AT146683B - Verfahren zur Herstellung von Druckwalzen, Druckmodel od. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Druckwalzen, Druckmodel od. dgl.

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AT146683B
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Elsa Fenzl
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  Verfahren zur Herstellung von Druckwalzen, Druekmodel od. dgl. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet eine weitere Ausgestaltung des Gegenstandes des Stammpatentes Nr. 133908 bzw. des 1. Zusatzpatentes Nr. 137325. 



   Es hat sich ergeben, dass die nach dem Gegenstand des Stammpatentes bzw. des 1. Zusatzpatentes vorbehandelten leicht zerbrechlichen Naturprodukte sich für den sogenannten Naturselbstdruck in besonderer Weise eignen. 



   Der bekannte Naturselbstdruck besteht darin, dass von gewissen Naturgegenständen unmittelbar Druckformen abgeklatscht oder zu solchen umgewandelt werden. Nach diesem Verfahren wurden in einer hydraulischen Presse getrocknete Pflanzen, Spitzen usw. zwischen eine Stahl-und eine Bleiplatte gelegt und diese Gegenstände in einer hydraulischen Presse abgeprägt. 



   Dieses bekannte Verfahren konnte jedoch industriell nicht verwertet werden und ist dasselbe lediglich auf einzelne Illustrationstafeln beschränkt geblieben. Ausserdem blieb dieses Verfahren auf bestimmt geartete Naturgegenstände, so. z. B. auf Blätter bzw. auf Spitzen, beschränkt. 



   Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Druckwalzen oder Druckmodeln von Gegenständen mit reliefierter Oberfläche, welches industriell auswertbar ist, und zum Herstellen von Drucken jeder Art, z. B. auf Textilien, als auch zum Prägedruck geeignet ist. Für das   erfindungsgemässe   Verfahren kommen vor allem Pflanzen in Betracht, welche nach den österr. Patenten Nr. 133908 und Nr. 137325 präpariert worden sind. 



   Nach der Erfindung werden die vorbehandelten Pflanzen od. dgl. in der Weise für den Naturselbstdruck geeignet gemacht, dass die inneren Gewebe bzw. das Mark so weit entfernt werden, dass lediglich die unveränderte Aussenschichte zum Abformen auf einem plastischen Material herangezogen wird. Durch diese Abflachung der Pflanzen wird das Abprägen derselben in den Bleiplatten bzw. in einem andern weichen, hiezu geeigneten Material viel besser erreicht und die ganze Oberfläche der Gegenstände zur bildschaffenden Wirkung herangezogen. Es werden durch diese Massnahmen gewisse Schwierigkeiten vollständig behoben, welche sich ergeben, wenn die Naturprodukte in ihrer   ursprünglichen   Beschaffenheit des Pflanzenfleisches belassen werden. 



   Die leichte Zerlegbarkeit der Pflanzen ermöglicht das Abformen einzelner Teile auf verschiedenen Druckwalzen oder Druckmodeln, so dass die einzelnen Druckwalzen bzw. Druckmodel bei automatischem Einfärben zu einem Vielfarbendruck verwendet werden können. Dadurch wird das bisher erforderliche schwierige Tamponieren einzelner Teile mit verschiedenen Farben vermieden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist vorteilhaft zur Herstellung von Wasserzeichen zu verwenden. 



  Hiefür ist von besonderer Bedeutung, dass beispielsweise eine Bank ein bestimmtes Kleeblatt als Wasserzeichen für ihre Scheckvordrucke verwendet. Dieses Wasserzeichen kann unter gar keinen Umständen nachgeahmt werden, weil ein zweites vollkommen identisches Kleeblatt niemals wieder vorkommt. Eine andere Bank kann einen Teil einer andern Pflanze als Wasserzeichen für ihre Drucksorten, Banknoten od. dgl. wählen. 



  *) Erstes Zusatzpatent Nr.   137325.   

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   Auf Grund der umfangreichen angestellten Erprobungen wird das Verfahren nach der Erfindung in der Weise durchgeführt, dass beispielsweise eine Distel im frischen Zustande gepresst wird, um ein Flächenbild zu ergeben. Nach dem vollständigen oder teilweisen Trocknen wird die Pflanze sodann der Behandlung mit verschiedenen Chemikalien unterzogen. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, dass von der Pflanze besonders verdickte Teile mit einem geeigneten Werkzeug, wie z. B. mit einem Rasiermesser oder einer Pinzette, entfernt werden, ohne dass hiebei die äussere Schichte irgendwie beschädigt wird. Durch die Vorbehandlung wird die Pflanze derart zäh, dass ein Spalten bzw. Zerlegen ohne eine Zerstörung der für das weitere Abformen in Betracht kommenden   Aussenschicht   möglich ist. 



   Das Abformen in andern Metallen'als Blei bzw. in andern plastischen Materialien ist besonders bei den in der angegebenen Weise behandelten Pflanzen in einwandfreier, alle Feinheiten der Gegenstände wiedergebender Weise möglich. Von den Abdrücken in weichen Materialien werden entweder Galvanos hergestellt oder diese Abdrücke auf galvanischem Wege mit einem härteren Überzug versehen. Bei Verwendung eines entsprechenden Metalls, z. B. Eisen, zum Abformen der Gegenstände kann ein Härten auch durch ein unmittelbares Vergüten des Metalls erfolgen. Die auf diese Weise erhaltenen Patrizen können unmittelbar zum Prägedruck Verwendung finden. 



   Für die Herstellung von Druckwalzen für den Tiefdruck nach dem Gegenstande der vorliegenden Erfindung ist es besonders vorteilhaft, auf galvanischem Wege bzw. durch entsprechende Härtung oder Vergütung Stahlpatrizen herzustellen, um von diesen das Abformen auf die   Kupfersalzen   vorzunehmen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung-von Druckwalzen od. dgl. nach Patent Nr. 133908, dadurch gekennzeichnet, dass von leicht zerbrechlichen Naturprodukten, wie Pflanzenteilen od. dgl., nach ihrer Vorbehandlung gemäss dem Verfahren nach dem Stammpatent bzw. dem Zusatzpatent Nr. 137325 die inneren Gewebe bzw. das Mark so weit entfernt werden, dass lediglich die unveränderte   Aussenschicht   zum Abformen des Naturproduktes auf einem plastischen Material, wie z. B. Blei, in an sich bekannterweise herangezogen wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflanzen nach den verschiedenen, für den schliesslichen Druck gewünschten Farben geteilt abgeformt werden, so dass so viele Druckformen erhalten werden, als Farben erwünscht sind.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Abformen der Pflanze erhaltenen Matrizen aus einem plastischen Material durch einen galvanischen Überzug oder eine entsprechende Härtung als Tiefdruckformen unmittelbar verwendbar gemacht werden.
AT146683D 1931-10-16 1934-10-11 Verfahren zur Herstellung von Druckwalzen, Druckmodel od. dgl. AT146683B (de)

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