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Vorrichtung zum Entwickeln von Lichtpausen mittels Gasen, insbesondere Ammoniak.
Bei Vorrichtungen zum Entwickeln von Lichtpausen mittels alkalischer Gase, etwa Am. moniak, ist es üblich, die Pausen mit Hilfe von Führungsbändern oder Führungswalzen durch den Entwicklungsraum hindurchzuführen. Ein Abheben der Pausen vom Führungsband oder von der Führungswalze wird dabei durch eine feststehende Leitbahn verhindert, die in geringem Abstand von der Förderwalze angeordnet ist. Diese feststehende Leitwand ist mit zahlreichen Öffnungen versehen, damit das Entwicklungsgas an das Pauspapier herantreten kann. Bei diesen Ausführungen tritt das Entwicklungsgas nur einseitig an die Pausen heran, so dass mit einer längeren Entwicklungsdauer gerechnet werden muss.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Entwicklungsvorrichtung für Lichtpausen, bei der diese Nachteile dadurch vermieden sind, dass die Pause durch schlitzartige gerade oder bogenförmige starre Kanäle von zirka 3 mm Höhe hindurchgezogen wird, die die Einwirkung des Entwicklungsgases auf die Pause von beiden Seiten her gestatten, wodurch eine rasche und vollständige Entwicklung gewährleistet ist. Die Kanäle werden zweckmässig durch Rostgitter, gelochte Bleche oder, wie in Fig. 3 dargestellt, durch senkrecht gestellte und in gewissen Abständen angeordnete Führungsbleche gebildet.
Die Maschine. nach der Erfindung kann für gleiche Leistung kleiner als sonst üblich gebaut werden. Die Maschine ist ferner so eingerichtet, dass die Ein-und Ausführung der Pausen in bzw. aus dem Entwicklungsraum ohne Anwendung irgendwelcher Schnüre oder Führungsbänder erfolgt. Der Transport des Papiers durch den Gasraum erfolgt in der Weise, dass federnde Andrückbänder od. dgl., wie z. B.
Stahlbänder, die Pausen an die Transportwalzen andrücken und so deren Mitnahme bewirken. Gleichzeitig dichten die Stahlbänder den Gasraum an der Einführungs-bzw. Ausführungsstelle für die Pausen nach aussen hin wirksam ab.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung ist in Fig. 1 im Querschnitt dargestellt. 1 bezeichnet das Gestell der Vorrichtung, 2 ist der Entwicklungsraum, in dem sich eine wässerige Ammoniaklösung 3 befindet. 4 ist ein Einlassrohr mit verschiedenen Öffnungen bzw. Ansätzen für die Einführung von gasförmigem Ammoniak zum Zwecke der Sättigung der verbrauchten Ammoniakflüssigkeit. In gleicher Weise ist ein mit Löchern versehenes Rohr 5 zur direkten Begasung mit Ammoniakgas vorgesehen. 6 ist ein Tisch für die Einführung der Pausen, 7 eine Walze für die Einführung der Pausen, 8 eine zweite Walze zur Fortleitung der entwickelten Pausen in den Entlüftungsraum 9.
Die Walzen 7 und 8 sind mit dicht anliegenden Stahlbändern 24 und 25 bedeckt, welche den Austritt des Ammoniakgases ins Freie verhindern und eine glatte Weiterführung der Pausen von der Walze 7 zu den Stäben 12, die mit den Leitflächen 10 und 11 verbunden sind, und von da zur Walze 8 bewerkstelligen sollen. In dem Entlüftungsraum 9 befinden sich zwei Walzen 13 und 14, über die endlose Gummischnüre 15 in der Pfeilrichtung laufen. 16 sind Stahlbänder, die am Gestell an den Punkten 17 bzw. 18 befestigt sind und die sich gegenüber den Gummischnüren M befinden. Zwischen den Gummischnüren j und den Stahlbändern 16 werden die entwickelten Pausen geführt. 19 ist eine nach aussen isolierte, hohle Platte, in der sich eine Heizvorrichtung 20 zur Anheizung der Entwicklungskammer befindet.
Ferner ist eine Platte mit Heizvorrichtung 21 unter dem Boden des Entwicklungsbehälters 2 angebracht. 22 ist ein Thermostat zur Temperaturregelung. Der Entwicklungsraum ist mit einer Isolationsschicht 23 gegen Wärmeausstrahlung umgeben. Die Arbeit der Maschine beginnt zweckmässig nachdem vorher eine Anheizung der Entwick- lungskammer stattgefunden hat.
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Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Entwieklungsbehälter nach Fig. 1.
Der Arbeitsgang der Vorrichtung ist folgender : Die zu entwickelnden Lichtpausen werden auf den Tisch 6 gelegt, von der Einführungswalze 7 erfasst und über die Stäbe 12 zur Ausführungswalze 8 geführt. Bei dem Durchgang durch den Entwicklungsraum 2 werden die Pausen vollkommen entwickelt und gelangen von der Ausführungswalze 8 zwischen die Stahlbänder 16 und die Gummischnüre 15, von denen sie mitgenommen werden. Während des Durchganges der Pausen bis zum Ausführungsteil des Entlüftungsraumes werden die Pausen durch eine Entlüftungsvorrichtung, beispielsweise einen Ventilator, in üblicher Weise entlüftet.
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der Vorrichtung, bei der der Entwicklungsraum dadurch ) verkleinert ist, dass er eine halbkreisförmige Gestaltung bekommen hat. Bei dieser Ausführungsform sind halbkreisförmige, innen ausgesparte Bleche 24 vorgesehen, in deren Aussparungen halbkreisförmige Bleche 25 so hineingreifen, dass zwischen den beiden Blechen 24 und 25 ein schmaler Spalt 26 von etwa 3 nun oder mehr entsteht, durch den die Pausen befördert werden. Die Bleche sind auf Stäben 27 und 28 montiert und haben Löcher 29, um dem Ammoniak überall Zutritt zu verschaffen. Es hat sich gezeigt, 'dass es möglich ist, die Pausen einfach durch Schieben vermittels der Einführungswalze 30 durch den Spalt hindurchzudrücken, ohne dass ein Zerknittern der Pausen auftritt oder dass sie stecken bleiben.
Sie gelangen nach der Entwicklung, wie bei der Maschine nach Fig. 1, in den Entlüftungsraum 9. Für die Einführung und Ausführung der Pausen ist eine einzige Walze 30 vorgesehen, die die Pausen in den Spalt hinein-und wieder herausbefördert. 31 ist das durchlochte Einlassrohr für die Einführung von gas- ) förmigem Ammoniak zur Sättigung der verbrauchten Ammoniakflüssigkeit 3. 5 ist ein mit Löchern versehenes Rohr zur direkten Begasung mit Ammoniakgas. Der Entwicklungsraum 2 ist mit einem gebogenen Mantel 32 und einem weiteren Mantel 33 umschlossen, in deren Zwischenraum 34 sich eine isolierende Schicht gegen Wärmeausstrahlung befindet. 20 sind elektrische Heizvorrichtungen zur Erwärmung der Metallteile und des Ammoniakwassers.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf den Entwicklungsapparat nach Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher der bogenförmige Spalt oder Kanal innen durch ein gelochtes und gebogenes Blech und aussen durch ein gebogenes Drahtgitter gebildet wird. Diese Apparatur besteht aus einem geschlossenen Entwicklungsraum, der auf dem Gestell 58 ruht. Von dem Tisch 6 gelangen die Pausen, geführt durch das Blech 57, über die Walze 30, an die sie durch das Stahlband 35 angepresst werden, in den Kanal 26, der von dem gelochten und gebogenen Blech 36 und dem gebogenen Drahtgitter 37 gebildet wird. Das Drahtgitter 37 ist an der Leiste 38 befestigt. Aus dem Kanal 26 gelangen die Pausen wieder an die Unterseite der Walze 30, gegen die sie durch das Stahlband39 gedrückt werden und dadurch von der Walze 30 mitgenommen und in den Entlüftungskanal 40, der durch das geheizte Blech 41 und das Gitter 42 gebildet wird, befördert werden.
Der Kanal 26, gebildet aus dem Blech 36 und dem Gitter 37, liegt innerhalb des Entwicklungraumes 2, dessen Wände 43 und 44 sichtbar sind. In dem Entwicklungsraum 2 befindet sich eine schräge Rinne 45, die durch geeignete Heizvorrichtungen 46 beheizt wird und zum Verdunsten des Ammoniakwassers dient. Das Ammoniakwasser gelangt durch die in der Seitenwand des Entwicklungsraumes 2 befindliehe Öffnung 47 von der aussen angebrachten Tropfvorrichtung 48 auf. die beheizte Rinne 45. Die } Tropfvorrichtung 48 enthält das Schauglas 49 und erhält das Ammoniakwasser 3 aus der Flasche 50, wobei die Menge des zutropfenden Ammoniakwassers durch das Ventil 51 reguliert werden kann.
In dem Entwicklungsraum 2 befinden sich, benachbart dem eigentlichen Entwicklungskanal 26, die Heizstäbe 52. Ähnliche Heizstäbe 53 sind über der Einführungsstelle der Pause, über dem federnden
EMI2.1
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Entwickeln von Lichtpausen mittels Gasen, insbesondere Ammoniak, dadurch ) gekennzeichnet, dass anschliessend an die zur Einführung der Pausen dienende Walze ein schlitzartig durchbrochener, aus feststehenden Leitwänden gebildeter, gegebenenfalls gekrümmter Kanal vorgesehen ist, der zur Führung der Pausen dient und in dem die Entwicklungsgase von beiden Seiten an die Pause herantreten können.