AT140229B - Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Gummiplatten od. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Gummiplatten od. dgl.

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AT140229B
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vulcanization
hollow body
ball
rubber sheets
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Karl Lehner
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  Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Gummiplatten od. dgl. 
 EMI1.1 
 

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 schwach aufgeblasen, so dass er gerade   nicht zusammenfällt. Das Mass   dieses Aufblasens muss entsprechend dem Druck bzw. Temperatur bei der Vulkanisierung durch Versuche ermittelt werden. 



   Würde man nun den Ball nach dem bisher bekannten Verfahren im Kessel ohne Form vulkanisieren, so würde er erstens an der oben liegenden Seite stark gedehnt und daher   ausgebaucht   werden, zweitens   im ganzen sich mehr   oder weniger   linsenförmig   abplatten und drittens in vielen Fällen während des
Ablassen des Dampfdruckes am Ende der Vulkanisation zerplatzen. Dies alles wird aber gemäss der
Erfindung vermieden, indem die Vulkanisation wie folgt durchgeführt wird : Der Kessel wird vor dem
Beschicken   vorgewärmt,   so dass schon während des   Sehliessens   der Deckelschrauben die darin eingesperrte
Luft vom   Atmosphärcndruck   durch die   Erwärmung   einige Zehntel Atmosphären Überdruck annimmt. 



  Ferner wird beim Einströmen des Dampfes die im Kessel enthaltene Luft nicht abblasen gelassen und auch die Dampfeinströmung   möglichst beschleunigt, um möglichst schnell,   längstens innerhalb fünf
Minuten den vollen Vulkanisierdruek zu erreichen, der z. B. 3 atü beträgt. Durch diese rasche Druck- steigerung, welcher die Temperatursteigerung nachhinkt, wird der Ball schlapp   zusammengedrückt   und seine Wandung im ungespannten Zustand durch die Vulkanisation schon etwas verfestigt, bevor die in ihm eingeschlossene Luft durch Erwärmung ihren Gegendruck steigert. Während der ganzen
Vulkanisation bleibt das Übergewicht des Dampfdruckes im Kessel gegenüber der Spannung der Luft im Innern des Balles bestehen.

   Um nun zu vermeiden, dass sieh der   Ball linsenförmig   deformiert und oben eine geringere Wandstärke als unten oder seitwärts erhält, wird der Ball zur Vulkanisation in eine offene
Manschette gesteckt, die seine waagrechte Ausdehnung begrenzt. Zweckmässig ist dies ein offener gleich-   seitiger Zylinder aus Blech,   dessen Durchmesser und Höhe etwas kleiner ist als der Durchmesser des fertigen Balles, z. B. für einen sechs Zoll Ball (d. i. ein Ball mit rund 15 cm Durchmesser) bloss 14    < *M.   



   Damit nun der durch den Überdruck des Dampfes   eingesclm1111pfte   Ball durch das Liegen auf dem Boden nicht abgeplattet wird, wird erfindungsgemäss auf die   Standfläche   der Manschette bzw. die Auflage-   fläche   des Balles eine einige Zentimeter hohe Schichte Wasser gegossen, die so tief sein muss, dass der Ball darin schwimmen kann. 



   Nach Beendigung der Vulkanisation wird der Dampf langsamer als sonst aus dem Kessel abgelassen, damit die Temperatur der Luft im Ball nicht zu sehr hinter jener des Dampfes im Kessel   zurückbleibt.   



   Wenn der Kessel geöffnet wird, ist der Ball wohl sehr stramm aufgeblasen. doch   überschreitet   die Spannung bei richtiger Bemessung des Aufblasens des rohen Balles nicht die zulässige Grenze und der Ball nimmt beim Abkühlen, z. B. beim Hineinwerfen in kaltes Wasser, ohne dauernde Deformation wieder die   ursprüngliche   Grösse an. Nach vollkommenem Erkalten wird er auf das   richtige Mass   aufgeblasen und der Einstich der Blasnadel im Ventilpfropfen zweckmässig mit unvulkanisierter   Mischung,   die allenfalls mit etwas Benzin zu einer sehr dicken Lösung angesetzt sein kann, verklebt. 



   Man kann den Ball aber auch aus vulkanisierten   Plattenstücken   zusammensetzen, wobei bei dem
Verfahren gemäss der Erfindung selbstverständlich nur die Nähte vulkanisiert werden. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern, wie z. B. Spielbällen od. dgl., aus überlappt anein- andergeklebten vulkanisierten oder unvulkanisierten   Gummiplatten   od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper aus flach miteinander vereinigten bzw. verklebten Platten zusammengesetzt, hierauf nur so schwach aufgeblasen wird, dass der Gegendruck der in ihm eingeschlossenen Luft während der nachfolgenden Vulkanisation kleiner bleibt als der Druck, unter dem im Kessel vulkanisiert wird, und im so aufgeblasenen Zustand ohne Verwendung einer geschlossenen   Vulkanisierform   warm vulkanisiert wird, worauf der Hohlkörper nach dem Erkalten auf die Endgestalt aufgeblasen und die Aufblaseöffnung in an sich bekannter Weise verschlossen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper der Vulkanisation innerhalb einer Manschette unterworfen wird, welche die Ausdehnung bzw. das Ausweichen des Hohl- körpers teilweise begrenzt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vulkanisation in einem Wasserbad erfolgt, derart, dass der Hohlkörper während der Vulkanisation zweckmässig innerhalb einer Manschette schwimmt und so ein Abplatten der Auflagefläche verhindert ist.
    4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, für Bälle od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette von einem gleichseitigen Zylinder gebildet wird, dessen Durchmesser und Höhe kleiner sind als der Durch- messer des fertigen Hohlkörpers.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper aus rohen, unvulkanisierten Gummiplatten zusammengesetzt und der Vulkanisation in der Weise unter- worfen wird. dass bei der Vulkanisation der Druck im Vulkanisierkessel rascher erhöht wird als dies der Temperatursteigerung entspricht, so dass der Hohlkörper schon im ungespannten Zustand durch An- vulkanisieren etwas verfestigt wird, bevor die in ihm eingeschlossene Luft durch Erwärmung den Gegen- druck steigert.
AT140229D 1933-03-31 1933-03-31 Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Gummiplatten od. dgl. AT140229B (de)

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