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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bandeisenversehlüssen mittels ineinandergreifender
Einschnitte auf den zu verbindenden Bandenden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Bandeisenversehlüssen, wobei die aufeinanderliegenden Bandenden mit Paaren von zickzackartig ausgeschnittenen, aus der Bandebene heraus- gedrückten und ineinandergreifenden Einschnitten versehen werden (vgl. britisches Patent Nr. 267160 bzw. D. R. P. Nr. 472334).
Bei den vorbekannten Verschlussmaschinen dieser Art zeigen die Einschnitte nach ihrem Ausstanzen aus dem Bande die Neigung, an den Matrizen festzuhaken, so dass sie dann nur mit besonderen Hilfsgeräten, mit denen man unter das Band greifen und die Einschnittstelle von den Matrizen abheben muss, von den Gesenken getrennt werden können. Ein derartiges Verfahren ist nicht allein sehr umständlich, sondern auch recht zeitraubend, so dass die mit den bisher bekannten Verschlussmaschinen erzielten Leistungen nicht befriedigen konnten.
Zweck der Erfindung ist es, diesen Mangel zu beheben und eine einwandfreier und schneller arbeitende Verschlussmaschine zu schaffen. Dieses Ziel ist erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die
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oder nach Herstellung der Einschnitte derart aus der Bandebene herausbewegt wird, dass die nach dem Lösen der Spannkloben auftretende, quer zur Bandebene gerichtete Kraftkomponente der sodann auf die Verschlussstelle übergreifenden Bandspannung das Band von den Gesenkteilen selbsttätig abzieht. Dabei ist ein Hängenbleiben der aus dem Bande herausgedrückten Einschnitte mit Sicherheit verhindert.
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ein beschleunigtes Arbeiten und damit eine beträchtliche Leistungssteigerung.
Um nun trotzdem die Gewähr zu haben, dass das freie Ende des obenliegenden Bandabschnittes sich dicht an den darunter befindlichen Bandabschnitt anlegt, empfiehlt es sich, dass man beiden über-
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erteilt. Auf diese Weise wird der obere Bandabschnitt auch auf seinem über die Verschlussstelle hinausragenden Teil fest niedergehalten, und es kann infolgedessen nicht vorkommen, dass an der freiligenden Stosskante des oberen Bandabschnittes Personen sich verletzen oder Sachen beschädigt werden.
Zweckmässig kann eine der an der Grundplatte der Maschine beiderseits neben dem auf der Grundplatte festen Gesenkteil nach oben hin vortretenden Hochhalterippen zugleich als Untergesenk für den in den Bandabschnitten zu bildenden Knick dienen.
Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine nach dem neuen Verfahren arbeitende Ver- schlussmaschine dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 eine Vorderansicht der für die Erfindung wesentlichen Teile der Vorrichtung bei abgeschrauber Vorderplatte vor dem Ausstanzen der Einschnitte der zu verbindenden Bandenden, Fig. 2
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unmittelbar während des Stanzens bzw. nach dem Stanzen, wobei in Fig. 3 nur der untere Teil der Vorrichtung dargestellt ist, Fig. 4 einen mittleren Querschnitt nach der Linie A -axer Fig. 1, in der eingezeichneten Pfeilrichtung gesehen, Fig. 5 eine fertige Verschlussstelle des Bandes in Draufsicht.
Im dargestellten Beispiel bezeichnet J ! die nach vorn zu abgeschrägte Grundplatte und 2 den auf der Platte 1 ruhenden Maschinenbock, welcher ausser der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Verschlussvorrichtung noch eine der Einfachheit halber nicht mit dargestellte Spannvorrichtung nebst den
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zugehörigen Klemmbacken und Handhebeln trägt. An der Vorderseite des Maschinenbockes 2 sind im
Abstande voneinander zwei kleinere Böcke 3, 3 befestigt, an deren einander zugekehrten Führung- flächen ein stempelartiger, prismatischer Körper 4 auf-und abwärts verschiebbar geführt ist.
Der Stempel 4 gleitet mit seinen Breitseiten zwischen der gut nachgearbeiteten Vorderfläche des Maschinenbockes 2 und an einer vor den Führungsböeken 3, 3 auf zwei Zentrierzapfen 5,5 aufgesteckten und mittels ver- senkter Schrauben 6 abnehmbar befestigten Deckplatte 7, deren rückwärtige Fläche gleichfalls sauber nachgearbeitet ist, damit eine möglichst reibungslose Verschiebung des Stempelkörpers 4 statt- finden kann.
Am oberen Ende des Stempelkörpers 4 ist ein U-förmiger Bügel 29, dessen freie Schenkelenden in seitliche Aussparungen 8 des Körpers 4 eingefügt sind, mittels eines durchgehenden Bolzens 9 schwenkbar gelagert. Dieser Bolzen 9 trägt in einem in der Längsrichtung des Stempelkörpers 4 von oben her ein- geschnittenen Schlitz 10 eine freie drehbare Zylinderrolle 11.
Zur Betätigung des Stempelkörpers 4, d. h. zum Auf-und Abwärtsschieben dieses Körpers, dient ein in der Zeichnung abgebrochen dargestellter Handhebel12, welcher auf einem im Masehinenbock 2 und in der Vorderplatte 7 gelagerten, durch Splinte 13 gegen ungewollte axiale Verschiebung gesicherten
Bolzen 14 schwenkbar gelagert ist. Beim Hochschwenken greift eine an der Unterseite des Hebels 12 vorgesehene Nase 12'unter den Quersteg des Bügels 29, wodurch der Stempelkörper 4 mit aufwärts- gezogen wird, bis eine zweite am Hebel befindliche Nase 12"gegen die Rolle 11 anschlägt und eine weitere Aufwärtsbewegung des Handhebels sowie des Stempelkörpers verhindert.
Beim Aufwärtsschwenken des Hebels 12 wirkt das exzentrische Lagerende des Hebels 12 gegen die Rolle 11 derart, dass bis zum Auftreffen des Hebels 12 gegen einen in der Zeichnung nicht dargestellten, zweckmässig verstellbar ausgebildeten Anschlag eine Verschiebung des Stempelkörpers nach unten stattfindet.
An der in der Längsrichtung bei 15 ausgesparten Unterseite des Stempelkörpers 4 ist mittels zweier Nieten 16, 16 ein Gesenkteil17 befestigt, welcher mit einem an der Grundplatte 1 vorgesehenen Gegen- gesenk. M zusammenarbeitet. U. zw. ist die Anordnung der Gesenke 17, 18 derart, dass am Stempelkörper 4 ein Matrizengesenk 17 mit zwei hintereinanderliegenden Aussparungen 17', 17'von zickzack- förmiger Grundfläche angebracht ist, während das an der Grundplatte 1 mittels Schrauben 19 befestigte Gegengesenk M entsprechend als Patrizengesenkteil ausgebildet ist.
Durch Niederdrücken des Stempelkörpers 4 mit dem Matrizengesenk 17 werden die zwischen Stempelkörper und Grundplatte eingesehobenen und aufeinanderliegenden Bandenden 20', 20"in bekannter Weise mit übereinstimmenden, einseitig, d. h. im vorliegenden Falle nach oben aus der Bandebene hervortretenden Einschnitten 21 versehen (s. Fig. 3 und 4).
Beim Wiederhochgehen des Stempelkörpers 4 wird das Band bis zu einer in Fig. 3 in strichpunktierten Linien angedeuteten höchsten Stellung mitgenommen und dabei so gespannt, dass bei weiterem Zurückgehen des Stempelkörpers die Einschnitte 21 aus den Matrizenöffnungen 17'herausgezogen werden und das Band 20', 20"von den Gesenken losgelöst wird, worauf sich die Einschnitte beider Bandenden 20', 20"nach Losen der Klemmbacken an der Spannvorrichtung ineinanderschieben und die Verschlussvorrichtung nunmehr von dem fest zusammengeschlossenen Ende seitwärts abgezogen werden kann.
Zum Zwecke des selbsttätigen Ablösens des mit Einschnitten 21 versehenen Bandes von den Gesenken ist im gezeichneten Beispiel eine weitere Massnahme getroffen, welche darin besteht, dass an der Grundplatte 1 zu beiden Seiten neben dem Gesenkteil. M zwei quer zur Bandrichtung verlaufende, nach oben hin vorstehende Rippen 22, 23 angeordnet sind. Auf diesen Rippen 22,23 ruhen die beiden zu verbindenden und durch die nicht mit dargestellte Spannvorrichtung stramm gezogenen Eisenbandenden 20', 20". Durch den zwecks Herstellung der Einschnitte 21 niedergehenden Stempelkörper 4 wird der den Verschluss bildende Abschnitt des hier gedoppelten Bandes 20', 20"aus der Bandebene nach unten gedrückt.
Ist nun nicht wie im dargestellten Beispiel das obere, sondern, wie üblich, das untere Gesenk als Matrize ausgebildet, so bleibt das Band mit seinen Einschnitten im Untergesenk hängen, während das Obergesenk in seine Ausgangslage zurückkehrt. Werden sodann die rechts und links der Verschluss-
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Versellussstelle übergreift.
Die dem freien Ende des in der Verschlussvorrichtung oben liegenden Bandabschnittes 20'zuge-
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dicht vor dem Ende des oberen Bandabschnittes 20'einen zusätzlichen Knick 30 zu erteilen und dadurch ein dichtes Anliegen des über die Verschlussstelle hinausragenden Teiles des ob3ren Bandabschnittes 20' gegen den unteren Bandabschnitt 20"zu erreichen.
Zum Abschneiden des über die Verschlussstelle reichenden Bandabschnittes dient, wie üblich, ein Messerpaar 24, 25, von denen das eine Messer 24 am Stempelkörper 4 befestigt und beispielsweise mit dem oberen Gesenkteil j ! y aus einem Stück gefertigt ist, während das Gegenmesser 25 am Maschinenbock 2 derart angeordnet ist, dass zwischen dem Messer 25 und der Grundplatte 1 ein Schlitz 26 zum Einschieben des nicht abzuschneidenden unteren Bandabschnittes 20"verbleibt. Am Untermesser 25 ist zur besseren Führung des abzuschneidenden oberen Bandabschnittes 20'ein schräg geneigtes Führungsblech 27 angebracht. Dicht vor der Schneidkante des Obermessers 24 ist an der Unterseite des Obergesenkes 17 eine rillenförmige Aussparung 28 für den Eintritt der Rippe 23 vorgesehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Bandeisenverschlüssen, wobei die aufeinanderliegenden Bandenden mit Paaren von zickzackartig ausgeschnittenen, aus der Bandebene herausgedrückten und ineinandergreifenden Einschnitten versehen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die im vor dem Lösen der Spannkloben noch ungespannten Teile der Bereifung liegende Versehlussstelle bei oder nach Herstellung der Einschnitte derart aus der Bandebene herausgedrückt wird, dass die nach dem Lösen der Spannkloben auftretende, quer zur Bandebene gerichtete Kraftkomponente der sodann auf die Verschlussstelle übergreifenden Bandspannung das Band von den Gesenkteilen löst.