<Desc/Clms Page number 1>
Differentialvergaser.
Die Erfindung betrifft einen Vergaser insbesondere für den Betrieb von Motoren für Kraftfahrzeuge mit ständig schwankenden Drehzahlen.
Für Stabilmotoren kann man bekanntlich ohne weiteres Vergaser verwenden, die unveränderlich ein starres System darstellen ; ihre Düsenabmessungen werden einfach nach der Drehzahl des Motors ermittelt. Hingegen ist die Lösung der Vergaserfrage für Motoren mit ständig schwankenden Drehzahlen bis heute nur zum Teile gelungen, weil alle hiefür zur Verwendung gelangenden Vergasertypen bisher auch nur eine mehr oder weniger starre Form besitzen ;
ihr fehlt die kontinuierliche Elastizität, das stete Anpassen an die sich ständig ändernden Verhältnisse, und sie vermag daher die drei Grundbedingungen, dauernd gleichbleibende Luftdurchzugsgeschwindigkeit, dauernd gleichbleibende feinste Verteilung des Brennstoffes und dauernd gleichbleibende Luft-Brennstoff-Gemischzusammensetzung bei jeder Drehzahländerung des Motors von Stand-bis Vollgas nicht zu erfüllen.
Auch der in der deutschen Patentschrift Nr. 326259 des A. Cox beschriebene Spritzvergaser, bei dem bei Verschiebung des dreiteiligen Regelungsorganes zwangläufig eine allmähliche Änderung hinsichtlich der Luftdurchgangsmenge und gleichzeitig der freigegebenen Brennstoffmenge eintritt, weist mehr oder minder eine starre Form auf, die sich gegenüber den ansonsten bekannten Vergaser allerdings dadurch unterscheidet, dass das Regelungsorgan zwecks Änderung der Durehgangsquersehnitte für Luft und Brennstoff gehoben oder gesenkt werden kann.
Dem angestrebten Ziele, obige drei Bedingungen gleichzeitig und dauernd herbeizuführen, entspricht die Konstruktion dieses Spritzvergasers namentlich aber deshalb nicht, weil sie für stets gleiche Luftdurchzugsgeschwindigkeit bei wechselnder Gasentnahme nicht vorsorgt, weil die Stauung grösserer Luft-und Brennstoff mengen gegenüber mehreren kleinen Regelungsquerschnitten einer sofortigen, stufenlosen Anpassung im Wege steht, weil ferner die Praxis im Vergaserbau lehrt, dass die sieh alsbald niederschlagenden Brennstoff-
EMI1.1
ideales Gasmischungsverhältnis erzielbar ist, und dies nur vorübergehend und nur dann, wenn dauernde Verwendung immer gleichen Brennstoffes möglich ist. was aber bei Fahrten von längerer Dauer nicht oder nur ausnahmsweise zutrifft.
Die Konstruktion des den Gegenstand der Erfindung bildenden Vergasers gewährleistet erst die Erfüllung aller drei Bedingungen des obigen Grundprinzipes, u. zw. sie ständig, gleichzeitig, zwangläufig und stufenlos zu erfüllen, was für den einwandfreien Betrieb eines Motors mit sieh ändernder Drehzahl unbedingt notwendig ist ;
dies wird erfindungsgemäss im wesentlichen dadurch erzielt, dass zwecks ständiger und stufenloser Ausgleichung der wechselnden Saugkraftwirkung bei der Brennstoffdüse, entsprechend den wechselnden Drehzahlen des Motors, die Mündung der Brennstoffdüse zentriseh in der Luftdüsenbohrung liegt und dass alle Regelungselemente durch die Drosselklappenwelle mittels Drehorganen und Zwischenstücken automatisch so gesteuert werden, dass bei jeder Drosselklappenstellung zwangläufig einerseits derjenige Luftdüsendurchmesser hergestellt wird, welcher die Durchzugsgesehwindigkeit der jeweils nötigen Luft von Stand-bis Vollgas konstant erhält, anderseits bei unveränderlicher Brennstoffdüse die Brennstoffzufuhr so geregelt wird,
dass stets feinste Zerstäubung des Brennstoffes erfolgt und dass immer nur die jeweils erforderliche Brennstoffmenge freigegeben wird, so dass auch das Mischungsverhältnis zwischen Luft und Brennstoff ebenfalls von Stand-bis Vollgas stets gleich bleibt.
Bei dem erfindungsgemässen Differentialvergaser werden durch Drehung von zwei gegen- läufigen zylindrischen Luftdüsenwalzen von gleichen Abmessungen kegelförmige Hohlformen erzielt.
<Desc/Clms Page number 2>
Diese Walzen berühren sich an der zylindrischen Fläche ihrer ganzen Länge nach und sind auf Wellen in Kugellagern beweglich eingebaut. Ein Zwischenstück mit Zahnstangen vermittelt die zwangsweise
EMI2.1
form wird allen Abmessungen des Luftdüsenquerschnittes von Stand-bis Vollgas gerecht, wobei die kleinste Öffnung für Standgas sich an der Spitze und die grösste Öffnung für Vollgas sieh an der breitesten Stelle der Kegelform befindet. Zwischen diesen sind alle übrigen Öffnungen von Stand-bis Vollgas gelegen.
Die kegelförmige Hohlform wird je zur Hälfte von jeder der beiden gegenläufig rotierenden Walzen und in der Mitte zu ungefähr ein Drittel des Umfanges ausgenommen, so dass an der ausgenommenen Stelle in der Mitte der Berührungslinie des Walzenpaares eine runde Öffnung entsteht, die sich bei Drehung der Walzen im entgegengesetzten Sinne pupillenartig vergrössert oder verkleinert. je nachdem die kegelartige Hohlform gegen ihre breiteste Stelle oder gegen ihre Spitze abgewälzt wird.
Die Berührungslinie ist zugleich die Dichtung für das Walzenpaar.
Ebenso wie die Luftdüsenwalzen durch die Drosselklappen mittels eines Zwischenstückes automatisch gesteuert werden, wird auch durch ein Zwischenstück, das zwischen Sehwimmerkammer und Brennstoffdüsenkammer eingebaut ist und die Brennstoffdrossel darstellt, die Brennstoffregulierung gleichzeitig besorgt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Vergaser senkrecht auf die Drosselklappenund Walzenachsen, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Walzenaehsen, Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Vergaser und die Schwimmerkammer längs der Drosselklappen-und Walzenaehsen, Fig. 4 eine Ansicht der Steuerorgane zwischen Drosselklappe und Walzen und Fig. 5 das Steuerzwischenstück allein mit Zahnstangen und Mitnehmerbolzen.
Im Vergasergehäuse 1 (Fig. 1) ist die Drosselklappe 2 mit ihrer Achse J drehbar gelagert ; darunter befinden sich zwei Walzen 4, 5 mit den Achsen 6,7 drehbar gelagert, von denen jede Walze eine die Luftdüsen erzeugende Hohlform 8, 9 aufweist. Bis zur Achsenhöhe der Walzen reicht die Brennstoffdüse 10 aus der Düsenkammer 11 heraus, in welcher sie befestigt ist. Im unteren Teil des Vergasergehäuses 1 befinden sich die Lufteinströmlöcher 12. Der Benzinzufluss wird durch die Brennstoff- drossel 14 (Fig. 3) geregelt. Die Welle 3 der Drosselklappe 2 trägt einerseits ein Zahnrad. 75 (Fig. 3 und 4). die Achsen 6, ? der Walzen 4, 5 tragen auf gleicher Seite die Zahnräder 16, 17 ; diese Zahnräder sind
EMI2.2
hängt.
Zwischen dem Bolzen 22 und der Brennstoffdrossel14 dient zu deren Einstellung eine Stellschraube 23.
Wird die Drosselklappe 2 im Sinne des in Fig. 1 eingezeichneten Pfeiles gedreht, so hebt das sich mitdrehende Zahnrad 15 die Zahnstange 19, das Zwischenstück 18 und die Zahnstangen 20, 21 ; dadurch werden aber die in letztere eingreifenden Zahnräder 16, 17 der Walzen 4, 5 und diese Walzen im gegenläufigen Sinne gedreht, wie die Pfeile in Fig. 1 angeben, d. h. mit fortschreitendem Öffnen (Gasgeben) der Drosselklappe geben auch die Düsenwalzen einen grösseren Luftdüsenquersehnitt frei.
Der Bolzen 22 in dem Zwischenstück 18 wird gleichzeitig auch mitgehoben, was ein grösseres Öffnen der Brennstoffdrossel14 zur Folge hat. Die Stellschraube z dient zur Einstellung des Mischungverhältnisses.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Differentialvergaser, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks ständiger und stufenloser Ausgleichung der wechselnden Saugkraftwirkung bei der Brennstoffdüse entsprechend den wechselnden Drehzahlen des Motors die Mündung der Brennstoffdüse zentrisch in der Luftdüsenbohrung liegt. und dass alle Regelungselemente des Vergasers durch die Drosselklappenwelle (3) unter Zuhilfenahme von Drehorganen (4, 5) und von Zwischenstücken (18, 14) automatisch gesteuert werden, u. zw.
so zwangläufig, dass bei jeder Stellung der Drosselklappe (2) einerseits genau derjenige Luftdüsendurchmesser hergestellt wird, der die Durchzugsgeschwindigkeit der jeweils nötigen Luftmenge von Stand-bis Vollgas konstant hält und anderseits bei unveränderlicher Brennstoffdüse die Brennstoffzufuhr so geregelt wird, dass von Stand-bis Vollgas immer nur die zu stets gleichbleibendem Mischungsverhältnis zwischen Luft und Brennstoff jeweils erforderliche Brennstoffmenge freigegeben wird.