AT119028B - Spinnbad zum Fällen von Fasern, Bändchen u. dgl. aus Viskose ohne Reifegrade. - Google Patents

Spinnbad zum Fällen von Fasern, Bändchen u. dgl. aus Viskose ohne Reifegrade.

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AT119028B
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  Spinnbad zum Fällen von Fasern,   Bändchen u. dgl.   aus Viskose ohne Reifegrade. 



   Wie bekannt, ist es möglich, durch Verspinnen von möglichst wenig gereifter Viskose in starke   Mineralsäurebäder,   Fasern von besonders guten Festigkeiten herzustellen. Dieses Verfahren hat den
Nachteil, dass durch die   starken Säurebäder   wesentliche Mengen der Kunstseidesubstanz beim Spinnen verlorengehen. 



   In dieser Hinsicht bedeutet ein früheres Verfahren einen unzweifelhaften Fortschritt, nach welchem zur Ausfällung solcher hochfester Fasern Estersäuren aus Alkoholen und mehrwertigen Mineralsäuren verwendet werden. 



   Gemäss vorliegender Erfindung werden mit besonderem Vorteil für den gleichen Zweck Gemische von Mineralsäuren mit wesentlichen Mengen von wahren aliphatischen Sulfosäuren, u. zw. solchen der niedersten Glieder der homologen Reihe, also des Methans, Äthans, Piopans, verwendet. Diese Sulfosäuren haben den besonderen Vorzug, dass sie chemisch sehr beständig sind ; sie verseifen sich weder durch
Wasserzusatz noch durch   Erwärmen   mit Säuren, halten also alle diejenigen Massnahmen ohne Schädigung aus, denen eine Spinnsäure bei ihrem fortlaufenden, wiederholten Gebrauch unterworfen sein kann. 



   Das Verfahren   beschränkt   sich   ausdrücklich   auf die Verwendung der Sulfosäuren der niedrigsten
Homologen, denn es hat sich gezeigt, dass die als   Spinnbadzusätze   schon bekannten Sulfosäuren der höheren homologen Kohlenwasserstoffe, z. B. der Bestandteile des Braunkohlenteeröls u.   dgl.,   sich für den vorliegenden Zweck nicht eignen, da sie infolge ihrer höheren Molekülgrösse und ihrer kolloidalen
Beschaffenheit in den nötigen Spinnbadkonzentrationen nicht verwendbar sind. 



   Beispiele :
1. Eine völlig ungereifte Viskose mit   5'5% Zellstoffgehalt   wird mit einer Abzugsgeschwindigkeit von 45-70 m auf Kunstfasern mit einem Einzeltiter von   l'3-2'0   Denier versponnen, u. zw. in einem
Spinnbade, dessen Zusammensetzung die folgende ist :   23%   Wasser,   34%     HSO,     43%   Isäthionsäure, hergestellt nach dem in den Annalen 223, S. 208 beschriebenen Verfahren. Die Schlepplänge kann 35 cm betragen, der Luftweg 170 cm, die Temperatur des Bades   10-12 .   Es empfiehlt sich, eine Nachkoagulation des Fadens auf der Spule mittels   15-20% iger     Schwefelsäure   vorzunehmen. 



   Die frisch gefällte Faser zeigt eine ausserordentliche gummiartige Verstreckbarkeit, so dass der
Verzug in ähnlicher Weise wie bei dem bekannten Streckspinnverfahren gesteigert werden kann. Es empfiehlt sich, den scharf gestreckten, auf die Spule auflaufenden Faden gegen nachträgliche Schrumpfung zu fixieren, indem man die Fasern auf der Spinnspule mit   Fixierbäder,   z. B. wasserlöslichen, organischen
Lösemitteln, wie Alkoholen, Ketonen, Aldosen, Ketosen sowie Elektrolytlösungen aller Art behandelt. Es werden blasenfreie glänzende Fasern von guter Festigkeit, z. B. von über   2'5   g je Denier bei zirka   7%  
Dehnung gewonnen. 



   2. In einem Spinnbad, das neben 34% Wasser und   28%   Schwefelsäuremonohydrat   38%   Azetal- dehyddisulfosäure enthält, wird bei Zimmertemperatur völlig ungereifte Viskose versponnen. (Die Azetal- dehyddisulfosäure wird in bekannter Weise aus rauchender Schwefelsäure und Azetylen hergestellt.)
Es werden bei einer   Schlepplänge   von 20 cm, einem Luftweg von 190 cm bei einer Abzugsgeschwin- digkeit von 45 m in der Minute und möglichster Verstreckung Einzelfasern von   1'5 g   je Denier erzeugt. 



   Es entsteht bei der Fällung eine stark ausziehbare, blasenfreie Faser, die sich, nach geeigneter Behandlung   mitirgendwelchensaiirenelektrolytlösungenim   Oberband   und nach üblicher   Reinigung und Nachbehandlung glatt abzwirnen lässt. Die erhaltene Kunstseide zeigt sehr gute textile und physikalische Eigenschaften. 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Spinnbad zum Fällen von Fasern, Bändchen u. dgl. aus Viskose ohne Reifegrad, dadurch gekennzeichnet, dass das Bad gegebenenfalls neben Mineralsäuren, Salzen oder organischen Zusätzen anderer Art wesentliche Mengen von Sulfosäuren der 3 niedersten Homologen der aliphatischen Reihe, also des Methans, Äthans und Propans, enthält. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT119028D 1928-06-12 1929-01-29 Spinnbad zum Fällen von Fasern, Bändchen u. dgl. aus Viskose ohne Reifegrade. AT119028B (de)

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