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Gelenkige Riemenverbindung.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Riemenverbindung, insbesondere mit aus zwei gelenkig verbundenen Reihen von U-förmig gebogenen Haken bestehendem Riemenverbinder. Bei den bekannten Riemenverbindungen dieser Art sind die Hakenklammern auf der Laufseite des Riemens infolge der dort auftretenden Reibung mit den Riemenscheiben einem unerwünscht starken Verschleiss unterworfen.
Dieser Verschleiss ist um so grösser, als durch die metallische Berührung zwischen den Klammern und den Riemenscheiben eine erhebliche Steigerung des Schlupfes hervorgerufen wird, was ein Schleifen der Verbinderklammern auf den Riemenscheiben zur Folge hat. Insbesondere sind auch die Enden der Klammern beim Auflaufen auf die Riemenscheiben starken Stössen und Schlägen ausgesetzt, was nicht nur eine schnellere Abnutzung an diesen Stellen verursacht, sondern auch einen unangenehm geräuschvollen Gang mit sich bringt.
All diese Mängel sind gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass an den Enden der Verbinderhaken, u. zw. auf der Laufseite des Riemens ein aus Gummi, Leder, Karton od. dgl. elastischem Stoff bestehender Schutzstreifen angebracht wird. Durch die Anordnung eines solchen, aus stoss-und schall- dämpfendem Werkstoff bestehenden Polsters sind die Klammerenden gegen Stoss-und Schlagbean- spruchungen und vorzeitige Abnutzung geschützt, und es ist eine wesentliche Geräusch-und Schlupf- minderung erzielt. Vorteilhaft können die Schutzstreifen von einer derartigen Stärke sein, d. h. soweit über die Oberfläche der Klammern hervorragen, dass sie eine Berührung der Klammern mit der Riemenscheibe nicht nur an ihren Enden, sondern auch über ihre ganze Länge verhindert.
Dadurch ist die bisher durch die metallische Berührung zwischen Verbinderklammern und Riemenscheiben verursachte Schlupfsteigerung gänzlich vermieden. Der Schutzstreifen gewährleistet also einen ruhigen, geräuschlosen Gang und eine bedeutend gesteigerte Haltbarkeit der Riemenverbindungen. Diese Wirkungen können noch weiterhin dadurch begünstigt werden, dass der Schutzstreifen nach der Auflaufkante zu keilförmig zugeschärft ist.
Die Befestigung des Schutzstreifens kann entweder durch Niete, Stifte od. dgl. unmittelbar am Riemen oder aber mittelbar durch klemmend zwischen den Klammerschenkeln und dem Riemen gehaltene, am Schutzstreifen vorgesehene Befestigungslappen geschehen.
Die mittelbare Befestigung durch besondere Befestigungslappen hat den Vorteil, dass die Befestigungsmittel einem Verschleiss durch Reibung mit der Riemenscheibe völlig entzogen sind.
Der Befestigungslappen kann vorteilhaft in der gleichen Stärke wie der Schutzstreifen selbst ausgeführt und mit rillenartigen Vertiefungen zur Aufnahme der Klammerschenkel versehen sein. Dabei kann ein wirksamer Schutz der Klammerschenkel gegen Berührung mit den Riemenscheiben schon bei verhältnismässig geringer Stärke des Schutzstreifens erzielt werden, da die Klammerschenkel in dem Schutzstreifen eingebettet liegen.
Der Schutzstreifen kann sich auch bis auf die Klammerschenkel erstrecken, so dass diese wenigstens teilweise von dem Schutzstreifen verdeckt werden. Dabei wird der Schutzstreifen zweckmässig auf seiner Unterseite mit Rillen oder einer Ausnehmung zur Aufnahme der Klammerschenkel versehen. Die Rillung oder Ausnehmung kann aber auch ganz fortfallen, insbesondere dann, wenn die Klammerschenkel sich in die Riemenoberfläche teilweise eindrücken und infolgedessen nur wenig auftragen. Dadurch, dass die Klammern insbesondere an ihren Enden von dem Schutzstreifen bedeckt werden, sind gleichzeitig die Einschlagspitzen gegen ein Lockern und Herausziehen aus dem Riemen gesichert.
Der die Verbindung der Riemen bewirkende Riemenverbinder kann bereits vor dem Anschlagen mit dem Schutzstreifen versehen sein, wodurch sich das Anbringen des Schutzstreifens wesentlich
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erleichtert. Dabei kann der Schutzstreifen durch Klebestreifen an den Verbinderklammern befestigt sein.
Bei solchen Riemenverbindern, bei denen die einzelnen Drahtklammern durch einen aus Papier, Pappe od. dgl. bestehenden Gitterstreifen verbunden sind, kann der Schutzstreifen an dem Gitterstreifen befestigt sein. Er kann aber auch mit dem Gitterstreifen aus einem Stück bestehen.
Auf der Zeichnung ist die Neuerung in fünf verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 die neue Riemenverbindung im Querschnitt, wobei nur die eine Hälfte der Riemenverbindung zur Darstellung gebracht ist, Fig. 2, 3, 4 und 5 vier weitere Ausführungsbeispiele in derselben Darstellung wie Fig. 1 mit Ausnahme von Fig. 5, die einen vollständigen Schnitt durch die Verbindung darstellt, Fig. 6 einen mit dem neuen Schutzstreifen versehenen Riemenverbinder in schaubildlicher Ansicht, Fig. 7 einen Teilschnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 6.
Im dargestellten Beispiel sind a und b die beiden Riemenenden, die in an sich bekannter Weise durch U-förmig gebogene Drahtklammern c, cl und einen zwischen deren Gelenkaugenteile gesteckten Gelenkstift f miteinander verbunden sind. Die beiden Schenkel g, gl der Drahtklammern sind verschieden lang ausgeführt, so dass die etwas mehr als rechtwinklig abgebogenen Einschlagspitzen h, hl nicht gegeneinanderstossen können.
An den Enden k der Verbinderhaken, u. zw. entweder vor oder auch teilweise im Bereich derselben, ist erfindungsgemäss auf der Laufseite des Riemens ein aus Gummi, Leder, Karton od. dgl. elastischem Stoff bestehender Polsterstreifen m angebracht, um eine Berührung der Riemenscheibe i mit den Drahtklammern, insbesondere an den Enden k der Klammerschenkel beim Auflaufen der Verbindung auf die Riemenscheibe zu verhindern. Durch diesen Streifen werden nicht nur die Klammerenden k gegen Stossbeanspruchungen und vorzeitigen Verschleiss geschützt, sondern es wird gleichzeitig auch eine wesentliche Verminderung der Geräusche erzielt. Die Schutzstreifen m können so stark ausgeführt sein, dass die Klammerschenkel g, gl iiber ihre Oberfläche nicht hervorragen.
Zweckmässig werden sie jedoch noch stärker ausgeführt derart, dass sie eine Berührung der Klammern mit der Riemenscheibe nicht nur an den Enden 7c, sondern auch über die ganze Länge der Schenkel g, gl verhindern. Hiedurch ist auch die bisher durch die metallische Berührung zwischen Verbinderklammern und Riemenscheibe verursachte Sehlupfsteigerung gänzlich vermieden und somit ein ruhiger Lauf und ein guter Wirkungsgrad des Riementriebes gewährleistet. Der ruhige Lauf wird noch weiterhin dadurch begünstigt, dass der Schutzstreifen m nach der Auflaufkante i zu kemörmig zuge schärft ist.
Bei den in Fig. 1, 4 und 5 dargestellten drei Ausführungsbeispielen geschieht die Befestigung des Polsterstreifens m an dem Riemen unmittelbar durch Stifte n, während bei den in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen die Befestigung durch einen am Schutzstreifen vorgesehenen Befestigungslappen o bewerkstelligt wird, durch den hindurch die Einschlagspitzen h, hl in den Riemen eingetrieben werden, so dass der Lappen o klemmend zwischen den Schenkeln g, der Drahtklammern und dem Riemen gehalten ist.
Diese Befestigung hat gegenüber der unmittelbaren Befestigung durch Niete, Stifte od. dgl. den Vorteil, dass sie einem Verschleiss durch Reibung mit der Riemenscheibe völlig entzogen ist.
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erfolgt dabei durch Stifte n, die jeweils zwischen zwei benachbarten Klammerschenkeln hindurch in den Riemen eingetrieben werden. Die Auflaufkante i legt sich dabei im Lauf selbsttätig fest an die Riemenoberfläche an. Der Schutzstreifen kann aber auch schon von vornherein eine etwas gebogene oder geknickte Form erhalten oder, wie in Fig. 3 dargestellt, auf seiner Unterseite mit Rillen p oder einer Ausnehmung p versehen sein. Bei diesen beiden Ausführungsbeispielen dienen die Schutzstreifen gleichzeitig als Sicherung für die Klammern gegen ein Lockern oder Herausziehen der Einschlagspitzen h, hl aus dem Riemen.
In Fig. 6 und 7 ist ein zur Herstellung der in Fig. 3 gezeigten Riemenverbindung dienender Verbinder dargestellt. Dieser besteht aus einer Anzahl von V-förmig gebogenen Klammern und einem die Klammern in der ordnungsmässigen gegenseitigen Lage haltenden Gitterstreifen q. Der Gitterstreifen q besteht aus einem rechteckigen Streifen Papier oder Pappe, der zum Durchtritt der Klammerscheitel mit Querschlitzen r versehen ist. Die Querschlitze r sind gerade so lang, dass nach vollständigem Einstecken die Klammern mit ihren Scheiteln auf der einen und mit ihren Schenkeln auf der andern Seite des Gitterstreifens hervorragen. Unmittelbar hinter den Querschlitzen sind die Ränder s des Gitterstreifens parallel zu den Schenkeln g, schräg abgebogen.
An der einen Klammersehenkelreihe ist ein Schutzstreifen in der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform angebracht. Dieser Schutzstreifen m ist durch einen auf seiner Aussenseite angebrachten Klebestreifen t mit dem Gitterstreifen q verbunden. Der Klebestreifen t ist mit dem Gitterstreifen auf der Aussenseite der abgebogenen, den oberen Rand des Schutzstreifens m bzw. Befestigungslappens o übergreifenden Längsseite s verbunden, während er mit dem Schutzstreifen auf dem durch den Gitterstreifen nicht verdeckten, bis zur Auflaufkante i sich erstreckenden Teil der Oberfläche verklebt ist. Die die Klammerschenkel g, aufnehmenden Rillen p sind infolgedessen vollständig durch den Klebestreifen t verdeckt.
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