AT141462B - Verfahren zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl.

Info

Publication number
AT141462B
AT141462B AT141462DA AT141462B AT 141462 B AT141462 B AT 141462B AT 141462D A AT141462D A AT 141462DA AT 141462 B AT141462 B AT 141462B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
steel
layer
rust
casting
layers
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Bofors Ab
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bofors Ab filed Critical Bofors Ab
Application granted granted Critical
Publication of AT141462B publication Critical patent/AT141462B/de

Links

Landscapes

  • Forging (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfalireii   zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl. 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von hohlen metallstange   u. dgl..   z. B. Hohlstahl für die Herstellung von Gesteinsbohrern. 



   Es ist bekannt, dass hohle Bohrer, die zum Gesteinsbohren und ähnlichen Zwecken verwendet werden, oft nach verhältnismässig kurzer Zeit brechen, was durch von der   Lochfläche   ausgehende Risse verursacht wird. Diese Risse nehmen oft ihren Ausgang von rauhen Stellen der Lochfläche, die von dem Walzen herrühren, oder von Korrosionsstellen derselben. Es wurden bereits mehrmals Mittel vorgeschlagen, wodurch dieser Cbelstand vermieden werden soll, z. B. dadurch, dass das Loch des   Hohlstahls   mit einer glatten, nicht korrodierbaren Oberfläche, z. B. einer Oberfläche ans rostfreiem Stahl, versehen wird. 



   Ein anderes Verfahren ist auch vorgeschlagen worden, welches auf die Auffassung gegründet ist. dass die Zunahme und das weitere Vordringen eines Risses gehemmt oder   zurückgehalten   wird, wenn er an eine Schicht oder Lage mit verschiedener Struktur gelangt. Dementsprechend wird nach diesem Verfahren ein aus mehreren verschiedenen   Metallsehichten bestehender   Hohlkörper hergestellt, entweder dadurch, dass im Loch eines hohlen Werkstückes   mehrere verschiedene Überzüge   aufeinander angebracht oder darin mehrere Rohre eingesetzt werden, oder auch dadurch, dass verschiedene Lagen von Metall um einen Kern gegossen werden, so dass ein zusammengesetztes   Gussstück   erhalten wird, das danach durch Verarbeitung auf einem Kern auf die gewünschte Abmessung gebracht wird. 



   Die praktische Ausführung des letzterwähnten Verfahrens ist aber mit der Schwierigkeit verbunden, dass es praktisch unmöglich ist, durch Giessen eine genügend dünne Schicht von blasenfreien Metall herzustellen. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens ist, dass das erwähnte Rohr verhältnismässig grosse Wandstärke haben muss, um der beim Giessen auftretenden hohen Temperatur widerstehen zu können. Insbesondere ein Rohr aus   rostbeständigem Material   von genügender Wandstärke ist sehr teuer, u. zw. hauptsächlich nicht infolge des   Materialwertes   selbst, sondern vielmehr wegen der hohen Herstellungskosten. 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sieh nun auf ein Verfahren zur Herstellung von derartigen, aus drei oder mehr Schichten zusammengesetzten, durch Giessen von geschmolzenem Metall um einen Kern in verschiedenen Giessoperationen hergestellten Hohlstangen, durch welches Verfahren die obenerwähnten   tbelstände   und Nachteile beseitigt werden. Zu diesem Zweck wird gemäss der Erfindung in der Weise gearbeitet, dass das   zusammengesetzte Gussstück,   das in jeder Giessoperation erhalten wird, vor der Ausführung der nächstfolgenden Giessoperation einer zwischenliegenden Bearbeitung, wie Walzen, Ziehen, Schmieden od. dgl., ^ unterworfen wird.

   Das in der letzten Giessoperation erhaltene zusammen-   gesetzte Gussstück   wird dann in bekannter Weise einer endgültigen Bearbeitung, wie Walzen, Ziehen, Schmieden od. dgl. unterworfen. 



   Vorausgesetzt, dass ein aus drei verschiedenen Schichten zusammengesetztes Rohr hergestellt werden soll, kann das erfindungsgemässe Verfahren z. B. in der folgenden Weise ausgeführt werden. 



   Ein Rohr, dessen Wandung aus einer einzigen Schicht besteht, wird zuerst in eine Kokille eingesetzt, worauf geschmolzenes Metall um das Rohr gegossen wird. das dabei erhaltene zusammengesetzte   Gussstück   wird darauf einer Bearbeitung, z. B. durch Walzen, Ziehen, unterworden. Das entstandene 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Rohr gegossen. Das in dieser letzten Giessoperation erhaltene, aus drei verschiedenen Schichten bestehende Gussstück wird danach in an sich bekannter Weise einer endgültigen Bearbeitung, wie Walzen, Ziehen. Schmieden od. dgl. unterworfen, so dass eine zusammengesetzte Hohlstange erhalten wird. 



    Selbstverständlich kann dieses abwechselnde Giessen und Bearbeiten (Walzen, Ziehen usw. ) so   viele   1fale   wiederholt werden, als erwÜnscht oder zweckmässig angesehen wird, wodurch eine, aus einer entsprechenden Anzahl verschiedener Schichten zusammengesetzte hohle Stange erhalten wird. 



   Die verschiedenen Schichten oder Lagen können in Übereinstimmung mit dem erzielten Verwendungszweck dieselbe oder verschiedene Zusammensetzung haben. So z. B. kann die erste Schicht (von dem Loch aus gesehen) aus rostbeständigem Eisen oder Stahl bestehen, z. B. Stahl der bekannten Art mit etwa 0'1% Kohlenstoff und   12-14%   Chrom, und die zweite Schicht aus gewöhnlichem Kohlenstoffstahl. Anderseits kann auch die zweite Schicht (von dem Loch aus gesehen) aus rostbeständigem Stahl oder einer andern Legierung bestehen, während die erste Schicht aus Kohlenstoffstahl besteht. 



  Für die übrige Schicht bzw. die übrigen Schichten wird Stahl solcher Zusammensetzung gewählt, als mit   Rücksicht   auf die für den erzielten Verwendungszweck erforderliche Härte und Zähigkeit des Materials am   zweckmässigsten   ist. 



   Durch das beschriebene Verfahren gelingt es, Hohlstangen mit einer beliebigen Anzahl von verschiedenen Schichten herzustellen, die miteinander gut   zusammengeschweisst   sind, wobei die erste Schicht des fertigen Produktes verhältnismässig geringe Härte haben kann, da sie während der zweiten Giessoperation durch die   umgebende Schicht vor Schmelzen geschützt   wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl.,   z.   B. Hohlstahl für Gesteinsbohrer, die aus drei oder mehreren Schichten oder Lagen zusammengesetzt sind, dadurch gekennzeichnet. dass in mehreren Giessoperationen Metall um einen Kern, z. B. ein Rohr gegossen wird, und dass das in jeder Giessoperation entstandene zusammengesetzte Gussstück vor Ausführung der nächstfolgenden Giessoperation einer zwischenliegenden Bearbeitung, wie Walzen, Ziehen, Schmieden od. dgl. unterworfen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der letzten Giessoperation erhaltene,. zusammengesetzte Gussstück einer endgültigen Bearbeitung, wie Walzen, Ziehen, Schmieden od. dgl. in bekannter Weise ausgesetzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Schichten dieselbe Zusammensetzung haben.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Schichten eine andere Zusammensetzung hat, als die übrigen oder dass mehrere oder sämtliche Schichten verschiedene Zusammensetzung haben.
    5. Verfahren gemäss einem der vorhergegenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht von dem Loch gerechnet (das ursprüngliche Rohr) aus rostbeständigem Eisen oder Stahl oder einer andern rostbeständigen Legierung besteht.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht von dem Loch gerechnet aus rostbeständigem Eisen oder Stahl oder einer andern rostbeständigen Legierung besteht.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht aus Kohlenstoffstahl besteht.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht aus Kohlenstoffstahl besteht.' 9. Verfahren nach den Ansprüchen 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete rostbeständige Stahl etwa 0-1 % Kohlenstoff und 12-14% Chrom enthält.
AT141462D 1933-05-11 1934-03-26 Verfahren zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl. AT141462B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB141462X 1933-05-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT141462B true AT141462B (de) 1935-04-25

Family

ID=10035845

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT141462D AT141462B (de) 1933-05-11 1934-03-26 Verfahren zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT141462B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT141462B (de) Verfahren zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl.
DE620127C (de) Verfahren zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl., z.B. Hohlstahl fuer Gesteinsbohrer
DE711617C (de) Rohr mit verstaerkten Endteilen
DE602373C (de) Verfahren zur Herstellung verschleissfester Rohre
DE719151C (de) Verfahren zur Herstellung hochbeanspruchter oder spezifisch leichter Gusskoerper
DE2006477A1 (de) Gut bearbeitbare Stahlwerkstocke und Verfahren zur Herstellung derselben
DE451203C (de) Dorn. Matrize o. dgl. zum Anpressen eines in oder um ein Eisenrohr gelegtem Kupferrohrs
DE564611C (de) Verfahren zur Herstellung von aus einzelnen Abschnitten bestehenden Schleudergussformen
DE581045C (de) Hohlstahl fuer Gesteinsbohrer
AT220646B (de) Stahllegierungen zur Herstellung von Gesteinsbohrwerkzeugen
DE745810C (de) Herstellen von Warmwalzen
DE559583C (de) Verfahren zur Herstellung hohler Bohrerstaehle
AT220574B (de) Verfahren zur Herstellung von Stabstahl oder von Profilen aus Eisen- oder Stahllegierungen durch Walzen
AT137273B (de) Verfahren zur Herstellung von rohrförmigen Gegenständen aus Eisen- oder Metallegierungen.
AT159504B (de) Verfahren zur Herstellung von Schweißelektroden, welche Zusätze im Innern des Schweißdrahtes in Form eines Dochtes enthalten (Seelenelektrode).
DE547563C (de) Verfahren und Kokille zur Verlegung der Schwaechezone aus der Mitte eines Blockes nach einer Seite hin
DE634302C (de) Verfahren zur Warmformgebung von Gegenstaenden grosser Abmessungen, die, wenn sie im fertigen Zustand eine Bohrung haben sollen, nach der Warmformgebung eine Vergroesserung ihres Bohrquerschnittes erfahren muessen
DE653425C (de) Verfahren zum Walzen von schwer verformbaren Werkstoffen
DE607354C (de) Verfahren zur Herstellung von rohrfoermigen Gegenstaenden aus Eisen- oder Metallegierungen, insbesondere Hohlbohrern usw.
DE874365C (de) Anwendung des Verbundschleudergiessverfahrens auf die Herstellung von mechanisch hochbeanspruchten Hohlkoerpern
DE814895C (de) Verfahren zur Herstellung von zweilagigen nahtlosen Rohren
DE2703261A1 (de) Walzenkoerper aus hartmetall
AT131411B (de) Herstellung von hohlen Mettallstangen, -stäben u. dgl.
DE1244534B (de) Aus Stahl bestehende Mahlstaebe fuer Stabrohrmuehlen
DE539083C (de) Verfahren zur Herstellung von hohlen Bohrstaehlen