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Gabelstück für Schlauchleitungen zu Feuerlöschzwecken.
Es sind Gabelstücke für Schlauchleitungen zu Feuerlöschzwecken bekannt, die lediglich dazu dienen, eine Schlauchleitung zu teilen oder mehrere Schlauchleitungen zu koppeln.
Solche Gabelstücke werden der Erfindung gemäss zur besseren Ausnutzung von Kraftspritzen, Druckwasserleitungen (Hydranten, Hochbehältern) od. dgl. für Feuerlöschzwecke verwendet und zu diesem Zwecke mit einem Absperrorgan an jedem Gabelarm und mit einer Druckmessvorrichtung, wie Manometer od. dgl., an der Vereinigungsstelle der Gabelarme ausgerüstet. Dieses Gabelstück ist sowohl als Teilungsstück zur Teilung einer vorhandenen Schlauchleitung oder als Koppelstück zur Kopplung von zwei Schlauchleitungen der gleichen oder verschiedener Druckleitungen verwendbar oder bei Benutzung nur eines Armes des Gabelstückes und Absperrung des zweiten Armes zur Einschaltung in eine einzige Schlauchlinie geeignet.
Die Einschaltung dieses Gabelstückes kann an verschiedenen Stellen der Schlauchleitung erfolgen.
Durch Anordnung der Druckmessvorrichtung am Gabelstück ist vor allem jener Druckhöhenverlust leicht festzustellen, der zwischen der Motorspritze od. dgl. und dem Gabelstück entsteht. Dieser Druckhöhenverlust ist bei längeren Schlauchleitungen, bei Verwendung von Mundstücken von grösserem Durchmesser, bei Förderung grösserer Wassermengen sowie bei etwaiger Überhöhung des Strahlrohres gegenüber der Motorspritze od. dgl. oft sehr bedeutend.
Der hauptsächlichste Zweck der Verwendung eines solchen Gabelstückes besteht darin, dass dem Kommandanten, Lösehmeister usw. unabhängig vom Strahlrohrführer die Möglichkeit geboten ist, an dem Manometer des festliegenden Gabelstückes genau zu beobachten, ob ein zu grosser oder zu kleiner Druck zur Brandbekämpfung verwendet wird, und auf dem Übungsplatz die Mannschaft in diesem Sinne zu instruieren und ferner durch Einstellung des oder der Absperrorgane am Gabelstück die richtige Wassermenge unter dem richtigen Druck auf die Brandstelle zu bringen.
Wird das Gabelstückin der Nähe des oder der Strahlrohrführer in die Schlauchleitung eingeschaltet, dann zeigt die Drttckmessvorrichtung am Gabelstück im wesentlichen den Druck in den Strahlrohren an und dieser Umstand kann ohne wesentliche Fehler vom Strahlrohrführer selbst zur Feststellung der unter einem gewissen Druck verspritzten Wassermenge dienen.
Für alle diese Fälle, ist auf der Rückseite der Druckmessvorrichtung (Manometer) eine Tabelle oder eine Einrichtung zur leichten Ermittlung der den verschiedenen Mundstückdurchmessern und Mundstückdrücken entsprechenden Lieferwassermengen vorgesehen. Bei Benutzung der bekannten Strahlrohre mit regelbarem Mundstück ist sodann an Hand der zweifachen Ablesungen am Manometer die Einstellung eines oder beider Strahlrohre, eventuell unter Ausschaltung des einen Strahlrohres auf jenen Durchmesser leicht möglich, bei dem die angestrebte bessere Ausnutzung der Kraftspritze od. dgl. gegeben ist. Bei Benutzung von Strahlrohren mit nicht regelbarem Mundstück sind die Strahlrohre allenfalls auszuwechseln.
Wird das Gabelstück bei Förderung des Wassers auf eine höher liegende Stelle am Beginn der Steigleitung eingeschaltet, dann kann bei Betriebseinstellung durch die Druckablesung am Manometer die Höhe der Steigleitung festgestellt werden (1 Atm. = 10 m Höhe) und ferner kann, wenn das Gabelstück nur mit einem Arm in die Schlauchleitung eingeschaltet ist, die Steigleitung durch Öffnen des Absperrorgans des zweiten Armes entleert werden, was für deren Abkupplung von Vorteil ist.
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Wird ferner das Gabelstück zur Kopplung von Schläuchen benutzt, dann kann durch Schliessen des einen oder andern Absperrorgans der Druckunterschied zwischen einfacher und gekoppelter Schlauchleitung durch Ablesung an der Druckmessvorrichtung ermittelt werden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausfülirungsbeispiel des Gabelstückes gemäss der Erfindung, u. zw. in Fig. 1 in der Vorderansicht und in Fig. 2 in der Draufsicht. Fig. 3 zeigt die Rückseite des Manometers mit Tabelle und die Fig. 4 und 5 zeigen eine. andere Ausführung des Manometers im teilweisen Schnitt und von rückwärts gesehen ; Fig. 6 zeigt eine zugehörige Einzelheit.
Das Gabelstück besteht aus den Gabelarmen 1, 2 und dem diese vereinigenden Arm 3. Die Arme 1, 2 sind mit je einem Absperrorgan 4 bzw. 5, insbesondere Schieber, versehen, das mittels der Handhabe 6 bzw. 7 betätigt wird. An der Vereinigungsstelle der Arme 1, 2,3 ist eine Druckmessvorriehtung, insbesondere ein Manometer 8, angeordnet. Die Anordnung ist zweckmässig, wie insbesondere Fig. 2 zeigt, so gewählt, dass das Manometer 8 in möglichster Nähe der Handhaben 6,7 geschützt angeordnet ist, so dass es ohne Gefahr in der für eine gute Ablesbarkeit erforderlichen Grösse ausgeführt werden kann.
Es ist daher auch möglich, die Rückseite des Manometers mit einer Einrichtung zur leichten Ermittlung der in Betracht kommenden Grössen, wie Mundstückdurchmessern, Mundstückdrücken und den diesen entsprechenden Lieferwassermengen zu versehen.
Diese Einrichtung kann in einer einfachen, an der Rückseite des Manometers 8 angeordneten Tabelle bestehen (Fig. 3), die in einer Richtung die in Betracht kommenden Mundstückdurchmesser, z. B. von 11-16 min, und in der andern Richtung die verschiedenen Mundstückdrücke, z. B. von 4 bis 10 Atm., trägt, während in den Feldern die entsprechenden Lieferwassermengen in Litern per Sekunde angegeben sind. :
Die in den Fig. 4-6 dargestellte abgeänderte Einrichtung besteht aus einer an der Rückseite des Manometers 8 feststehend angeordneten Scheibe 9 und einer um 10 drehbaren Deckscheibe 11. Die Scheibe 9 (Fig. 6) trägt, in einem Kreis angeordnet, die Mundstückdurohmesser, z.
B. von 11-16 mm, und in radialer Anordnung hiezu bei 12 die jedem Mundstückdurchmesser bei verschiedenen Mundstückdrücken entsprechenden Lieferwassermengen. Die Deckscheibe dz die mittels des Griffes 13 drehbar und am Rand durch den Flansch 14 abgedeckt ist, hat einen radialen Schlitz 15, längs welchem die Mundstückdrücke, z. B. 4-10 Atm., vermerkt sind, und Löcher 16, die mit den die Mundstückdurchmesser 11-16 betreffenden Angaben auf der Scheibe 9 in Deckung gebracht werden können. Durch Einstellen der Scheibe 11 auf den betreffenden Mundstückdurehmesser erscheinen die einem gegebenen Mundstückdruek von 4-10 Atm. entsprechenden Lieferwassermengen im Schlitz 15 (Fig. 5).
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gabelstück für Schlauchleitungen zu Feuerlöschzwecken, dadurch gekennzeichnet, dass es zur besseren Ausnutzung von Kraftspritzen, Druckwasserleitungen (Hydranten) od. dgl. mit einem Absperrorgan an jedem Gabelarm und mit einer Druckmessvorrichtung, wie Manometer od. dgl., an der Vereinigungsstelle der Gabelarme ausgerüstet ist.