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Auswechselbarer Einsatzstift für zahnärztliche Handstück.
Die Erfindung betrifft eine leicht und rasch auswechselbare Vorrichtung, die es ermöglicht, Winkel- stückbohrer in normalen (geraden) H3ndstücken zu verwenden.
Die normalisierten Handstückbohrer sind ungefähr 43 mm lang, wogegen die Winkelstückbohrer um beiläufig 20 mm kürzer sind. Der Schaftdurchmesser beider Typen ist gleich. Zufolge der Längendifferenz ist die Verwendung der kürzeren Winkelstückbohrer im normalen (geraden) Handstück nicht möglich. Es sind wohl sogenannte Verlängerungsstücke"für Bohrer bekannt, u. zw. solche mit einer halbzylindrisch abgesetzten Fläche, deren Lappen mit der Ringnut der Bohrerschafte gekoppelt werden.
Dadurch ergibt sich der Nachteil, dass diese Vorrichtung an eine bestimmte Formgebung des Schaftendes gebunden ist.
Die Erfindung unterscheidet sich von der bekannten Einrichtung dadurch, dass ein jeder Bohrer ohne Rücksicht auf die Form des Schaftendes verwendet werden kann. In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 den Ausheber, Fig. 2 zeigt die Ausführung des Einsatzstiftes mit zwei Federn und Fig. 3 zeigt die andere Ausführung mit den Spreizschlitzen.
Die Erfindung besteht im wesentlichen aus einem Einsatzstift aus Metall, dessen Länge die Differenzlänge beider obgenannten Bohrertypen beträgt, also ungefähr 20 mm. Sein Durchmesser gleicht dem eines Normalbohrers. An dem einen Ende des Stiftes wird ein gekreuzter Schlitz c längs der Achse bis zu beiläufig einem Drittel der ganzen Stiftlänge eingeschnitten, und die somit entstandenen vier Spaltsegmente des Stiftes werden leicht auseinandergetrieben, damit der Einsatzstift nach der Einführung in die Mündung des Handstückes einen leichten Seitendruck auf die"Spannhülse"ausübt, in die er zu liegen kommt. Durch diesen Seitendruck wird ein nicht erwünschtes Herausrutschen des Einsatzstiftes aus dem in nichtgespanntem Zustand befindlichen Handstück verhindert.
Die erwähnte Spannhülse", die mittels der Duplexspirale mit der flexiblen Schlauchspirale des Elektromotors gekoppelt ist und somit eine rotierende Bewegung ausführt, nimmt das eingeführte Einsatzstück und den jeweilig darauf gestützten Bohrer mit.
Eine zweite Ausführungsart des Einsatzstiftes verhindert das Herausrutschen des Stiftes dadurch, dass im mittleren Drittel des Stiftes zwei längs der Achse in eingefrästen Mulden eingebaute Federn a und b den Seitendruck ausüben.
Am andern Ende des Einsatzstiftes ist eine zirka 2 mm tiefe Bohrung mit Gewindegang, die eine Verbindung mit dem zweiten Teil des Stiftes, u. zw. mit dem Ausheber, schafft.
Dieser Ausheber ist ungefähr 30 mm lang, an einem Ende befindet sich der Griffknopf k, am andern Ende eine ungefähr 2 mm lange Schraube, die dem Gewindegang des Einsatzstiftes angepasst ist. Der Ausheber wird in den Einsatzstift eingeschraubt und dient somit zur Einführung desselben in das Handstück, respektive zur Aushebung desselben aus der Mündung des Handstückes.
Sobald der Einsatzstift in die Spannhülse des Handstückes eingeführt wurde, kann jeder Winkelstückbohrer, gestützt auf dem Einsatzstift, von der Spannhülse noch genügend geklemmt werden und ragt in derselben Länge aus dem Handstück heraus wie ein normaler Handstückbohrer.
Die Einfachheit und Schnelligkeit, mit der der Einsatzstift in und aus dem Handstück gebracht werden kann, ist das wesentlich Vorteilhafte an der Erfindung, da eine umständliche und zeitraubende Zerlegung des Handstückes nicht erforderlich ist.
Somit ist es dem Arzt ermöglicht, je nach Bedarf den kurzen oder den langen Bohrer in dem gleichen Handstück auszuwechseln, respektive überhaupt nur kurze Bohrer zu verwenden.