AT141296B - Verfahren zur Wasservergütung. - Google Patents

Verfahren zur Wasservergütung.

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AT141296B
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Alexander Klein
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Alexander Klein
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  • Treatment Of Water By Ion Exchange (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 indem die theoretischen Mengen   zugegeben werden, u. zw.   zuerst Enthärtungsstoffe niederer Wirkung. die bis auf   eine Resthärte   von   1 bis 2 @d enthärten, dann Fällungsmittel höherer Wirkung zugesetzt werden,   um eine Resthärte von 0'l bis 0-2-d. d. h.   praktisch 0. zu   erzielen. Es ist jedoch bekannt, dass für eine 
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   Es ist notwendig, unter diesen Bedingungen stufenweise zu arbeiten. indem die Fällungsreagenzien verschiedener Wirkung, mit denen niederster Wirkung beginnend, nacheinander zugegeben werden und die Auswahl auf Grund der Beschaffenheit des   Rollwassers getroffeu wird.   



   Es ist ferner bekannt, die   Karbonathärtpausfällung   unter Verwendung von Kalk dadurch zu be-   schleunigen,   dass katalytisch   wirkende   Stoffe   beigemischt   werden oder indem man das Wasser über Katalysatoren in körnigem Zustande fliessen lässt oder aber   dadurch,   dass man die katalytisehen Stoffe. 
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   rückstandes   eine   katalytische Wirkung   erzielt. 



   Es ist hiebei bekannt, dass bei Verwendung katalytisch wirkender Stoffe ein kleinerer Reaktionsraum erforderlich ist als dies ohne Verwendung dieser Stoffe nötig wäre. Die Entfernung der Karbonathärte auf kaltem Wege wird sogar in der Weise vorgenommen,   dass katalytisch wirkende   Stoffe nur auf einem Filter erzeugt werden, also praktisch ein Reaktions- und Klärraum nicht mehr besteht. 



   Die Anwendung   katalytischer Stoffe, wie Kalziumkarbonat u. ä@ geschieht jedoch bislang   in der Kälte, und es werden jeweils nur die   Karbonathärtebestandteile   ausgefällt. 



   Es gibt auch eine Einrichtung, durch Zugabe von Soda die Gipshärte allein zur Abscheidung zu bringen, indem   wiederum   auf einem Filter geeigneter Konstruktion beim Aufprallen Kalziumkarbonat als   katalytiseh   wirkender Stoff entsteht. 



   Der Verzicht auf   Reaktionsräume   oder die Verwendung anormal kleiner   Reaktionsräume   ist also bisher nur durchgeführt worden, entweder zur Abscheidung der Karbonathärte allein, u. zw. nur 
 EMI1.5 
 Weise zur Ausfällung zu bringen. 



   Die vorliegende Erfindung besteht   nun   darin. jedes Wasser von allen Härtebestandteilen zu befreien, indem   auf Reaktions-und Klärräume verzichtet   wird und die jeweils sich bildenden Schlammpartikel als katalytische Stoffe verwendet werden. 



   Es wird in der Weise vorgegangen, dass die Karbonathärte in bekannter Weise zuerst ausgeschieden wird. entweder durch Erhitzen des Wassers in einem geeigneten Vorwärmer, der so gebaut ist, dass das dabei ausfallende Kalziumkarbonat als katalytischer Stoff wirkt. so dass nur ein äusserst kleiner Reaktions- 
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 ist wesentlich und eine Neuerung gegenüber den bisher bestehenden und bekannten Verfahren. dass eine Filterung nach der Entkarbonisierung nicht mehr erfolgt, damit die katalytische Wirkung des bei der Entkarbonisierung anfallenden   Kalziumkarbonats   bei der weiteren Enthärtung ausgenutzt wird. 



   Nach der in der ersten Stufe   vorgenommenen   Abscheidung der Karbonathärte wird das entkarbonisierte Wasser zusammen mit der jeweils erforderlichen Lösung der   Fällungsstoffe,   die zur Ent-   fernung     der Nichtkarbonathärte dienen, auf ein Filter aufgespritzt. Der im   Wasser bereits enthaltene 

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 fein verteilte Karbonatschlamm, der aus der Entkarbonisierung herrührt, wirkt nun bei der Entfernung der   Niehtkarbonathärte   als katalytiseher Stoff. 



   Wie zahlreiche Versuche ergaben. gelingt es nicht bei gleichzeitiger Zugabe der für die Entfernung der Karbonathärte und der   Nichtkarbonathärte   nötigen Reagenzien auch-nur einen annähernd genügenden Enthärtungseffekt zu erhalten, vielmehr ergab sich die Notwendigkeit, stufenweise getrennt bei der Entfernung der Karbonathärte und   Niehtkarbonathärte   vorzugehen. 



   Ein Hauptmerkmal der Erfindung besteht also darin. dass die Entfernung der einzelnen Härtebildner (z. B. der Karbonat- und Nichtkarbonathärte) stufenweise getrennt aufeinanderfolgt, weil sich, wie die angestellten Versuche ergeben haben, z. B. bei gleichzeitiger Entfernung der Karbonatund   Nichtkarbonathärte unter   Benutzung katalytiseher Stoffe eine ausserordentlich   ungünstige-Ent-     härtungswirkung   ergibt. 



   Wird in diesen Stufen, bedingt durch die jeweilige Beschaffenheit des Rohwassers, noch nicht die   gewünschte   Resthärte erreicht, so kann noch eine dritte Stufe nachgeschaltet werden, in der ein Fällungsreagens zugegeben wird, das andersartig ist als das in der ersten und zweiten Stufe zugegebene und höhere Wirkung besitzt. Fällungsreagenzien geringerer Wirkung sind z. B. Kalk, Soda, Ätznatron, weil mit diesen Reagenzien bei Zugabe theoretischer Mengen nur eine Enthärtung bis auf 1-2  d infolge der Löslichkeit der Endprodukte (z. B. Kalziumkarbonat)   möglich   ist.

   Eine weitergehende   Enthärtung   ist nur durch Zugabe beträchtlicher   Überschüsse   an   Fällungsreagenzien   erreichbar, weil durch grosse   Überschüsse   die Löslichkeit des Endproduktes (Kalziumkarbonat)   heruntergedrückt   wird und so Resthärten von   0'5   bis   0'60. d erreicht   werden können. Ein Fällungsreagens höherer Wirkung ist z. B. das alkalische Trinatriumphosphat, das bei theoretischer Zugabe ohne weiteres eine Enthärtung bis auf   0'1-0'20 d   gewährleistet. Die Auswahl ist jeweils auf Grund der Wasserbeschaffenheit zu treffen. 



   Die Erwärmung des Wassers kann vor jeder Stufe gesondert bzw. zwischen jeweils zwei Stufen vorgenommen werden. Wann dies zu geschehen hat, ist nicht nur abhängig von den   Wasserverhältnissen.   sondern auch von den jeweiligen Betriebsverhältnissen. wie dies im folgenden erläutert wird :
Beispiel L Es möge zur   Enthärtung   ein Rohwasser zur   Verfügung   stehen mit einer Gesamt- 
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<tb> 
<tb> härte <SEP> von <SEP> .............................................. <SEP> 14  <SEP> d
<tb> Karbonathärte <SEP> ............................... <SEP> 10  <SEP> d
<tb> Nichtkarbonathärte <SEP> ........................... <SEP> 4  <SEP> d
<tb> Kalkhärte <SEP> ...................................14  <SEP> d
<tb> 
 
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   1'50 d   werden bedingt durch gelöstes Kalziumkarbonat.

   Soll noch eine weitere Herabminderung der Resthärte erfolgen, so müsste in der dritten Stufe alkalisches Trinatriumphospllat zugegeben werden. 
 EMI2.3 
 Beispiel 2 : Es möge zur   Enthärtung   ein Rohwasser zur   Verfügung   stellen mit einer 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> Gesamthärte <SEP> von <SEP> .................... <SEP> 17 d
<tb> Karbonathärte....................... <SEP> ! <SEP> 3 d
<tb> Nichtkarbonathärte <SEP> .................. <SEP> 5  <SEP> d
<tb> Kalkhärte <SEP> .......................... <SEP> 14  <SEP> d
<tb> Magnesiahärte <SEP> ....................... <SEP> 3  <SEP> d
<tb> 
 
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 härte in Kalziumkarbonat umgewandelt wird.

   Da eine Löslichkeit des Kalziumkarbonats bis auf 2  d nicht zu vermeiden ist. resultiert eine   Eestkalkhärte   von   20 d   und eine unveränderte   Magnesiahärte   von   20 dach   der Behandlung wird auf Kochtemperatur erhitzt, wobei die Magnesiahärte ausfällt. dann für 2  alkalisches Trinatriumphosphat zugegeben und so   eine Resthärte von 0#1   bis   0-2'd erreicht.   



     Dieses neuartige Verfahren ermöglicht es.   in kleiner Apparatur, die im   Verhältnis   zu den bisherigen grossen Apparaturen nur einen geringen Kostenaufwand bedeutet, alle Wässer aufzubereiten bis zu der gewünschten Resthärte, wie sie   für Hochdruck   und Hoehleistungskessel heute verlangt wird. und besonders gestattet dieses Verfahren, sich den jeweiligen Rohwasser- und Betriebsverhältnissen an-   zupassen.   Es bedeutet gegenüber den bisherigen Verfahren einen Fortschritt, da die bisher bestehenden   Enthärtungsverfahren   zur Erreichnung obengenannter Werte sieh darauf   beschränken,   unter Nichtbeachtung der der Erfindung zugrunde liegenden Idee, in allen Fällen mit grossen Reaktions-und Klärräumen zu arbeiten ;

   in einigen Sonderfällen bestenfalls stufenweise mit theoretischer Menge. Das Neuartige des Verfahrens ist also darin zu suchen, dass die   Katalytwirkung,   die bisher nur für die Abscheidung der Karbonathärte oder der   Nichtkarbonathärte   allein herangezogen wurde, in   sinngemässer   Weise in 

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 Stufen die Entfernung der Gesamthärte bewirkt, unter Verwendung des in der einen Stufe ausfallenden Endproduktes als Katalyt in der darauffolgenden Stufe. Aber darüber hinaus ermöglicht diese Anordnung die Enthärtung nach jeder Stufe abzubrechen, d. h. Wasser nur bis auf einen gewissen Enthärtungsgrad aufzubereiten, der für den   gewünschten   Zweck ausreichend ist.

   Nach der Entfernung der Karbonathärte in einer kleinen, ohne   Rpaktions- und Klärraum   bestehenden Apparatur kann Wasser für   Kühlzwecke   entnommen werden, das in bekannter Weise nur von der Karbonathärte zu befreien ist. um Wassersteinansatz in den Kühlaggregaten zu vermeiden.

   Ein anderer Teil des von der Karbonathärte befreiten Wassers wird dann der übrigen Apparatur zugeleitet, um die Resthärte weiter   herabzumindern.   Wiederum kann nach einer   Enthärtung   bis auf led Wasser zur Speisung von Kesseln geringerer Leistung und niederem Druck entnommen werden, während der restliche Teil dann in der letzten Stufe unter Zugabe von alkalischen Trinatriumphosphat vollkommen enthärtet wird bis auf praktisch 0. um ein Speisewasser zu liefern, das für Hochleistungs- und Hochdruckkessel geeignet ist. 



   In gleicher Weise kann im Laufe des Enthärtungsprozesses teilweise enthärtetes Wasser   entnommen   werden zu   Gebrauchszwecken,   wie dies in der Textilindustrie   erforderlich   ist, bei denen in der   Kälte   
 EMI3.1 
 



    Gerbereien,   in der   Genussmittelindustrie und chemischen   Industrie. 



   Da eine vollständige Enthärtung in kleinster Apparatur nach diesem Verfahren durchgeführt werden kann, ist es auch möglich, auf diese Weise eine chemische Enthärtung auf Schiffen, in denen für Reinigerapparaturen nur ein kleiner Raum zur   Verfügung   steht, vorzunehmen. Desgleichen ist es nach diesem Verfahren   möglich,   das Speisewasser für mit Dampfmaschinen betriebene Fahrzeuge. wie   Dampfautomobile,     Eisenbahnen usw..   in der Kälte chemisch aufzubereiten an den Wasserentnahmestellen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren, die Gesamthärte eines Wassers zu entfernen, dadurch gekennzeichnet, dass unter Vermeidung besonderer Klär-und Reaktionsräume die Entfernung der einzelnen Härtebestandteile stufenweise getrennt aufeinanderfolgt, wobei die anfallenden Reaktionsprodukte einer Stufe jeweils als Kataly- satoren in der darauffolgenden Enthärtungsstufe verwendet werden.
AT141296D 1934-04-25 1934-04-25 Verfahren zur Wasservergütung. AT141296B (de)

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