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Elektrischer Stecker.
An elektrischen Steckern, insbesondere für grosse Stromstärken, deren Gehäuse aus Isolierpressstoff besteht, hat sich gezeigt, dass unter Umständen an der die Steckerstifte tragenden Stirnseite Be- schädigungen des Isolierpressstoffes auftreten, die die Isolierfestigkeit des Isoliermaterials herabsetzen.
Diese Beschädigungen sind darauf zurückzuführen, dass beim Ziehen des Steckers Lichtbogen auf den Isolierpressstoff einwirken, ihn erhitzen und verkohlen. Da an der Stirnseite spannungführende Kontaktteile vorhanden sind, bilden sich Kohlebrücken aus, die eine leitende Verbindung zwischen den Kontaktteilen herstellen und allmählich zur vollständigen Zerstörung des Isolierpressstoffes führen. Derartige Stromweg zwischen den Steckerstiften können sich auch ausbilden, wenn sich an der Oberfläche des Gehäuses Feuchtigkeit oder Schmutz ansammelt. Solche Ansammlungen treten bei geteilten Steckern in den Trennfugen des Gehäuses auf.
Um diese Beschädigungen zu vermeiden, könnte man an der Stirnseite der aus Isolierpressstoff bestehenden Stecker plattenförmige Einsätze aus keramischem Material anordnen, die sich über die gesamte Stirnfläche erstrecken und Öffnungen für den Durchtritt der Steckerstifte haben. Derartige Einsatzplatten sichern den Steckerstifte keine genaue Lage an dem Stecker und neigen während des Gebrauches leicht zum Zerbrechen.
Nach der Erfindung werden diese Mängel beseitigt, ohne die Verwendung des Isolierpressstoffes als Baustoff aufzugeben. Erfindungsgemäss sind an der die Steckerstifte tragenden Stirnseite des Stecker-
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Material angeordnet, die ausser Berührung mit den Steckerstifte stehen. An Steckern mit geteiltem Gehäuse können diese keramischen Einsätze als Trennwände zur Unterbrechung der Teilfugen verwendet werden. Die Trennwände werden zweckmässig in Vertiefungen der Gehäusehälften eingelegt und in diesen in ihrer Lage gehalten.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Stecker mit axial geteiltem Gehäuse dargestellt. Die Fig. 1 zeigt eine Stirnansicht des Steckers, die Fig. 2 eine Aufsicht auf eine Hälfte des Steckers und die Fig. 3 einen Schnitt durch den Stecker.
Die beiden Gehäusehälften des Steckers sind mit 1 und 2 bezeichnet und bestehen aus Isolerpressstoff, 3sind die Steckerstifte, die mitihrem zu Klemmenkörpern 4 ausgebildeten Enden in Vertiefungen der beiden Gehäusehälften eingelegt sind. Die Klemmenkörper 4 tragen die Klemmenschrauben 6 zum Anschliessen der Adern der eingeführten Leitung. Zwischen den beiden Steckerstiften 3 ist in eine besondere Vertiefung der Gehäusehälften eine keramische Platte 6 eingelegt. Sie liegt mit ihrer Ebene parallel zu den Steckerstifte und steht nicht in Berührung mit den Steckerstifte.
Durch die die beiden Gehäusehälften zusammenhaltende Schraube 7 sind zugleich die Steckerstifte 3 und die keramische Platte 6 in ihrer Lage gehalten. 8 ist eine Klemmschelle, die zur Entlastung der Leitungsanschlussstellen von Zug-und Drehkräften dient.
Die zwischen den Steckerstifte eingesetzte keramische Platte 6 erstreckt sich, wie die Fig. 3 zeigt, fast von dem einen Aussenrand des Gehäuses bis zum gegenüberliegenden Aussenrand. Da sich an ihrer Oberfläche keine Kohlebrücken bilden können, verhindert sie, dass an dem benachbarten Isolerstoff zwischen den Steckerstifte zusammenhängende Kohlebrüeken entstehen. Im Gegensatz zu bekannten Steckdosen mit einem Gehäuse aus Isolierpressstoff, bei denen die Kontaktteile in Einsätzen aus keramischem Baustoff eingebettet sind, hat die Einbettung der Steckerstifte im Isolierpressstoff selbst
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den Vorzug, dass die Lage der Steckerstifte genau eingehalten werden kann.
Trotz der Einbettung der Steckerstifte in den Isolierpressstoff hat der Stecker nach der Erfindung jedoch eine hohe Isolationsfähigkeit, da sich an der Stirnseite des Gehäuses keine zusammenhängenden Kohlebrücken bilden können. An Steckern mit geteiltem Gehäuse können vorteilhaft die keramischen Einsätze die zwischen den Steckerstiften befindliche Teilfuge quer zu dieser liegend unterbrechen und in an der Stirnseite des Steckers angeordneten Vertiefungen der Gehäusehälften in ihrer Lage gehalten sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Stecker mit aus Isolierpressstoff, z. B. Kunstharz, bestehendem Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stirnseite des Steckergehäuses zwischen den im Isolierpressstoff eingebetteten Steckerstifte Einsätze aus keramischem Material (Trennwände) angeordnet sind, die ausser Berührung mit den Steckerstifte stehen.