AT140064B - Verfahren zum Einbringen von Evakuierungs- und Entschwärzungsmitteln in elektrische Glühlampen. - Google Patents
Verfahren zum Einbringen von Evakuierungs- und Entschwärzungsmitteln in elektrische Glühlampen.Info
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Description
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Vprfahrcn zum Einbringen von Evakuiprungs-und Entsehwärznngsmittdn in elektrische
Gliihlampen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbringen von Evakuierungssubstanzen neben Entschwärzungsmitteln in elektrische Glühlampen.
Es ist bekannt, zur Vervollständigung der mittels Pumpe bewirkten Evakuierung von Glühlampen Substanzen zu verwenden, welche Sauerstoff und Reste von Kohlenwasserstoffen usw. binden ; als Repräsentant dieser Gruppe, welche nachfolgend als Evakuierungssubstanzen bezeichnet werden, ist roter Phosphor zu nennen.
Es ist ferner bekannt, Verbindungen, wie verschiedene Salze und Doppelsalze, in Glühlampen einzubringen, wie z. B. Kryolith, Kochsalz, Kaliumfluorid usw., welche dazu dienen, die Schwärzung, die durch sich niederschlagenden Wolframdampf während des Gebrauches der Lampe auf der Ballonwand allmählich entstehen würde, zu verringern und werden diese Verbindungen im nachfolgenden als Entschwärzungsmittel bezeichnet.
Es ist heute üblieh, die beiden Arten der vorgenannten Verbindungen in Mischung oder doch so benachbart in die Lampe auf die gleiche Verdampfungsstelle einzubringen, dass bei der späteren Verdampfung im Laufe des Lampenherstellungsprozesses mittels der heute üblichen Fadenerhitzung die beiden Arten von Substanzen im wesentlichen gleichzeitig verdampfen. Dies hat zur Folge, dass auf der Ballonwand eine Schicht entsteht, welche beide Arten von Substanzen, Evakuierungssubstanz und Entsehwärzungsmittel, gemischt enthält, beispielsweise also eine Schicht, welche eine Mischung von Phosphor und Rryolith darstellt.
Es wurde nun gefunden, dass bei Lampen, in denen eine höhere Phosphordosierung zur Verdampfung gelangte, auch die schwärzungsvermindernde Wirkung der angewendeten Entschwärzungsmittel beein- trächtigt war. Weitere Versuche haben dann gezeigt, dass die vorerwähnten Mischschic1Iten an der Ballonwand eine geringere Wirkung bezüglich Verminderung der Schwärzung haben, als eine homogene Schicht von Entschwärzungsmitteln allein. Der Nachteil der Misehsehichten wird durch zufällige Schwankungen des Phophorgehaltes, wie sie sich im Betriebe ergeben können, vergrössert. Nun ist aber eine Substanz wie Phosphor zur Vervollständigung der Evakuierung der Lampen kaum zu entbehren.
Gegenstand vorliegender Eriindung ist nun ein Verfahren, bei welchem zwar in bekannter Art sowohl Evakuierungssubstanzen als auch Entschwärzungsmittel in die Lampen eingebracht werden. jedoch derart, dass die Evakuierungssubstanzen einereits und die Entsehwärzungsmittel anderseits gesondert auf verschiedene Innenteile der Lampe aufgebracht werden, auf Teile, welche bei Stromdurchgang zunächst ein sehr erhebliches Temperaturgefälle aufweisen, so dass sie die Verdampfungstemperatur der aufgetragenen Substanzen in verschiedenen Zeitpunkten erreichen und an Stelle der bisher gleichzeitigen eine für praktische Zwecke ausreichende hintereinanderfolgende Verdampfung von Evakuierungssubstanzen und dann von Entsehwärzungsmitteln erzielt wird.
Beispielsweise kann man erfindungsgemäss die Leuchtdrähte mit einer Schicht von Phosphor allein, die Zuführungs- und Haltedrähte hingegen mit einer Schicht von Kryolith, Kochsalz, Kalziumfluorid u. dgl. mehr überziehen. Die Herstellung des Überzugs kann in dem einen wie in dem andern Falle auf irgendeine der bekannten Weisen vorgenommen werden. Beim ersten Einschalten der Lampe wird nun zunächst der Phosphor zum Verdampfen gebracht, demgemäss entsteht auch an der Ballonwand zunächst eine homogene Ph08pho1'schicllt ; erst späterhin kommen die Zuführungs- und Halte-
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dampfen.
Beginnt dieses Verdampfen nach der Kondensierung des Phosphordampfes an der Ballonwand, dann wird in weiterer Folge über der vorgebildeten Phosphorsehieht eine weitere Schicht von Ent- sehwärzungsmitteln erzeugt, die nunmehr in praktisch ausreichender Weise frei von Phosphor ist und ihre schwärzungsvermindernde Wirkung voll entfalten kann.
Ein Vorteil der vorgeschilderten Ausführungsform, betreffend die Anbringung der Entschwärzungs- mittel auf den Zuführungs-und Haltedrähten, besteht darin, dass diese Substanzen keine Gelegenheit haben, beim Schmelzen den Leuchtdraht anzugreifen, was sonst bei Verwendung bestimmter Substanzen der Fall sein kann. Der Bereich der verwendbaren Stoffe wird demgemäss erweitert.
. Das erfindugnsgemäss Verfahren weist auch den weiteren Vorteil auf, dass die Verdampfung der
Entschwärzungsmittel bereits in einem guten Vakuum stattfindet und daher der Dampf chemischen
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ständigen Vakuum bei dem bisherigen einstufigen Verfahren teilweise der Fall war.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Einbringen von Evakuierungs- und Entschwärzungsmitteln in elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, dass die Evakuierungs- und Entschwärzungsmittel gesondert auf verschiedene Innenteile der Lampe aufgebracht werden, welche Teile zufolge eines erheblichen Temperaturgefälles die Verdampfung der aufgetragenen Substanzen zu verschiedenen Zeitpunkten bewirken.
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