AT149104B - Elektronenröhre. - Google Patents

Elektronenröhre.

Info

Publication number
AT149104B
AT149104B AT149104DA AT149104B AT 149104 B AT149104 B AT 149104B AT 149104D A AT149104D A AT 149104DA AT 149104 B AT149104 B AT 149104B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
electron tube
tube according
vessel
ceramic
metallic
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Telefunken Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken Gmbh filed Critical Telefunken Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT149104B publication Critical patent/AT149104B/de

Links

Landscapes

  • Lasers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Entladunngsröhren zur Erzeugung, Verstärkung,
Gleichrichtung und Umformung von Wechselströmen, u. zw. insbesondere auf die Art der Elektronen- zuführungen und ihre vakuumdichte Verbindung mit der Gefässwandung. 



   Bei den bisher bekannten Röhren dieser Art waren die Elektrodenzuführungen in aus Glas bestehende Isolierkörper eingeschmolzen, die einerseits eine verhältnismässig grosse Zerbrechlichkeit der Röhre, anderseits ein langwieriges und kompliziertes Herstellungsverfahren besonders in den Fällen bedingten, in denen das Röhrengefäss selbst nicht aus Glas, sondern aus Metall bestand. Ein weiterer Nachteil bestand darin, dass beim Betrieb mit hohen Frequenzen dielektrische Verluste im Glase auftraten, die unter Umständen zu einer   Beschädigung   der Röhre führen konnten. Schliesslich führte die bisherige Herstellungsteehnik zu grossen räumlichen Abständen der einzelnen Zuführungen voneinander und vom Elektrodengefäss, die aus elektrischen Gründen, insbesondere beim Betrieb auf kurzen Wellen, sehr   unerwünscht   waren. 



   Einen Fortschritt stellt demgegenüber die Verwendung gebrannter Magnesiumsilikatmassen als Isolierkörper für die Elektrodenzuführungen dar (österr. Patent Nr. 142094). 



   Erfindungsgemäss werden die oben angeführten Nachteile dadurch beseitigt, dass ein zylindrisches, aus Metall oder innen metallisierter Keramik bestehendes Vakuumgefäss durch einen ebenen Deckel aus keramischem Werkstoff verschlossen ist, in dem alle oder ein Teil der Elektrodenzuführungen eingeschmolzen sind. Der keramische Werkstoff besteht dabei z. B. aus reinen und eisenfreien Magnesiumsilikaten. 



   Aus dieser Konstruktion entspringen folgende Vorteile : wegen seiner zylindrischen Form lässt sich das Röhrengefäss maschinell aus einem Stück herstellen. Die verwendeten Materialien gewährleisten eine so grosse Massgenauigkeit, dass sie als Elektrode benutzt werden können, u. zw. auch für   Kurzwellenröhren,   wo bekanntlich eine besondere Massgenauigkeit gefordert wird. Durch den keramischen Deckel wird die gesamte Länge der Röhre so verkürzt, dass sie nur unwesentlich länger als das Elektrodensystem zu sein braucht. 



   Die Erfindung wird nun an Hand der Fig. 1 näher beschrieben. 



   Dort bedeutet 1 die metallische Gefässwand, die gleichzeitig als Anode der Entladungsröhre dient. Die Kathode dieser Röhre ist mit 2, das Gitter mit 3 bezeichnet. Die Elektrodenzuführungen 4, 5 und 6 sind mit Hilfe von Zwischengläsern   11,   12, 13 in einen keramischen   Isolierkörper y eingeschmolzen,   der gleichzeitig als Deckel des Anodengefässes 1 dient. Der   Körper 7   enthält ferner ein Glasrohr 8 (Fig. 1), das zur späteren Evakuierung der Röhre vorgesehen ist.

   Es ist zweckmässig, den Pumpstutzen 8 gegen mechanische Beschädigungen besonders zu schützen, indem man etwa gemäss Fig. 1 das Gefäss 1 über den Deckel 7 hinaus verlängert und die dadurch gebildete Mulde mit einer Isoliermasse vergiesst ; die Elektrodenzuführungen werden in diesem Falle in vorteilhafter Weise mit   Isolierröhrchen   umgeben, so dass sie mit der Vergussmasse nicht in unmittelbarer Berührung stehen. Eine andere Lösung besteht darin, dass in dem Deckel 7 eine Vertiefung vorgesehen ist, in der sich der Pumpstutzen 8 befindet und nur diese vergossen wird. 



   Die Verschmelzung des Deckels ? mit dem Gefäss 1 erfolgt nun einfach in der Weise, dass der das Elektrodensystem tragende Deckel in das konisch ausgebildete (Fig. 1) oder mit einem Absatz 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 versehene (Fig. 2) obere Ende 9 des Gefässes eingepasst und in einem Glühofen einer geeignet hohen Temperatur ausgesetzt wird. Zur Verschmelzung des Deckels mit dem Gefäss wird dabei ebenso wie bei der Einschmelzung der Elektroden ein als Bindemittel dienendes Zwischenglas 14 vorgesehen. 



   Erfindungsgemäss wird für den Isolierkörper ein solches keramisches Material gewählt, dessen dielektrischer Verlustwinkel bei Hochfrequenz kleiner als   0'5"/o,   ist. Hiedurch wird es möglich, derartig konstruierte Röhren auch noch bei kurzen und ultrakurzen Wellen zu verwenden. 



   Insbesondere wenn es sich um Röhren kleineren Formates handelt, kann das Anodengefäss 1 mit Nasen 10   (Fig. 1)   ausgestattet sein, die ein Einsetzen der Röhre nach Art des Bajonettverschlusses in eine geeignete Fassung ermöglichen. 



   Eine andere Variante besteht darin, dass der Pumpstutzen nicht, wie in Fig. 1 dargestellt, aus einem   Glasröhrchen   besteht und in den keramischen Isolierkörper 7 eingeschmolzen wird, sondern, wie in Fig. 2 angegeben, als Merallröhrehen 11 ausgebildet und mit dem metallischen   Anodengefäss,   beispielsweise am unteren Ende, verbunden ist. 



   Im vorstehenden war die Gefässwand 1 als aus Metall hergestellt angegeben. Zweckmässig kann jedoch das Vakuumgefäss im wesentlichen durch einen an seiner Innenwandung ganz oder teilweise metallisierten keramischen Hohlkörper gebildet sein. Gegenüber Vakuumgefässen aus Glas besitzt die   erfindungsgemässe   Röhre dann den Vorteil einer grossen Wärmebeständigkeit und mechanischen Festigkeit. 



   Derartige Röhren sind in den Fig. 3 und 4 dargestellt. 



   In Fig. 3 bedeutet   H   den keramischen Hohlkörper. Derselbe trägt an seiner Innenwandung einen Metallbelag M, welcher die Anode bildet. Für die Zwecke der Kühlung ist der keramische Hohlkörper H mit Kanälen L versehen, die zur Durchleitung eines Kühlmittels dienen könnnen. Der keramische Körper H besitzt in seinem Längsschnitt vorzugsweise eine   H-förmige   Gestalt, welche es einerseits gestattet, den Pumpstutzen P an der Querwand Q anzuordnen, so dass dersselbe mechanisch geschützt ist, und anderseits wird dadurch die Länge des Kühlweges verlängert, so dass der Widerstand der Wasserstrecke heraufgesetzt wird. Dies ist wichtig, da sonst leicht ein Durchschlag zwischen Anodenschicht und Erde über die Wasserleitung eintreten kann.

   Der Pumpstutzen P kann aus Glas oder aus Metall bestehen und dient im letzteren Falle   zweckmässig   gleichzeitig als Anodenstromzuführung. 



  Es kann sich empfehlen, zwecks erhöhter Sicherheit gegen mechanische Beschädigung den Pumpstutzen mit einer Vergussmasse V zu umgeben. Die Zuleitung zur Glühkathode K und Gitter G erfolgt an der oberen Seite des keramischen   Hohlkörpers H durch   den Teil J des Vakuumgefässes, welcher von den Elektroden durchsetzt wird. 



   Es kann sich auch als zweckmässig erweisen, wie in Fig. 3 dargestellt, die Zuführungen zu Gitter und Glühkathode durch einen keramischen Isolierkörper J zu führen, der mittels eines gläsernen Zwischenrohres Z mit dem keramischen Hohlkörper H verschmolzen ist. Handelt es sich beispielsweise darum, die Glühkathode der Röhre zu erneuern, so ist es lediglich erforderlich, das Glasrohr Z zu durchschneiden, die Glühkathode auszuwechseln und das Rohr Z wieder zusammenzuschmelzen. Die Aussenwand des keramischen Vakuumgefässes kann mit metallischen Belegungen versehen sein, welche Belegungen des Schwingkreiskondensators bzw. die Spulen desselben bilden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Elektronenröhre zur Erzeugung, Verstärkung und Gleichrichtung von elektrischen Schwingungen, vorzugsweise solchen grosser Leistung und hoher Frequenz, dadurch gekennzeichnet, dass ein zylindrisches, aus Metall oder innen metallisierter Keramik bestehendes   Vakuumgefäss   durch einen ebenen Deckel aus keramischem Werkstoff verschlossen ist, in dem alle oder ein Teil der Elektrodenzuführungen eingeschmolzen sind.

Claims (1)

  1. 2. Elektronenröhre gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vakuumgefäss topfförmig, d. h. einseitig geschlossen ausgebildet ist.
    3. Elektronenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallzylinder bzw. der Metallbelag als Anode dient.
    4. Elektronenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der keramische Deckel konisch ausgebildet ist.
    5. Elektronenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel in einem Endabsatz des vorzugsweise metallischen Zylinders eingepasst ist.
    6. Elektronenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der keramische Deckel mit dem übrigen, vorzugsweise keramischen Gefäss vermittels eines Glasrohres verschmolzen ist.
    7. Elektronenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gefässzylinder über den Deckel hinaus verlängert ist, oder das vorzugsweise keramische Gefäss einen etwa l l-förnnigen Querschnitt besitzt.
    8. Elektronenröhre nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in den durch die Verlängerungen der zylindrischen Gefässwand über die abschliessenden Querflächen gebildeten Mulden der gläserne oder metallische Pumpstutzen enthalten ist. <Desc/Clms Page number 3>
    9. Elektronenröhre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der gläserne Pumpstutzen durch eine die ganze Mulde oder eine nur den Pumpstutzen enthaltende Vertiefung erfüllende Vergussmasse geschützt ist.
    10. Elektronenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das meatllische Vakuumgefäss einen metallischen Pumpstutzen enthält.
    11. Elektronenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise keramische Gefässwandung von Kühlkanälen durchzogen ist.
    12. Elektronenröhre gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kühlkanäle bis in die Verlängerungen eines gemäss Anspruch 7 H-förmig gestalteten Keramikgefässes erstrecken.
    13. Elektronenröhre gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vorzugsweise metallische Gefässzylinder Nasen besitzt, die ein Einsetzen nach Art des Bajonettverschlusses gestatten.
    14. Elektronenröhre gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein keramisches Gefäss auf der Aussenwand mit metallischen Belegungen versehen ist, die die Schwingkreisspulen oder-kon- densatoren bilden. EMI3.1
AT149104D 1933-10-07 1934-09-08 Elektronenröhre. AT149104B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE149104X 1933-10-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT149104B true AT149104B (de) 1937-04-10

Family

ID=5673142

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT149104D AT149104B (de) 1933-10-07 1934-09-08 Elektronenröhre.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT149104B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1814995A1 (de) Dichtwerkstoff zur dichten Verbindung keramischer oder hitzebestaendiger Metall-Abschlusselemente mit einem keramischen Kolben
AT149104B (de) Elektronenröhre.
DE894289C (de) Explosionssichere Leuchtstoffroehre
DE2417820A1 (de) Massiver katodenkopf fuer eine roentgenroehre
DE730623C (de) Magnetfeldroehre zur Erzeugung ultrakurzer Wellen
DE684750C (de) Hochleistungssenderoehre, insbesondere Kurzwellensenderoehre
DE888135C (de) Elektronenroehre
CH177742A (de) Elektronenröhre.
DE727337C (de) Aussenelektrode fuer elektrische Entladungsgefaesse, die einen Teil der Wandung des Entladungsgefaesses bildet
DE674415C (de) Aus Isoliermaterial bestehendes Hochspannungsschutzgehaeuse fuer gekuehlte Vakuum-, insbesondere Roentgenroehren
AT158977B (de) Entladungsgefäß aus dicht gesintertem keramischen Werkstoff.
DE2401802A1 (de) Fluessigkeitsgekuehlter keramischer kondensator
AT154986B (de) Außenelektrode für elektrische Entladungsgefäße.
DE665006C (de) Lot fuer Metallteile von Vakuumgefaessen, insbesondere elektrischen Gluehlampen, Entladungslampen und Quecksilberdampfgleichrichtern
DE721366C (de) Entladungsgefaess aus keramischem Werkstoff, insbesondere fuer Kleingleichrichter
AT159847B (de) Anordnung zum Anfachen, insbesondere Erzeugen, Verstärken, Empfangen ultrakurzer Schwingungen.
AT151639B (de) Verfahren zum Aufbringen von dichten und lötfähigen Metallschichten auf fertig gebrannte keramische Körper.
CH262908A (de) Elektrisches Heizelement.
AT100326B (de) Einrichtung zur unipolaren Hochfrequenzbehandlung.
AT147948B (de) Elektrodeneinschmelzung für Entladungsgefäße.
AT158534B (de) Hartgelötete vakuumdichte Verbindung.
DE910195C (de) Fluessigkeits- und gasdichter Anschluss fuer elektrische Rohrheizkoerper
AT131314B (de) Elektrische Beleuchtungsvorrichtung.
DE876124C (de) Hochbelastbare Elektrode fuer elektrische Entladungsgefaesse, insbesondere Anode
DE734363C (de) Metalldampfentladungsapparat, insbesondere Quecksilberdampfstromrichter