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Bearbeitung von Flächen durch Saiidstrahigel) läse.
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durch kleine Eisenkörper ersetzt werden. Indessen können die bisher vorgeschlagenen Eisenkörper nicht dieselbe Putzwirkung wie die Sandkörper ergeben, da nicht erkannt wurde, dass für diese Wirkung eine Scharfkantigkeit erforderlich ist. Das gilt auch für den vorgeschlagenen Stahlschrott, der natürlich nicht notwendigerweise aus seharfkantigen Eisenkörpern zu bestehen braucht, dessen Form aber auch zu unbestimmt ist, als dass man ihn als gleiehwertigen Ersatz der Sandkörner ansprechen könnte.
Der Erfindung gemäss werden nun scharfkantige Eisenkörper, die bei der Herstellung von Drahtstiften abfallen, als Streukörper in Strahlgebläsen zum. Reinigen von Flächen, insbesondere zum Gussputzen, verwendet.
Es hat sich gezeigt, dass die Reinigung der Gussstücke erheblich schneller als mit Sand vor sich geht, im übrigen aber in keiner Weise hinter der durch das Sandstrahlgebläse erzielten Reinigung zurücksteht. Diese Abfälle, die kleine Eisenkörper von keilähnlicher Form mit besonders ausgesprochen geradlinig verlaufenden scharfen Kanten darstellen, sind in so grossen Mengen vorhanden, dass die regelrecht Verwendung für Strahlgebläse zum Reinigen von Gussstücken wirtschaftlich durchaus möglich ist, zumal die Abfälle sonst nur als Schrott verwendbar und billig zu haben sind. Besonders bemerkenswert ist auch, dass bei Verwendung dieser aus Abfall sich ergebenden Eisenkörperchen eine Beschädigung des Gebläses und der Leitungen nicht festzustellen war.
Wegen ihrer ausgeprägten Form mit deutlichen scharfen Kanten ergeben sie nicht nur eine ergiebige, sondern auch eine sehr gleichmässige Putzwirkung, auf die man sich unter allen Umständen unter sonst gleichen Bedingungen verlassen kann. Unterstützt wird diese Wirkung zweifelsohne dadurch, dass diese Nagelabfälle, soweit sie von Nägeln derselben Sorte und Grösse herrühren, auch durchweg gleich gross und gleich geformt sind, wenn man von einigen Nebenabfällen absieht. Weiterhin kann man je nach dem Bedarfsfall die Grösse der Schleuderkörper auch verschieden wählen, da die Abfälle von verschieden grossen Nägeln auch wiederum verschieden gross, aber unter sich wieder gleich sind.
Gegenüber irgendwelchem Stahlschrott wirken sich also einerseits die besonders klar und gleichmässig ausgebildeten geradlinigen Kanten nebst Spitzen und anderseits die gleichmässige Form der Nagelabfälle günstig aus. Es ist ferner bemerkenswert, dass die Nagelabfälle infolge ihrer zwar scharfkantigen, aber sonst durchaus geschlossenen und durchwegs gleichmässigen Form in der Verwendung als Strahl-oder Sehleuderkörper besonders dauerhaft sich erweisen, als sich im Dauerbetrieb billiger, nicht nur als Sand, sondern auch als sonstige Stahlabfälle stellen. Gegenüber den letzteren ist auch noch auf folgendes hinzuweisen.
In dem Schrifttum, das sich mit der Verwendung von Stahlschrott befasst, wird gesagt, in Amerika, wo sich der Sand wegen des zu langen Bezugsweges am Verwendungsort sehr teuer stellen würde, sei es wirtschaftlicher, den an sich wesentlich teuren Stahlschrott zu verwenden, weil er sich weniger abnutze. Weiter wird gesagt, da das spezifische Gewicht des Stahlschrottes etwa das fünffache des Quarzsandes betrage, müsse im allgemeinen mit höheren Drücken gearbeitet werden, um eine Geschwindigkeit der Schrottkörner zu erzielen, die zu einer genügenden Putzleistung ausreiche. Demgegenüber können die Drahtstiftabfälle mit demselben Gebläsedruck wie sonst der Sand gegen die Putzstücke geschleudert werden, so dass also die Betriebskosten nicht etwa durch Druekerhöhung grösser als bei der Verwendung von Sand werden.
Das ist ausgeprobt worden.
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Offenbar wird die geringere Geschwindigkeit der spezifisch schwereren Nagelabfälle durch die spezifisch bessere Putzwirkung ausgeglichen, die auf die besondere Form und die Gleichmässigkeit der Nagelabfälle zurÜckzuführen ist.
In der Zeichnung zeigen Fig. 1 und 2 Drahtstifte, an deren Spitzen noch Flügel a sitzen. Die Entfernung dieser Flügel geschieht vorzugsweise in rotierenden Trommeln (Rommeltrommeln). Die abgesprengten Flügel ergeben die für die Verwendung beim Putzen der Gussstücke benutzten scharfkantigen Eisenkörperchen. In starker Vergrösserung ist ein solcher Eisenkörper durch die Fig. 3,4 und 5 in drei verschiedenen Ansichten wiedergegeben. Je nach der Grösse der Drahtstifte sind auch die Flügel a natürlich verschieden gross.
Die Eisenkörperchen lassen sich auch in verschiedenen Grössen zum Putzen der Gussstücke verwenden, wobei zweckmässig je nach der Grösse ein Unterschied bei der Anwendung insofern gemacht wird, als die kleineren Körperchen für solche Gussstücke, die in der Sandstrahlgebläsemaschine Platz haben, die gröberen aber im Freistrahlgebläse, benutzt werden, bei denen sie frei in den Luftstrom herabfallen (Schwerkraftsystem, im Gegensatz zu dem aber auch verwendbaren Drucksystem oder Saugsystem).
Das Verfahren lässt sich aber nicht nur zum Putzen von Gussstücken, sondern auch zum Putzen und Bearbeiten beliebiger anderer Gegenstände und Flächen verwenden, die auch aus anderem Metall oder auch ans Stein, Holz od. dgl. gebildet sein können (Hausfassaden, Brücken, Eisenkonstruktionen od. dgl.).