AT146562B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flaschenkapseln mit Dichtungsscheibe und Schutzscheibe. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flaschenkapseln mit Dichtungsscheibe und Schutzscheibe.

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AT146562B
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Anders Josef Jonsson
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Anders Josef Jonsson
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Description


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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von   Flaschenkapseln   mit Dichtungsseheibe und Schutz- scheibe. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einlegen von Schutzscheibe in Flaschenkapseln insbesondere bei solchen, gewöhnlich vollautomatisch arbeitenden Maschinen für Kapselherstellung und (oder) Kapselverschluss, die mit Werkzeugen zum Einlegen einer Dichtungscheibe aus einem in gewissem Grade elastischen Material, vorzugsweise Kork, in die Kapsel versehen sind. 



   Diese Maschinen haben in den letzten Jahren eine immer grössere Verbreitung zum Verschliessen von Flaschen und Gefässen für Bier, Mineralwässer und andere Getränke erhalten. Als Abdichtmaterial in der Kapsel hat sich Kork als das zweckmässigste Material erwiesen, doch hat es verschiedene Nachteile. 



  Kork gibt trotz Paraffinierung oder sonstiger Imprägnierung dem Inhalt leicht einen gewissen Beigeschmack, für den sich einige Getränke besonders empfindlich gezeigt haben. Ferner ist es schwer, Korkscheiben zu erhalten, die so frei von Poren sind, dass sie nicht die Flüssigkeit oder gegebenenfalls darin enthaltene Kohlensäure durchlassen. Wenn. die Flüssigkeit zwischen der Korkscheibe und der Kapsel bleibt, so wird die gewöhnlich aus Aluminium hergestellte Kapsel von den in den meisten Mineralwässern enthaltenen Salzen angegriffen. 



   Um diese Nachteile zu beseitigen, hat man die Korkeinlage mit einem schützenden Belag oder einer gewöhnlich aus besonders präpariertem Papier, Stanniol od. dgl. bestehenden Schutzscheibe   ver--   sehen. Das   zweckmässigste   Verfahren zur Befestigung des Belages auf der Korkscheibe besteht darin, dass der Belag auf der einen Seite mit einer sehr dünnen Schicht aus   Guttapercha   oder ähnlichem Stoff überzogen ist, der bei verhältnismässig geringer Erwärmung schnell schmilzt und dabei den Belag an der Korkscheibe befestigt. Vereinzelt vorgeschlagene Vorrichtungen zum Anbringen von Schutzscheibe bei der Kapselherstellung, d. h. unter   Durchführung   beider Operationen in derselben Maschine, sind aber zu primitiv gewesen, um den Anforderungen der modernen Technik zu genügen. 



   Bei den bekannten wirtschaftlich arbeitenden Einrichtungen zum Belegen der   Korkscheibe   ist es notwendig, die Schutzscheibe in einem von der Kapselherstellung und (oder) dem Verschliessen selbst ganz getrennten Arbeitsgang und mittels verhältnismässig komplizierter Maschinen anzubringen. 



   Die Erfindung bezweckt u. a. das Belegen der Dichtungsscheibe mit dem schützenden Material in unmittelbarem Zusammenhang mit der Kapselherstellung und (oder) dem Verschliessvorgang zu ermöglichen, so dass die Kapselherstellung, das Einlegen der Dichtungsscheibe, die Anbringung des schützenden Belages und gegebenenfalls auch das Verschliessen der Flasche bzw. des Gefässes zweckmässig in aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen in vollkommen befriedigender Weise erfolgt. 



   Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsformen der Erfindung. Fig. 1 ist eine Vorderansicht der Maschine sowie ein Schnitt nach der Linie G-H der Fig. 2, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Maschinentisch samt darauf   angeordneten Maschinenteilen, wo bei   die oberhalb einer in Fig. 1 angegebenen gebrochenen Schnittebene   I-K-L-M   befindlichen Teile entfernt sind. Fig. 3 veranschaulicht einen Schnitt nach der Linie A-B-C-D der Fig. 2 und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie E-F der Fig. 2 in grösserem Massstabe. Die Fig.   5-12   zeigen teilweise schematisch eine andere Ausführungsform der erfindunggemässen Vorrichtung als zusätzliches Aggregat, u. zw. ist Fig. 5 eine Draufsicht, Fig. 6 ein Schnitt nach der Linie   0-P   der Fig. 5.

   Die Fig. 7 und 8 stellen Seitenansichten einer Einzelheit bei Verschiedener 

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Stellung der Teile   dar., Fig. 8a   zeigt eine Abänderung dieser Einzelheit. Fig. 9 ist ein Schnitt nach der Linie   B- < S'der Fig.   5 und Fig. 10 eine Draufsicht hiezu. Die Fig. 11 und 12 zeigen in Grundriss und
Seitenansicht eine weitere Einzelheit (die Fig. 9-12 sind in grösserem Massstabe gezeichnet). 



   Beide Ausführungsformen der Erfindung sind für Maschinen bestimmt, die den Zuschnitt aus einem Metallstreifen ausstanzen, biegen und eine Korkscheibe in die derart hergestellte Kapsel einlegen. 



   In den Fig. 1 und 2 ist 1 die Kapselstanze für die Ausstanzung und Formung der Kapsel, 2 eine Rinne, in der die Kapsel um das Korkeinlegewerkzeug 3 im vorliegenden Falle mittels eines Luftstromes aus einer Druckluftleitung 2a, deren Mündung mit 2b bezeichnet ist, geführt wird, 4 ein Magazin für die Korkscheiben und 5 ein Förderer für die aus dem Magazin austretenden Korkscheiben, der zur Erzielung einer hin-und hergehenden Bewegung mit einem Ritzel 6 in Eingriff steht, das über eine Welle 7, ein Ritzel 8 und eine Zahnstange 9 seine Bewegung von einer Welle 9a erhält, die die Kapselstanze antreibt. 



  Der Förderer befindet sich in Fig. 1 in der einen, in Fig. 2 in der andern Endlage. Die Teile 14a, 14b und   24 c (Fig. l,   2 und 4) bilden eine in einem andern Zusammenhange weiter unten beschriebene Sicherheitseinrichtung, die die Maschine anhält, wenn keine oder eine beschädigte Dichtungsscheibe herangeführt wird. Diese Sicherheitseinrichtung arbeitet mit einem zu dem Werkzeug 3 gehörigen Einführungskolben 21 (Fig. 1, 4) in bekannter Weise zusammen, indem der Einführungskolben durch einen Hebel 14e und eine Schiebestange 14 f angetrieben wird, deren Bewegung von der genannten Sicherheitseinrichtung geregelt wird. 



   Die Erfindung betrifft einen Mechanismus, der im Zusammenwirken mit den übrigen Werkzeugen eine Schutzscheibe b aus dem in Bandform vorhandenen Belagmaterial ausstanzt, sie an der Scheibe befestigt und die Scheibe in die Kapsel einführt, worauf die Kapsel in bekannter Weise zu einem Sammelbehälter oder dem Verschlussorgan der Verschliessmaschine befördert und auf dem Gefäss bzw. der Flasche angebracht wird. 



   10 ist eine mit zwei Walzen arbeitende Fördervorrichtung (Fig. 3) zum Zubringen des Bandes, aus dem die Schutzscheibe ausgestanzt werden. Das Band ist in Fig. 3 mit einer strichpunktierten, in Fig. 4 mit einer vollausgezogenen Linie 10 a angedeutet. Die Fördervorrichtung erhält ihre Bewegung von der Welle 7 (Fig. 1) über eine auf dieser sitzenden Kurbel 11 (Fig. 2,3 und 5), einen auf der einen 
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 und   Ha. 22 ist   eine Führungsrolle für das Band, die in einer Rinne 13 (Fig. 2 und 3) im Maschinentisch läuft. 



   Im Maschinentisch 14 sind unter dem Belagband eine Stanze 15   (Fig.   4) und ein über dieser liegendes Stanzkissen 15a angeordnet. Die Stanze, die in Fig. 3 und 4 aus ihrer Lagerhülse 15b ausgeschoben gezeichnet ist, erhält ihre auf-und niedergehende Bewegung durch Vermittlung eines Hebels 16 
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 durch Vermittlung eines Hebels 19 von einer auf der Welle 7 befestigten Kurvenrolle 20 erhält, bringt die ausgestanzte Schutzscheibe zum Einlegewerkzeug 3. Der Förderer 18 läuft in einer Führung 18a, die in dem Maschinentisch festgeschraubt ist. 18b ist ein Deckel (Fig. 4).

   Damit die Schutzscheibe von der Stanze abgelöst wird und in geeigneter Höhe über dieser in die Bahn des Förderers kommt, hat die Stanze eine zentrale Bohrung für einen Zapfen   18e   (Fig. 4), der unter der Wirkung einer in der Bohrung angeordneten Feder 18d die ausgestanzte Schutzscheibe anhebt. Die Hubhöhe wird durch eine Zapfenund Nutverbindung 18e bestimmt. Die Stanze wird durch die Nockenrolle 17 (Fig. 2) stillgehalten, bis der Förderer 18 die Schutzscheibe vom Zapfen 18 c weggeschoben hat. Damit der Förderer den Zapfen überfahren kann, hat er an der Unterseite eine Nut 18 f (Fig. 4). Der Einführungskolben 21 (Fig. 4) des Einlegewerkzeuges ist mit einem elektrischen Widerstandsheizelement versehen, dem der Strom durch die Leitungsdrähte 22 zugeführt wird.

   Um die Wärme in dem oberen Teil des Einführungskolbens zu stauen, besteht der Teil 23 aus einem Material mit besonders guter Wärmeleitungsfähigkeit, z. B. Kupfer. Die Wärmezufuhr wird in bekannter Weise mittels eines Rheostaten geregelt. 



   Die Vorrichtung wirkt folgendermassen : Aus dem auf der Oberseite mit Guttapercha od. dgl. überzogenen Band 10a (Fig. 3) schneidet die Stanze 15 eine Schutzscheibe aus, die durch den Förderer 18 in eine Rinne   15 c geschoben   wird, derart, dass sie auf dem in der unteren Stellung befindlichen Einführungkolben 21 zu liegen kommt. Dieser ist vorher durch Stromzuführung erhitzt worden. Ehe der Kolben 21 seine Aufwärtsbewegung beginnt, wird vom Förderer 5 aus dem Magazin 4 eine Korkscheibe in solcher Höhenlage eingeführt, dass sie oberhalb der auf dem Einführungskolben 21 ruhenden Schutzscheibe zu liegen kommt (Fig. 1). 



   Inzwischen hat die Kapselstanze 1 (Fig. 2) die Kapsel fertiggestellt, und diese wird zum Korkeinlegewerkzeug 3 oberhalb des Einführungskolbens 21 der dort ruhenden Schutzscheibe und der Korkscheibe vom Luftstrom herangebracht. Der Einführungskolben 21 geht dann hoch und presst die Korkscheibe in die Kapsel hinein, wobei er gleichzeitig die Schutzscheibe gegen die Korkscheibe presst. Durch die Hitze des   Einführungskolbens schmilzt   der guttaperchaartige Belag der Schutzscheibe und die gleichzeitige Pressung bewirkt, dass die Schutzscheibe an der Korkscheibe haftet. Die Kapsel ist nun mit einer Korkscheibe samt Schutzscheibe versehen und also für unmittelbares Anbringen auf dem Gefäss bzw. auf der Flasche oder für das Einlegen in einen nicht dargestellten Sammelbehälter vorbereitet. 

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   Die Schutzscheibe kann auch auf die Oberseite der Korkscheibe gelegt werden, in welchem Falle gegebenenfalls auf Erhitzung verzichtet werden kann. Ferner kann sie aus zwei oder mehreren miteinander verklebten Schichten aus gleichem oder ungleichem Material bestehen. 



   Um zu verhindern, dass die Wärme des Einführungskolbens 21 auf das Materialband für die Schutzscheiben übergeht, wodurch der Belag weich werden oder sogar vor dem Ausstanzen schmelzen würde, so dass die Schutzscheibe an einem Maschinenteil kleben bleiben und eine Unterbrechung des Betriebes verursachen könnten, wird die Bahn für das Band durch Einblasen von Luft durch eine Anzahl Löcher 25 (Fig. 2) kühl gehalten. Die Pressluft wird durch eine Leitung von einer geeigneten Druckluftquelle, z. B. vom Gebläse, zugeführt, das Druckluft für die Bewegung der Kapsel liefert. Damit die Schutzscheibe augenblicklich an der Korkscheibe haftet, ist es ferner vorteilhaft, dass die Korkscheibe, z. B. innerhalb des Behälters 4, kühl gehalten wird, bis sie über die Schutzscheibe und den Einführungskolben 21 gelangt. 



  Auch diese Kühlung kann durch Druckluft erfolgen. Eine Anordnung für diesen Zweck ist indessen nicht dargestellt. Selbstverständlich können auch andere Teile im Bereich der Stanze in gleicher Weise gekühlt werden. 



   Der vorstehend beschriebene Mechanismus zum Einlegen von Schutzscheibe bildet einen wesent- liehen Teil der Maschine zur Herstellung der Kapseln. Sollen mit der Maschine Kapseln ohne Korkscheiben oder ohne Schutzscheibe hergestellt werden, so muss man den obenerwähnten Mechanismus ausser Funktion setzen. Um dies zu erleichtern, kann die Anordnung so getroffen werden, dass der Mechanismus zum Einlegen von Schutzscheibe und Korkscheiben als ein Zusatzaggregat ausgeführt wird, das angebracht oder entfernt werden kann, je nachdem Kapseln mit oder ohne Schutzscheibe hergestellt werden sollen. Hiebei kann der Mechanismus so ausgeführt werden, dass die Schutzscheibe entweder über oder unter der Korkscheibe in der Kapsel angebracht wird. 



   Die Bauart des Aggregats ermöglicht, dass eine grosse Anzahl Korkscheiben gleichzeitig zwecks Anbringung der Schutzscheibe behandelt werden, wobei die Scheiben aus dem Magazin in einer oder mehreren Reihen über einen Tisch zugeführt und dabei mit je einer Schutzscheibe versehen werden, die z. B. durch ein oben beschriebenes Stanzwerkzeug aus einem Materialband ausgeschnitten wird. Die Korkscheiben werden schrittweise zugebracht und kommen an einem die Schutzscheibe der Reihe nach vorschiebenden Förderer, an einem oder mehreren Heizkolben und schliesslich an einer Anzahl Druckkolben vorbei, die die Schutzscheibe auf die Korkscheiben pressen und sie gleichzeitig abkühlen, so dass sie gut haften. Dann werden die Korkscheiben in die Lage zum Einschieben in die Kapseln gebracht, wie oben beschrieben wurde. 



   In den Fig. 5-12 sind rein bauliche Einzelheiten des Aggregats weggelassen oder nur angedeutet, damit die Zeichnung leichter verständlich ist. Das Aggregat ist auf einer Gestellplatte 30 montiert, die an dem inneren Teil 31 des Maschinentisches an Stelle des äusseren Teiles 14 (Fig. 2) lösbar befestigt ist. Zur Befestigung dient ein Fuss 32 (Fig. 5 und 6) mit zwei Schraubenbolzen 33. Das Magazin für die Korkscheibe a ist knapp oberhalb des Maschinentisches in zwei Teile 4, 4a geteilt. Der untere Teil 4 
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 Reihe mittels eines Förderers bewegt, der aus zwei Stangen 35,36 (Fig. 5 und 11) besteht, die mit Aussparungen für die Scheiben versehen sind. Diese Stangen sind innerhalb gewisser Grenzen gegeneinander und überdies gemeinsam in ihrer Längsrichtung hin und her beweglich.

   Bei der Querbewegung sind sie durch zwei an den Enden vorgesehene   Querstücke   37, 38 (Fig. 5,6, 9,10), bei der Längsbewegung durch zwei Lager 39,40 geführt, in denen Schienen 41, 42 der   Querstücke   37 gleiten. Die Stangen sind auf der Ober-und Unterseite mit Rollen 43, 44, versehen, die in Führungsnuten   37 ader Querstücke   laufen. Die Längsbewegung der Stangen wird durch einen Hebel 45 bewirkt (Fig. 5), der an den Antriebsmechanismus der Maschine gekuppelt wird. Beim Verschieben der Stangen nach links (Fig. 5) befördern sie die Korkscheiben a um einen Schritt, worauf sie am Ende des Hubes, wie später ausgeführt wird, auseinanderbewegt werden. Beim Verschieben der Stangen nach rechts bleiben die Korkscheiben liegen. 



  Sie werden dabei überdies durch Arbeitskolben 46, 47, 48 (Fig. 6) festgehalten. Diese sind in einem Halter 49 befestigt, der mittels bekannter, nicht dargestellter Maschinenelemente eine auf-und niedergehende Bewegung ausführt. 



   Das Auseinanderbewegen der Stangen erfolgt dadurch, dass auf Armen 52,53 befestigte Keile   SO,   51 mit im wesentlichen zylindrischer Aussenfläche (Fig. 5,6, 9,10) am Ende jedes Förderhubes der Stangen gleichzeitig zwischen die unteren Rollen 44 eingeschwenkt werden, sobald der Arm 52 gegen einen Anschlag 55 stösst (Fig. 5). Die Arme sind durch zwei mit einer   Schraubhülse   57 einstellbar verbundene Stäbe 54 gekuppelt. Werden die Stangen 35, 36 nach rechts geführt, so gehen die Keile und die Arme mit, werden aber vor dem Hubende angehalten, indem der Arm 53 gegen einen Anschlag 56 stösst. Die Stangen werden von den Keilen befreit und umgreifen unter der Wirkung von Federn 80 wieder die Korkscheiben. 



  Hiebei wurde eine neue Korkscheibe   a   unter dem Rohr   4a   erfasst und die äusserste links auf eine schwenk-   bare, über dem Rohr 4 gelagerte Klappe 58 hinausgeschoben. Die Klappe hat die Korkscheiben aus folgenden Gründen zu wenden.   

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   Die Stanze 15 für die Schutzscheibe, die entweder die oben beschriebene in Fig. 1-3 dargestellte Ausführungsform und Wirkungsweise haben oder auch oberhalb des Materialbandes 12 x (Fig. 5) angeordnet sein kann, ist in der Zeichnung nicht dargestellt, jedoch gerade vor der Öffnung 60 in einem Querstück 61 gelagert zu denken : Unter diesem Querschnitt läuft der Schieber ?, der jede Schutzscheibe von der Stanze zu der Korkscheibe schiebt (Stellung in Fig. 5). Er erhält seine Bewegung durch einen Hebel 63 und eine Nockenrolle 64, deren Achse 65 (Fig. 5 und 6) an der Unterseite der Platte 30 gelagert ist und gleich der Achse 7 (Fig.   2)   hin-und hergedreht wird. 
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 daher nur schematisch angedeutet. Die Kurbel 11 sitzt auf der Achse 65 und ist durch die Kurbelstange 11 b mit dem Kurbelarm 11 a verbunden, der das Förderwerk antreibt.

   Bei dieser Ausführungsform ist vorgesorgt, dass keine Schutzscheibe ausgestanzt wird, wenn eine Korkscheibe in der Reihe fehlt. Diese Kontrollanordnung kann verschiedenartig   ausgeführt werden.   Beispielsweise kann die Stanze 15 angehalten werden. Eine andere, einfachere Lösung besteht darin, das Förderwerk des Bandes   12x   z. B. durch die in Fig. 5,7, 8 dargestellte Vorrichtung anzuhalten. Ein Kontrollteil, zweckmässig in der Form eines kleinen Hebels 70, ist durch einen über nicht dargestellte Rollen laufenden Stahldraht mit einem gegen die betreffende Korkscheibe durch Federdruck anliegende Fühler in der Form einer Rolle 71 verbunden.

   Fehlt eine Korkscheibe, wird der Fühler herabgedrückt, der Teil 70 ändert Lage und hebt die Klinke   Hc,   so dass diese die in Fig. 8 gezeichnete Lage einnimmt, wobei sie bei der Bewegung der Kurbel 11 nach links in die darunterliegenden Kerbe im Kerbenrad   11 d   ohne Eingriff vorbeischwingt und das Band 12 x nicht geschaltet wird, was so lange wiederholt wird, bis eine neue Korkscheibe unter den Fühler geschoben wird, wobei durch Einlösen der Klinke   JHc   der Vorschub des Bandes 12x wieder beginnt.

   Fig.   8a   zeigt eine andere Ausführung, u. zw. eine Hebelverbindung 70a zwischen dem Fühler 71 und dem Kontrollteil 70. 70b ist eine Druckfeder, die auf die Hebelverbindung wirkt und beim Fehlen einer Korkscheibe durch Verschwenken des Hebels 70 die Klinke   11   vom Kerbenrad abhebt. Sowohl der Stahldraht als die Hebelverbindung   70 a   können auch unter der Platte 30 angeordnet werden. 



   Der Schieber 62 und das Förderwerk 10 wirken zweckmässig derart zusammen, dass während des Vorschubes der Schutzscheibe zur Korkscheibe das Förderwerk stillsteht, während dagegen dieses das Band um einen Schritt vorwärts bewegt, wenn der Schieber unter der Wirkung der Nockenwelle 64 von der Korkscheibe zurückkehrt. 



   Die Wendeklappe 58 (s. besonders Fig. 6, 11, 12) wird jedesmal um eine halbe Drehung im Uhrzeigersinn nach rechts verschwenkt durch eine an der Stange 35 befestigte Zahnstange 74, die in ein lose auf der Achse der Klappe sitzendes Ritzel 75 eingreift, das mit einem Schritthaken 76 versehen ist, der seinerseits in ein auf der Achse der Klappe befestigtes Schrittrad eingreift, derart, dass die Klappe gedreht wird, wenn sich die Stangen 36, 36 von ihr wegbewegen und stillsteht, wenn sie sich zu ihr bewegen. Die äusserste Korkscheibe kann dann auf die Klappe ausgeschoben werden. Ein Flansch 78 in der Klappe hält hiebei die Korkscheibe an. Wenn die Klappe dann gewendet wird, fällt die-Korkscheibe in das Rohr 4 mit der Schutzscheibe b nach unten.

   Die Scheibe wird daher in die Kapsel mit der Schutzscheibe b immer noch nach unten gekehrt durch den Schieber 5 und den Kolben 21 (Fig. 1, 4,7) befördert werden. Die Bewegung der Klappe   kann natürlich auch durch   einen andern als den oben beschriebenen Schaltmechanismus, z. B. durch eine Hebelverbindung, erzielt werden. Wenn die Schutzscheibe in der Kapsel oben liegen soll, wird die Klappe 58 entfernt und die betreffende Korkscheibe wird unmittelbar ohne Umwenden in das Rohr 4 hineingeschoben. 



   Von den in Fig. 6 dargestellten Kolben sind 46 und 47 heizbar, die übrigen 48 dienen zum Festklemmen und Abkühlen der Schutzscheibe. 



   Bei den beschriebenen Ausführungsformen erfolgen die Formung der Kapsel und die Anbringung der Schutzscheibe auf der Dichtungsscheibe in derselben Maschine. Die Operationen können aber auch in verschiedenen Maschinen mit den beschriebenen Vorrichtungen ausgeführt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Flaschenkapseln mit Dichtungsscheibe, und Schutzscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzscheibe aus einem mit Klebeschicht, z. B. Guttapercha, versehenen Materialstreifen od. dgl. seitlich und in einiger Entfernung von'der zugehörigen Kapsel und der Vereinigungsstelle der beiden Scheiben ausgestanzt, zur Vereinigungsstelle der   Scheiben befördert,   der Dichtungsscheibe   gegenüber   zentriert und durch Erwärmung und Druck an der Dichtungsscheibe befestigt und mit dieser Scheibe in die Kapsel eingepresst wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Dichtungsscheibe durch Druckwirkung bei gleichzeitiger Erwärmung erfolgende Befestigung der zentrierten Schutzscheibe während oder vor der Einpressung in die Kapsel erfolgt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Herstellung der Kapsel, die Ausstanzung der Schutzscheibe und gegebenenfalls auch der Dichtungsscheibe, die Anbringung der Schutzscheibe an der Dichtungsscheibe, die Anbringung beider Scheiben in der Kapsel und die Aufbringung der Kapsel auf die Flasche kontinuierlich nacheinander und in derselben Maschine erfolgen. <Desc/Clms Page number 5>
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stanzwerkzeug (15, 15a) für das Ausschneiden der Schutzscheibe in seitlicher Entfernung von einem Werkzeug (21) zum Einführen der Dichtungsscheibe in die Kapsel angeordnet ist und dass das Stanzwerkzeug mit einer Fördervorrichtung (18 bzw. 62) für die Überführung der Schutzscheibe von dem . Stanzwerkzeug zu der Dichtungsscheibe vor dem Einführen beider Scheiben zusammenwirkt (Fig. 2 bzw. Fig. 5).
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug für die Erzeugung und Zufuhr der Schutzscheibe aus einem Stanzwerkzeug (15) zum Ausscheiden der Schutzscheibe aus einem Materialband und aus einem Förderer (18) besteht, der die ausgeschnittene Schutzscheibe über einen aufwärts wirkenden, zum Einführen der Scheiben in die Kapsel dienenden Kolben (21) bringt, der einen Teil des Einlegwerkzeuges bildet und dem die Dichtungsscheibe in bekannter Weise zugeführt wird (Fig. 4).
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Einführen der Scheiben in die Kapsel dienende Kolben (21) mit einem elektrischen Heizwiderstand versehen und zur Stauung der Wärme im oberen Teile des Kolbens eingerichtet ist, z. B. durch Ausbildung des oberen Teiles derselben aus einem Material von guter Wärmeleitfähigkeit zum Zwecke, die Schutzscheibe zu erwärmen und auf deren Oberseite vorhandenen Klebstoff zu schmelzen, u. zw. unmittelbar vor dem Einlegen der Dichtungsscheibe in die Kapsel.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanze (15) zum Ausschneiden der Schutzscheibe im Maschinentisch unter dem dort angeordneten Stanzkissen (15a) gelagert ist und EMI5.1 Niveauzapfen (18 c) versehen ist, der unter der Wirkung eines zweckmässig elastischen Organs (18d) in einer Lage über der genannten Arbeitsfläche erhalten wird, in der die ausgeschnittene, auf dem Niveauzapfen ruhende Schutzscheibe in geeignete Höhenlage kommt, so dass sie vom Förderer (18) erfasst EMI5.2 rolle (20) einer Antriebswelle steht und in einer Führung bewegbar ist, die zu beiden Seiten der Stanz- öffnung gegen die Öffnung für den Einführungskolben verläuft (Fig. 2).
    9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn (13) des Schutzscheibenbandes, der Behälter für die Dichtungsscheiben u. dgl. Teile im Bereiche der Stanze Öffnungen (25) bzw. Kanäle aufweisen, die in Verbindung mit einer an sich bekannten Druckluftquelle stehen, um diese Teile zu kühlen, wodurch eine Überhitzung des Einführungskolbens (Fig. 2) verhindert wird.
    10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4 zur Ausführung des Verfahrens gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge zur Herstellung der Kapseln, das Stanzwerkzeug für das Ausschneiden der Schutzscheibe, die Fördervorrichtung der Schutzscheibe zum Einlegewerkzeug sowie das Werkzeug zum Anbringen der Schutzscheibe samt Dichtungsscheibe in die Kapsel auf bzw. in einem Tisch ein und derselben Maschine angeordnet sind (Fig. 1-4).
    11. Abänderung der Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge zur Herstellung der Kapseln, das Stanzwerkzeug für das Ausschneiden der Schutzscheibe, das Werkzeug zum Anbringen der Dichtungsscheiben in die Kapsel sowie die Fördervorrichtung der Schutzscheibe zum Einlegewerkzeug auf einer Gestellplatte (30) od. dgl. belagert sind, die auf dem Maschinentisch od. dgl. lösbar befestigt ist (Fig. 5 bis 12).
    12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Gestellplatte (30) zwischen einem über der Platte befindlichen Vorrats behälter (4a) für Einlegscheiben (a) und einem unter der Platte befindlichen Vorratsbehälter (4) für mit Schutzscheibe versehene Dichtungsscheiben ein (oder mehrere) Förderer (35, 36) für schrittweisen Transport der Dichtungsscheiben von dem einen Behälter (4a) zum andern Behälter (4) angeordnet ist, ferner seitlich des Förderers eine Einrichtung (10), wie Rollen od.
    dgl., zur Zuführung eines Materialstreifens für die Schutzscheibe, sowie ein zweiter Förderer (62) zwecks Zuführung je einer Schutzscheibe vom Stanzwerkzeug zu je einer Dichtungsseheibe und entlang des Weges der Dichtungsscheiben eine Anzahl von Druckkolben (46, 47, 48) zur Befestigung der Schutzscheibe auf der betreffenden Dichtungsscheibe (Fig. 5 und 6).
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei welcher der Förderer für die Dichtungsscheiben aus zwei parallelen Stangen mit einander zugekehrten Aussparungen für die Dichtungsscheiben besteht, welchen Stangen eine hin-und hergehende Bewegung und ausserdem vor dem Rückgang eijie Öffnungsbewegung erteilt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer mit zweckmässig auf untereinander verbundenen Hebeln (52, 53) angeordneten Keilen (50, 51) zusammenwirkt, die am Ende jedes Arbeitshubes des Förderers die Stangen auseinanderbewegen und auf Hebeln (52 bzw. 53) so gelagert sind, dass sie während des Rückganges dem Förderer bis knapp vor seiner Endlage folgen, wo sie zurücktreten, so dass die Fördererstangen vorteilhaft unter Federwirkung wieder gegeneinandergeführt werden (Fig. 5,9 und 10).
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    14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Keile (50, 51) innerhalb von im Schwingungsbereich der Hebel (52, 53) angeordneten Anschlägen (55, 56) bewegbar sind, die ihre Bewegungen begrenzen.
    15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Keile (50, 51) durch eine in ihrer Länge veränderbare Gestängeverbindung (54, 57) regelbar ist.
    16. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere der Kolben als EMI6.1 sind (Fig. 6).
    17. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass über den unter dem Tisch angeordneten Behälter (4) eine Wendeklappe (58) für die Dichtungsscheiben gelagert ist, die vor der Ankunft einer Scheibe jedesmal durch einen vom Förderer der Dichtungsscheiben betätigten Mechanismus (74, 75, 76, 77) um eine halbe Drehung verschwenkt wird und die Scheibe mit der Schutzscheibe nach unten in den Behälter legt (Fig. 6,11, 12).
    18. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Wege der Dichtungsscheiben ein Fühler (71) angeordnet ist, der beim Fehlen einer Scheibe (a) verstellt wird und dabei die Zufuhr der Schutzscheiben z. B. durch Abschalten des Förderwerkes unterbricht, bis eine Dichtungsscheibe vorbeikommt (Fig. 6 bis 8).' 19. Vorrichtung nach Anspruch 18. dadurch gekennzeichnet, dass der Fühler (71) durch eine Bewegungsübertragungsvorrichtung (Stahldraht, Hebel od. dgl. ) mit einer Schaltklinke (11 c), des Förder- werkes, die dessen schrittweisen Antrieb bewirkt, verbunden ist, so dass die Klinke ausser Eingriff mit dem Klinkenrad (lid) kommt, wenn der Fühler beim Fehlen einer Dichtungsscheibe seine Stellung ändert (Fig. 6 bis 8). EMI6.2
AT146562D 1933-02-25 1934-02-22 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Flaschenkapseln mit Dichtungsscheibe und Schutzscheibe. AT146562B (de)

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