AT139588B - Verfahren zur Herstellung eines seifenfreien Rasiermittels mit hautpflegender Wirkung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines seifenfreien Rasiermittels mit hautpflegender Wirkung.

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AT139588B
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Friedrich Dr Hecht
Oskar Holl
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Friedrich Dr Hecht
Oskar Holl
Gerhard Dr Marchart
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  Verfahren zur Herstellung eines seifenfreien Rasiermittels mit hautpflegender Wirkung. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines seifenfreien Rasiermittels mit haut- pflegender Wirkung. Ein Hauptvorzug der erfindungsgemäss hergestellten Rasiermittel besteht darin, dass sie keine freien Säuren oder Basen enthalten, neutral reagieren und daher Metalle, insbesondere
Rasierklingen und-messer nicht angreifen. Diese Mittel besitzen auch blutstillende Eigenschaften. 



   Sie sind, zum Unterschiede von bekannten Rasierkremen, frei von Seife, auch von Ammoniumseifen.
Die erfindungsgemäss hergestellten Rasiermittel können salbenartig, also halbfest, oder flüssig, nämlich ölartig sein. 



   Man kann zu derartigen Mitteln auf dem Wege gelangen, dass man die Ester von gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren oder Fettsäurederivaten mit zwei-oder mehrwertigen Alkoholen oder mit
Derivaten solcher Alkohole, mit Ausnahme des Glyzerins selbst, oder Derivate so beschaffene Ester in geeigneter Weise bei der Herstellung oder bei der Verwendung mit Wasser zusammenbringt, so dass ihnen Wasser in gleichmässig fein verteilter Form einverleibt wird. Besonders eignen sich hiezu die Ester derartiger Fettsäuren mit Glycolen oder Glycolderivaten. Anstatt nur einen der genannten Stoffe zu verwenden, kann man auch deren zwei oder mehr nehmen.

   Die kosmetischen und wasserbindenden
Eigenschaften der angedeuteten Stoffe werden durch einen Zusatz von Wollfett oder von Bestandteilen des Wollfettes enthaltenden handelsüblichen Produkten, wie z.   B."Eueerinum anhydrieum",   oder von
Vaselin oder gewisser Fettsäureanilide, z. B. Stearoanilid, verbessert. Dem Gemenge können ferner zu dem gleichen Zwecke pflanzliche oder tierische Fette oder fette Öle oder auch Mineralöle oder festes
Paraffin beigemischt werden. Auch die gleichzeitige Beimengung mehrerer derartiger Stoffe ist zulässig. 



   Um die Verteilung des Wassers, wenn man ein flüssigbleibendes Mittel erhalten will, zu erleichtern, setzt man in bekannter Weise ein neutrales Emulgiermittel wie Tragant, Gummi   arabicum   oder Saponin zu. 



   Bei der Ausführung des Verfahrens werden sämtliche Bestandteile des Mittels unter allmählicher
Erhöhung der Temperatur auf dem Wasserbade oder auf dem Ölbade oder mittels Heissdampf geschmolzen, das Wasserwird eingerührt und das Gemenge bis   zumErkalten   oder auch bis   zumErIangen   der gewünschten
Konsistenz weitergerührt oder geknetet. Man kann aber auch nach dem Zusammenschmelzen die wasser- freie Masse in zum Handgebrauch geeignete Formen bringen und erst bei der Verwendung Wasser in zweckmässiger Weise hinzufügen. 



   Will man eine stabile Emulsion erhalten, so wird das ölhaltige Gemenge längere Zeit kräftig   geschüttelt.   



  Bei seiner Verwendung wird das Rasiermittel mit dem Finger auf die Haut aufgetragen und ein bis zwei Minuten einwirken gelassen. Bei Benützung der wasserfreien Masse wird die Emulsion auf der
Haut bereitet. Das Mittel braucht, zum Unterschiede von Rasierseife und Rasierkrem, nach dem Rasieren nicht abgewaschen zu werden. 



   Beispiele :
1.   100 g Äthylenglycolester   der Stearinsäure, 400   g   Wasser. 



  2. 100 g Äthylenglycolester der Palmitinsäure, 100 g Vaselin, 200 g Wasser. 



   3.100 g Pentandiol-1, 4-Ester der Ölsäure, 100 g Wollfett, 50 g Vaselin, 100 g Wasser. 
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 Vaselinöl (Paraffinum liquidum) 35 g Wasser. 



   6.300   g   Äthylenglycolester der Stearinsäure, 100 g Stearoanilid, 100 g Eucerinum   anhydricum,   
 EMI2.2 
 800   g   Sesamöl, 600 g Wasser, 16 g Saponin. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines seifenfreien Rasiermittels mit hautpflegender Wirkung, dadurch gekennzeichnet, dass man den Estern von gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit zwei-oder mehrwertigen Alkoholen oder mit Derivaten so beschaffene Alkohole, ausgenommen das Glycerin selbst, oder Derivaten so beschaffene Ester entweder bei der Herstellung oder bei der Verwendung Wasser einverleibt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zwei oder mehr Stoffe der im Anspruch 1 angegebenen Typen verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man der Masse Wollfett oder Bestandteile des Wollfettes enthaltende, handelsübliche Gemische oder die Wasserverbindung fördernde Substanzen, wie z. B. Stearoanilid, oder auch Vaselin oder ein pflanzliches oder tierisches Fett oder fettes Öl oder ein Mineralöl oder festes Paraffin einzeln oder in Kombination zusetzt.
AT139588D 1931-01-22 1931-01-22 Verfahren zur Herstellung eines seifenfreien Rasiermittels mit hautpflegender Wirkung. AT139588B (de)

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