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Kühlluftführung für Kraftwagen mit vorzugsweise luftgekühltem Heckmotor.
Die Erfindung bezieht sich auf die Ausbildung und Anordnung der Luftführungskanäle für Kraftwagen mit Heckmotor, insbesondere luftgekühltem Heckmotor.
Die Anordnung des Motors am hinteren Ende eines Kraftwagens hat wegen der sich dadurch ergebenden Möglichkeit, Motor, Getriebe, Achswellen und Räder zu einer Einheit zusammenzufassen und lange, das Fahrzeug der Länge nach durchziehende Wellen zu vermeiden, grosse Vorteile gegenüber der bisher meist üblichen Anordnung des Motors am vorderen Ende.
Der Übergang zum Heckmotorwagen in grösserem Ausmass wurde bisher zum wesentlichen Teil dadurch verhindert, dass es nicht gelang, die sich bei der rückwärtigen Anordnung des Motors ergebenden Kühlungsschwierigkeiten zu überwinden, die besonders gross sind, wenn es sich um Fahrzeuge mit luftgekühlten Motoren handelt.
Es ist nun eine Anordnung bekannt, bei der die Kühlluft sowohl von der Oberwandung der annähernd stromlinienförmig gestalteten Karosserie als auch von der Seite aus zugeleitet wird.
Die Erfindung besteht nun darin, dass für die Kühlluftführung sowohl in den beiden Seitenwandungen als auch im rückwärtigen Teile der Oberwandung der zweckmässig stromlinienförmig gestalteten Wagenumkleidung Einlassöffnungen für die Kühlluft vorgesehen sind, wobei sich die in den Seitenwandungen vorgesehenen Einlassöffnungen in der Nähe der Oberkanten der Seitenwandungen befinden.
Der von der oberen, schon nach hinten abfallenden Seite der Wagenumkleidung abgeleitete Luftstrom wird, gegebenenfalls zusammen mit den von den Seiten her eingesaugten Luftströmen, nach Vorbeiführung an den zu kühlenden Teilen durch auf der Fahrzeugoberseite, dicht hinter den Lufteinlass- öffnungen liegende Öffnungen wieder ins Freie abgeleitet, d. h. an Stellen, wo infolge der vorher erfolgten Ableitung von Luft und der Verringerung des Wagenquerschnittes ein kräftiger, die Arbeit der Gebläse unterstützende Sog vorhanden ist. Die Ableitung kann aber auch an einer andern Stelle erfolgen, bei der gleichfalls infolge der aerodynamischen Verhältnisse ein kräftiger Sog vorhanden ist.
Die Ableitung an einer Stelle mit starkem Sog hat nicht nur die angegebene Unterstützung der Arbeit der Gebläse zur Folge, sondern verringert auch den Luftwiderstand insofern, als der nur die Fortbewegung des Wagens hemmende, an den betreffenden Stellen auftretende Sog eine wesentliche Verringerung erfährt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen lotrechten Längsschnitt des rückwärtigen Teiles eines Stromlinienwagens, Fig. 2 zeigt das Heck des Fahrzeuges in Ansicht schräg von hinten in schaubildlieher Darstellung, Fig. 3 zeigt einen waagrechten Längsschnitt durch die seitlichen Lufteinlassöffnungen.
Der Motor 10 ist mit dem Wechselgetriebe 11 und dem Achsgehäuse 12 sowie mit den sonstigen zur Abstützung und zum Antrieb der Hinterräder 13 dienenden Einrichtungen zu einer Einheit zusammengefasst, und an dieser Einheit ist das rückwärtige Ende des Fahrgestellrahmens, vorzugsweise mit Hilfe der Arme einer gabelförmigen Verlängerung des Mittelträgerrahmens, aufgehängt. Ein zum Innern des Wagenkastens gehöriger Raum 14 befindet sich hinter den Rücksitzen 15 und oberhalb des aus
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nach vorn noch durch unmittelbar hinter der Lehne des Rücksitzes 15 angeordnete, nicht dargestellte Klappen oder Türen abgeschlossen sein und dient vor allem zur Unterbringung von Gepäck.
Hinter der Rückwand 16 des Raumes 14 beginnt der eigentliche Motorraum. In den schräg nach hinten abfallenden Teilen der Oberwandung 17 der Fahrzeugumkleidung sind Lufteinlassöffnungen vorgesehen, die durch sich nach vorn öffnende Klappen 18 abgedeckt sind. Ferner sind in den Seiten-
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wänden 19 der Wagenkastenumkleidung Lufteinlassschlitze 20 vorgesehen, die sich zum Teil vor der Rückwand 16 des Raumes 14 befinden können. In letzterem Falle ist hinter den vor der Wand 16 liegenden Schlitzen eine Hilfswand 20'vorgesehen, durch die ein vom Raum 14 abgeschlossener, sich nach dem Motorra'um zu öffnender Kanal 21 gebildet wird (Fig. 3).
Hinter den durch die Klappen 18 abdeckbare Oberwandöffnungen und den Seitenwandöffnungen 20 befindet sich eine an die Oberwand 17 und die Seitenwände j ! 9 angeschlossene, sich bis dicht an den Motor heran nach unten erstreckende Querwand 22. Diese Querwand 22 bildet mit der Wand 16 und Abschnitten der Seitenwandteile einen Luftführungskanal 23.
Hinter der Wand 22 sind dann beiderseits einer Luftführungsflosse 24 in der Oberwand 17 Luftauslassschlitze 25 vorgesehen.
Die in den Kanal 23 einströmende Luft wird an der Unterkante der Wandung 22 vorbei den Kühl- gebläsen 26 sowie der Ansaugleitung des Vergasers zugeführt und von den Gebläsen 26 dann an den zu kühlenden Teilen, insbesondere den Zylindern, vorbei durch die Öffnungen 25 ins Freie befördert.
Der Auspufftopf 27 ist hinter der Motoreinheit entweder in einer von aussen offenen Vertiefung der Unterwandung 28 oder, wie durch eine dünne Linie angedeutet, unterhalb des nach oben hoch gezogenen hinteren Abschnittes der Unterwandung 28 angeordnet.
Die seitlichen Einlassöffnungen 2C können, wie gleichfalls in der Zeichnung durch dünne Linien angedeutet, bedeutend weiter nach vorn gezogen sein, so dass sie sich bis etwa an die Rücklehne heran erstrecken und dicht hinter dem rückwärtigen Seitenfenster bzw. der Hinterkante der Wagenkastentür beginnen. Das Blech 20'ist dann gleichfalls entsprechend weit nach vorn durchzuführen.
Der gesamte rückwärtige Teil der Oberwand 17 mit den durch die Klappen 18 verschlossenen Einlassöffnungen und den Auslassöffnungen 25 bildet zweckmässig eine abhebbare bzw. um die Vorderkante 29 schwenkbare Kappe 3C zwecks Zugänglichmachung des Motorraumes.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Motor zwei Zylinderreihen, u. zw. in V-förmiger Anordnung auf. Unterhalb jeder Zylinderreihe ist ein Gebläse 26 vorgesehen, so dass der zugeleitete Luftstrom sich oberhalb des Zylinderblocks teilt und je ein Teilstrom jedem der beiden Gebläse 26 zufliesst.
Mit der beschriebenen Ausbildung der Luftzuführung und-ableitung lässt sich auch bei einem Heckmotor stets eine ausreichende Kühlung erzielen. Die zugeführte Kühl-und Verbrennungsluft ist von Verunreinigungen frei, im Gegensatz zu den bekannten Ausbildungen, bei denen die Kühlluft durch verhältnismässig dicht über dem Boden befindliche Öffnungen eingesaugt wird. Die Menge der Kühlluft lässt sich durch die Verstellung der Klappen 18 mittels eines geeigneten Zwischengestänges vom Führersitz aus regeln.
Durch Einsaugen der Luft nach unten zu den unten befindlichen Einlassöffnungen der
Gebläse und die darauffolgende Aufwärtsbeförderung der Luft unter gleichzeitiger Erhitzung an den Zylindern sowie die schliesslich Ableitung nach oben wird eine die Kühlluftförderung unterstützende
Kaminwirkung erzielt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kühlluftführung für Kraftwagen mit vorzugsweise luftgekühltem Heckmotor, wobei die Kühlluftführung sowohl von oben als auch von der Seite erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl in den beiden Seitenwandungen als auch im rückwärtigen Teile der Oberwandung der zweckmässig stromlinienförmig gestalteten Wagenumkleidung Einlassöffnungen für die Kühlluft vorgesehen sind, wobei sieh die in den Seitenwandungen vorgesehenen Einlassöffnungen in der Nähe der Oberkanten der Seitenwandungen befinden.
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