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Spülvorrichtung.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Ausführungsart von einer Spülvorrichtung (Irrigator), bei der die Spülflüssigkeit unter einem künstlich erzeugten Drucke ausgepresst wird.
Es sind Spülvorrichtungen bekannt, bei welchen die Spülflüssigkeit durch Hochstellen des Spülgefässes oder durch das Zusammendrücken eines Gummiballons bei dem Spritzrohre zum Ausflusse gebracht wird. Ferner sind Spülvorrichtungen bekannt, welche Druckgaspatronen verwenden, und das Österreichische Patent Nr. 109231 schützt eine Konstruktion, welche durch Einführung von gasentwickelnden Chemikalien in Patronenform, das Druckgas nach Zerstörung der Patrone entstehen lässt.
Die erfindungsgemässe Ausführung arbeitet ebenfalls mit Druckgas, welches erst in dem verschlossenen Apparat hergestellt wird. Sie vermeidet aber im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen alle zu Undichtheiten anlassgebenden Stopfbüchsen, Gummidichtungen und Gaspatronen, welche, wie die Erfahrung zeigte, nicht dauerhaft sindunddenNachteilbesitzen, dass sie diehygienischäusserstwichtige Reinhaltung des Apparates verhindern. Ferner ist jede Möglichkeit, dass in die Spülflüssigkeit ein nicht auflösbarer Fremdkörper gelangen kann, peinlichst vermieden, was bei der vorerwähnten Ausführungsart, wo ein Cellonfenster zur Inbetriebsetzung der Spülvorrichtung durchstossen werden muss, sehr leicht
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in den Darm oder in die Scheide gelangen können und dort gefährliche Verletzungen verursachen.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsart zeigt einen Behälter 1, der mit einem Stutzen 2 versehen ist, an den das Strahlrohr entweder direkt oder unter Zwischenschaltung eines Schlauches angeschlossen wird. Dieser Stutzen 2 kann auch mit einem Absperrhahn versehen sein. Der Behälter 1 hat bei 3 eine Öffnung, die mit einer Schraubenkapsel od. dgl. verschliessbar ist. In diese Öffnung 3 kann ein Schwimmkörper 5, Fig. 2, eingeführt werden, der zur Aufnahme der Chemikalien entweder nur eine oder auch mehrere Abteilungen besitzt, wobei jedoch die Flüssigkeit in die einzelnen Abteilungen Zutritt haben muss. Mit Vorteil wird der Schwimmkörper innerhalb des Behälters 1 in einer entsprechendes Spiel aufweisenden Führung 4 gehalten.
Zum Gebrauch der Spülvorrichtung wird der Behälter 1 mit Wasser oder der Spülflüssigkeit nahezu voll gefüllt, das Strahlrohr auf den Ansatzstutzen 2 angebracht und die Schraubkapsel 3 geöffnet. Da zur Druckgaserzeugung in der Regel zwei verschiedene chemische Substanzen verwendet werden, so wird entweder der Schwimmkörper 5 mit diesen derart geladen, dass jede Substanz in ein getrenntes Abteil gegeben wird, oder aber es wird die eine Substanz direkt in der Spülflüssigkeit aufgelöst und die andere in den Hohlraum des Schwimmkörpers gebracht. Nun wird der gefüllte Schwimmkörper 5 in die Öffnung 3 gesteckt, wobei dieser jedoch infolge seines Auftriebes aufrechtstehend mit seiner oberen Öffnung aus der Flüssigkeit herausragt.
Erst durch das Aufsetzen und Einschrauben oder Befestigen der Verschlusskapsel 3 wird der Schwimmkörper in den Behälter hineingedrückt. Schüttelt man dann den verschlossenen Behälter 1, so werden die das zur Ausspritzung nötige Druckgas erzeugenden Chemikalien oder die im Schwimmkörper untergebrachte Substanz von der Spülflüssigkeit gelöst, so dass nunmehr die Gaserzeugung erfolgt. Durch diesen Vorgang ist jede Möglichkeit, dass ein Fremdkörper in die Spülflüssigkeit kommt und eine Verletzung verursachen könnte, ebenso vermieden, wie Dichtungen oder schwer zu reinigende Bestandteile. Dass diese Ausführungsart einer Spülvorrichtung Zusätze, welche erfrischend, parfümierend, keimtötend, u. dgl. wirken und auch die Durchführung selbst heisser Ausspülungen gestattet, ist selbstverständlich.