DE529348C - Verfahren zum Faellen von Fasern, Baendchen usw. aus Viskose - Google Patents

Verfahren zum Faellen von Fasern, Baendchen usw. aus Viskose

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DE529348C
DE529348C DEI34634D DEI0034634D DE529348C DE 529348 C DE529348 C DE 529348C DE I34634 D DEI34634 D DE I34634D DE I0034634 D DEI0034634 D DE I0034634D DE 529348 C DE529348 C DE 529348C
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Germany
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Expired
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DEI34634D
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English (en)
Inventor
Dr Adolf Kaempf
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zum Fällen von Fasern, Bändchen usw. aus Viskose Wie bekannt, ist es möglich, durch Verspinnen von möglichst wenig gereifter Viskose in starke Mineralsäurebäder Fasernvon besonders guten Festigkeiten herzustellen. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß durch die starken Säurebäder wesentliche Mengen der Kuns.tseidesubstanz beim Spinnen verlorengehen.
  • In dieser Hinsicht bedeutet ein. schon früher vorgeschlagenes Verfahren- einen unzweifelhaften Fortschritt, nach welchem zur Ausfällung solcher hochfesten Fasern Estersäuren aus Alkoholen und mehrwertigen Mineralsäuren verwendet werden.
  • Gemäß vorliegender Erfindung werden mit besonderem Vorteil für den gleichen. Zweck Gemische von Mineralsäuren mit wesentlichen Mengen von wahren aliphatischen Sulfosäuren, und zwar solchen der niedersten Glieder der homologen Reihe, also des Methans, Athans, Propans, verwendet. Diese Sulfosäuren haben den besonderen Vorzug, daß sie chemisch sehr beständig sind; sie verseifen sich weder durch Wasserzusatz noch durch Erwärmen mit Säuren, halten also alle diejenigen Maßnahmen ohne Schädigung aus, denen eine Spinnsäure bei ihrem fortlaufenden, wiederholten Gebrauch unterworfen sein kann.
  • Das Verfahren beschränkt sich ausdrücklich auf die Verwendung der Sulfosäuren der niedrigsten Homologen, denn es hat sich gezeigt, daß die als Spinnbadzusätze schon bekannten Sulfosäuren der höheren homologen Kohlenwasserstoffe, z. B. Bestandteile des Braunkohlenteeröles u. dgl., sich für den vorliegenden Zweck nicht eignen, da sie infolge ihrer höheren Molekülgröße und ihrer kolloidalen Beschaffenheit in den nötigen Spinnbadkonzentrationen nicht verwendbar sind. Beispiele i. Eine völlig ungereifte Viskose mit 5,5 % Zellstoffgehalt wird mit einer Abzugsge-$chwindigkeit von 45 bis 70 m auf Kunstfasern mit einem Einzeltiter von 43 bis 2,o Denier versponnen, und zwar in einem Spinnbade, dessen Zusammensetzung die folgende ist: 23 0i0 Wasser, 34 % H2S@04, 43 % Isäthionsäure, hergestellt nach dem in L ie b i g Annalen der Chemie 223, S.208, beschriebenen Verfahren. Die Schlepplänge kann 3 5 cm betragen, der Luftweg 17 o cm, die Temperatur des Bades io bis i2°. Es empfiehlt sich, eine Nachkoagulation des Fadens auf der Spule mittels 15- bis 20%iger Schwefelsäure vorzunehmen.
  • Die frisch gefällte Faser zeigt eine außerordentliche gummiartige Verstreckbarkeit, so daß der Verzug in. ähnlicher Weise wie bei dem bekannten Streckspinnverfahren gesteigert werden kann. Es empfiehlt sich, den scharf gestreckten, auf die Spule auflaufenden Faden gegen nachträgliche Schrumpfung zu fixieren, indem man die Fasern auf der Spinnspule mit Fixierbädern, z. B. wasserlöslichen, organischen Lösemitteln, wie Alkoholen, Ketonen, Aldosen, Ketosen, sowie Elektrolytlösungen aller Art behandelt. Es werden blasenfreie glänzende Fasern von guter Festigkeit, z. B. von über 2,5 g je Denier bei etwa 7 % Dehnung, gewonnen.
  • In einem Spinnbad, das neben 34 % Wasser und 28 % Schwefelsäuremonohydrat 38 0;ü Acetaldehyddisulfosäure enthält, wird bei Zimmertemperatur völlig ungereifte Viskose versponnen. (Die Aoetaldehyddisulfosäure wird in bekannter Weise aus rauchender Schwefelsäure und Acetylen hergestellt.) Es werden bei einer Schlepplänge von 2o cm, einem Luftweg von igo cm bei einer Abzugsgeschwindigkeit von 45 m/min und möglichster VerstreckungE3nzelfasem von 1, 5 g je Denier erzeugt. Es entsteht bei der Fällung eine stark ausziehbare, blasenfreie Faser, die sich nach geeigneter Behandlung mit irgendwelchen sauren Elektrolytlösungen im Oberbad und nach üblicher Reinigung und Nachbehandlung glatt abzwirnen läßt. Die erhaltene Kunstseide zeigt sehr gute textile und physikalische Eigenschaften. Die Festigkeit beträgt über 3 g je Denier bei etwa 7 % Dehnung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Fällen von Kunstfasern, Bändchen. u. dgl. aus Viskose, die keine Reifegrade (Hottenroth) zeigt, gekennzeichnet durch Verwendung von Bädern, welche neben Mineralsäuren, Salzen oder organischen Zusätzen anderer Art Sulfosäuren des Methans, Äthans und Propans als wesentlichen Fällbadbestandteil enthalten.
DEI34634D 1928-06-13 1928-06-13 Verfahren zum Faellen von Fasern, Baendchen usw. aus Viskose Expired DE529348C (de)

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