AT141471B - Verfahren zum Naßspinnen von Kunstfäden aus Harzen. - Google Patents
Verfahren zum Naßspinnen von Kunstfäden aus Harzen.Info
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Description
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Verfahren zum Nassspinnen von Kunstfäden aus Harzen.
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Es wurde gefunden. dass man aus Harzen Fäden mit hoher Festigkeit und Dehnung herstellen kann, die in ihren mechanischen Eigenschaften den üblichen Kunstseiden, wie Viskose-oder Kupferseide.
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geschwindigkeit gegebenen ursprünglichen Länge ausstreckt. Die Fertigstellung der gestreckten Fäden kann durch Trocknung oder durch weitere Behandlung mit Koagulationsbädern erfolgen.
Die Ausführung des Streckspinnens mit angetriebenen Walzen kann nach der Erfindung auf ver-
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schriften 121983 und 124700 und in der deutschen Patentschrift 384205 für Zellulosefäden beschrieben sind, als geeignet erwiesen. Auch kann man den gestreckten Faden zur Beeinflussung der physikalischen Eigenschaften zwischen der letzten Streckwalze und dem Aufnahmeorgan durch Verringerung der Abzugsgeschwindigkeit dieses Organs, beispielsweise nach österr. Patent Nr. 138370, schrumpfen lassen.
Die Streckung der Fäden muss nicht notwendig durch Streckwalzen geschehen. Alle Streckvor- richtungen. wie sie für Zellulosefäden bekannt sind. können benutzt werden, z. B. kann man sich gegeneinander versetzter, nicht angetriebener Rollen und Stäbe oder Bremsgabeln bedienen. welche den Faden nach Verlassen der Düse stauchen und dadurch ein Ausziehen desselben auf einen feinen Kapillartiter gestatten. Durch ein solches Strecken wird offenbar auch bei Harzfäden eine Gleichrichtung der Mizellen und eine ganz wesentliche Steigerung der Festigkeit der Fäden erzielt.
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wärtigen Stande der wissenschaftliehen Erkenntnis ans Molekülen mit sehr langen Ketten bestehen. Als Harze der beschriebenen Konstitution kommen beispielsweise in Frage die Polymerisationsprodukte
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guten Effekten fuhren.
In besonderen Fällen kann man den Spinnlösungen WeichmachungsmitteL Textilöle, Schutzmittel gegen Sauerstoff- oder Lichteinwirkung zusetzen.
Beispiele :
1. Der überraschende Technische Fortschritt, welcher durch die beschriebene Kombination erzielt wird, lässt sich anschaulich bei Verwendung hochviskoser Polyvinylchloride nachweisen. Eine 15% ige Lösung eines derartigen Produktes in Cyclohexanon wird nach üblicher Filtration und Entlüftung durch
<Desc/Clms Page number 2>
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nach Verlassen des Bades zwischen Streckwalzen in drei ansteigenden Stufen ausgestreckt.
Die Tmfangs- geschwindigkeiten der Walzen sind folgende :
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<tb>
<tb> a) <SEP> Abzugswalze <SEP> hinter <SEP> dem <SEP> Fällband <SEP> .................... <SEP> 8#6 <SEP> m/Min
<tb> b) <SEP> Streckwalze <SEP> 1 <SEP> .........................................13#8
<tb> e) <SEP> Streckwalze <SEP> 2 <SEP> 19-2
<tb> d) <SEP> Aufwickelwalze <SEP> ....................................... <SEP> 26#4
<tb>
Die so gesponnene Kunstseide wird nach dem Zwirnen und Haspeln bei normaler Temperaturgetrocknet. Die Festigkeit der erhaltenen Seide beträgt bei einem Gesamttiter von 160 Deniers und einem Einzeltiter von 4 Deniers 170 g pro 100 Deniers bei einer Dehnung von 30%. Die Nassfestigkeit
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dem Abkühlen auf Zimmertemperatur versponnen.
(Die abgekühlte Lösung zeigt bei 250 C eine Viskosität von 30-32 Sekunden Kugelfall, gemessen nach der in Beispiel 1 angegebenen Methode. Beim Stehen der Lösung steigt die Viskosität allmählich an und erreicht nach einigen Tagen auch den in Beispiel l angegebenen Wert vom 2400 Sekunden wieder. ) Die aus der gleichen Düse wie in Beispiel 1 ausgepressten Fäden werden durch ein 1 1n langes Fällbad, bestehend aus 30volumprozentiger Essigsäure, geführt und nach Verlassen des Bades, wie in Beispiel 1 angegeben, jedoch stärker ausgestreckt.
Die Umfangs- geschwindigkeiten der Walzen sind die folgenden :
EMI2.4
<tb>
<tb> Abzugswalze <SEP> hinter <SEP> dem <SEP> Fällbad <SEP> 8#6 <SEP> m/Min
<tb> Streckwalze <SEP> 1 <SEP> ........................................... <SEP> 20#5
<tb> Streckwalzea2 <SEP> 24-0..
<tb>
Aufwickelwalze <SEP> .......................................... <SEP> 35#0
<tb>
Die so gesponnene Seide wird nach dem Zwirnen und Haspeln zunächst mit Alkohol gewaschen und dann bei 60 C unter Spannung getrocknet. Die Fäden haben einen Gesamttiter von 130 Deniers bei einem Einzeltiter von 3'25 Deniers. Die Trockenfestigkeit beträgt 220 g pro 100 Deniers bei 28% Dehnung, die Nassfestigkeit 254 g pro 100 Deniers bei 29¸% Dehnung.
An Stelle von 30%iger Essigsäure können in den vorangehenden Beispielen mit Vorteil auch andere Fällbäder. z. B. 50%ige Natriumperchloratlösung oder 30%ige Natriumrhodanidlösung, verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Nassspinnen von Kunstfäden aus Harzen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Harzlösung zunächst durch Ausspritzen durch eine Diise in ein Fällbad zu einem stark gequollenen Fasergebilde verspinnt und dieses dann einer starken Streckung unterwirft.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die starke Streckung in mehrere Stufen erfolgt.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man nach stufenweise ansteigender Verstreckung vor dem Aufwickelorgan eine Schrumpfung eintreten lässt.
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| DE141471X | 1931-10-19 |
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