird um so weniger Chlor frei, je weniger Kristallwasser in der Salzmischung vorhanden ist. 



  Würde man   75-85% igues   Chlorkalzium in der obigen Verbindung verwenden, so würde das Gemisch sich nach einiger Zeit erwärmen und Chlor würde gasförmig in Gestalt von gelblich grünen Dämpfen entweichen. Dieses   75-85 % ige   Chlorkalzium ist die im Handel allgemein   erhältliche   Ware, die als Nebenprodukt bei der Erzeugung von Ammoniak, von Solvaysoda und bei der Regenerierung von Manganchlorid anfällt. Es ist daher wesentlich, dass für die Herstellung dieser Mischung nicht die handelsübliche Ware, sondern   90-95%igues   geschmolzenes   Kalziumchlorid   verwendet wird. 



   Es ist richtig, dass das Gemenge aus der Luft Wasser aufnimmt ; aus diesem Grunde wird es in luftdichten Dosen verpackt. Die imprägnierten Stoffe werden wohl feucht, je nach dem Grade der Luftfeuchtigkeit, aber nicht nass. Der von den Geweben aufgenommene Feuchtigkeitsgehalt hat den Vorteil, dass die Stoffe geschmeidig bleiben, die Imprägnierung nicht abstaubt und sich kein Schleier (Nebel) bildet. Bei gefärbten oder gemusterten Stoffen wird die Farbenwirkung nicht herabgemindert. 



   Die wesentliche Wirkung des erfindungsgemässen Flammenschutzmittels besteht darin, dass die angegebenen Chemikalien leicht schmelzbar sind und gleichzeitig Chlorwasserstoff und Ammoniakdämpfe abgeben, wenn die imprägnierten Stoffe in den Bereich einer Flamme kommen. Hiedurch wird die Entflammungstemperatur herabgesetzt, wodurch ein weiteres Brennen unmöglich wird. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Flammenschutzmittel zur Imprägnierung oder zum Anstrich von Holz, Geweben und andern brennbaren Stoffen dadurch gekennzeichnet, dass zwei Gemenge erzeugt und durch gemeinsames Pulvern zu einer einheitlichen festen Masse vereinigt werden, u. zw. : a) 40 Teile geschmolzenes 90 bis 95% iges Kalziumchloridpulver, 10 Teile Zinkchloridpulver und 5 Teile Formaldehyd 40% ig ; EMI1.2 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT149356D 1932-07-05 1932-07-05 Flammenschutzmittel zur Imprägnierung oder zum Anstrich von Holz, Geweben und anderen brennbaren Stoffen. AT149356B (de)

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