AT139043B - Ausgleichsaggregat für Spannungsteilung. - Google Patents

Ausgleichsaggregat für Spannungsteilung.

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AT139043B
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Arthur Dr Ing Mandl
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Aeg
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Ausgleichsaggregat für Spannungsteilung.   
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Ströme   Ja,     Jb der   beiden Maschinen voneinander abweichen, wie dies infolge der Verluste ja tatsächlich der Fall ist. Die Maschine 1 erhält eine zusätzliche A.   W.-Zahl   auf ihren Polen   (Ja   + Jb), die Maschine 11 (+ Jb-Ja). Die Erregung beider Maschinen wird also um genau denselben Betrag geändert, womit sich ein wenig die Drehzahl ändert, die Genauigkeit der Spannungsteilung bleibt jedoch vollständig erhalten. 



   Die Genauigkeit der Spannungsteilung wird nun bekanntlich durch die Spannungsabfälle in beiden Hälften bei grossem Mittelleiterstrom gestört. Zum Ausgleich hat man jede Maschine mit einer Kompound-   wicklung 1" bzw. 2" versehen,   die vom Strom der andern Maschine durchflossen wird. Diese zusätzlichen Wicklungen sind in Fig. 3 angedeutet. 



   Will man diese Korrektur auch bei der erfindungsgemässen Einrichtung anbringen, so wird man die Wicklungen 2'+   2"und 7'+ 7"zu je   einer Wicklung vereinigen und erhält dann für jede Maschine wieder nur zwei Kompoundwicklungen, von welchen die vom fremden Strom durchflossene eine etwas grössere Windungszahl hat. 



   Tritt nun   durch eine Spannungserhohung   ein Ausgleichsstrom J auf, so   durchfliesst   er alle vier   Kompoundwicklungen   im gleichen Sinne. Die Kompoundwicklungen werden so geschaltet, dass der Ausgleichstrom J in ihnen aufkompoundierend wirkt ; er erzeugt an den Maschinen 1 und 11 eine Gegenspannung, die, wie der Abfall an einem   Ohmschen Widerstand, den Ausgleichstrom   stark begrenzt. Die gleiche, den Ausgleichstrom begrenzende Wirkung tritt bei Spannungsabsenkung auf. Man kann nun das Ausgleichsaggregat, auch wenn es durch Wegbleiben der Spannung vollständig zum Stillstand gekommen sein sollte, am Netz lassen. Nach Wiederkehr der Spannung läuft es mit zulässiger Stromaufnahme wieder an. 



   Die Nebenschlusswicklungen wirken den Kompoundwieklungen entgegen und widersetzen sieh jeder Feldänderung. Diesen schädlichen Einfluss kann man durch bekannte Mittel bekämpfen, z. B. durch Vorschaltung eines Ohmschen Widerstandes oder einer Drosselspule vor das Nebenschlussfeld, durch Anordnung eines   Entkoppelungstransformators   oder durch Trennung der magnetischen Kreise, Spaltung der Pole für die   Nebenschluss-und Kompoundwicklungen.   Besteht die Belastung der Netze zum grossen Teil aus Lampen, so wird man, falls das Aggregat zum Stillstand gekommen ist, das Tempo der wiederkehrenden Spannung (z.

   B. bei   Quecksilberdampfgleichrichtern   mit Gittersteuerung) so regeln, dass schon vor Erreichen der vollen Spannung die richtige Spannungsteilung durch das   hochgelaufene   Ausgleichsaggregat gewährleistet ist. 



   Die Erfindung ist selbstredend nicht auf eine Spannungsteilung in zwei Teile mittels zweier Maschinen beschränkt, sondern kann sinngemäss auch auf Aggregate mit mehr als zwei Ausgleiehsmaschinen ausgedehnt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Ausgleiehsaggregat   für Spannungsteilung zur Begrenzung der bei Spannungsänderungen entstehenden   Ausgleichsvorgänge,   bei dem gegebenenfalls jede Maschine eine vom Strom der andern Maschine durchflossene Kompoundwicldung zum Ausgleich der durch die Verluste in den Maschinen bei ungleicher Belastung der beiden Hälften entstehenden Spannungsunterschiede besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass jede Maschine in übereinstimmender Weise mit zwei Kompoundwicklungen versehen ist, von welchen jeweils die eine vom Strom der eigenen Maschine und die andere'vom Strom der andern Maschine durchflossen ist und die so geschaltet sind, dass der bei Spannungsanstieg entstehende Ausgleichstrom in allen vier Wicklungen aufkompoundierend wirkt.

Claims (1)

  1. 2. Ausgleichsaggregat für Spannungsteilung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle vier Kompoundwieklungen gleiche Windungszahl besitzen.
    3. Ausgleichsaggregat für Spannungsteilung nach Anspruch 1 mit drei Kompoundwicklungen je Maschine, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden vom Strom der andern Maschine durchflossenen Kompoundwicklungen zu je einer Wicklung vereinigt sind, die eine höhere Windungszahl hat als die vom eigenen Strom durehilossene Wicklung.
    4. Ausgleiehsaggregat nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die schädliche Gegenwirkung der Ausgleichströme in der Nebenschlusswicklung in an sich bekannter Weise durch Vorschaltung eines Ohmschen Widerstandes oder Entkopplung der Hauptstrom-und Nebenschluss- wicklungen mittels Drosselspule oder Entkoppelungstransformators oder durch gespaltene Pole und ähnliche Mittel aufgehoben ist.
    5. Verfahren zum Betrieb von elektrischen Anlagen mit einem Ausgleichsaggregat nach den Ansprühen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass, sobald das Ausgleichsaggregat zum Stillstand gekommen ist, die wiederkehrende Spannung so langsam hochgeregelt wird, dass das Aggregat noch vor Erreichen der vollen Spannung nahezu seine volle Drehzahl und damit seine Fähigkeit zur Spannungsteilung erlangt hat.
AT139043D 1932-09-14 1933-08-22 Ausgleichsaggregat für Spannungsteilung. AT139043B (de)

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