AT149202B - Verfahren zur Herstellung eines zum unmittelbaren Einschneiden von Schallnuten geeigneten Schallschriftträgers. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zum unmittelbaren Einschneiden von Schallnuten geeigneten Schallschriftträgers.

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Robert Pollak Ing Dr Tec Rudin
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines zum unmittelbaren Einschneiden von Schallnuten geeigneten
Sehallsehriftträgers. 



   Die Erfindung betrifft eine härtbare Masse für Schallträger od. dgl., die derart beschaffen ist, dass sie mit geringem Kraftaufwand durch   Sehneidewerkzeuge,   etwa einen Gravierstichel, einen Schaber usw., bearbeitet werden kann, einen glatten Schnitt ergibt und durch ein einfaches Verfahren derart härtbar ist, dass nach der Härtung die Oberfläche der bearbeiteten Masse den praktisch vorkommenden mechanischen Beanspruchungen beim Abspielen u. dgl. widerstehen kann. Die einwandfreie Aufnahme von Schallvorgängen zwecks Herstellung von   Schallträgern   (Platten, Walzen, Bändern) bedingt, dass der Schneidgriffel in der Plattenmasse einen möglichst glatten Schnitt erzeugt, dessen Wandungen frei von Unebenheiten sind.

   Dies ist bisher nur bei Mischungen von Wachsen, Seifen u. dgl. möglich, welche Massen aber nicht härtbar sind und nach erfolgter Aufnahme äusserst schonend behandelt werden müssen. Es sind auch Verfahren bekannt, welche   Sehallplattenaufnahmen   auf härtbaren Massen ermöglichen, als welche insbesondere reine Kolloide, wie z. B. reine Gelatine, verwendet werden. Es ist auch bekannt, die reine Gelatine mit unter gewöhnlichen Bedingungen mit ihr nicht reagierenden Härtungsmitteln zu versetzen, wobei durch physikalische Einwirkungen, etwa durch Belichtung oder durch chemische Einwirkung, etwa Abspaltung von Formaldehyd aus polymerem Formaldehyd, die Härtung bewirkt werden kann.

   Diese reinen bzw. mit den vorerwähnten Härtungsmitteln versetzten Kolloide haben jedoch den grossen Nachteil, dass der Schnitt einerseits infolge der Härte (Sprödigkeit) des Materials, anderseits infolge seiner Klebrigkeit (Zähigkeit) nicht glattwandig wird ; es reissen und splittern nämlich beim Schneiden stets kleine Teilchen los und verursachen, dass die Spanabnahme nicht nur an der Kante des Schneidmessers, sondern infolge Losreissens und Lossprengens auch nach der Schneidknate erfolgt, wodurch die Flanke des Schnittes löcherig und unregelmässig wird..

   Wenn auch für manche Zwecke diese Unebenheiten, die etwa in der Grössenordnung von 0. 01 mm und darunter liegen, bedeutungslos sind, so ist doch die Glätte des Schnittes für gute akustische Aufnahmen von ausschlaggebender Bedeutung, denn die Unebenheiten der Schnittflächen äussern sich in dem bekannten Nadelgeräusch des Schallträgers, welches nur dann zu vermeiden ist, wenn die Schnittfläche auch unter dem Mikroskop vollkommen glatt erscheint. 



   Erfindungsgemäss werden die günstigen Schnittbedingungen dadurch erreicht, dass entsprechend weich gemachte Kolloide als Plattenmasse verwendet werden, wobei bei der Weichmachung bestimmte Bedingungen eingehalten werden müssen. Die Härtung der Platten nach erfolgter Schallaufnahme kann in an sich bekannter Weise, etwa mittels Formaldehyd oder Biehromatlösung, erfolgen. 



   Erfindungsgemäss wird zur Herstellung eines zum unmittelbaren Einschneiden von Schall-   nuten geeigneten Schallschriftträgers (Schallplatte, Walze, Band o. dgl. ) aus härtbaren Kolloiden,   wie Eiweisskörpern, Leim, Gelatine od. dgl., neben dem Zusatz von   Weiehmaehungsmitteln,   wie mehrwertige Alkohole (Glykole, Glyzerin oder deren Derivate), noch ein die Zähigkeit und Klebrigkeit herabsetzender bzw. verhindernder Zusatz von Pentagalloylglukose gegeben. 



   Durch den Zusatz von Pentagalloylglukose wird die Elastizität der Grundmasse teilweise aufgehoben. Jedoch muss der Prozentgehalt dieser gegebenenfalls auch für die spätere Härtung wichtigen Teilkomponente auf den Gehalt an Weichmachungsmitteln, wie z. B. Butylenglykol, genau abgestimmt sein, um ein erstklassiges Erzeugnis zu erhalten. Nach erfolgtem Schnitt und erfolgter Schallaufzeichnung werden die Schallträger durch Behandlung mit einer geeigneten Härtelösung, etwa einer   Bichromat-     lösung oder einer Aldehydlösung oder deren Mischungen, bei geeigneter Temperatur gehärtet. Als Schnellhärtungsmittel eignet sich eine alkoholische (speziell methylalkoholische) Lösung eines   

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 EMI2.1 
 Beanspruchung widersteht. 



   Zur Erläuterung des vorstehenden sind nachfolgend einige Beispiele bewährter Mischungen angeführt :
Beispiel 1 : 10 kg trockener Leim,   2'kPentagalloylglukose, 1 kg Butylenglykol, 0-03   p-Methoxypyridin. 



   Beispiel 2 : 10 kg trockener Leim,   1-2     kg Glykolmonoacetat, 1#5 kg Pentagalloylglukose,     0. 02 kg Phenylacetaldehyd.   



   Die durch Aufschmelzen mit Wasser gewonnene gleichförmige Masse wird beispielsweise auf einen geeigneten Träger, wie z. B. Metall, Glas, Karton od. dgl., aufgebracht und durch Trocknen von Überschüssiger Feuchtigkeit befreit, worauf die Platten od. dgl. sofort oder nach Abnehmen vom Träger und gegebenenfalls Befestigen auf einen andern Träger aufnahmsbereit sind bzw. beliebig lange lagerfähig bleiben, ohne an ihrer   guten Sehneidfähigkeit einzubüssen. Mittels   des vorbeschriebenen Verfahrens ist es möglich, sofort wiedergabsfähige und dauerhafte Schallaufnahmen herzustellen. Erfindungsgemäss kann dieses Verfahren auch angewendet werden, wenn es sich nicht um flache Schallplatten, sondern etwa um Walzen oder um Bänder, Streifen od. dgl. handelt.

   Die Erfindung ist auch nicht nur für Träger von Sehallaufzeichnungen verwendbar, sondern für alle Fälle, bei denen   ähnliche   mechanische Verhältnisse vorliegen, z. B. die Aufzeichnung beliebiger, zeitlich bestimmter und beliebig gearteter Vorgänge in der Weise, dass die aufzuzeichnenden Vorgänge einen   Sehreibstift   betätigen, der in Relativbewegung zu einer Platte, Trommel, Band od. dgl. Aufzeichnungen in die Masse eingräbt, wobei durch Ausmessen oder Abtasten der Platte die Rekonstruktion der Vorgänge erfolgen kann. Das Verfahren kann auch zur Analyse von Klangkurven od. dgl. verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines zum unmittelbaren Einschneiden von Schallnuten geeigneten Schallschriftträgers (Schallplatte, Walze, Band od. dgl.) aus härbaren Kolloiden, wie Eiweisskörpern, leim, Gelatine od. dgl., mit Zusatz von Weichmachungsmitteln, wie mehrwertige Alkohole (Glykole, Glyzerin oder deren Derivate), dadurch gekennzeichnet, dass neben den Weichmachern noch ein die Zähigkeit und Klebrigkeit herabsetzender bzw. verhindernder Zusatz von Pentagalloylglukose gegeben wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Härtung der nach Anspruch 1 hergestellten Schallträger, dadurch gekennzeichnet, dass zur langsamen Härtung eine Lösung eines geeigneten Biehromats in wässerigem Formaldehyd zur Anwendung gelangt.
    3. Verfahren zur Härtung der nach Anspruch 1 hergestellten Schallträger, dadurch gekennzeichnet, dass als Schnellhärtungsmittel eine Mischung eines Aldehyds, etwa Formaldehyd, und einem geeigneten Biehromat, wie z. B. Kaliumbichromat, in alkoholischer, vorzugsweise methylalkoholischer Lösung verwendet wird.
AT149202D 1930-10-13 1930-10-13 Verfahren zur Herstellung eines zum unmittelbaren Einschneiden von Schallnuten geeigneten Schallschriftträgers. AT149202B (de)

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