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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Ölen od. dgl. und eine Schleuder zum Durchführen dieses Verfahrens. wodurch das Reinigen noch so unreinen. verbrauchten Öles od. dgl.
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Gebrauch der Schleuder derart, dass während der Schleuderperiode die Zu- und Abfuhr eingestellt wird. nach Beendigung derselben und Verlangsamung der Geschwindigkeit der Schleuder das reine Öl aus derselben abgelassen wird. wobei die Zufuhr auch weiterhin eingestellt bleibt und hierauf die zurück- bleibenden Unreinigkeiten durch neuerliches Anlassen der Schleuder entfernt werden.
Die zur Durchführung des Verfahrens verwendete. typisch an sich bekannte Zentrifuge mit ihren kegelförmigen Einsatztellern wird zu Reinigungszwecken für die mannigfaltigsten Industriezweige schon lange verwendet, jedoch ging das Reinigungsverfahren selbst ganz anders vor sich. als beim Verfahren gemäss der Erfindung. namentlich erfolgte die Einführung der unreinen Flüssigkeit und das Wegleiten der reinen Flüssigkeit kontinuierlich. Dieses kontinuierliche Reinigungsverfahren weist gegenüber dem unterbrochenen Verfahren gemäss der Erfindung grosse Nachteile auf.
Bei kontinuierlichem Betrieb reisst die Strömung der in die Maschine ständig einströmenden unreinen Flüssigkeit die während des ZentrifugierensausscheidendenfestenSchmutzteilchenmitsichundverschlechterthiedurchdenWirkungsgrad. Demzufolge wird die Flüssigkeit bei nur einmaligem Durchgang nur zum Teil gereinigt. weshalb sie mehreremale durch die Schleuder hindurchgeleitet. oder sehr langsam in die Schleuder eingeleitet werden muss. oder aber es muss ein Filtereinsatz vorgesehen sein, damit sieh die festen Teile verlässlicher aus der Flüssigkeit abscheiden.
Ein weiterer Nachteil der an sich bekannten kontinuierlichen Reinigung ist noch der. dass sich in der Trommel der Schleuder die rnreinigkeiten immer mehr anhäufen und die nützlicheren, eine grössere Umfangsgeschwindigkeit aufweisenden Räume immer mehr einnehmen. Demzufolge kann die Flüssigkeit nur einen, eine allmählich abnehmende Zentrifugalkraft aufweisenden.
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dass gemäss der Erfindung die EinsatzteIler der Sehleuder eine sehr steilE'Wand (18--22") haben.
Es wurden für Reinigungszweeke auch noch Schleudern verwendet, die wohl auch abwechselnd beschickt und entleert werden und auch eine änderbare Schleuderperiode zulassen, jedoch sind diese Schleudern von jenen, die beim Verfahren gemäss der Erfindung verwendet werden, ganz abweichend gebaut.
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nach Linie A-B der Fig. 1 und Fig. 3 eine Einzelheit.
Die Reinigungsschleuder besteht aus einer um ihre lotrechte Achse drehbaren kegelstumpfförmigen Trommel a mit in gleichen Abständen axial übereinander angeordneten, mit ihrer engeren Mündung nach abwärts gerichteten, also in V-Form angeordneten, konischen Einsatztellern b. welche mittels Ringen a auf einer gemeinsamen hohlen Welle h befestigt sind, die samt den Tellern aus der Trommel herausgehoben werden kann. In der Wand der hohlen Welle A sind Längsrillen Ai und in den Ringen j Durchlassöffnungen ; vorgesehen, so dass das Öl aus dem Raum zwischen zwei Einsatztellern in die Rille bzw. in den Kanal ; i der Welle und von dort wieder zwischen zwei Einsatzteller gelangen ka. nn. Am
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Das Reinigen des Öles geschieht in folgender Weise : Die Schleuder wird bei geschlossenen Ventilen d1 in Drehung versetzt und das Schmutzöl wird in die schon rotierende Schleuder durch die Öffnung f eingegossen. Während der dem Eingiessen folgenden Schleuderperiode wird weder neueres, zu reinigendes Öl in die Schleuder eingelassen, noch wird Öl aus der Schleuder abgelassen. Das durch die Öffnung f eingegossene Schnmtzöl gelangt durch die geneigten Kanäle h in den oberen Teil der Schleuder und wird durch die Fliehkraft in die Richtung gegen die Trommelwand geschleudert.
Die nachfolgenden Ölmengen legen denselben Weg an der Trommelwand zurück und drücken das schon in der Trommel befindliche 01 vor sich her gegen die Welle 11 der Trommel, so dass das 01 die zwischen den Einsatztellern befindlichen Räume allmählich füllt und nur der unmittelbar neben der Welle befindliche Raum vorerst leer bleibt. wodurch weder unten noch oben ein Überlaufen eintritt.
Die Sehleuderperiode selbst dauert bloss einige Minuten (je nachdem das Öl verunreinigt ist). während welcher Zeit von dem in dem Raum zwischen je zwei Einsatztellern befindlichen unreinen Öl die Sehmutzteilehen unter Einwirkung der Fliehkraft auf die grosse Ablagenmgsfläche des den Raum von aussen abgrenzenden, steilen Einsatztellers geschleudert werden und dort sich ablagern. Der Neigungs- winkel der Wand der Einsatzteller zur Achse beträgt bloss dz welcher Winkel dem Öl und den in demselben befindlichen Unreinigkeiten entsprechend derart gewählt ist, dass die bei dieser Steilheit'auf die Einsatzteller geschleuderten Sehmutzteilehen auf dem Einsatzteller nicht weitergleiten können.
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wird gleichzeitig die Schleuder wieder in Gang gesetzt.
Nachdem nun zwischen den Einsatztellern keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist, welche die abgelagerten Schmutzteilchen an die Wand der Einsatzteller drückt, gleitet die Schmutzsehichte während des neuerlichen Schleuderns an der Wand der Einsatz-
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in die Schleuder eingegossen und der beschriebene Vorgang beginnt von neuem.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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in deren Trommel in gleichen Abständen axial übereinander angeordnete. konische Einsatzteller und in deren Trommeldeckel Öffnungen je für das Einlassen des Öles od. dgl. und den Austritt des ausgeschiedenen Schmutzes vorgesehen sind. dadurch gekennzeichnet, dass während des Ausschleuderns sowohl die Zufuhr als auch die Abfuhr des Gutes unterbleibt. hierauf bei Stillstand der Schleuder das Ablassen des reinen Öles erfolgt und hernach bei weiterhin eingestellter Zufuhr durch neuerliches Anlassen der Schleuder der auf den Tellern abgelagerte Schmutz ausgebracht wird.
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