AT156831B - Feuerschützende Anstrichmasse für Holz od. dgl. - Google Patents

Feuerschützende Anstrichmasse für Holz od. dgl.

Info

Publication number
AT156831B
AT156831B AT156831DA AT156831B AT 156831 B AT156831 B AT 156831B AT 156831D A AT156831D A AT 156831DA AT 156831 B AT156831 B AT 156831B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
starch
sep
fire
parts
paint
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ruetgerswerke Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruetgerswerke Ag filed Critical Ruetgerswerke Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT156831B publication Critical patent/AT156831B/de

Links

Landscapes

  • Paints Or Removers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Es ist bekannt, Gegenstände, Bauteile u. dgl. aus brennbarem Material dadurch vor dem Angriff des Feuers zu schützen, dass man die mit einem   Oberflächenanstrieh   aus feuersichere, flammenabweisendem Material überzieht. Als derartiges feuersichere Material kommen beispielsweise anorganische Stoffe, wie Asbest, Kalk, unlösliche und   lösliche   Salze, in Betracht. Um diese Stoffe zu einem Anstrich anrühren zu können, welcher nach dem   Auftrocknen   an der damit bestrichenen Ober-   fläche   festhaftet und nicht wieder abfällt, werden ihnen meistens Klebstoffe, wie Leim, Stärke, Mehlkleister u. dgl. zugesetzt.

   Die so erzeugten Anstriche haften nach der Auftrocknung mehr oder weniger fest an der   bestriehenen   Oberfläche und bilden einen Überzug, welcher bei einem Brande den direkten Zutritt der Flammen zu der Oberfläche des   geschützten   Gegenstandes, Bauteils u. dgl. verhindert und selbst nicht von der Flamme zerstört werden soll. Derartige Anstriche, deren wesentlicher Bestandteil vom Feuer unzerstörbare anorganische Stoffe sind, welche mit Hilfe von Bindemittelzusätzen miteinander und auf der damit angestrichenen Oberfläche verklebt sind, sind in grosser Zahl bekanntgeworden.

   Als wesentlicher Nachteil aller derartigen Gemische ist zu betrachten, dass ihre Haftfestigkeit unter der Einwirkung der Flamme rasch abnimmt, so dass   Stücke   des Anstrichs abplatzen und die zu schützende   Holzoberfläche   freigelegt wird. Ferner ist bei diesen Schichten die Flammenschutzwirkung abhängig von der Dicke des Anstrichs, welche wiederum wegen der Materialkosten und wegen der Gefahr des Abbröekelns zwangsläufig nur Millimeterstärke betragen darf. 



   Es ist nun gefunden worden, dass man die vorstehend beschriebenen Nachteile der bekannten Anstriehmittel für den Feuerschutz brennbarer Gegenstände, Bauteile usw. dadurch vermeiden kann, dass man eine unter Verwendung von Stärke hergestellte und in der nachstehend beschriebenen Weise zusammengesetzte Anstrichmasse verwendet. 



   Die erfindungsgemäss zusammengesetzte Anstrichmasse wird aus stärkereichen Rohstoffen bzw. Stärke hergestellt unter Zusatz von leicht   wasserlöslichen,   zweckmässig   hygroskopise11en   oder Kristallwasser aufnehmenden Salzen bzw. deren Gemischen und gegebenenfalls von unter Hitzeeinwirkung gasbildenden anorganischen oder organischen Stoffen. Diese mit Wasser angerührt Anstriehmasse, der gegebenenfalls noch andere bekannte Bestandteile von Anstrichmasse, wie z. B.

   Farben, Pigmente usw., und nötigenfalls fungizid oder insektizid wirkende Stoffe zugesetzt werden können, bildet nach dem Aufbringen und Auftrocknen auf der   Holzoberfläche   einen Überzug, aus dem sich bei der Einwirkung einer Flamme eine poröse schaumige Kohleschicht bildet, die infolge sehr schlechter Wärmeleitung den überzogenen Gegenstand vor Entflammung und Verbrennung wirksam schützt. Dieser Überzug von poröser   Schaumkohle   ist um ein Vielfaches dicker als der   ursprüngliche   Anstrich selbst und bildet ein sehr stark isolierendes und äusserst schwer   verbrennliches   Polster, durch welches die Flamme von der Einwirkung auf die Oberfläche des   geschützten   Gegenstandes ferngehalten wird. 



   Die Zusatzstoffe haben hiebei je nach ihrer Art verschiedene Funktionen zu erfüllen : Die leicht   wasserlöslichen,   zweckmässig hygroskopisehen oder Kristallwasser aufnehmenden Salze bzw. deren Gemische bewirken in erster Linie, dass die Stärke nicht verkohlt, ohne sieh aufzublähen, sondern dass sie im Gemisch mit dem Schmelzfluss der Salze zu einer porösen schaumigen und schwer   verbrennlichen   Masse aufquillt. Dieser Vorgang wird durch die Abgabe von Wasserdämpfen aus den hygroskopischen bzw. Kristallwasser aufnehmenden Salzen und ferner durch die Gegenwart von unter Hitzeeinwirkung gasbildenden anorganischen oder organischen Stoffen unterstützt. 



   Das Mengenverhältnis zwischen der Stärke bzw. den   stärkereichen   Rohstoffen und den Zusatzmitteln wird bestimmt einerseits durch die Anforderung, dass die Anstrichmasse möglichst lange 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 des Raumes, in dem sieh die zu schützenden   Gegenstände   befinden, wird man   schliesslich   die Zusammensetzung der Masse so wählen, dass eine dem Zweck entsprechende Austrocknung der Anstriche stattfindet. Auf jeden Fall aber ist die Zusammensetzung der Masse so einzurichten, dass die Stärke Hauptbestandteil der Anstrichmasse bleibt. 



   Es wurde ferner gefunden, dass es zweckmässig ist, in der Anstrichmasse von der beschriebenen Zusammensetzung die Stärke bzw. die stärkereichen Rohstoffe vor oder während der Verarbeitung durch Behandlung mit Wasser, gegebenenfalls in Gegenwart von geeigneten Salzen, in an sich bekannter Weise in dem erforderlichen Grade zur   Quellung zu   bringen. Auf die Herbeiführung der Quellung kann man verzichten. wenn man die Stärke oder einen Teil derselben in Form der sogenannten Quellstärkeverwendet. 



   Als   Stärke   bzw. stärkereiche Rohmaterialien können z. B. verwendet werden   Getreidemehle,   wie   Gers ! enmehl, Roggenmehl,   oder Stärkesorten, wie   Kartoffelmehl,   Maisstärke u. dgl. Als leicht 
 EMI2.2 
 nehmende Salze kommen beispielsweise in Betracht : Natriumsulfat, Magnesiumsulfat, Kupfersulfat, Kalialaun, Dinatriumphosphat. 



   Als unter Hitzeeinwirkung gasgabgebende Stoffe können beispielsweise verwendet werden :   Un-     lösliche   und lösliche Karbonate, wie Zinkkarbonat, Natriumbikarbonat, oder organische Stoffe, wie z. B.   Hexamethylentetramin.   



   Die Verwendung von starken Oxydationsmitteln, wie Chloraten, Perchloraten. Nitraten u. dgl. als Zusatzstoffe   scheidet selbstverständlich für   die erfindungsgemäss zusammengesetzten Anstrichmassen aus. 



   Beispiel] : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 50 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Quellstärke,
<tb> 440 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Rohstärke, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Kartoffelstärke.
<tb> 



  100 <SEP> Gewielltsteile <SEP> Ammoniumchlorid
<tb> 
 werden mit einer Lösung von 40 Gewiehtsteilell wässriger Chlorzinklange von   50 B und 370 r ;   Wasser zur streiehfertigen Masse verrührt. 



   Beispiel 2 : 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> 65 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Quellstärke,
<tb> 260 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Rohstärke,
<tb> 65 <SEP> Gewielltsteile <SEP> Zinkkarbonat
<tb> 
 werden mit einer Auflösung von 130 Gewichtsteilen Ammonchlorid in 480 cm2 Wasser zur   stretch-   fertigen   Masse verrtihrt.   In dieser Zusammensetzung hat das Ammoniumchlorid zwei Funktionen ; es hält Feuchtigkeit in dem erforderlichen Grade   zurück   und wird also in diesem Falle an Stelle der hygroskopischen Verbindungen benutzt ; ausserdem wirkt es in der Hitze als gasbildender Stoff. 



   Beispiel 3: 10 Gewichtsteile Quellstärke und 75 Gewichtsteile Kartoffelstrke verrührt man mit   45   Gewichtsteilen Chlorzinklauge von 50    Be und 45 Gewichtsteilen   Wasser zu einer gleich- 
 EMI2.5 
 Beispiel 4 : 
 EMI2.6 
 
<tb> 
<tb> 50 <SEP> Gewiehtsteile <SEP> Quellstärke,
<tb> 420 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Roggenmehl <SEP> oder <SEP> Eohstärke,
<tb> 100 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Natriumclorid,
<tb> 10 <SEP> Gewiehtsteile <SEP> Natriumfluorid
<tb> 
 werden mit 420 Gewiehtsteilen Wasser zur streichfertigen Masse verrührt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Feuersehiitzende Anstrichmasse für Holz oder andere brennbare Gegenstände, bestehend aus stärkereichen Rohstoffen bzw. Stärke, die in ganz oder teilweise gequollenem Zustande vorliegen EMI2.7 nehmenden Salzen bzw. deren Gemisehen und gegebenenfalls von unter Hitzeeinwirkung gasbildenden anorganischen oder organischen Stoffen.
AT156831D 1938-05-13 1938-05-13 Feuerschützende Anstrichmasse für Holz od. dgl. AT156831B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT156831T 1938-05-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT156831B true AT156831B (de) 1939-08-25

Family

ID=3649075

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT156831D AT156831B (de) 1938-05-13 1938-05-13 Feuerschützende Anstrichmasse für Holz od. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT156831B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2541555A1 (de) Unentzuendbares haftmittel mit einem silikat
DE2043238C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines leichten geschäumten Formkorpers aus einem Gemisch aus Abfallstoffen, Binde mittel und Schaummittel
AT156831B (de) Feuerschützende Anstrichmasse für Holz od. dgl.
DE675998C (de) Feuerschuetzende Anstrichmasse fuer Holz oder andere brennbare Gegenstaende
CH645909A5 (de) Impraegniermasse, verfahren zu deren herstellung und verwendung der impraegniermasse.
CH494273A (de) Feuerhemmendes Gemisch
DE3202488A1 (de) Feuerhemmendes baumaterial und verfahren zu dessen herstellung
DE863946C (de) Verfahren zur Herstellung von granuliertem Superphosphat
DE860496C (de) Verfahren zur Herstellung von granuliertem Superphosphat
DE1984774U (de) Plattenfoermiges bauteil.
JPS61163974A (ja) 基体に適用するための保護組成物
DE2263761C3 (de) Verwendung von Metallcarbonaten zur Gewährung der Schlagwettersicherheit von Sprengstoffen
DE915317C (de) Verfahren zur Herstellung von Bauelementen aus Leichtbeton
DE1130705B (de) Trockenloeschpulver
DE4134859C2 (de)
DE719208C (de) Verfahren zur Herstellung von Gilftkoedrn zur Bekaempfung von Nagetieren
DE2004246C3 (de) Feuerbeständiges Material, daraus hergestellte Platte, und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1769181C3 (de) Wärmeisolierstoffplatte aus Schaumkunststoff, sowie Verfahren zu deren Herstellung
US1628171A (en) Fireproof composition
DE746322C (de) Feuersichere UEberzuege ergebendes Anstrichmittel
DE553837C (de) Verfahren zur Herstellung eines Feuerschutzanstrichmittels
AT154662B (de) Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Oberflächenanstrich für brennbare Baustoffe, besonders Holz.
DE888778C (de) Verfahren zur Herstellung trockener, unbrennbarer, dinitrophenolhaltiger Pflanzenschutzmittel
DE534430C (de) Feuerloeschmittel
DE1419963C (de) Wasserbeständiges Feuerschutzmittel