AT141867B - Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Mineralsäureestern von Glucosiden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Mineralsäureestern von Glucosiden.

Info

Publication number
AT141867B
AT141867B AT141867DA AT141867B AT 141867 B AT141867 B AT 141867B AT 141867D A AT141867D A AT 141867DA AT 141867 B AT141867 B AT 141867B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
acid esters
glucosides
preparation
mineral acid
active mineral
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
H Th Boehme Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by H Th Boehme Ag filed Critical H Th Boehme Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT141867B publication Critical patent/AT141867B/de

Links

Landscapes

  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur IIerstellung von   kapillaraktiven     Mineralsaurpestern   von   Gluposiden.   



    Es ist bekannt, Schwefelsäureester von Glueosiden, insbesondere solchen mit niederen aliphatischen Alkoholresten. dadurch xu gewinnen, dass man zuerst Glucose sulfoniert, dann die Glucose-6-schwefelsäure durch Acetylierung in die Tetraacetylglucose-6-sechwefelsäure überführt, die glucosidisch gebundene   
 EMI1.1 
 
III, 481). 



   Es wurde nun gefunden, dass die Schwefelsäureester der   Glueoside   auf ausserordentlich einfache und wirtschaftliche Weise gewonnen werden können, wenn man die Glucosidbildung und die Sulfonietung in einem Arbeitsgang   durchführt.   indem man den Zucker, z. B. Glucose, und den Alkohol gleichzeitig oder zuerst den Zucker und dann den Alkohol in die Schwefelsäure einträgt. 



   Es wurde weiter gefunden, dass man in der gleichen Weise an Stelle von Schwefelsäure auch andere starke Mineralsäuren, insbesondere anorganische   Sauerstoffsäuren,   wie z. B.   Phosphorsäure,   phosphorige Säure, deren Anhydride, Halogenide, ferner   Chloisulfonsäure,   schweflige Säure oder Gemische dieser Verbindungen, zur Veresterung und Glucosidbildung verwenden kann. 



   Als Ausgangsstoffe für das Verfahren sind einerseits z. B. die den höheren Fettsäuren entsprechenden aliphatischen Alkohole mit 8 und mehr Kohlenstoffatomen im Molekül, ferner Cyclohexanol, Hydronaphthole und ihre Homologen, Benzylalkohol, Phenyläthylalkohol usw. sowie deren Substitutions produkte, z. B. Halogen-,   Amino-oder Carboxylderivate,   anderseits Glucose, Mannose, Fructose und andere Zuckerarten sowie hochploymere Kohlenhydrate, wie   z.   B. Stärke, verwendbar. 



   Die Aufaibeitung der Reaktionsgemische erfolgt derart, dass man dieselben nach Beendigung der Reaktion entweder unmittelbar oder nach dem Verdünnen mit Wasser und Abscheiden des sauren wässerigen Anteiles mittels eines mit Wasser nicht oder nur schwer mischbaren organischen Löungsmittels, wie z. B. Butylalkohol, Pyridin oder Methylcyclohexanol, neutralisiert und eindampft. Die entstehenden Verbindungen können gegebenenfalls durch   Ausziehen   mit organischen Lösungsmitteln, von den anorganischen Salzen befreit, gewonnen werden. 



   Die so erhältlichen Verbindungen, insbesondere jene, welche einwertige Alkoholreste mit mehr als acht Kohlenstoffatomen enthalten, sowie deren Salze mit Alkalien, Ammoniak oder anderen, auch organischen Basen, besitzen intensives   Sehaumvermögen,   gute Waschkraft und dispergierende Wirkung, die sie als schonende, elektrolytbeständige, auch im harten Wasser, Seewasser, metallsalzhaltigen Färbebädern und in Säurelösungen wirksame Hilfsmittel, insbesondere für die Zwecke der Textil-bzw. Lederindustrie und verwandter Industriezweige, sehr geeignet machen. 



   Beispiel 1 : 180 g Traubenzucker in Pulverform werden bei etwa 30 bis 35  in 1000 g Schwefelsäure (66 ) Bé) eingetragen. Man bringt dann die Temperatur durch Aussenkühlung auf 15 bis   20 ,   trägt 165    < jf Dodecanol- (l)   ein und rührt noch eine halbe Stunde nach. Dann giesst man auf Eis und versetzt die homogene klare Lösung mit soviel n-Butylalkohol, dass sich der saure wässerige Anteil abtrennt, welcher hierauf abgezogen wird. Man neutralisiert dann mit Natronlauge (38  Bé), wobei man ein pastenartiges Produkt erhält, das durch Trocknen in wasserfreier Form gewonnen werden kann. Die Trocknung erfolgt am besten in einem Zerstäubungstroekner bekannter Bauart. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 langsam unter Rühren zugefügt..

   Man rührt noch eine Stunde nach, giesst die Masse auf Eis und versetzt mit soviel Isobutylalkohol, dass eine glatte Abscheidung des sauren wässerigen Anteiles erfolgt. welcher abgezogen wird. Durch Neutralisation mit Natronlauge (38  bé) erhält man ein pastenartiges Produkt, das durch Trocknen, zweckmässig in einem Zerstäubungstrockner, in wasserfreier Form gewonnen werden kann. 



   Beispiel 3 : In 1000 Chlorsulfonsäure werden gleichzeitig 150 g Xylose und 132 g   Undeeen- (l)-     ol- ll)   unter beständigem Rühren und   Küken   eingetragen.   Man rührt noch   einige Zeit nach, bis sieh das Produkt als völlig   wasserlöslich   erweist. Dann giesst man die Masse auf Eis und versetzt die homogene 
 EMI2.2 
 erhält, das durch Trocknen in wasserfreier Form gewonnen werden kann. Die Trocknung erfolgt am besten in einem   Zerstäubungstrockner   bekannter Bauart. 



   Beispiel 4 :   100   g Traubenzucker in Pulverform werden bei etwa 40 bis   450 in   ein Gemisch von   900     ortho-Phosphorsäure   mit 100   Phosphorpentoxyd   eingetragen und danach   165 g Dodecanol- (l)   
 EMI2.3 
 



   Beispiele : 100 Mannose in Pulverform werden bei   450 in 1000 g phosphorige   Säure eingetragen und dann langsam unter fortwährendem   Umrühren   170 g ndecen-(1)-ol-(11) zugefügt. Das Rühren wird fortgesetzt, bis sich eine herausgenommene Probe wasserlöslich erweist. Die Aufarbeitung erfolgt, wie in Beispiel 4 angegeben, unter Verwendung von Methylcyclohexanol statt Isobutylalkohol. 



   Beispiel 6 : 100g Inulin in Pulverform werden bei 45  in ein Gemisch von 900 g phosphorige Säure mit 100 g Phosphortrioxyd eingetragen und dann unter Rühren 268 g Oleinalkohol zugefügt. Das Rühren wird so lange fortgesetzt, bis   Wasserlöslichkeit   erreicht ist. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 5 angegeben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Mineralsäureestern von Glucosiden aus Zuckerarten und einwertigen aliphatischen Alkoholen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Veresterung und die Glucosidbildung in einem Arbeitsgang   durchführt,   indem man die genannten Komponenten gleichzeitig oder zuerst den Zucker und dann den Alkohol in Schwefelsäure einträgt, hierauf das Reaktionsgemisch nach Beendigung der Reaktion entweder unmittelbar oder nach dem Verdünnen desselben mit Wasser-und Abscheiden des sauren wässerigen Anteiles, mittels eines mit Wasser nicht oder nur schwer mischbaren organischen Lösungsmittels, neutralisiert.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle von Schwefelsäure andere starke MinerIsäuren, insbesondere anorganische Sauerstoffsäuren, wie z. B.
    Phosphorsäure, deren Anhydride, Halogenide oder Gemische solcher verwendet.
    ..-Abänderung des Verfahrens nach den Ansprüchen l und2. dadurch gekennzeichnet, dass man EMI2.4
AT141867D 1931-07-13 1932-07-11 Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Mineralsäureestern von Glucosiden. AT141867B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE141867X 1931-07-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT141867B true AT141867B (de) 1935-05-25

Family

ID=34201194

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT141867D AT141867B (de) 1931-07-13 1932-07-11 Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Mineralsäureestern von Glucosiden.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT141867B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0222237A1 (de) Verfahren zur Herstellung beweglicher Pasten waschaktiver alpha-Sulfofettsäureestersalze hohen Feststoffgehalts
AT141867B (de) Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Mineralsäureestern von Glucosiden.
DE966226C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyvinyldicarbonsaeureestern
DE2734059B2 (de) Verfahren zur Herstellung von teilweise neutralisierten Mischestern aus Milchsäure, Zitronensäure und partiellen Glycerinfettsäureestern
EP0513134B1 (de) Sulfierte hydroxycarbonsäureester
DE1050330B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen unsymmetrischer Ester der Thiophosphorsaeure
DE606897C (de) Verfahren zur Herstellung von Glucosidestern der Phosphorsaeuren
DE704336C (de) Verfahren zur Herstellung der Schwefelsaeureester von Glukosiden
DE867393C (de) Verfahren zum Neutralisieren eines noch ueberschuessiges Sulfonierungsmittel enthaltenden organischen Sulfonsaeure-bzw. Schwefelsaeureestergemisches
DE1815657A1 (de) Hautschonende Waschmittelgemische und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE688666C (de) Verfahren zur UEberfuehrung der Kondensationsprodukte aus hoeheren Fett- bzw. Harzsaeuren und Eiweissstoffen bzw. hochmolekularen Eiweissspaltprodukten in luftbestaendige Trockenpraeparate
DE765061C (de)
DE608413C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoschwefelsaeureester hoehermolekularer aliphatischer Alkohole bzw. deren Salze enthaltenden kapillaraktiven Produkten
AT150296B (de) Verfahren zur Herstellung von als Netz-, Schaum-, Dispergier- usw. -mittel verwendbaren Salzen.
DE973959C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsmitteln zur schonenden Sulfonierung von ungesaettigten Fettalkoholen
DE881509C (de) Verfahren zur Herstellung von Seifenersatzstoffen
DE704948C (de) Verfahren zur Herstellung substituierter aromatischer Sulfonsaeuren
DE681441C (de) Verfahren zur Herstellung von veresterten Sulfonsaeuren
DE729963C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren aus hoehermolekularen Estern
DE925045C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Schwefelsaeureester der Cellulose
DE840994C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Amidabkoemmlingen
AT160799B (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher organischer Abkömmlinge von polymeren Metaphosphorsäuren.
DE621978C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureestern hochmolekularer Kohlenhydrate, wie Staerke, durch Behandlung derselben mit Schwefelsaeure
DE972249C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen AEthern und Estern der Staerke
DE689511A (de)