DE690620C - Verfahren und Einrichtung zur Stoffrueckgewinnung aus den Abwaessern von Papier-, Zellstoff- und Holzstoffabriken - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Stoffrueckgewinnung aus den Abwaessern von Papier-, Zellstoff- und Holzstoffabriken

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Publication number
DE690620C
DE690620C DE1936W0100162 DEW0100162D DE690620C DE 690620 C DE690620 C DE 690620C DE 1936W0100162 DE1936W0100162 DE 1936W0100162 DE W0100162 D DEW0100162 D DE W0100162D DE 690620 C DE690620 C DE 690620C
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DE
Germany
Prior art keywords
liquid
vessels
inflow
vessel
wastewater
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Expired
Application number
DE1936W0100162
Other languages
English (en)
Inventor
Jakob Langenbacher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WANGNER FA HERMANN
Original Assignee
WANGNER FA HERMANN
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Publication date
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Publication of DE690620C publication Critical patent/DE690620C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/66Pulp catching, de-watering, or recovering; Re-use of pulp-water

Landscapes

  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Stoffrückgewinnung aus den Abwässern von Papier-, Zellstoff- und Holzstoffabriken Zum Reinigen und Klären von Flüssigkeiten, insbesondere von Abwässern der verschiedensten Art, sind Einrichtungen bekannt, die auf dem Grundsatz des Absetzens der Feststoffe beruhen. Die zu reinigende Flüssigkeit durchströmt langsam ein Gefäß, wobei die schweren Bestandteile zu Boden sinken, während die gereinigte Flüssigkeit oben überfließt. Die Gefäße haben vielfach die Form auf die Spitze gestellter Kegel oder Pyramiden, um die ausgeschiedenen Teile unten abziehen zu können, oder sie haben Einrichtungen, die die auf dem flachen Boden niedergesunkenen Anteile zusammenfassen und abführen.
  • Bei allen diesen Einrichtungen muß die Strömungsgeschwindigkeit so klein sein, daß die sichere Trennung nach dem spez. Gewicht erfolgt, und zwar in der für den' Durchfluß zur Verfügung stehenden Zeit.
  • Wegen der geringen Unterschiede in den spez. Gewichten und der feinen Verteilung der Feststoffe im Wasser muß diese Geschwindigkeit bei Abwässern der Papier-, Zellstoff- und Holzstoffabriken sehr gering sein, und dadurch werden bei den beträchtlichen Durchsatzmengen dieser Betriebe Klärgefäße--von bedeutendem Rauminhalt erforderlich.
  • In der Praxis entspricht dieser Inhalt etwa dem Wasseranfall während i bis a Betriebsstunden und geht bis zu mehreren ioo cbm.
  • Der Nachteil dieser Reinigung besteht darin, daß bei vorkommenden Unstetigkeiten in der Menge und Zusammensetzung des zufließenden Wassers Störungen auftreten, die das Absitzen ganz oder teilweise verhindern und Stoffverlust und ungenügend geklärtes Wasser verursachen. Des weiteren ergibt sich bei öfterem Sorten- und Farbwechsel die Notwendigkeit, die Gefäße ganz zu entleeren, das Wasser also. ungereinigt weg laufen zu lassen und dann langsam wieder zu füllen, was oft mehrere Stunden in Anspruch nimmt und so lange einen geregelten Betrieb unmöglich macht.
    Es sind zwar auch Einrichtungen zu
    Klären papierstoffhaltiger Abwässer bekan
    die mit einer Mehrzahl von Gefäßen arbeit
    die nacheinander abwechselnd gefüllt u
    entleert werden. Es handelt sich dabei aber' ebenfalls um Einrichtungen, die im wesentlichen in der oben beschriebenen Art arbeiten, d. h. in denen die Abwässer die verschiedenen Klärgefäße langsam durchfließen, wobei sich die Faserstoffe am Böden absetzen und die sich oben ergebende geklärte Flüssigkeit durch Einlegerohre abgelassen wird.
  • Gegenstand der Erfindung ist im Gegensatz hierzu ein Klärverfahren für die Stoffrückgewinnung aus den Abwässern der Papier-, Zellstoff- und Holzstoffabriken und die zu seiner Durchführung nötigen Einrichtungen, das zwar auch mit einer Mehrzahl von Gefäßen arbeitet, die nacheinander abwechselnd gefüllt und entleert werden, das ' aber dem Bekannten gegenüber den _ grundlegenden Unterschied aufweist, daß das Abwasser in den Gefäßen so lange ruhengelassen wird, bis sich die Flüssigkeit und fester Stoff geschieden haben, worauf Flüssigkeit und fester Stoff je für sich abgelassen werden. Der Zu- und Abfluß wird dabei selbsttätig entsprechend der Abwasserbeschaffenheit gesteuert. Man gewinnt so den Vorteil, daß kein eingedickter Stoff mit dem gekfärten Wasser abfließen kann, da der Abfluß des geklärten Wassers selbsttätig erst dann eingeschaltet wird, wenn der eingedickte Stoff entfernt ist.
  • Die Umstellung geschieht durch eine selbsttätige Steuerung, die die erforderliche Beschickung und Entleerung der Gefäße in der richtigen Weise und Reihenfolge gewährleistet.
  • Zur Trennung der in den Gefäßen abgesetzten Feststoffe und des reinen Wassers, die nacheinander abgelassen werden sollen, wird in an sich bekannter Weise die verschiedene Lichtdurchlässigkeit des Wassers und des Feststoffes oder der Mischung von Wasser und Feststoff verwertet. Zwischen dem Ablassen von Wasser oder Stoff ergibt sich für kurze Zeit ein gewisser Übergang, d. h. eine Mischung von Wasser und Stoff. Stoff, Wasser und diese Mischung haben natürlich verschiedene Durchlaßstärke für Licht. Diese Eigenschaft wird dadurch ausgenutzt, daß im Abfluß für die Massen ein Fenster angebracht wird. Das Licht einer auf der einen Seite des Fensters angebrachten Lichtquelle erscheint auf der anderen Seite in verschiedener Stärke je nach der das Fenster durchströmenden Masse. : Dies wird' in der Weise ausgenutzt, daß während des= Durchflusses der Mischung von Stoff und Wasser eine Lichtsteuerzelle zum Ansprefhen gebracht wird, die den Abfluß umsteuert, so daß Stoff und Wasser je für sich ab-. 1leitet werden.
  • . r, s ist aber auch möglich, Wasser und #,;'ioff gleichzeitig aus dem Gefäß abzuziehen und mit Hilfe der Lichtsteuerzelle den einen Abfluß abzusperren, sobald ein Umschlag eintritt. Wichtig ist, daß auf diese Weise unabhängigvon dem zufälligen Mengenverhältnis von' Stoff und Wasser die getrennte Abführung beider sicher erreicht wird.
  • Die Zeichnung stellt als Beispiel eine für das Abwasser von Papierfabriken geeignete Ausführungsform dar.
  • Es sind i bis 6 die Absitzgefäße, die zylindrisch mit unten angesetzter konischer Spitze ausgebildet sind. Die Spitzen aller Gefäße sind mit einem Drehschieber a verbunden, der bei b mit einem axialen Stutzen an ein ähnliches, aber kleineres Gefäß 7 als Zufluß angeschlossen ist, während unten bei c der Abfluß angeordnet ist. Der Drehschieber ist so ausgebildet, daß er immer nebeneinanderliegende Gefäße mit dem Zu- bzw. Abfluß verbindet, während die übrigen abgesperrt sind. In der Abflußleitung ist bei d die Lichtsteuerzelle eingeschaltet und anschließend ein weiterer Drehschieber e, der die Leitung wahlweise mit den beiden Abflüssen f und g verbindet. Die beiden Drehschieber werden in geeigneter Weise durch einenElektromotor über ein Steuergetriebe (nicht gezeichnet) bewegt.
  • Es sei nun angenommen, daß Gefäß i mit dem Zufluß b aus Gefäß 7 und Gefäß 2 mit dem Abfluß c verbunden ist. Zunächst fließt aus Gefäß 2 der unten abgesetzte eingedickte Stoff durch die Abflußleitung und den Drehschieber e aus f aus. Sobald der eingesetzte Stoff entleert ist und reines Wasser nachströmt, schaltet die Lichtsteuerzelle d den Elektromotor ein, der den Drehschieber e nach g umschaltet und dann wieder stillgesetzt wird, so daß nur das reine Wasser durch g ausfließt.
  • Gleichzeitig fließt von der Zuleitung her Abwasser durch Gefäß 7 in Gefäß i, und der Wasserspiegel steigt in beiden Gefäßen annähernd gleichmäßig, bis beide Gefäße gefüllt sind. Nun wird ein in Gefäß 7 eingebauter Schwimmer 8 angehoben und dadurch über einen Schaltschütz der Elektromotor eingeschaltet, der nun den Drehschieber a so umstellt, daß Gefäß 2, das entleert ist, mit dem Zufluß b und Gefäß 3 mit dem Abfluß c verbunden ist; gleichzeitig stellt er wieder den Drehschieber e auf den Abfluß durch f um und schaltet sich selbst ab. Das Spiel setzt sich dann. mit den Gefäßen 2 und 3 fort. Etwa notwendige Fäliungsmittel werden in geeigneter Menge in das Gefäß 7 gegeben und mischen sich dabei innig mit dem Abwasser.
  • Es ist ersichtlich, daß bei dieser Ausführungsform mit sechs Gefäßen jedes derselben viermal so lange in Ruhe ist, als die Füllzeit jedes einzelnen beträgt, und daß sowohl die Größe als auch die Zahl der Gefäße je nach den vorliegenden Verhältnissen gewählt werden kann.
  • Da nun in einem in Ruhe befindlichen Wasser das Absitzen naturgemäß viel rascher geht als in langsam strömendem, so genügt gegenüber den oben.genannten Zeiten von i bis- 2 Stunden eine solche von 5 .bis 2o Minuten, und wenn im vorliegenden Beispiel 12 Minuten angenommen werden, so muß jedes Gefäß die Wassermenge von 3 Minuten fassen, alle sechs zusammen also von 18 Minuten, das ist etwa ein Fünftel des Inhalts des Gefäßes bei stetigem Durchfiuß.
  • Es ist weiter ersichtlich, daß Schwankungen in der zufließenden Wassermenge lediglich die Füllzeit beeinflussen, während Schwankungen der Stoffmenge im Wasser nur ein früheres oder späteres Schalten durch die Lichtsteuerzelle hervorrufen, daß also beide Ursachen den eigentlichen Vorgang der Klärung durch Absitzen nicht berühren.
  • Es ist ferner klar, daß Farbübergänge u. dgl. leicht möglich sind, da jedes der Gefäße für sich abgelassen wird und beispielsweise in einem Gefäß sich grünes Abwasser befindet, während das nächste schon mit rotem gefüllt wird.
  • Es ist schließlich selbstverständlich, daß auch mehrere solcher Reinigungsgruppen parallel oder hintereinandergeschaltet werden können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Stoffrückgewinnung aus den Abwässern von Papier-, Zellstoff-und Holzstoffabriken durch Absitzenlassen der festen Anteile unter Verwendung einer Mehrzahl von Gefäßen, die nacheinander abwechselnd gefüllt und entleert werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Abwasser so lange ruhengelassen wird, bis sich Flüssigkeit und fester Stoff geschieden haben, worauf Flüssigkeit und fester Stoff je für sich abgelassen und Zu- und Abfluß selbsttätig der Abwasserbeschaffenheit entsprechend gesteuert werden.
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Anzahl von Absitzgefäßen (i bis 6),' die an einem gemeinsamen Drehschieber (a) angeschlossen sind, der immef nebeneinanderliegende Gefäße mit dem Zu- bzw. Abfluß verbindet, während die übrigen abgesperrt sind, durch ein weiteres kleineres Gefäß (7) für den Zufluß der zu klärenden Flüssigkeit, einen weiteren Drehschieber (e) zur wahlweisen Verbindung der Abflußleitung mit den beiden Abflüssen (f und g) und ein in die Abflußleitung eingeschaltetes Fenster, das eine Lichtsteuerzelle (d) je nach der Durchsicht der durchfließenden Flüssigkeit beim Übergang vom eingedickten Stoff zur klaren Flüssigkeit oder umgekehrt steuert.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Zuflußgefäß (7) für die zu klärende Flüssigkeit ein Schwimmer (8) eingebaut ist, der über eineu Schaltschütz einen Elektromotor zur Umstellung des Drehschiebers (a) auf ein entleertes Gefäß einschaltet.
DE1936W0100162 1936-12-29 1936-12-29 Verfahren und Einrichtung zur Stoffrueckgewinnung aus den Abwaessern von Papier-, Zellstoff- und Holzstoffabriken Expired DE690620C (de)

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DE (1) DE690620C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE953779C (de) * 1954-05-20 1956-12-06 Sueddeutsche Zucker Ag Absetzer zur Gewinnung des Klarsaftes in der Zuckerindustrie
DE1070595B (de) * 1959-12-10

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1070595B (de) * 1959-12-10
DE953779C (de) * 1954-05-20 1956-12-06 Sueddeutsche Zucker Ag Absetzer zur Gewinnung des Klarsaftes in der Zuckerindustrie

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