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Getriebe zur Ableitung einer der Schreibbewegung proportionalen Bewegung von dem Messwerk eines schreibenden Messgerätes.
Bei schreibenden Messgeräten, bei denen die Drehachse des Messwerkes durch ein Hebelgetriebe mit dem vorzugsweise auf einer geraden Bahn geführten Schreiborgan gekuppelt ist, ist die Bewegung des Schreiborgans in der Regel nicht proportional der Drehbewegung des Messwerkes. Wenn die Aufzeichnung der Messwerte nach einem linearen Gesetz erfolgen soll, so muss also ein Messwerk gewählt werden, dessen Ausschläge in solcher Weise von der Messgrösse abhängen, dass das durch das Hebelgetriebe mit der Messwerkachse gekuppelte Schreiborgan sich proportional der Messgrösse bewegt.
Wenn nun von der Messwerkachse eine weitere Bewegung abgeleitet wird, so tritt der Übelstand auf, dass diese ebenso wie die Bewegung der Messwerkachse nicht proportional der Messgrösse ist. Dies kann gemäss der Erfindung durch die Verwendung von unrunden, vorzugsweise verzahnten Rädern zur Ableitung der Bewegung von der Messwerkachse vermieden werden. Die Form der Räder kann in jedem Falle so gewählt werden, dass die durch das benutzte Hebelgetriebe notwendige Abweichung der Messwerkachse von der Proportionalität wieder ausgeglichen wird.
Da aber unrunde Zahnräder schwer herzustellen sind, können diese nach einem weiteren Merkmal der Erfindung durch gewöhnliche kreisförmige Zahnräder ersetzt werden, die exzentrisch gelagert sind.
Es hat sich gezeigt, dass es bei den in der Praxis vorliegenden Verhältnissen im allgemeinen stets möglich ist, sich auf diese Weise den theoretisch richtigen Radformen so weit anzunähern, dass die durch die Abweichungen bedingten Fehler vernachlässigbar klein werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt. Mit 1 ist die Drehachse des nicht gezeichneten Messwerkes bezeichnet. Diese trägt einen Arm 2, dessen gegabeltes Ende einen Stift oder eine Rolle 3 umfasst. Der Stift ist an einem Wagen 4 befestigt, der mit zwei Rädern auf einem als Fahrbahn dienenden gespannten Draht 5 verschiebbar ist.
Der Wagen 4 trägt ferner ein Schreiborgan 6 zur Aufzeichnung der Messwerte in proportionalen, geradlinigen Koordinaten auf einer nicht gezeichneten Schreibfläche. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Hebelgetriebe zur Übertragung der Drehung der Messwerkachse 2 auf den Schreibwagen 4 besteht die Beziehung x = a. tga, wenn x die Verschiebung des Schreibwagens von der Mittelstellung aus, a der entsprechende Drehwinkel des Messwerkes und a der Abstand der Bahn des Stiftes 3 von der Messwerkachse 1 ist.
Mit der Messwerkachse gekuppelt ist ferner ein Arm 7, der ein Zahnsegment 8 trägt, das nach einem Halbmesser r1 gebogen und um den Betrag et exzentrisch gelagert ist. Das in das Zahnsegment 8 eingreifende Zahnrad 9 ist nach einem Halbmesser r2 geschnitten und um den Betrag e2 exzentrisch gelagert.
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, ra, el, e, müssen nun so gewählt werden, dass (J. 2 mit grosser Annäherung proportional x wird. Auf der Achse 10 des Rades 9 kann dann z. B. ein Widerstandsferngeber angeordnet werden zur Übertragung der Messgrösse oder eine Einrichtung zur Integrierung der Messgrösse über die Zeit.
Falls die durch den Ersatz der theoretisch sich ergebenden Form der Räder durch Kreisbogen erreichte Genauigkeit nicht ausreichen sollte, können die Räder natürlich auch in der theoretisch genauen Kurvenform ausgeführt werden. Im übrigen ist die Neuerung sinngemäss natürlich auch anwendbar,
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wenn an Stelle des in der Zeichnung dargestellten Kurbelsehleifengetriebes ein beliebiges anderes Hebelgetriebe zur Übertragung der Bewegung des Messwerkes auf das Schreiborgan verwendet wird, z. B. ein Lenkergeradführungsgetriebe.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Ableitung einer der Bewegung des Schreiborgans proportionalen Bewegung von dem Messwerk eines schreibenden Messgerätes mit Hebelgetriebe zur Übertragung der Bewegung des Messwerkes auf das Schreiborgan, gekennzeichnet durch die Verwendung unrunder vorzugsweise verzahnter Räder.