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Vorschubrost.
Infolge der Vergrösserung der Rostfläehe, zu welcher die wachsende Leistung der Kesselanlagen zwingt, hat sich das Bestreben herausgestellt, möglichst breite Roste ohne Unterteilung durch Mittelmauern auszuführen, Bei diesen breiten Rosten zeigt sich der Nachteil, dass der Brennstoff in der Breitenrichtung des Rostes nicht gleichmässig abbrennt, es bilden sich zum Teil Brennstoffanhäufungen auf dem Rost, zum Teil Leerstellen. Man hat versucht, diesem Übelstande dadurch abzuhelfen, dass man dem Schichtregler besondere Formen gab oder den Schichtregler unterteilte, um so eine gleichmässige Rostdeckung zu erreichen.
Mit diesen Hilfsmitteln lässt sich jedoch der beabsichtigte Zweck nicht erreichen, selbst wenn man sogenannte Strahlungsschirme bzw. Gasrückführgewölbe anordnet, welche den Brennstoff schneller und gleichmässiger zum Zünden bringen sollen. Die Strahlungsschirme bzw. Gasrüekführ- gewölbe werden stets starr angeordnet und können ihren Zweck höchstens für eine ganz bestimmte Brennstoffsorte erfüllen.
Nach der Erfindung wird eine gleichmässige Rostbedeckung in der Breitenrichtung dadurch erzielt,
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luft in den einzelnen Rostabsciinitten für sich geregelt.
Die Feuerung kann sowohl in üblicher Weise längs zur Kesselachse als auch mit ihrer Vorsehub- richtung quer zur Kesselaehse angeordnet sein, u. zw. gleichgültig, ob es sieh um einen Rost oder zwei symmetrisch gestellte Roste handelt. Der Vorteil der Anordnung quer zur Kesselachse liegt darin, dass bei grosser Rosttiefe, bei welcher die Flammen auf ihrem Weg in die Züge des Kessels eine grosse Rost- strecke überstreichen, der Nachschub des Brennstoffes den Verhältnissen gemäss besser angepasst werden kann, was sonst bei Vorschub in der Tiefenrichtung parallel zur Kesselaehse nicht ohne weiteres möglich ist.
Der Antrieb der einzelnen Roststabgruppen kann von einem Schaltgetriebe aus vorgenommen werden, er kann aber auch von einem hydraulischen Motor oder Luftdruekmotor aus mit regelbarem Hub erfolgen.
Als hydraulischer Motor kann ein Druckölmotor dienen.
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gestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Feuerung, Fig. 2 einen Grundriss, Fig. 3 und 4 Querschnitte nach den Linien AB bzw. CD der Fig. 1, während die Fig. 5 und 6 Einzelheiten im vergrössertem Massstabe in Stirn-und Seitenansicht veranschaulichen, Fig. 7 zeigt den Querschnitt eines Kessels mit einer Feuerung, die mit ihrer Vorsehubrichtung quer zur Längsachse des Kessels liegt, Fig. 8 zeigt schematisch die Anordnung eines Motors zur Bewegung der Roststabgruppen.
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aus erfolgt. Der Brennstoff kann also in der Querrichtung des Rostes mitgleiehbleibender Geschwindigkeit, aber mit verschiedenem Hub bewegt werden.
In der Zeichnung ist die Einrichtung für einen Mehrzonenrost dargestellt, sie kann aber auch ohne weiteres für Einzonenroste angewendet werden ; in diesem Falle ist nur eine Antriebswelle 3 erforderlieh.
Die einzelnen Rostwangen stützen sich auf den Seitenwangen 4, 4'bzw. auf den Mittelwangen J, 5' ab. Durch die Anordnung der Mittelwangen geht an Rostflächen nichts verloren. Die Mittelwangen können entweder durch Belegstücke oder durch Roststäbe überdeckt werden, oder aber es können schmale wasser-
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Die Verlängerung der Mittelrostwangen 6,6'bildet den Abschluss für die einzelnen Windkammern in der Längsrichtung des Rostes. Es kann also jeder Roststreifen 1, 1', 1" mit unabhängig voneinander regulierbarem Vorschub arbeiten, die Verbrennungsluft kann dabei ebenfalls unabhängig voneinander zugeführt werden. Wird Unterwind angewendet, so erfolgt die Zufuhrung desselben durch die Kanäle 7.
7', 1". Bei langen in mehrere Zonen unterteilten Rosten können die Längswindkammern durch Querstreifen 8, 8', 8"nochmals unterteilt werden, so dass sich sowohl in der Längs- als auch Breitenrichtung des Rostes mehrere Luftzuführungskammern ergeben.
In Fig. 7 bezeichnet die Pfeilriehtung j ! J die Längs- (Tiefen)-Richtung des dem Kessel 16 vorge-
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bei dem die Vorschubrichtung der beweglichen Rostelemente nicht in der Längsrichtung 15. sondern in der
Querrichtung zum Kessel erfolgt. Der Antrieb und Vorschub des Brennstoffes über dem Rost erfolgt in der gleichen Weise wie bei dem vorher beschriebenen Rost.
Gemäss Fig. 8 wird die in Hin-und Herbewegung zu versetzende Wange 19 einer beweglichen Roststabgruppe 20 unter Zwischenschaltung des Lenkers 21 und des Winkelhebels 22 von einem hydraulischen Motor oder Luftdruckmotor 23 aus mit regelbarem Hub hin und her bewegt. Wenn ein hydraulischer Motor verwendet wird, kann z. B. ein Druckölmotor verwendet werden, wie er an sich bekannt ist und der daher in Fig. 8 nur schematisch dargestellt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Vorschubrost, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschub des Brennstoffes in der Breitenrichtung des Rostes in, bezüglich der Hubgrösse der Roststreifen, unabhängig voneinander einstellbaren Zonen erfolgt.