AT141515B - Verfahren zur Erhöhung der Haltbarkeit photographischer Halogensilberschichten. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Haltbarkeit photographischer Halogensilberschichten.

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  Verfahren zur Erhöhung der Haltbarkeit   photographiseher     Halogensilbersehiehtell.   
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 bilisierten, wobei man Salze der Sulfinsäuren oder Seleninsäuren auf irgendwelche Weise in der Emulsion oder auf die Emulsion zur Wirkung kommen lässt. 



   Gegenüber den bisher bekannten Stabilisatoren zeigen die neu gefundenen den Vorteil, die sonstigen photographischen Eigenschaften der Emulsion, beispielsweise Empfindlichkeit und Gradation, nicht zu beeinflussen. 



   Nach dem vorliegenden Verfahren können alkali-oder andere lösliche Salze von aliphatischen, aromatischen, hydro-, aromatischen und heteroeyelisehen Sulfin-oder Seleninsäuren verwendet werden, beispielsweise Salze der Methansulfinsäure, Methandi-oder Trisulfinsäure, Äthansulfinsäure, Äthan- 
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   Man kann natürlich auch die freien Säuren verwenden. Dabei tritt jedoch, falls eine zu grosse Menge verwendet wird, infolge Erniedrigung des pH-Wertes der Emulsion eine Einbusse an Empfindlichkeit auf. Daher ist der Zusatz in Salzform vorzuziehen. 



   Diese   sulfin-bzw. seleninsäuren   Salze können nun der Emulsion oder auch den Bestandteilen der Emulsion in Mengen von etwa   0'5--5   g auf 1 kg nasser Emulsion zugesetzt werden, doch können gegebenenfalls auch grössere oder kleinere Mengen je nach   der Emulsionsa. rt   oder den angewandten Sulfinsäuren in Frage kommen. Weiterhin können die Salze der fertig gegossenen Emulsionssehicht durch Baden in zirka   1% tiger   Lösung einverleibt werden. 



   Es hat sich aber weiter auch gezeigt, dass man schleiernde Einflüsse, die von der Unterlage, der Haftpräparation oder von einer   Rück-,   Zwischen-, Unter-oder Schutzschicht oder der Barytagesehicht auf die photographische Emulsion übergreifen können, verhindern kann, wenn man den genannten Schichten selbst sulfinsaure oder seleninsaure Salze einverleibt, die dann sozusagen das Übergehen des   emulsionsschädlichen   Stoffes in die Emulsion selbst   hintauhalten.   Beispielsweise wirkt eine BraunsteinLichthofschutzschicht auf die überliegende photographische Emulsion häufig sehr stark ein, so dass so hergestellte Filme oder Platten eine auffällig schlechte Haltbarkeit zeigen.

   Weiter wirken häufig das zur Herstellung von Roll-und Packfilm verwendete Papier sowie überhaupt die zum Fertigmachen des Materials verwendeten   Konfektionierungs-und Verpackungsmaterialien verschleiernd   und verkürzen die Lebensdauer der damit hergestellten Filme. Der hiedurch hervorgerufene Schleier der Emulsion kann durch Gegenwart von sulfin-oder seleninsauren Salzen in den betreffenden Schichten bzw. Hilfsmaterialien weitgehend vermindert werden. 



   Beispiel 1 : 1 kg   einer giessfertigen   Emulsion mit zirka   8%   Gelatine und zirka   5% Halogensilber   werden nach dem Aufschmelzen 4 g benzolsulfinsaures Natrium oder 1 g benzolseleninsaures Natrium zugesetzt. Die Emulsion wird hierauf in üblicher Weise vergossen. 
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Beispiel 3: Auf 1 kg Braunsteingelatineemulsion mit   etwa 8%   Gelatine werden 5 g benzolsulfinsaures Natrium oder   5   g äthansulfinsaures Natrium hinzugefügt und die Lösung vergossen. Auf die trockene Schicht wird in üblicher Weise die photographische Emulsion aufgetragen, der ihrerseits natürlich auch ein Zusatz von stabilisierenden Substanzen zugegeben werden kann.

   Bei der Aufbewahrung dieses Filmes im Vergleich zu einer ohne diesen Sulfinsalzzusatz hergestellten Ware stieg der   Schleifer   
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   Beispiel 4 : Sehwarzrotes Papier, wie es zum Aufspulen der Rollfilme benutzt wird, wird 10 Minuten in einer   10% igen Losung   von benzolsulfinsaurem Natrium, gelöst in 50%igem Methanol oder einer   zeigen   Lösung von thiophensuIfinsaurem-Natrium, gelöst in   50% igem Methanol,   gebadet. 



  Mit diesem Papier wird parallel mit unbehandeltem Papier eine Kontaktprobe gegen photographischen Film gemacht. Nach mehrtägigem Lagern unter ungünstigen Bedingungen ist die Klarheit des Films von   0'08   auf   O'oO   angestiegen bei dem unbehandelten Papier, und auf 0'34 bei dem behandelten. 



   Die Zufügung der sulfin-bzw. seleninsauren Salze zu der Emulsion geschieht, wie bereits oben ausgeführt, entweder in die zum Emulsionsansatz verwendeten Rohmaterialien oder in die fertig gebildete Emulsion vor dem Vergiessen oder durch Baden der fertigen Schicht. Die Zugabe zu dem Trägerfilm erfolgt vorteilhaft vor dem Vergiessen desselben. Der Präparationslösung, den Zwischen-, Unter-, Riiekoder Schutzschichten fügt man sie kurz vor dem Vergiessen zu, bei Papier werden sie zweckmässigerweise dem Papierbrei vor der Herstellung oder dem Barytageleim vor dem Vergiessen zugesetzt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erhöhung der Haltbarkeit   photographischer     Halogensilberschiehten, dadurch   gekennzeichnet, dass man der Emulsion oder ihren Bestandteilen zu einem beliebigen Zeitpunkt der Herstellung oder Fertigstellung sulfin-oder seleninsaure Salze einverleibt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Schichtträger, der Präparationsschieht, einer Rück-, Unter-oder Schutzschicht oder auch dem Verpackungs- und Konfek- tionierungsmaterial sulfin-oder seleninsaure Salze einverleibt.
AT141515D 1933-07-22 1934-06-01 Verfahren zur Erhöhung der Haltbarkeit photographischer Halogensilberschichten. AT141515B (de)

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