AT148126B - Verfahren zur Herstellung von fein verteilten Metallverbindungen in bestimmter Korngröße. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von fein verteilten Metallverbindungen in bestimmter Korngröße.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von fein verteilten Metallverbindungen in bestimmter Korngrösse. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von fein verteilten Metallverbindungen, insbesondere Metalloxyde, wie z. B. Mennige oder Bleiglätte in bestimmter Korngrösse durch Behandlung einer Dispersion, bestehend aus dem geschmolzenen oder schmelzenden Ausgangsstoff und einem feingekörnten festen Dispersionsmittel. Bei der Herstellung von z. B. Mennige oder Bleiglätte wird diese Dispersion dadurch hergestellt, dass man gschmolzenes Blei mit Sand innig mischt und dann mit einem festen oder gasförmigen Oxydationsmittel, z. B. Luft oder Sauerstoff, behandelt. Für bestimmte Zwecke, beispielsweise Anstrichzwecke, benötigt man Mennige möglichst feiner Körnung, während für andere Zwecke, z. B. Akkumulatoren, die Mennige möglichst grobkörnig sein soll. Es gelingt nun, das erwähnte Verfahren so zu führen, dass man je nach Wunsch ein mehr grobkörniges Produkt mit niedrigerem Absetzund Schüttvolumen oder ein feinkörnigeres Produkt erhält. Die Erfindung besteht darin, dass man je nach der gewünschten Korngrösse mehr oder weniger Dispersionsmittel im Verhältnis zum Ausgangsstoff zur Anwendung bringt. Beispiel 1 : Zur Herstellung einer Mennige, die besonders feinkörnig ist, erhitzt man beispielsweise eine Dispersion von 8. 5 kg geschmolzenem Blei mit 12 kg Kies (Körnung 2-3 mm) drei Stunden lang auf 500 C in einer offenen Blase und dann drei Stunden bei Sauerstoffzufuhr in einer geschlossenen Blase. Das Verhältnis von Kies zu Blei beträgt bei dieser Dispersion 10 : 7. Der Pb02-Gehalt beträgt 30-76%. Das Absetzvolumen ist 29 cm3 und das Schüttvolumen 57 cm3. Behandelt man aber in der gleichen Weise eine Dispersion von 15-5 kg Kies (2-3 mm Körnung) und 18-5 kg Blei, also eine Dispersion, bei der das Verhältnis Kies zu Blei etwa 10 : 12 ist, so beträgt der PbO2-Gehalt 34-12%. Das Absetzvolumen ist 25-5 em3 und das Schüttvolumen 46 em3. Steigert man das Verhältnis Kies zu Blei auf 10 : 30 und behandelt man diese Dispersion acht Stunden lang, so erhält man ein Produkt mit 27-02% PbO mit einem Absetzvolumen von 15-5 cm3 und einem Schütt- EMI1.1 bestimmter Korngrösse kann die Metallverbindung z. B. durch Sichten, Schleudern oder Schlämmen mehr oder weniger vollständig abgetrennt werden. In diesem Falle wird nicht nur die Metallverbindung, sondern auch das Dispersionsmittel im chemischen Aufbau und im physikalischen Zustand unverändert erhalten. Da es aber nur auf die Gewinnung der gewünschten Metallverbindung in bestimmter Korn- grösse ankommt, kann man die Abtrennung des Dispersionsmittels auch auf chemischem Wege durch- führen, indem man z. B. bei Anwendung von Blei als schmelzendem Ausgangsstoff ein geeignet gekörntes Eisen als Dispersionsmittel benutzt und dieses mit verdünnter Säure aus dem entstandenen Gemisch herauslöst, so dass das Bleioxyd in reinem, vom Dispersionsmittel befreiten, aber sonst völlig unver- ändertem Zustand übrigbleibt. In manchen Fällen empfiehlt es sich, das Dispergieren unter erhöhtem Druck des gasförmigen Reaktionsmittels durchzuführen. Als Dispersionsmittel kann statt Sand auch jeder andere geeignete feinkörnige Stoff, wie z. B. Mineralien, Gesteinsarten, oder künstlich hergestellte Stoffe, wie z. B. Glas, Porzellan, geeigneter Körnung verwendet werden. Ebenso lassen sich auch gekörnte Metalle, Metallverbindungen oder Metallegierungen als Dispersionsmittel benutzen, sofern sie nicht oder nicht wesentlich mit dem zu dispergierenden Aus- <Desc/Clms Page number 2> gangsstoff oder der dispersen Phase reagieren. Auch ist die Verwendung eines solchen Dispersionsmittels möglich, das die Reaktion beschleunigt. Die Reaktionstemperatur liegt zweckmässig nicht mehr als etwa 100 C über dem Schmelzpunkt des betreffenden Ausgangsstoffes. Die Körnung des Dispersionsmittels wird zweckmässig nicht kleiner als 0-2 und nicht grösser als 8 mm gewählt. In gleicher Weise, wie oben bei Blei beschrieben, lassen sieh auch andere Metalle in Produkte verschiedener Korngrösse überführen, indem das Verhältnis zwischen Dispersionsmittel und zu dispergierendem Stoff variiert wird. Beispiel 2 : 120 Gewichtsteile Antimon werden mit 310 Gewichtsteilen Blei legiert. Diese Legierung wird mit 430 Gewichtsteilen Sand bei einer Temperatur dispergiert, die etwas über 300 C liegt. Sobald die Dispersion vollendet ist, werden 600-700 Gewichtsteile Natronsalpeter als festes Oxydationsmittel unter weiterem Rühren zugesetzt. Der schmelzende Salpeter oxydiert Antimon und Blei zum Bleiantimonit, dem sogenannten Neapelgelb, zusammen. Dieses wird durch Sieben vom Sand getrennt und durch Waschen von dem Natronsalz befreit. Verwendet man statt 430 Gewichtsteilen Sand 615 Teile Sand der gleichen Körnung, so erhält man ein bedeutend feinkörnigeres Produkt, während bei Steigerung des Verhältnisses Sand zu Antimonbleilegierung auf 10 : 30 ein sehr grobkörniger Farbstoff mit niedrigem Absetz-und Schüttvolumen erhalten wird. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von fein verteilten Metallverbindungen in bestimmter Korngrösse durch Behandlung einer Dispersion, bestehend aus dem geschmolzenen oder schmelzenden Ausgangsstoff und einem feinkörnigen festen Dispersionsmittel, mit geeigneten Reaktionsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man je nach der gewünschten Korngrösse mehr oder weniger Dispersionsmittel im Verhältnis zum Ausgangsstoff zur Anwendung bringt.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dispersionsmittel in einer zwischen 0-2 und 8 mm liegenden Körnung benutzt wird.
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