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Die Erfindung betrifft Elektronenröhren und insbesondere den Trägerteil für die Elektroden in Hochleistungselektronenröhren.
In Entladungsgefässen mit einer Leistung in der Grössenordnung von 500 Watt oder mehr hat die Elektronenquelle gewöhnlich die Form von mehreren einzelnen Heizfädenteilen oder Litzen aus Wolfram, die auf einem Ständer angebracht sind und so gespannt werden können, dass die Litze gegenüber den andern Elektroden in der Röhre, wie z. B. dem Gitter oder den Gittern und der Anode, in gleichmässigem Abstand gehalten wird. Die Spannung wird im allgemeinen durch Spiralfedern bewirkt, die, um die Spannkraft dauernd aufrechtzuerhalten, ebenfalls aus Wolfram hergestellt sind. Man hat jedoch gefunden, dass die Wolframfedern während des Herstellungsvorganges bei der Beanspruchung beim Ziehen durch starke Hitze angegriffen werden und dann das Spannen nicht bewirken können.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist unter anderm, die Aufrechterhaltung einer vorherbestimmten Spannung in einer einzelnen Elektrode einer Entladungsröhre und die Erreichung des richtigen Abstandes dieser Elektrode von den andern Elektroden zu sichern.
Nach einem Merkmal der vorliegenden Erfindung enthält der Heizfadenhälter einen Träger mit einem Spreizteil an einem Ende, um verschiedene Teile des Heizfadens in der richtigen gegenseitigen Lage zu halten. Die Spreize ist einer Spannfeder überlagert, die wieder einem Spannungsnachlassorgan benachbart ist. das in Tätigkeit tritt, um die Spannung der Spannfeder zu beseitigen, wenn in der Nähe der Spannfeder übermässige Hitze auftritt. Unter normalen Verhältnissen hält der Spannungsnachlasser den gewünschten Zug in der Spannfeder aufrecht, damit die nötige Spannung in den Heizfadenteilen erreicht wird.
Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung werden die Heizfadenteile durch eine nach allen Seiten bewegliche Plattform in Abstand gehalten, die auf einem Ständer angebracht ist, der auch eine Spannplatte mit in Abstand gehaltenen Isolatoren trägt, zwischen denen sich die spiralige Spannfeder befindet. Der untere Isolator steht mit einem Hilfsausgleichsorgan oder Entspanner in Eingriff, der aus zwei entgegengesetzt gewölbten Bimetallteilen besteht, die auf dem Ständer neben einem Anschlag angeordnet sind. Bimetallteil für Entlastungszwecke sind an sieh bekannt. Am andern Ende der Spiralfeder ist auch ein einzelner Bimetallteil, der als Spreize für die an den Heizfadenteilen angebrachten Haken dient, vorgesehen.
Bei einer andern Ausführungsform hängen die Heizfadenteile von einem Schild herunter, das von der Spannfeder getragen wird, die wieder dem aus zwei komplementär gebogenen, auf dem Mittelständer gelagerten Bimetallscheiben bestehenden Ausgleichsorgan überlagert ist.
Die Hauptaufgabe des Ausgleiehsorgans ist, den Zug in der ausserordentlich schwer schmelzbaren Wolframspannfeder nachzulassen, um ein Weichwerden der Feder zu verhindern und dadurch die Elastizität und Spannkraft der Feder zu erhalten. Natürlich schützt der Bimetallteil die Spannfeder auch während des Betriebes, wenn sie durch ausserordentlich hohe Temperaturen gefährdet wird. Ein Vorteil bei der Verwendung der abgeänderten Form der Erfindung ist, dass dieses Gebilde die Spannfeder gegen in der Röhre erzeugte übermässige Hitze vollkommen abschirmt.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass sie ein Mittel darstellt, jede Berührung der Federnwindungen zu verhindern, was Kurzschlüsse für induzierte Hochfrequenzströme, die zur Heizung verwendet werden, herbeiführen könnte.
Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung betrifft die Anbringung des Schildes oder der Schirmelektrode oder des Gitters und besteht darin, dass ein Ende davon starr in einem Ring befestigt ist, der auf einem Stiel an einem Ende der Röhre sitzt, und dass ein metallischer Rand um das andere Ende gebildet wird, das in einen ringförmigen Teil der Röhre zwischen dem Stiel und der Gefässwand am andern Ende ragt. Mehrere an dem metallischen Rand befestigte Spreizfinger liegen an der Gefässwand an, um das Schirmgitter in gleichmässigem Abstand von Steuergitter und Anode zu halten. Diese Bauart erleichtert den Elektrodenzusammenbau in der Röhre und gewährleistet einen genauen Abstand der Elektroden und macht sie schwingungsfrei, während sich das Schirmgitter entsprechend den Temperatur- änderungen ausdehnen und zusammenziehen kann.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Elektronenröhre und zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ; in der Zeichnung ist ein Teil der Gefässwand und der Elektroden weggebrochen dargestellt, um die Einzelheiten des Aufbaus deutlicher zu zeigen.
Fig. 2 ist ein vergrösserter Aufriss der Schirmelektrode oder des Gitters der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung und zeigt den Aufbau und den Einbau des Gitters an beiden Enden der Röhre, von denen nur ein Teil dargestellt ist.
Fig. 3 ist eine vergrösserte Darstellung des Heizfadenspanners gemäss der Erfindung und zeigt die Stellung der Teile auf dem Ständer und das Hilfsausgleichsorgan in seiner Normalstellung.
Fig. 4 zeigt den Heizfadenspanner nach Fig. 3 mit dem Ausgleichsorgan ausserhalb seiner Normalstellung, um den Zug der Spannfeder nachzulassen.
Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung im Querschnitt, bei der die Ausgleichsorgane entgegengesetzt gewölbte Scheiben sind und die Heizfadenaufhängung eine Abschirmung um den Spanner bildet.
Fig. 6 ist eine Draufsicht des in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausgleichsorgans.
Zufolge der Zeichnung enthält eine Elektronenröhre als Beispiel für die verschiedenen Ausführungformen der vorliegenden Erfindung einen äusseren Kolben 10 mit beiderseitiger Zuführung, mit einem einspringenden Füsschen 11, das in einer Quetschstelle 12 mit mehreren Zweigen endet. Das andere Ende des Kolbens 10 ist mit mehreren zylindrischen Füsschen 13, 14 und 15 versehen, die in anstossenden Kanten verbunden und gegeneinander und untereinander im Gefäss 10 konzentrisch angeordnet sind.
Das innerste Füsschen 15, das gegenüber den andern Füsschen und dem Kolben am weitesten einspringt, endet in einer Quetschstelle 16, die ähnlich der Quetschstelle 12 und gleichachsig mit dieser angeordnet ist.
Eine Heizfadenkathode, die teilweise in den Fig. 3 und 4 genauer dargestellt ist, wird von der Quetschstelle 16 getragen und enthält einen Mittelträger 17, dessen eines Ende in der Mitte der Quetseh- stelle 16 eingebettet ist, und liegt in der Längsachse des Kolbens 10. Das andere Ende des Trägers 17 kann in der Isolierhülse 18 gleiten, die von dem Füsschen 11 durch einen kurzen Tragdraht 19, der in der Hülse 18 eingebettet ist, getragen und durch ein Paar Metallstreifen 20 gehalten wird, die wieder an einem gebogenen Draht 21 angeschweisst sind, der in einem der Zweige der Quetschstelle 12 eingebettet ist.
Mehrere starre Drähte 22 sind in dem Zweig der Quetschstelle 16 eingebettet und verlaufen parallel zum Träger 17. Jeder der Drähte 22 trägt einen gebogenen Verbindungsdraht 23, der wieder an einem U-förmigen Teil 24 befestigt ist. Diese Drähte sind an den starren Verbindungen zur Heizstromspeisung für eine Heizkathode, bestehend aus drei V-förmigen Teilen 25 aus Wolfram, die eine kreisförmige Abgrenzung um den Träger 17 bilden, angebracht und dienen selbst zur Heizstromzuführung und werden in bestimmtem Abstand von den andern Elektroden in der Röhre durch eine nach allen Seiten biegsame, in Fig. 3 gezeigte Konstruktion unter geeigneter Spannung gehalten. Diese Konstruktion wird lose an dem Träger 17 gehalten und in ihrer Abwärtsbewegung durch eine Verdickung oder einen Anschlagring 26
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Die Spiralfeder 29 aus Wolfram sitzt zwischen den flanschenförmigen Isolierscheiben 28 und 30, und dieses Gebilde ist verschiebbar an dem Träger 17, bis es an die Hilfsausgleichsorgane 27 anschlägt. Die Spreize 31 ist mit einer Öffnung versehen, um über den Träger 17 gleiten zu können, und läuft an der konischen Oberfläche 33 der Isolierscheibe 30 an. Diese Bauart gestattet eine praktisch ungehinderte Ausdehnung und Zusammenziehung der Teile des Heizfadens 25 nach allen Richtungen bei Temperatur- änderungen und verhindert so das Auftreten schädlichen Spannens in den Kathodenteilen.
Die durch Längs-oder Drehbewegungen der Kathodenteile auftretenden Änderungen werden durch die Druckfedern 29 ausgeglichen, so dass eine im wesentlichen gleichmässige Spannung in den Abschnitten der Kathode 25 aufrechterhalten und die richtige Kathodenform bewahrt wird. Die Anordnung der Spreizarme und ihre Lage mit Rücksicht auf die konische Oberfläche des oberen Isolators gleicht ungleichmässige
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Ausdehnung der verschiedenen Abschnitte der Kathode aus und verhindert dadurch übermässigen Zug in der Kathode und bewahrt die richtige Kathodenform.
Die Wolframspannfeder 29 ist sehr schwer schmelzbar und kann sehr hohe Temperaturen aushalten, ohne die Spannkraft der Feder zu gefährden. Über einem bestimmten zulässigen Temperaturbereich wird jedoch Wolfram infolge seiner besonderen Eigenschaften weich und plastisch, dies jedoch nur vorübergehend, denn wenn Wolfram auf eine Temperatur innerhalb des zulässigen Bereiches abgekühlt wird, nimmt es seinen ursprünglichen Zustand wieder an, ohne Kristallisationserscheinungen und ohne sich dabei wesentlich zu verändern, wie dies bei andern Metallen der Fall ist. Diese Veränderung tritt aber bei Wolfram nur auf, wenn es in normalem, nicht gespanntem Zustand ist. Die Veränderung tritt jedoch nicht auf, wenn das Wolfram während der Überhitzung unter Spannung steht.
Unter diesen Umständen wird das Wolfram plastisch und kehrt nach der Abkühlung nicht in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Dementsprechend verliert die Wolframfeder ihre Spannkraft und wirkt nicht mehr als Zugvorrichtung.
Eine derartige schädliche Überhitzung geschieht leicht während der Erzeugung der Röhre, wenn die Teile der Vorrichtung auf hohe Temperaturen erhitzt werden, um okkludierte Gase zu entfernen.
Ein wirksames Verfahren, die Teile zur Entfernung okkludierter Gase zu erhitzen, ist das Hochfrequenzinduktionsverfahren, bei welchem eine Hochfrequenzspule den Kolben aussen umgibt und in den Metallteilen der Röhre ein elektrisches Feld induziert, um sie auf hohe Temperaturen zu erhitzen. Infolge der Lage der Heizfadentrageinrichtung in der Achse des Kolbens ist es klar, dass die Zugkonstruktion für den Heizfaden nicht der von der benachbarten grossen Elektrodenfläche ausgestrahlten Hitze entgehen kann. ferner umgibt die Schirmelektrode im wesentlichen die Spannvorrichtung, so dass, wenn diese Elektrode auf eine hohe Temperatur erhitzt wird, sich die Spannfeder im Mittelpunkt eines ausserordentlich hohen Temperaturgebietes befindet.
Um die Wirkung dieser übermässigen Erhitzung der Spannfeder nach der vorliegenden Erfindung aufzuheben, dienen die Ausgleichsteile 27 und 31 als Entspanner, die der Spannfeder gestatten, sich auszudehnen, und so die Feder durch die Phase der Erhitzung und Abkühlung gehen lassen. Die Spannkraft der Feder wird daher nicht verloren oder beeinträchtigt. Die nachlassende Wirkung in der Spannfeder 29 erreicht man durch die Gestalt und die Eigenschaften der Ausgleichsorgane, die aus Bimetallteilen mit einer äusseren Schichte aus einer unter dem Namen"Invar"im Handel befindlichen Eisensorte und einer inneren Schicht aus Nickel oder einer Nickellegierung bestehen, wobei die beiden Schichten Fläche auf Fläche zusammengeschweisst und konkav gebogen sind.
Diese Schichten haben verschiedene Ausdehnungskoeffizienten, u. zw. hat die"Invar"-Schicht einen niedrigeren Ausdehnungskoeffizienten als die Nickelschicht. Demzufolge wird vorzugsweise die"Invar"-Sehicht an der Aussenseite der Wölbung angebracht. Die Form des Ausgleichsorgans ist genau aus Fig. 6 zu ersehen, in der das Organ mehrere radiale Arme besitzt, die eine Art Dreifuss bilden, und aus Fig. 3 ist zu ersehen, dass das untere Element 27 konkav ist, während der obere Teil 27 konvex ist und die zueinandergehörigen Arme der Elemente sind durch die Gelenkringe 34 miteinander verbunden.
Der Spreizausgleiehsteil 31, der aus dem gleichen Material besteht und die gleiche Gestalt hat wie der untere Ausgleichsteil27, erfül1t dieselbe Aufgabe wie der untere Ausgleiehsteil am andern Ende der
Spannvorrichtung. Die vorübergehende Wirkung der Ausgleichsorgane ist aus einem Vergleich der aus
Fig. 3 und 4 ersichtlichen Heizfadenspannvorrichtung besser zu entnehmen, wobei Fig. 3 die Normal- stellung dieses Teiles zeigt, während Fig. 4 die Änderung zeigt, die z. B. bei einer starken Erwärmung auftritt. Die Eigenschaften der Bimetallteil bewirken, dass sie ihre Gestalt infolge Ausdehnung ändern, innerhalb eines Temperaturbereiches, der unterhalb der Temperaturen liegt, bei welchen die Wolframfeder nachteilig beeinflusst wird.
Innerhalb dieses Temperaturbereiches wird der Bimetallteil abgeflacht oder nahezu eine ebene Fläche und gestattet hiedurch der Spannfeder, sich in einem solchen Masse zu entspannen, dass die unteren Windungen getrennt werden und keinen vollständigen Stromkreis für die Einleitung einer Erwärmung der Feder bilden. Der Bimetallteil trachtet auch, den Zug der Feder zu beseitigen, so dass diese nicht gespannt ist.
Wird die Wärmequelle entfernt, dann nehmen die Bimetallteile wieder ihre Normalstellung nach Fig. 3 ein, wobei die Spannfeder wieder in den gespannten Zustand zurückkehrt, um allmählich einen Zug auf die Heizfäden auszuüben, so dass kein übermässiger Zug während der Übergangszeit in den Fäden auftritt.
Die Darstellung nach Fig. 3 ist eine Ausführungsform der auf die Heizfadentragvorrichtung angewandten Erfindung, es ist jedoch eine andere Form der Erfindung in Fig. 5 möglich ; nach dieser Figur besteht das Hilfsausgleichsorgan am unteren Ende der Spannfeder 29 aus zwei entgegengesetzt gewölbten Scheiben 35 und 36, die die gleichen bimetallischen Oberflächen oder Schichten wie die Ausgleichselemente 27 und 31 haben.
An Stelle des Spreizteils 31 befindet sich eine flanschenförmige
Metallscheibe 37 mit einem eingedrückten Mittelteil 38 auf einer Spannfedet 29 und gleitet, auf dem Träger 11. Die flanschenförmige Scheibe trägt eine nach unten ragende, metallische Hülle 39 in der Form eines zylindrischen Schildes, das die Spannfedervorrichtung umgibt, und die Hülle oder der Schirm ist mit nach unten ragenden Fortsätzen mit Öffnungen zur Aufnahme der Heizfadenhaken 32 versehen.
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Diese Anordnung bildet zusammen mit den Ausgleichscheiben eine im wesentlichen vollständige Umhüllung um die Spannfeder und bewirkt daher eine Ablenkung der Hitze, die in der Vorrichtung entsteht, so dass sie die Spannfeder 29 nicht angreift.
Zurückkommend auf Fig. 1 ist zu ersehen, dass mehrere Einführungsdrähte in der Quetschstelle 15 eingeschmolzen und mit den Drähten 22 verbunden sind. Zwei der Leiter 40 sind mit einem Stift 41 am
Sockel 42, der an dem Füsschen 14 befestigt ist, verbunden, während der andere Leiter 43 mit dem Stift 44 am Sockel verbunden ist.
Es soll nunmehr der Aufbau der restlichen Teile beschrieben werden. Der Heizfadenteil 25 ist mit einem spiraligen Steuergitter45 umgeben, das von drei in gleichen Abständen angebrachten parallelen
Stangen 46 getragen wird, wobei jede Stange von einem gebogenen Draht getragen wird, der von der
Quetschstelle 12 ausgeht, ähnlich dem oben beschriebenen Draht 21. Diese Drähte sind an Einführung- drähten 47 angebracht, die zu einem Stift 48 führen, der sich am Ende der Isolierbüehse 49 am Ende des Kolbens 10 befindet. Die Länge des Steuergitter 45 und sein geringer Abstand von der Heizkathode 25 erfordert ein Stützorgan am freien Ende, um zu verhindern, dass das Gitter schwingt und auch um die Abstände von den andern Elektroden in der Röhre aufrechtzuerhalten.
Die Gitterelektrode 45 wird in ihrer genauen Lage gehalten und gleichzeitig ihre freie Ausdehnung und Zusammenziehung in der Längsrichtung durch eine Führungsvorrichtung ermöglicht, die einen der Gittertragstäbe 46 enthält, der verlängert ist, wobei er in eine Quarzhülse 50 ragt und der Stab 46 in der Hülse 50 gleiten kann, seine Querbewegung jedoch verhindert wird. Die Hülse 50 wird durch einen Tragdraht 51, der am oberen Ende eingeschmolzen ist, fest in vertikaler Lage gehalten, und der Tragdraht wird zwischen zwei Metallbügeln 52 gehalten, die sich nach innen in radialer Richtung fortsetzen und an dem Träger 17 befestigt sind.
Es sei bemerkt, dass sich die Bügel 52 in der Richtung nach einem der Heizfadenstützdrähte 22 erstrecken, und um die Isolation dieses Drahtes nicht zu gefährden, sind die Bügel 52 mit komplementären Ausbuchtungen 53 versehen, die einen genügenden Isolationsraum um den Heizfadenstützdraht 22 bilden.
Das Steuergitter ist von einer zylindrischen Schirmelektrode oder einem Schirmgitter umgeben, das ein beträchtliches Stück über die Enden der Kathode und des Steuergitter gegen das Füsschen 13 und auch in der entgegengesetzten Richtung gegen das Füsschen 11 hinausragt, um die Kapazität zwischen den Elektroden herabzusetzen.
Ein weiteres Merkmal des Sehirmgitteraufbaues nach der vorliegenden Erfindung ist der verschiebbare Träger des Schirmgitters an der inneren Wand des Endteiles des Gefässes 10, so dass das Schirmgitter nicht schwingt und sich ausdehnen und zusammenziehen kann, wobei eine Verzerrung des Gitters und Änderung der Eigenschaften der Röhre vermieden werden. Während Fig. 1 die Anordnung des Schirmgitters 54 gegenüber den andern Elektroden in der Vorrichtung zeigt, dürfte die Konstruktion und der Zusammenbau dieser Elektrode aus der Darstellung in Fig. 2 besser hervorgehen, die das Gitter getrennt von den andern Elektroden und den Teilen der Röhre, mit welchen es in Berührung steht, zeigt.
Die Schirmelektrode 54 besteht aus einem langen, zylindrischen Drahtgitter, das mit metallischen Verstärkungen an den Enden versehen ist, wobei ein Ende eine becherförmige, runde Metallhülse 55 mit Flanschen von zwei verschiedenen Durchmessern ist, von welchen der Flansch mit grösserem Durchmesser an die Innenfläche des Drahtgitterzylinders angeschweisst ist, während der Flansch mit kleinerem Durchmesser, der genau dem Durchmesser des Füsschens 15 entspricht, einen Rand bildet, an welchem die vertikalen Stützstäbe 56 befestigt sind, und diese Stäbe sind wieder an Metallringen 57 befestigt, die in bestimmten Abständen voneinander an das Füsschen 15 angeklemmt sind.
Das andere Ende des Gitterzylinders 54 zeigt einen Metallring 58, der mehrere gebogene federnde Finger 59 trägt, die in gleichen Abständen voneinander angebracht sind und an der Innenwand des Endes des Kolbens 10 neben dem Füsschen 11 verschiebbar sind. Um die Steifheit der Schirmelektrode 54 zu erhöhen, werden mehrere Versteifungsstäbe 60 an die Aussenseite des Zylinders angesehweisst und an entgegengesetzten Enden an den Ringen 55 und 58 befestigt.
Ein anderes Merkmal des Gitteraufbaus nach der Erfindung ist die Anordnung des Ringes 58 aus einem Metall mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten, z. B. dem unter der Bezeichnung Invar" bekannten Metall, um eine Formänderung des Gitters zu verhindern und hiedurch die federnden Finger 59 gegen übermässigen Druck zu schützen, der das Gleiten der Finger beeinträchtigen könnte. Diese verbesserte Gitterbauart dient auch zur Aufnahme der Gitterbehälter. Der Ring 58 ist mit zwei gebogenen Drähten 61 versehen, die gerillte Ringe 62 tragen, in denen ein leicht verdampfendes Metall enthalten ist, z. B.
Magnesium, das im letzten Stadium des Evakuierungsvorganges bis auf Verdampfungstemperatur erhitzt wird und an der benachbarten Wand der Röhre eine Magnesiumschicht ablagert, um restliche Gase, die durch das gewöhnliche Entlüftungsverfahren nicht entfernt werden können, aufzunehmen. Ein Zuführungsleiter 63 für die Schirmelektrode 54 ist in der Seitenwand des Füsschen 15 vorgesehen und mit einem der Trägerstäbe 56 durch einen Streifen 64 verbunden, während das äussere Ende an dem Stift 65 im Sockel 42 befestigt ist.
'Die Gitterelektrode und die andern inneren Elektroden sind von einer zylindrischen Anode 66 aus Molybdän umgeben, die konzentrisch die andern Elektroden umgibt und mehrere gebogene Metallteile mit Flanschen 67 aus einem Stück hat, wobei die Flanschen von benachbarten Teilen Fläche an Fläche
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liegen und durch haarnadelförmige Stützdrähte verbunden sind, die nach unten zu den in Abständen angebrachten Ringen 69, die an die Quetschstelle. M geklemmt sind, führen. Die Stützdrähte sind an den Ringen durch angeschweisste Bügel 10 befestigt.
Die metallische Oberfläche der Anode 66 kann durch Karborundumgebläse aufgerauht oder geschwärzt werden, um die Wärmestrahlung der Elektrode zu erhöhen, und die Oberfläche kann auch mit Rillen oder Erhebungen 11 versehen werden, um eine Verzerrung der Anode durch die Wärme während des Betriebes der Röhre zu verhindern. Die Anode 67 ist mit einem äusseren Stromkreis durch Metallbügel 72 verbunden, die mit den Trägerstäben 68 und mit den Leitern 1. 3 verbunden sind, die von den angrenzenden Rändern der Füsschen 13 und 14 ausgehen, wobei die äusseren Enden der Zuführungsdrähte mit den Stiften 74 verbunden sind, die an einem geschlitzten Metallring 15 befestigt sind, der das Ende des Kolbens, das das Füsschen 1. 3 umgibt, umfasst.
Die Erfindung wurde nur für ein besonderes Ausführungsbeispiel genau beschrieben, kann jedoch auch für andere Elektronenröhren, z. B. gas-oder dampfgefüllte Röhren, verwendet werden. Ferner können verschiedene Abänderungen der besonderen angeführten Merkmale vorgenommen werden, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. StÜtzvorrichtung für eine Elektrode mit einem Tragteil, von diesem Tragteil gehaltenen Spannvorrichtungen und Einrichtungen zum Anschliessen der Spannvorrichtung an die Elektrode, dadurch gekennzeichnet, dass Hilfsorgane vorgesehen sind, die von der Erhitzung der tragenden Anordnung beeinflusst werden und die Spannung in den Spannvorrichtungen bei abnormaler Erwärmung zwecks Ausgleich der Überhitzungswirkung regeln.