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Einrichtung zur Verhinderung des Ölaustrittes bei Achslagern von Schienenfahrzeugen.
Bei Achslagern von Schienenfahrzeugen ist es notwendig, die Austrittsstelle der Achse aus dem Lagergehäuse durch eine Staubschutzeinrichtung abzudichten, die gewöhnlich in einer Tasche des Gehäuses angeordnet ist und z. B. aus einem zweiteiligen, gerahmten Filz-oder Lederring besteht. Diese Art der Abdichtung genügt gegen das Eindringen von Staub oder Wasser. Gegen das Austreten des Öles aus dem Lagerinnern bietet sie jedoch keinen Schutz, und es müssen noch zusätzliche Mittel angewendet werden, damit, was besonders bei reichlichem Ölumlauf im Lager zu befürchten ist, das Öl nicht zur Staubschutzeinrichtung gelangt und über diese ins Freie abtropft.
Als solches Mittel hat man bereits Spritzringe an der Achse innen im Lager vor der Achsaustritts- stelle angebracht, die das längs der Achse gegen die Staubschutzeinrichtung drängende Öl ins Innere des Gehäuses abspritzen. Ausserdem hat man auch noch schirmartige Vorsprünge an den Lagerinnenwänden vorgesehen, um dem abgespritzten Öl den Zutritt zur Staubsehutzeinrichtung zu verwehren.
Diese Anordnungen haben den Mangel, dass bei reichlichem Ölumlauf im Lager das gegen die Gehäuseinnenwandungen geschleuderte Öl auf den Achsteil reflektiert wird, der zwischen den Spritzringen und der Staubschutzeinriehtung liegt, oder auch direkt durch den freien Ringspalt zwischen der Austritts- öffnung im Gehäuse und der Achse auf die Staubsehutzeinrichtung gespritzt wird.
Die Erfindung besteht nun in einer besonderen Anordnung von Spritzringen in ihrer relativen
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neue Anordnung hat noch den besonderen Vorteil, dass sie in axialer Ausdehnung wenig Platz beansprucht, was z. B. bei Stirnlagern wichtig ist, bei welchen aus Festigkeitsrüeksichten die Radnabe möglichst nahe an die Tragfläche des Achsstummels herangesetzt werden muss.
Erfindungsgemäss wird unmittelbar von der Tasche, in der die Staubschutzeinriehtung untergebracht ist, beginnend, die Hohlfläche eines Schirmes mit fallender Neigung gegen das Lagerinnere um die Austrittsöffnung angesetzt und umsehliesst eine so nahe als möglich an die Staubsehutzeinrichtung herangerückte Spritzkante der Achse, während vor dem durch den Schirm gedeckten Hohlraum eine oder mehrere weitere Abspritzkanten an der Achse angeordnet sind.
Die Wirkungsweise soll an Hand der Zeichnung erläutert werden. Die Fig. 1 stellt einen vertikalen Längsschnitt durch den Teil eines Achslagers dar, der die Staubschutzeinrichtung am Achsaustritt enthält. Die Fig. 2 zeigt das in Fig. 1 dargestellte Achslager nach der Linie A-A geschnitten.
An das Achslagergehäuse 1, ist an der Austrittsstelle 3 der Achse 2 eine flache Tasche 4 angebaut, in welcher als Staubschutzeinrichtung z. B. ein zweiteiliger, gerahmter Filzring 5 angeordnet ist. Von der Tasche 4, unmittelbar an der Öffnung 3 beginnend, ist der schirmartige Rand 6 mit seiner Hohlfläche geneigt gegen das Lagerinnere angesetzt und umgreift die Spritzkante 7, die so nahe als möglich bei der Staubschutzeinrichtung an der Achse angebracht ist. Das von dieser Spritzkante abgeschleudert Öl spritzt also nur gegen die Hohlfläche des Schirmes 6 und fliesst wegen der durchweg zum Lagerinnern gerichteten Neigung derselben ins Lagergehäuse zurück.
Weitere Spritzkanten 8 und 9 sind an der Achse im Lagerinnern vor dem vom Schirm 6 gedeckten Hohlraum 10 angebracht und schleudern das aus dem Lagerspalt 11 drängende Öl gegen die Gehäuseinnenwand 12, von welcher es reflektiert wird.
Die gegen die Austrittsöffnung 3 gerichteten Reilexionsstrahlen werden nun zum grössten Teil von der äusseren Fläche des Schirmes 6 aufgefangen, die es zum Ölsammelbehälter so ableitet, dass es unmöglich zur Staubschutzeinriehtung gelangen kann. Die geringen Ölmengen, die in die Nut zwischen
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den Spritzkasten 7 und 8 gelangen, werden zum Teil von der Spritzkante 8 wieder ins Innere des Lagergehäuses abgeschleudert und zum Teil-von der Spritzkante 7 in die Hohlfläche des Schirmes 6, die es wieder gegen das Lagerinnere hin ableitet.
Wie man sieht, ist es unmöglich, dass auch bei reichlichem Olumlauf im Lager Öl zur Staubschutzeinrichtung gelangen kann.